A new adventure
Chapter one
The letter
Das dumpfe Grollen des Donners, vermischt mit dem endlos erscheinendem Trommeln des Regens, war seit nun fast einer Stunde das einzige was Tai wahrnahm, als er so verträumt aus dem Fenster schaute.
Seinen Kopf in die Hände gelegt und die Ellenbogen fest auf der Fensterbank abgestützt, schaute er betrübt und gelangweilt hinaus in die dunklen Wolken, die den Himmel bereits vollkommen überzogen hatten.
„Ach verdammt was ist denn das!“, rief er plötzlich und lies sich Kopfüber zurückfallen, so das er wie ein nasses Handtuch über die Stuhllehne seines Bürosessels hing. Als er so verkehrt herum sein Zimmer betrachtete, fiel ihm plötzlich sein Digivice ins Auge, dass auf seinem Schreibtisch lag, genau neben dem 4 Jahre altem Bild, dass sie aufgenommen hatten, nachdem sie die Digiwelt gerettet hatten und es für sie hieß wieder in ihre Welt zurückzukehren. Ein leiser Seufzer war zu hören und ganz langsam stieß Tai sich mit seinen Füßen vom Boden ab, woraufhin sich der Stuhl langsam herum drehte. Mittlerweile hatte er sich wieder ordentlich hingesetzt und schaute sich erneut das Gruppenfoto an. Sicher, er hatte öfter schon daran gedacht wie es wohl wäre wieder in die Digiwelt zurückzukehren und neue Abenteuer zu erleben, doch in den letzten Jahren war dieser Gedanke immer seltener gekommen. Er würde doch nicht irgendwann ganz vergessen was ihn damals doch so geprägt hatte? Heftig schüttelte er mit dem Kopf und laut meinte er zu sich selbst:
„Oh je Tai, ein paar Tage Regen und du bist schon reif für die Psychiatrie. Wie sollte man denn so etwas jemals vergessen?!“
Zur selben Zeit, jedoch in der Digiwelt hatten sich 8 gigantische Wesen zusammen gefunden um eine unangenehme Situation zu klären.
Es war ein ebenfalls gigantisch großer Saal in dem sich die 8 Digimon befanden.
„Ihr macht es euch ja mal wieder leicht. Gebt uns einfach die Schuld an allem, aber diesmal nicht. Dies ist eine Angelegenheit, die Dunkelheit und Licht zusammen klären müssen!“, ermahnte eines der Wesen.
„Willst du damit etwa abstreiten, dass er einer euer Handlanger war?“, kam es von Baihumon, der große weiße Tiger, der den Westen der Digiwelt beschützte.
„Nun reicht es aber! Wie oft habt ihr eure Digiritter gegen uns gehetzt und wir haben nichts gesagt. Schliesslich ist es nun mal Gesetzt, dass Dunkelheit und Licht gegeneinander kämpfen, aber für dieses Desaster wollen wir nicht verantwortlich sein und deshalb haben wir ja angeboten das Problem selbst zu lösen. Doch ihr stellt euch doch wieder mal quer!“, brüllte eines der Digimon, das unverkennbar eines der Hüter der Dunkelheit war. Doch bevor die Situation weiter eskalieren konnte, trat plötzlich ein großer Mann, der jedoch neben den riesigen Digimon wie ein Zwerg aussah, aus der Dunkelheit heraus. Langsam schritt er auf die Digimon zu und während des Gehens streifte er sich langsam die Kapuze vom Kopf.
Seine ruhige aber bestimmende Stimme drang durch den ganzen Saal, schlichtend schlug er vor:
„So werdet ihr nie zu einer Lösung kommen, wenn ihr mir erlaubt, dass zusagen. Es ist, glaube ich, nicht richtig nach einem Schuldigen zu suchen, denn schuldig allein ist nur Lucio. Aber ich pflichte der Idee bei, das die Dunkelheit ausnahmsweise ihre Angelegenheiten selber löst.“
„Na, na Gennai, spart euch den scharfen Unterton. Wir wollen doch keine Zwietracht, nur wegen solchen Lappalien die in der Vergangenheit, zwischen euch, den Digirittern und uns die wir als Vertreter der Dunkelheit stehen, passierten, oder Gennai?“, meinte eines der bösartigen Digimon schnippisch.
Doch Gennai sah von einer Antwort ab und richtete seinen Blick dem großen weißen Drachen zu. Dieser nickte zustimmend und erklärte:
„Nun denn, Gennai hat Recht. Geh und hohle die Digiritter, erkläre ihnen ihre neue Aufgabe und erzähle ihnen alles was sie über ihren neuen Feind wissen müssen.“
„Wie ihr wünscht.“, gab Gennai zu verstehen und verbeugte sich.
Er war gerade im Begriff gewesen sich um zudrehen und zugehen, da erhob eine andere Gottheit das Wort:
„Warte! Das reicht nicht!“
Gennai hielt inne und sah fragend jenes Wesen an, von dem der Ausruf gekommen war.
„Was meinst du damit, Xuanwumon?“, fragte Azulongmon.
„Ganz einfach. Es benötigt diesmal mehr als nur diese 8 Kinder. Denk daran was vor 4 Jahren geschah. Das war ziemlich knapp wenn ich das so sagen darf und diesmal ist der Gegner noch stärker. Ihr wisst doch alle selbst was für Fähigkeiten in Lucio schlummern. Er machte die 4 Meister der Dunkelheit zu dem was sie waren, oder erinnert ihr euch nicht mehr an die Zeit vor Tai und seinen Freunden?“, erwiederte die alte Schildkröte und machte so klar was es zu meinen schien. Gennai sah verstimmt drein, denn gefiel ihm nicht im Geringsten was dieses göttliche Digimon da von sich gab. Doch noch hielt er sich zurück, wollte er schliesslich nicht in die Entscheidungen der 8 Digigötter eingreifen. Das taten diese schon von ganz allein.
