Fanfic: Heiraten für Fortgeschrittene

Untertitel: Ihre Familie - Mein Alptraum

Kapitel: Zwei Verlobte sind besser als eine!

Kapitel 6: Zwei Verlobte sind besser als eine!

So, Kap 6. Viel Spaß:
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Seto
„Wann hast du eigentlich gekämpft?“, hallte es durch Setos Ohren und zum ersten Mal wurde ihm bewusst, was er da aufs Spiel setzte. Er hätte um ein Haar seine Verlobte verloren und warum? Wegen einem billigen Kuss von einem blonden Muttersöhnchen? Er musste zugeben, dass er wirklich aufgegeben hätte. Plötzlich klingelte sein Handy (A: Die spielen in dieser Story eine große Rolle, meint ihr nicht auch?) Überrascht nahm er das kleine Ding in die Hand.

„Roland, was wollen sie? Merken sie nicht, dass ich mich in einer schwierigen Sitzung befinde?“
Ein Lachen dröhnte aus dem Hörer und eine Frauenstimme antwortete belustigt:
„Das ist mein Seto. Eigentlich nur mit der Arbeit verheiratet.“
Das Staunen des Anderen kannte keine Grenzen mehr.
„Martina?“
„Oh, das du meinen Namen noch kennst, ehrt mich.“
„Was willst du?“, sagte Seto, mit eisiger Stimme.
„Freut man sich so über seine Verlobte?“
Setos Zähne knirschten und weckten Mokubas Interesse. Der Kleine guckte hoch zu seinem Bruder und versuchte, soviel wie möglich mit anzuhören.

„Also Seto, ich wollte mich bei dir entschuldigen. Das war doch nur ein übler Scherz!“
„Er war aber nicht lustig. Außerdem ist es zu spät für eine Entschuldigung, Martina.“
Die Frau am anderen Hörer schrie entsetzt auf.
„Und warum?“
„Hältst du mich den wirklich für so inkompetent? Denkst du, ich hätte nicht gemerkt, was da mit Rubbert abging?“
Seto lachte gehässig auf, wobei (A: ^^) sein Bruder ihn misstrauisch anblickte. Wütend meldete sich die Frauenstimme zu Wort.
„Ach was, Ruppert ist Vergangenheit! Ich will dich zurück, Seto.“

Yoko

Vielleicht sollte ich Seto noch einmal um Verzeihung bitten? Schnell verwerfe ich diesen Gedanken wieder. Es hätte sowieso keinen Sinn. Unsere Beziehung ist zu Ende. Ein für alle Mal. Und trotzdem. Irgendetwas sagt mir, ich sollte es noch mal versuchen. Aber was ist, wenn wieder alles schief geht? Wenn ich jetzt sogar mit Kiro schlafen (BEURK!) würde? Dann würde ich Seto wieder wehtun und alles würde wieder von neu anfangen. Bei diesem Gedanken dreht sich mir der Magen um. Ich will Seto nie wieder leiden sehen. Dafür liebe ich ihn viel zu sehr.
„Hey. Alles in Ordnung mit dir?“
Ich blicke auf und gucke in das sorgenvolle Gesicht meiner besten Freundin, die sich sogleich zu mir setzt.
„Was habe ich nur falsch gemacht?“, sage ich ihr, was zur Folge hat, dass sie mich in die Arme schließt. Das ist das Gute an Ann (oder auch in ihr. Ich war mir noch nie so sicher, ob da was Nennenswertes ist) Sie hat ein Gefühl dafür, wann der richtige Moment da ist, um einen zu trösten.
„Ich hab ja auch Schuld. Immer hin waren es meine dummen Ideen, die dich und Seto auseinander gerissen haben (Sind das nicht immer IHRE Ideen gewesen? -.-)“
Ich lehne meinen Kopf gegen ihre Schulter und für ein paar Minuten sitzen wir einfach nur da und betrauern unsere grandiose Rache. Nach einer Weile frage ich, ohne auf den Streit hinter der Tür zu achten:
„Was ist eigentlich mit dem Kind? Hast du jetzt eine Anklage am Hals?“
Ann nickt und glotzt auf die weiße Wand. Ich kann mir vorstellen, was sie jetzt denkt. Wie fantasielos. (Mein Vater hat sie gestrichen, also bitte nicht wundern)
„Du solltest mit ihm reden.“, sagt sie dann.
„Hab ich schon.“
„Und?“
Ich schüttele den Kopf und seufze.
„Ich weiß einfach nicht, was ich ihm noch sagen sollte.“
„Was du ihm sagen sollst? Dumme Frage. Natürlich das es dir Leid tut, das er der größte, beste und schönste Mann im ganzen Universum ist und das du ihn unglaublich vermissen würdest. Glaub mir, auf so was stehen Männer. Ach so, und das du dir keinen Anderen im Bett vorstellen könntest. Das ist das Wichtigste!“
Oh, oh. Jetzt werd ich aber rot. Warum muss Ann auch immer so peinlich sein? Wer will das den bitteschön wissen? (A: Wir!^^) Nun guckt sie auch noch so und ein dickes Grinsen bildet sich auf ihren Lippen. Vor Ann ist aber auch nichts sicher.
„Ihr habt noch gar nicht, oder?“, grinst sie und blickt mich von der Seite an. Na warte. Das kriegst du zurück.

