Fanfic: Einbildung ist auch eine Bildung

Kapitel: Der Anfang vom Ende

Der Anfang vom Ende

Als sie Angy und ihren toten Sohn unter diesem besagtem Baum vergraben hatten, überlegten sich Robin, Tashgi und Nami, wen sie die Baby’s anvertrauen sollten. Denn alle hatten keine Ahnung von Erziehung und dachten sich vieles dabei. Alle hatten Angst, dass die Kinder vielleicht irgendwann nach ihrer ganzen Verwandtschaft fragen würden und sie dann gestehen mussten, dass sie ihre Mutter nie kennen lernen werden. Sie wollten nicht, dass sie dann genauso unglücklich werden wie Angy es auch war.
„Also ich finde, wir sollten die Kinder trotzdem großziehen.“, meldete sich Nami zu Wort.
„Unmöglich.“, wiedersprach Tashgi, denn sie war von der Idee nicht sehr begeistert.
„Sei froh, dass wir helfen wollen, sie ist deine Schwester. Du müsstest alles eigentlich übernehmen.
„Nicht wirklich.“
„Wie nicht wirklich?“
„Eigentlich muss sich dann der Vater um die Kinder kümmern.“
„Ausgeschlossen! Ich werde Ace die Kinder nie überlassen! Wer weiß, was er mit ihnen anstellen wird? Ich will nicht das sie genauso werden wie er.“
„Na dann mach du’s doch. Du hast die meiste Erfahrung.“
„Nur weil ich die Älteste bin, heißt es nicht gleich, dass ich schlauer bin als ihr!“
„Muss nicht sein, am Besten wir machen es alle zusammen.“
„Na gut, überredet.“, seufzte Tashgi, denn sie hatte Angst, wie die beiden anderen auch.
Nach dreifach hintereinander folgenden Seufzer, fing das Baby, welches Nami auf dem Arm hatte, zu schreien an.
„Ah! Welche ist das?“
„Das ist Amaya Leniara, also die, die du hast.“
Nami ging schnell in die Kombüse, um schnell nach der Milch zu greifen. Sanji sah ihre hektische Reaktion und half ihr ein wenig.
„Probleme?“, fragte er und grinste frech.
„Ja! Und jetzt hilf mir!“
„Ja, ja Moment......So geht doch.“
Nami wischte sich den Schweiß von der Stirn und war zufrieden. Als die Milch warm war, verging ihre Panik und war wieder ganz ruhig. Sanji setzte sich ein wenig weiter weg, um Nami in Ruhe zu beobachten.
„Du siehst süß aus mit ihr oder ihm?“
„Ihr. Amaya Leniara.“
Kurze Zeit später betrat Robin mit Akemi Cyliane den Raum.
„Und wer ist das kleine Geschöpf?“
„Akemi Cyliane.“
„Und wer ist älter?“
„Amaya Leniara. Um gut geschätzte 10 Minuten. Und der Sohn war unglaubliche 50 Minuten älter.“
„Also die beiden heißen Amaya Cyliane und Akemi Leniara.“
„Nein umgekehrt. Amaya Leniara und Akemi Cyliane.“
„Stimmt, das kann ich mir nie merken.“
„Schaut mal.“
Nami konzentrierte sich ganz auf Amaya. Diese öffnete gerade ihre Augen und gähnte herzlich. Als Nami ihr in die Augen schaute, sah sie dieses dunkle blau schimmern, aber mehr sah sie, dass sie eher schwarz waren- wie die Nacht. Auch Cyliane ließ nicht lange auf sich warten. Ihre Augen waren so blau und klar wie das Meer. Sie sah aus wie Angy’s Augenfarbe.
„Die beiden sind wirklich süß.“ schwärmte Nami.
„Ja, sie sind entzückend. Akemi gefällt mir.“ Robin lächelte schwach, aber man konnte es sehen.
Sie hielt Akemi noch sehr lange, ehe sie sie Tashgi in die Arme gab. Diese lächelte und war dann auch schon verschwunden.