„Wir wissen ganz genau was du meinst, aber weder Digimon noch Digiritter erinnern sich an diese Zeit, wenn du verstehst was ich meine.“, erwiderte Azulongmon abweisend.
„Das ist doch kein Grund! Hat sich Tai etwa daran erinnert das er Agumon bereits einmal begegnet war? Nein! Also das ist kein Argument! Außerdem brauchen die Digiritter der 2. Generation ihre Wappen wieder. Sie tragen sie zwar auch in ihren Herzen, doch sie sind noch nicht stark genug ihre Digimon allein mit dieser Kraft aufs nächste Level digitieren zu lassen und nur mit Wargreymon und Metallgarurumon wird sich der Kampf nicht gewinnen lassen. Ihr handelt zu unüberlegt. Ich bitte euch, was ist denn so abwegig daran die ersten Digiritter zu hohlen? Oder liegt es daran das ihre Partner eine, sagen wir mal, unvorteilhafte Vergangenheit hinter sich haben?“
Auf diese letzte Frage hin seufzte Azulongmon und antwortete:
„Warum müsst ihr eigentlich immer gleich so empfindlich reagieren? Seit es nicht ihr die einen natürlichen Groll gegen alles hegen, das auch nur im entfehrntesten mit dem Licht un dem Guten zu tun hat?!“
„Das sieht euch mal wieder ähnlich. Weicht meinem Vorschlag ruhig mit einer Gegenfrage aus, aber das wird euch auf lange Sicht auch nicht weiter bringen!“, fauchte das Digimon der Dunkelheit zurück.
Gennai wollte gerade Wort einlegen, da kam ihm Ebonwumon, der rote Phönix, zuvor:
„Wisst ihr wir anderen haben gerade beschlossen, dass wir euch diese Entscheidung überlassen werden. Ihr diskutier eh alleine, also werdet ihr auch sicher in der Lage sein allein eine Übereinstimmung zu finden. Also bis dann.“
Die beiden Streithähne konnten gar nicht so schnell reagieren, da waren die anderen 6 Digimon bereits verschwunden. Auch Gennai stand etwas verwirrt im Raum und wusste nun nicht mehr so recht ob er nicht vielleicht auch das Weite suchen sollte.
„Na toll, Darcemon.“, kam es von Azulongmon.
Woraufhin jenes sofort ansprang und begann sich zu verteidigen:
„Wieso ich? Was habe ich denn bitte damit zu tun wenn die keinen Bock mehr haben. Außerdem hättest du dich gleich entschieden und keinen Streit angefangen, dann hätten wir schon längst eine Vereinbarung getroffen.“
„Ach so jetzt bin ich also Schuld. Weist du, ich verstehe gar nicht warum ihr euch solche Mühe gebt diese Welt zu retten. Schliesslich wäre eine Welt ohne Licht und ohne Glück, doch eine viel bessere Welt oder etwa nicht?“
„Lass doch einmal deine verdammte Ironie weg!“, fauchte Darcemon sein Gegenüber an. Nun hatte Gennai das Gefühl er müsse etwas tun, so erhob er die Stimme und schlug vor:
„Warum beruhigt ihr euch nicht erst einmal wieder und kommt dann zu einer Vernünftigen Lösung?“
„Vielleicht habt ihr ja Recht Gennai. Also gut Darcemon erkläre mir was das für einen Vorteil haben sollte, die ersten Digiritter zu rufen.“, grummelte Azulongmon in Richtung Darcemon. Dieses sah zwar immer noch höchst verärgert aus, doch war trotzdem bereit sich zu erklären:
„Sieh doch, diese 5 Kinder, waren in der Lage ihre Digimon, alle, auf das Megalevel digitieren zu lassen. Du musst zugeben in denen steckte schon ein gewisses Potential. Doch auch die allein würden es gegen Lucio nicht aufnehmen können, wir brauchen nun mal und du weist sicher ganz genau wie schwer mir das jetzt fällt, die Kraft aller Digiritter. Die der ersten und der zweiten Generation. Außerdem dienten die Digimon der ersten Kinder einst Lucio, demnach wissen sie vielleicht Dinge über ihn die die anderen nicht wissen können.“
„Ja das mag schon sein. Trotzdem habe ich da meine Bedenken, was die Digimon angeht. Wer garantiert denn das sie sich wieder an ihre Partner erinnern werden und dass sie auch mit ihnen zusammen kämpfen werden, oder hat da jemand vergessen, was diese 5 beim letzten Mal versucht haben?“, entgegnete Azulongmon mit verbissenem Lächeln.
„Natürlich weis ich was geschehen ist, das brauchst du gar nicht so zu betonen!“, zischte Darcemon, woraufhin Gennai die Hände vorm Gesicht zusammen schlug und verzweifelt dachte:
„Jetzt geht das schon wieder los! Ich kann nicht mehr! Diese beiden machen mich echt fertig!“
So ging das noch eine geschlagene Stunde, bis auch Gennai endgültig der Geduldsfaden riss. Wütend schrie er:
[i]„Das kann doch nicht wahr sein! Was um Himmelswillen ist denn so schwer daran sich zu einigen? Die Sachlage ist doch wohl klar oder nicht? Tai und die anderen werden es alleine nicht schaffen, also brauchen sie Unterstützung. So wenn ihr also der Meinung seit es wäre Sinnvoller ganz neue Digiritter zu suchen und diese völlig unerfahren in den Kampf ziehen zu lassen, dann tut das. Solltet ihr aber an dieser Welt interessiert