Shamantournement
Das Turnier, die Fünfte
Das Turnier, die Fünfte
Diese Stadt war zwar nicht sehr groß, doch hatte es ein Hotel indem die Gruppe die Nacht verbringen konnte. Als alle anderen schob schliefen, machte Luna sich noch mal auf den Weg. Sie wollte noch mal spazieren gehen, denn die Nacht war zwar kalt aber dennoch wunderschön. Sie hatte sogar diese Stadt verlassen und ging, aus einem Grund, den sie selbst nicht wusste, ihn aber ahnte, schnurstracks auf einige Klippen in der Nähe zu. Schon von weitem konnte sie eine Gestalt am Rande des Abgrundes stehen sehen. Als sie näher kam erkannte sie diese Person. Es war - wie Luna es bereits geahnt hatte - Hao. “Ich wusste du würdest kommen.”, meinte dieser, als sie neben ihm stand. Luna antwortete nicht. “Du willst etwas wegen dem Buch wissen, habe ich Recht?”, fragte ihr Bruder nach einer Weile. Luna nickte. “Was steht auf den letzten 10 Seiten des Buches?” “Warum ließt du es nicht einfach nach?” “Weil diese Seiten fehlen.” “Das dachte ich mir.” “Warum?” “Es stehen gefährliche Techniken drin.” “Gefährliche Techniken?” “Ja.” “Was zum Beispiel?” “Es ist zu gefährlich für dich.” “Ich glaube ich kann selbst entscheiden, was zu gefährlich für mich ist.” “Nein in diesem Falle eher nicht.” “Wie meinst du das?” “Wie ich es sage. Es ist einfach zu gefährlich für dich. Du könntest sterben.” “Seit wann machst du dir Sorgen um meinen Tod?” “Das ist nur, weil es wirklich zu gefährlich ist, glaub mir.” “Du hast es geschrieben, also musst du es ja wissen…” Ihr Gesprächspartner nickte. “Aber ich wüsste zu gern, was da stand…” “Hier!” Hao hielt seiner Schwester ein Amulett hin. Etwas zögernd nahm sie es in die Hand. “Was…?” “Wenn du es wirklich wissen willst, dann finde es mit Hilfe dieses Schattenamulettes heraus.” “Schattenamulett?” “Ja. Es wird dir sicherlich helfen, wenn du es wirklich herausfinden willst.” “…” “Was ist?” “…” “Luna?” “…” “Luna!” “…” Keine Reaktion. Hao fasste an die Schulter seiner Schwester. Immer noch keine Reaktion. Nun legte er seine andere Hand auf ihre andere Schulter und zog sie vom Abgrund weg. Sie bewegte sich kein bisschen alleine. Luna war wie steif gefroren. “Luna!” Hao verpasste seiner Schwester eine Ohrfeige, doch an ihrem Zustand änderte sich nichts. Sie starrte perplex auf das ´Schattenamulett´. Ihre Augen waren leer. Kein Atem durchzog ihren Körper. “Wach auf!”, schrie Hao seine Schwester an. Doch noch immer rührte sie sich nicht. Leise knurrte Hao. Er hatte es befürchtet. Die Kraft war einfach zu stark. Nun musste er sie erstmal zurückbringen und noch eine Lösung für dieses Problem finden. Ausnahmsweise wusste er mal keine Lösung. Leise brachte er, die noch immer steife, Luna zurück in das Hotel, dass indem sie die Nacht verbrachte. Dann verschwand er lautlos wieder.
