Game of Life
Half of another
Half of another
Disclaimer: Mir gehört hier absolut nichts! Und ich mache hiermit auch kein geld!
Copyright: Die Story ist eine übersetzung aus dem englischen! Das gehört alles Kingleby (fanfiction.net) lasst also eure Finger davon!!
Und ich möchte Miau danken, weil die sich das mal angeschaut hat^^ *knuiddel*
Sagt mia am ende beischeid, ob ihr noch lebt, kaay? *gg*
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Game of life
Half of another
Kleine Hände arbeiteten feinfühlig, jedoch nachdrücklich am Puzzle Würfel, die großen violetten Augen wendeten sich nie von ihrer Aufgabe ab.
Das weiße Krankenhaushemd war, wie immer, zu groß und er hatte die Ärmel weit hochgekrempelt, da er nur so seine Hände sehen und benutzen konnte. Er war bereits sechs Jahre alt und hatte noch immer die Größe eines Kleinkindes. Es war erniedrigend, zumindest schien es für ein bestimmtes Mitglied seiner Familie erniedrigend zu sein.
Der junge Spieler lächelte zufrieden und doch traurig, als er den Würfel vollendete und legte ihn auf seinen Nachtschrank zu den anderen. Er war der letzte, welcher sein Großvater ihm gebracht hatte und er würde sicher nicht noch einmal vorbeikommen, um ihn zu besuchen und ihm neue Puzzles zu bringen. Zumindest die nächsten drei Stunden nicht.
Yuugi seufzte. Eine tiefe Angst begann in seiner Seele zu wachsen, ohne die Puzzles und Spiele, welche ihn beschäftigten... war er hier alleine. Seine Mutter und sein Großvater würden zurückkommen und ihm besuchen, aber sie würden ihn über Nacht zurücklassen, sie mussten es.
Es machte ihm Angst alleine hier zu sein.
Eine Tatsache, die er zu verstecken versuchte, da es eine wirklich dumme Angst war. Seitdem er geboren worden war, hatte er Probleme mit seinen Lungen und das Krankenhaus war schon mehr ein zweites Zuhause für ihn, verbrachte er doch mehr Zeit hier, als irgendwo anders. Er kannte alle Ärzte und Schwestern bei ihren Vornamen und sie waren alle sehr freundlich zu ihm und trotzdem...
Es machte ihm immer noch Angst. Krankenhäuser waren ein Ort des Heilens oder des Todes. Wenn man am Leben blieb, wird man gesund und geht, man kommt nicht zurück. Doch Yuugi kam immer zurück, dorthin wo der Tod wartete.
Es machte ihm Angst, dass er eines Tages hierher kommen und nicht wieder gehen würde. Dass er seine Eltern und seinen Großvater nie wieder sehen würde.
Er würde nie wieder ein Puzzle vervollständigen können. Und das machte ihm mehr Angst als alles andere, aus Gründen, welche er nicht verstand. Aber jedes Mal, wenn ihm ein Puzzle gegeben wurde, sah er es sich an, als ob er nach etwas suche. Etwas, eine Präsenz... eine Präsenz, welche er früher bereits schon einmal gespürt hatte, bevor sein Gedächtnis sich daran erinnern konnte. Vielleicht war es sogar der Tag seiner Geburt, da sein Großvater ihm erzählt hatte, wie er kurzzeitig gestorben war. Vielleicht war diese Präsenz die des Todes und er suchte erneut nach ihr. Aber warum sehnte er sich nach genau dieser Präsenz? Er erinnerte sich nicht daran, was er war, aber diese Präsenz war warm gewesen, beschützend. Es konnte nicht der Tod gewesen sein...
Ein wässriges Lächeln schmückte die Gesichtszüge des Jungen. Es war nicht der Tod, den er suchte, auch wenn es vielleicht doch die Präsenz der Tod gewesen war. Nein, mit jedem Puzzle suchte er die Präsenz eines Freundes. Das war es, was er vor so langer Zeit gespürt hatte, aber nie wieder seitdem.