„Die Kinder meiner Schwester. Warum hast du uns so schnell verlassen? Wir sahen uns nur drei Wochen und schon warst du weg. Wir sind schon wieder auf See, ich hoffe deine Mädchen werden genauso wie du, damit du nie in Vergessenheit geratest.“
Ein paar Tränen fielen auf Akemi. Diese zeigte ein wenig Angst und begann zu schreien.
„Nicht doch Akemi, ich bin bei dir.“, doch sie schrie immer weiter.
Sie versuchte alles, um sie zu beruhigen. Als sie an ihre Grenze stieß, brachte sie Akemi zu Robin zurück.
„Überfordert?“
„Ja, sie hört nicht auf zu kreischen und zu schreien.“
Als Robin Akemi zu sich nahm, wurde das Geschrei immer leiser, bis es schließlich verschwand.
„Komisch...“, murmelten beide.
„Naja, sie hat dich zuerst gesehen Robin. Von daher kann ich verstehen, dass sie sich an dich in dieser kurzen Zeit schon gewöhnt hat.“
„Wie sich die beiden wohl im Laufe der Jahre entwickeln werden?“
„Ich denke, Leniara wird ganz der Vater und Cyliane wird so ähnlich wie du oder Angy, weil ihr beiden wart vom Verhalten ziemlich gleich.“
„Außer, dass sie leichter aus der Fassung zu bringen war als ich.“
„Allerdings.“
Ruffy stapfte währenddessen ganz gemütlich rein.
„Na wen habt ihr denn da?“
„Cyliane und Leniara.“
„Wer ist nochmal wer?“
„Also die, die ich hab ist Akemi Cyliane und die, die Nami bei sich hat ist Amaya Leniara.“
„Angy hat die Namen ausgesucht oder hat jemand von euch mitgeholfen?“
„Naja wir haben zu dritt diskutiert, aber letztendlich hat sie die Namen selbst ausgewählt. Sie wollte unbedingt, dass sie zwei Namen haben sollen. Davon waren wir nicht begeistert, aber ihr eiserner Wille setzte sich durch.“
„Aha, interessant.“
„Wie sehr ich mir wünsche, dass sie zurück kommt.“
„Das wünschen wir uns alle, aber du am meisten, stimmt’s?“
„Ja, aber das geht nicht. Ich muss mich damit abfinden und nicht mehr hinterher trauern.“
„Hey, du kannst dich auf uns verlassen, wenn du bedrückt bist, hab ich Recht, Tashgi?“
„Klar, du kannst auf uns vertrauen. Nicht nur du bist so fertig, sie war meine einzigste noch lebende Verwandte und meine geliebte Schwester, also, ich hab’ s nicht leichter.“
„Damit tröste ich mich aber nicht. Das wäre unfair.“
„Schon.“
Danach zuckten alle zusammen. Sie drehten sich um, da stand Zorro vor der Tür.
„Zorro du Idiot! Musst du uns so erschrecken!?“
„Oh, tut mir leid.“
„Was? Es tut dir leid?“
Zorro beäugte Amaya und schaute ihr in die Augen. Er erkannte sofort, dass es nur die Tochter von Ace sein konnte. Dann schaute er sich Akemi genau an. Als auch sie Zorro bemerkte, umgab ihn ein komisches Gefühl. So wie, als wären sie sein Fleisch und Blut. Er fühlte sich seit einiger Zeit wieder für etwas verantwortlich. Seine Erinnerungen stiegen in ihn hoch, doch er versuchte sie abzublocken.
„Aufhören! Kann das nicht endlich mal vorbei sein!?“ er schrie und schrie, wie um sein Leben.
„Was ist los? Zorro?“ Nami ging auf ihn zu.
Zorro hielt sie zurück. Mit der einen Hand hielt er sich den Kopf. In ihm pochte es, bis er schließlich zusammenbrach.
Nach einer Stunde wachte er schweißgebadet auf. Benommen stand er auf und ging ohne einen Laut zu sagen. Er stellte sich an den Bug und dachte nach.