Auch noch am nächsten Morgen hielt dieser Zustand an. Keine Reaktion, kein Atem, kein Nichts. Ihre Freunde waren ratlos, was mit ihr los war. Da sie es nicht wussten und die Zeit ablief, in der sie nach Dobie-Village kommen mussten, packten sie, sie kurzerhand auf den Rücken und machten sich auf den weiteren Weg nach Dobie-Village. Auch nach ein paar Tagen änderte sich nichts an dem Zustand der jungen Schamanin. Erst als sie an eine Ruine kamen, kam wieder leben in sie. “Was ist passiert?”, wurde sie sofort gefragt. “Ich… ich… ich weiß es nicht…”, kam s nur über ihre Lippen. Sie war verwirrt. Noch nicht einmal an das Gespräch mit Hao und das Amulett, dass sie in ihrer Tasche fand, Hao hatte es dorthin gelegt, konnte sie sich erinnern. “Du weißt es nicht?”, fragte Yo. Luna nickte, “Ich weiß es wirklich nicht.” “Gut…”, meinte Yo, etwas angespannt, “Jedenfalls, bist du wieder wach. Und wir können nun nach Dobie-Village. Wir müssen da vorne in die Ruinen.” Wieder nickte Luna nur. Nachdem sie ihre Sachen zusammengepackt hatten, machten sich alle, bis auf Tami, Run, Anna und Manta auf dem Weg in die Ruinen. Den anderen öffnete sich eine Tür, durch die sie gingen. Die Schamanen folgten einer Treppe, die immer tiefer in den Untergrund der alten Stadtruine führte. Auch mussten sie eine Tauchstrecke zurücklegen, das der trockene Weg ein Ende gefunden hatte. Nach der Tauchstrecke mussten sie noch eine Strecke zu Fuß zurücklegen. Nach einer Weile kamen sie in eine Sackgasse. Der Weg vor ihnen war abgeschnitten. Nach einer kurzen Beratung kamen sie zu dem Entschluss umzukehren. Doch als sie sich umdrehten war der Weg hinter ihnen ebenfalls versperrt und sie saßen in der Falle. Bevor jemand ein weiteres Wort dazu sagen konnte, wurden sie in ein helles Licht gehüllt. “Eure letzte Prüfung auf dem Weg nach Dobie-Village beginnt nun!”, hörten sie eine Stimme, die Luna nur zu bekannt vorkam.
Als Luna wieder zu sich kam, lag sie in einem Bett. Sie stand auf und ging nach draußen. Schon, als sie den ersten Schritt gemacht hatte, erkannte sie sofort, wo sie war. In Izumo. //Izumo? Was? Was mache ich hier? Warum ist es so leer und verlassen? Wo sind alle Leute?//, fragte sie sich selbst. Sie fing an durch die Straßen zu wandern. Vor ihr lag ein zerbrochener Stab. Das war Vivalinas. Erschrocken ging sie weiter. Sie fing an zu rennen, nachdem sie noch weitere Waffen ihrer Freunde auf dem Weg fand. Allesamt zerbrochen. Was war hier nur los? Sie folgte der Spur, der zerbrochenen Waffen, bis sie an einen Baum kam. In diesem Baum hingen alle ihre Freunde. Bewusstlos und verletzt. Sie versuchte zu ihnen zu laufen, doch wurde sie von einer mächtigen Energie-Wand zurückgeschleudert. “Kehr um! Deine Freunde haben den Test nicht bestanden!” Da war wieder diese Stimme. Doch Luna dachte nicht daran umzukehren. “Ich gehe nicht ohne meine Freunde!”, rief sie und griff die Energie-Wand an. Oft wurde sie zurückgestoßen, bis sie kaum mehr Kraft hatte. Aber sie griff weiter an, irgendwann kippte sie vor Erschöpfung einfach um. Dann hörte sie wieder diese Stimme: “Du hast bestanden!”