Es war schwer Freunde zu finden, wenn man praktisch im Krankenhaus lebt. Und wenn Yuugi nicht dort war, wurde er eher geärgert, als gemocht. Das schmerzte sogar noch viel mehr, als seine Atemprobleme, denn es verletzte ihn tief in seinem Herzen und anders als es mit seinen Atemproblemen war, gab es keine Maschinen, die ihm helfen konnten. Also beschäftigte er sich mit Puzzeln.
Aber egal wie sehr er es versuchte, hatte er dort niemals einen Freund gespürt. Alles was er fühlte war Zufriedenheit, ein zufriedenes Gefühl, welches er nirgendwo anders finden konnte, aber es war immer noch nicht das, was er sich erhoffte.
Wie sehr wünschte er sich einen Freund.
Yuugi versuchte die aufkommenden Tränen wegzuwischen, jedoch führte das nur dazu, dass der Schlauch in seiner Nase schmerzhaft bemerkbar wurde.
Er hasste es hier festzusitzen, zusammen mit einer Maschine verbunden zu sein, welche seinen unterentwickelten Lungen half. Er erinnerte sich daran, wie die Ärzte immer sagten, dass sie nicht erwarteten, dass er lange durchhielt, dass er zu klein und schwächlich war. Aber er hatte ihnen bewiesen, dass sie bislang falsch gelegen hatten und nun meinten sie, dass er eine Chance hatte. Dass seine Lungen eines Tages gesund sein würden und er rennen und atmen und normal sein könne...
Nein, er würde niemals normal sein. Das war schmerzhaft offensichtlich. Aber vielleicht, nur vielleicht, würde er eines Tages in der Lage sein das Krankenhaus zu verlassen und die starke Person zu sein, die sich sein Vater erhoffte.
Sein Vater. Der Gedanke an ihm schmerzte und erfreute ihn zugleich. Sein Vater war immer so beschäftigt, weg, auf Geschäftsreisen und schwer am arbeiten. Aber er würde Yuugi besuchen kommen, wenn er das Krankenhaus verlassen würde und doch...
Yuugi war nicht dumm, er wusste um die negativen Gefühle, welche die Leute ihm gegenüber empfanden, wegen seines Status und seiner Schwäche. Er würde schnell müde werden und die Augen seines Vaters würden diesen Ausdruck beinhalten.
Der Ausdruck von Enttäuschung, von Frust, manchmal sogar Wut... weil Yuugi nicht der Sohn war, den er sich erhofft hatte. Und er würde niemals der Sohn werden, der er sollte.
Er interessierte sich für Spiele, Puzzles und Freundschaft, doch sein Vater wollte, dass er ein kühler, beherrschter und selbstbewusster Geschäftsmann wurde.
Sein Vater war nie glücklich über den Namen gewesen, den sein Großvater für ihn ausgewählt hatte, egal was ihm seine Mutter auch sagte. Der Name `Spiel´ war kein respektvoller Geschäftsname und er hatte stark dagegen argumentiert. Er meinte, dass wenn er Yuugi genannt wurde, er nicht den Nachnamen seines Vaters bekommen würde.
Doch das hatte weder seinen Großvater noch seine Mutter abgehalten seinen Namen zu behalten und so war sein Nachname eben Mutou, ebenso wie der seiner Mutter und seines Großvaters. Yuugi hatte nichts dagegen diesen Namen zu haben, doch es schmerzte ihm so offen von seinen eigenen Vater zurückgewiesen zu werden.
