Wenn ich das Gefühl habe, du lügst...
Regen und Windspiel
Der Regen prasselte gegen die Fensterscheiben und man konnte das Windespiel hören, welches Sakura so liebevoll aufgehängt hatte.
"Schatz? Bist du fertig?" Sakuras Mutter kam ins Zimmer, da sie keine Antwort bekam. Frau Haruno fand eine, am Schreibtisch sitzende Sakura vor.
"Oh Sakura, willst du denn die ganze Zeit schmollen? Das geht nun schon 4 Jahre so"
"Ich schmolle nicht!" schrie Sakura sie an.
Erschrocken wich ihre Mutter zurück. "Es...tut mir leid, ich wollte dich nicht stören." meinte sie bedrückt und verließ das Zimmer. Sakura tat es sofort wieder leid, was konnte ihre Mutter denn dafür, wenn sie Liebeskummer hatte?
Ein lautes Scheppern ließ sie aus ihren Gedanken schrecken. Sie wirbelte herum und sah, dass das Windspiel auf dem Balkon heruntergefallen war. Sakura seufzte und stand auf.
Sie öffnete die Schiebtür zum Balkon und trat in den Regen hinaus. Der graue, düstere Himmel ähnelte ihrer Stimmung. Gerade wollte sie die kleinen Silberröhrchen aufheben, als sie ausrutschte und im hohen Bogen über das Geländer fiel.
Doch Sakura spürte keinen harten Aufprall auf die nasse Straße, sondern wie sie aufgefangen wurde.
"Na.. Naruto" sagte sie und sah zum ziemlich vberdutzten Naruto auf.
"Hey Sakura beim nächsten mal solltest du was besser aufpassen" grinste Naruto, dann ließ er Sakura runter und hob den Regenschirm auf, den er bei der Auffangaktion hat fallen lassen.
"Da...Danke Naruto" Sie räusperte sich und dreht sich um, um wieder ins Haus zu gehen. Doch Naruto hielt sie am Handgelenk fest. Diesmal räusperte er sich. "Du...Willst du nicht mit mir und meiner neuen Freundin Ramen essen gehen?" fragte er zögernd.
Sakura sah verwundert auf. "Deiner neuen Freundin?".
Grinsend sah Naruto sie an und sagte "Tja Hinata und ich sind jetzt ein Paar" wobei er leicht rot anlief.
Freudig umarmte Sakura Naruto und konnte für kurze Zeit ihre eigenen Sorgen vergessen. "Das freut mich sehr für euch!" meinte sie und setzte nekkisch hinzu "Dann wirst du mir ja nicht mehre hinterhersetzen und ich kann..." Ein schmerz durchfuhr sie. Sie sah Sasuke vor ihrem inneren Auge. Seine schwarzen Haare. Und diese unergründlichen schwarzen Augen. Sie zuckte unmerklich zusammen.
"Und? Kommst du mit?" fragte Naruto sie der nicht bemerkte, dass sie abwesend war. Diese Frage riss sie aus ihren Gedanken. "Es tut mir Leid Naruto, aber.. ich habe keinen Hunger." sagte sie mit leiser, erstickter Stimme und rannte davon. Hinaus, in die Dämmerung.
Naruto sah ihr traurig hinterher. Du hast ihn immer noch nicht vergessen, stimmt's, Sakura-chan?"