Erst einige Stunden später kam sie wieder zu sich. Sie lag in einem Bett in einem Haus. Sie richtete sich auf. Vor ihr schwebte Yuriko. “Luna! Du bist wach!”, rief sie fröhlich. “Yuriko! Ich bin so froh dich zu sehen! Aber… Was ist eigentlich passiert?” “Ihr hattet eine Aufnahmeprüfung, nachdem ihr alle in das Licht gehüllt wurdet. Ihr hattet bestanden. Danach ward ihr bewusstlos. Die Priester brachten euch hierher.” , meinte Yuriko, “Übrigens willkommen in Dobie-Village!” Das… Das heißt... Wir haben ´s geschafft!”, Luna sprang auf. Sie verließ das Haus. Draußen traf sie auf ihre Freunde. Alle anderen waren schon wach. Gemeinsam hatten sie beschlossen etwas essen zu gehen. Auf dem Weg dorthin unterhielten sie sich über die Prüfung. Durch die Lautsprecher hielt Patchee-Häuptling Goldva seine Rede. “Liebe Schamaninnen und Schamanen. Herzlich Willkommen in Dobie-Village! Die Regeln des Turniers besagen, dass die letzte Runde in Dreier-Gruppen gekämpft wird. Bitte teilt euch in Dreiergruppen auf und meldet euch in den nächsten Drei Tagen in der Patchee Kampfzentrale. Danke!” Damit beendete Goldva seine Rede. “Was?”, rief Vivalina, “Aber wir sind zu viert!” “Ich kämpfe mit Luna!”, sagten Vivalina und Hana gleichzeitig. “Nein!”, meinte Luna sofort. “Wie meinst du das?” “Ganz einfach: Wenn ihr alle mit mir in einer Gruppe sein wollt, dann kämpft ihr in einer und ich such mir jemanden.”, antwortete Luna. “Aber ich habe doch gar nichts gesagt!”, verteidigte sich Shay. “Ich weiß, aber es soll nachher nicht heißen, ich hätte jemanden von euch bevorzugt, deswegen werdet ihr ein Team bilden. Ich find schon jemanden.” Widerwillig nickten die drei. Zusammen gingen sie in die Kampfzentrale, wo sich Lunas Freunde anmeldeten.
Am Abend des dritten Tages.
Luna hatte immer noch niemanden gefunden. Sie saß auf einem Stuhl in der Kampfzentrale. “Ahhh… Hallo Luna!”, hörte sie plötzlich Silver neben sich. “Oh… Hallo Silver…”, sagte Luna etwas betrübt, denn die Frist war vor 5 Minuten abgelaufen. “Sag mal Luna…. Bist du dir wirklich sicher, dass diese Person in deinem Team sein soll?”, fragte Silver etwas unsicher. “Von wem redest du? Ich weiß nichts von einem Team!” “Von… von Hao und Opacho. Du kämpfst nach Anmeldeformular in ihrem Team.” “Wie bitte! Davon weiß ich ja gar nichts!” “Dann hat er dich wohl in sein Team genommen, ohne dir bescheid zu sagen. Uns sagte er bei der Anmeldung, dass alles mit dir abgesprochen wäre. Naja… Jetzt kann man da eh nichts mehr ändern.” “Scheint so…”, seufzte Lu, “Egal… wenigstens ich hab überhaupt ein Team…” //WARUM!! Warum hat er das getan?//, dachte sich Luna. “Da fällt mir ein…. Goldva wollte mich doch noch sprechen… und Nichrom auch…” Silver nickte, “Dann solltest du am besten sofort zu Goldva gehen. Er müsste in dem großen Gebäude in der Mitte der Stadt sein.” “Vielen Dank! ich werde mich sofort auf den Weg machen!”, bedankte sie sich noch und stand auch schon nach kurzer Zeit vor besagtem Haus.
Sie trat ein. Goldva hatte sie bereits erwartet. “Tritt ein!”, hörte sie seine Stimme sagen und tat wie geheißen. “Setz dich!” Vorsichtig nickte Luna und setzte sich auf den Stuhl, den Goldva ihr angeboten hatte. “Erstmal will ich dir danken, dass du Lip und Rap vor Hao gerettet hast. Aber: ES WAR VIEL ZU GEFÄHRLICH FÜR EIN JUNGES MÄDCHEN WIE DICH ALLEINE MIT DEN BEIDEN LOSZUZIEHEN! DIE BEIDEN HÄTTEN DABEI UMKOMMEN KÖNNEN!!!”, donnerte er plötzlich. Erschrocken sah Luna ihn an. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass ein älterer Mann so laut werden konnte, bis ihr einfiel, ihr Großvater konnte das auch. Wenn er wollte. “Ich… Es… Es tut mir wirklich Leid, was mit den beiden passiert ist. Das wollte ich