“Mama, ich bin in Ordnung, es tut nur ein bisschen weh.”, sagte eine Stimme plötzlich, es klang, als ob sie vom Flur vor Yuugis Zimmer kam. „Kann ich trotzdem zum Tanzen gehen?“
„Zum letzten Mal, Anzu. Tanzen ist nicht gut für dich! Sieh dich an, du hast dir selbst wehgetan, ist das nicht Beweis genug? Du wirst nicht mehr dahin gehen; du wirst andere Dinge machen. Verstanden?“
Yuugi hörte, wie jemand leise schniefte, jedoch wurden keine weiteren Proteste geäußert. Yuugi fühlte mit der Fremden, wusste er doch, wie es sich anfühlte, Dinge nicht tun zu können. Zumindest war er in der Lage, seine Leidenschaft für Spiele auszuleben, auch wenn er körperlich nicht kräftig gebaut war.
„Nun bleib hier sitzen, während ich gehe und mit dem Arzt spreche.“, kommandierte die Stimme der Mutter und ihre Schritte verhallten. Yuugi hörte das junge Mädchen „Anzu“ erneut schniefen, dieses Mal etwas lauter und sofort hatte er wieder Mitleid mit ihr.
-Ich wünschte ich könnte etwas tun.-, dachte er, starrte schwach die Maschine an, an welche er angeschlossen war. –Aber sie würde mich nur auslachen und mich schwach nennen...-
Yuugi schüttelte den Kopf und war plötzlich auf sich selbst wütend. Das Mädchen war eindeutig traurig und er sollte ihr helfen und nicht einfach hier herumsitzen und ihr beim Weinen zuhören. Es war egal, wenn sie lachen würde; zumindest würde es sie aufheitern... er konnte es nicht ertragen Menschen verletzt zu sehen.
Der kleine Junge entfernte vorsichtig aber gekonnt den Schlauch aus seiner Nase und kletterte von seinen Bett, vergewisserte sich, dass er gleichmäßig und ruhig atmete, sodass es unwahrscheinlicher wahr, dass er ganz aufhörte zu atmen. Solange er ruhig blieb...
Er öffnete zögerlich die Tür, welche zum Flur führte und steckte seinen Kopf durch die Spalte. Das Mädchen, Anzu, schien in seinen Alter zu sein, aber, anders als er selbst, sah sie auch danach aus. Ihr Gesicht hielt sie in ihren Händen verborgen, sie schluchzte herzergreifend. Er bemerkte, dass eines ihrer Beine verbunden war: Das war deutlich sichtbar, da sie einen Rock trug.
„B-bist du in Ordnung?“, fragte er leise, fühlte wie sein Gesicht vor Scham rot wurde. Er war nie sehr selbstsicher gewesen mit anderen Leute zu reden, besonders mit solchen in seinen Alter.
Anzu sah überrascht auf, starrte seine ungewöhnlichen Züge an, bevor sie ein wenig lächelte.
„Ich werde in Ordnung sein.“, sagte sie, ihre Tränen flossen nicht mehr, was Yuugi sehr erleichterte. „Danke.“
Yuugi errötete, wusste nicht, was er jetzt sagen oder tun wollte. Er sollte etwas sagen, aber er wusste nicht was. Stattdessen konzentrierte er sich auf seine Atmung, welche nicht mehr so einfach war. Er würde bald wieder an die Maschine gehen müssen.
„Bist –du- in Ordnung?“, fragte Anzu plötzlich. „Deine Atmung ist ziemlich lustig.“ Yuugi lächelte nur schwach, er wagte sich nicht mehr, seinen Mund zu öffnen; er musste sich konzentrieren durch seine Nase zu atmen. Es hielt länger auf diesen Weg. „Naja, es ist wirklich lieb von dir, dass du dich um mich kümmerst.“, sagte sie, während ihre Wangen auch leicht rot wurden. Das ließ Yuugi nur noch weiter erröten. Gott, er musste wie ein Idiot aussehen. „Ich meine, ich habe nicht wirklich einen Freund, der sich so um mich kümmern würde. Sie mögen mich nur, weil meine Eltern reich sind.“
Yuugi blinzelte sie deswegen nur doof an. Dieses Mädchen