„Ich hörte dich schreien. Ich hörte dich weinen. Und ich hörte auch deine schwache Stimme. Du weißt es gar nicht, aber ich war immer in deiner Nähe. Wir waren auf dem selben Schiff, doch ich tat nichts. Doch ich sah, wie du starbst. Im Augenblick deines Todes hattest du mich angesehen. Deine Augen waren trüb, wahrscheinlich sogar schon blind. Du sahst elend aus, wie du da lagst, bekam ich Angst. Angst, dass es für immer vorbei war. Ich hoffte, du würdest überleben, wie beim letzten Mal. Doch diesmal war es zu spät. Ich ging danach und hab mich mir selbst überlassen. Ich weinte nicht, aber ich fühlte mich, wie als wäre ich der letzte Mensch auf der Welt. Dich zu verlieren, war so, als hätte ich mich selbst verloren.....“, dann hielt er inne. Er rüttelte heftig den Kopf.
„Was quatsche ich da für einen Müll?! Sie hat mich verletzt und betrogen. Ich kann ihr nicht verzeihen!“
„Es war schön, dich mal wieder von deiner verletzlichen Seite zu sehen. Du vermisst sie, nicht?“
„Geh weg Robin, geh mir aus den Augen, ich will dich nicht sehen!“
Zorro war so laut, dass Akemi zu schreien anfing.
„Kannst du das Getöse abstellen?“
„Hey, sie ist noch ein Baby. Sie kann nichts dafür, wenn sie Angst vor dir hat!“
„Dann komm mit ihr nicht zu mir. Und vor allem: Ich hab dir schon mehr als einmal gesagt, dass du dich nicht bei mir blicken lassen sollst!“
Drinnen war Nami etwas aufgewühlt. Sie hatte keine Ahnung was sie machen sollte und war starr vor Schreck. Dann setzte sie sich langsam in Bewegung und als sie Draußen ankam, bleib sie wieder stehen. Das Geschrei ging weiter.
„Mach was du willst, solange es nicht bei mir ist. Und sag den kleinen Rotznasen, das sie auch erst gar nicht zu mir kommen sollen, weil sonst werde ich ihnen die Kehle von ihrem Rest trennen!“
„Lass mich in Ruhe, ja?!“
„Na gut, dann hau ab.“
„Du...du...“
„Hey, ich hab Angst, dass du ihm an die Kragen willst, komm lieber wieder rein.“
„Besser ist es.“
Nami und Robin gingen ins Mädchenzimmer und beruhigten die Kleinen. Zorro grummelte etwas vor sich hin, bevor er sich seinem Training zuwand.

„Irgendwann bring ich ihn noch um!“
„Aber nicht doch. Wo ist deine Ruhe und Ausgeglichenheit geblieben?“
„Die ist weg.“
Robin war noch ziemlich aufgewühlt, aber schließlich beruhigte sie sich wieder. Währenddessen betrat Lysop den Raum.
„Na, wie geht’s den beiden?“
„Wie es scheint ganz gut.“
„Was wollt ihr ihnen beibringen, wenn sie mal alt genug dazu sind?“
„Hmm...keine Ahnung, aber bis dahin ist noch eine ganze Menge Zeit.“
„Naja wenn ich schon grad da bin. Es wird euch überraschen, aber, wir haben Besuch.“
„Von wem? Etwa Vivi?“
„Nein. Ace.“
„Das ist doch nicht dein Ernst? Das glaub ich dir nicht.“
„Na dann schau mal nach Draußen.“
„Tatsache, aber was will er hier?“
„Ruffy erklärt ihm grad, dass Angy schon gestorben ist, leider. Er weiß ja von all dem nichts.“
„Oh nein!“
„Was ist, du bist schon die ganze Zeit so, Nami. Sag schon, was ist?“
„Zorro wird ihn killen. Wir haben keine Zeit, wir müssen uns beeilen!“
Nami gab Leniara an Lysop ab und war schon verschwunden. Lysop staunte nicht schlecht. Nami rannte so schnell sie konnte. Sie kam etwas zu früh.
„Na, alles klar, Nami?“
„Ace...was willst du denn hier?“
„Ich will Angy sehen. Ruffy faselt