Seto

Wieder hallte ein gehässiges Lachen durch den Raum und ließ die Wände erzittern. Die Tür ging auf und Haishi steckte den Kopf in das Zimmer seiner Tochter, wobei sein Blick den Zustand der Wände begutachtete.
„Könnt ihr euch nicht zusammen reißen? Und wenn sie schon mit ihrer heimlichen Verlobten sprechen, dann machen sie wenigstens die Fenster zu. Außerdem sind die Wände neu gestrichen.“ (A: Na ja…-_-)
Diese Aussage wurde von einer gewissen Braunhaarigen natürlich nicht überhört. Überrascht schob sie ihren Vater beiseite und wagte sich nun doch zu ihrem Verlobten.
Seto ärgerte sich gar nicht mehr. Heute war sein Pechtag und er war sich sicher, dass noch weitere Missgeschicke passieren würden. Also, warum etwas dagegen tun, wenn sie doch sowieso kommen?
Martina war jedenfalls noch immer am Hörer.
„Seto? Ich muss jetzt auflegen. Also dann. Ich bin dann so in zwei Minuten bei dir. Bis dann, mein Teddybär.“
Klirrend fiel das Handy zu Boden und blieb nahe dem Schrank liegen.
„In zwei Minuten?“, wiederholte Seto ungläubig und starrte auf Yoko. Diese blickte ihn gerade mit einer Mischung aus Wut und Ungläubigkeit an.
Hätte ich ihr doch bloß meinen Eisblick nicht gezeigt! ging es Seto durch den Kopf und er schluckte.
„Was soll das heißen? Verlobte?“
„Yoko…ich…“
„Was du? Ich glaub´s nicht. Ich sitze auf dem Boden, fühle mich mies, denke darüber nach, von hier weg zu gehen, damit du glücklich bist und dann so was!“
Na toll. Jetzt hatte ein Tag sein ganzes Leben kaputt gemacht. Wie konnte er ihr das bloß erklären?
„Yoko, jetzt hör mir doch mal zu!“
„Nein, jetzt hörst du MIR mal zu (A: Das kommt mir irgendwoher bekannt vor…) Auf Wiedersehen. War schön, dich gekannt zu haben.“
Mit diesen Worten ging sie aus der Tür und ließ einen grinsenden Haishi, einen enttäuschten Moki und einen überraschten Seto zurück. Er hatte ja gar nicht gewusst, wie gut Yoko durchgreifen konnte….

Sato

Einige Tage vorher:
Der leblose Körper fiel zu Boden und alle Beteiligten blickten mit Schreck auf die leeren Augen des Verbrechers.
„Endlich haben wir diesen unqualifizierten Wicht aus dem Weg geräumt.“, sagte ein blonder Mann mit skrupelloser Stimme.
„Du hättest ihn ja nicht gleich umbringen müssen.“, begann nun ein Anderer der vier Geiselnehmer und deutete auf seinen toten Mitstreiter.
„Er hätte fast unsere wichtigste Geisel getötet.“, fauchte der Blonde und wandte sich zu Sato.
„Guten Tag, Herr Kaiba. Ich hoffe, sie hatten eine angenehme Reise bis hier hin. Wir können ihnen mit Zufriedenheit versichern, das sie nur noch schöner wird.“
Einige lachten und grinsten die Fahrgäste an. Der Blonde kam vor. Er beäugte Sato von allen Seiten, bis seine Augen immer größer wurden.
„Moment mal.“
Er packte in die Haare des Schwarzhaarigen (A: Ich hab mich doch für schwarz entschieden. Es ist auf jeden Fall der Gleiche, wie im Prolog.)
„Schwarze Haare?“
Plötzlich schien ihm etwas einzufallen und seine Miene wurde immer ärgerlicher.
„Das ist nicht Seto Kaiba! Das ist irgendein Scharlatan.“
Er schmiss sein Gegenüber unsanft auf den Boden und schrie wütend in die ängstliche Menge.
„Wie kann man nur so doof sein? Habt ihr nicht gemerkt, dass er falsch war?“
Einer seiner Untergebenen trat heraus und sprach mit schwacher Stimme:
„Nein, tut uns Leid. Er sieht ihm so ähnlich und da dachten wir…“
„IHR SEID HIER NICHT ZUM DENKEN!“, schrie der Blonde und packte Sato am Kragen.
„RAUS MIT DER SPRACHE, WER BIST DU???“
Sato konnte kaum noch atmen. Trotzdem versuchte er zu antworten.
„Ich…heiße…Sato…Ikishi.“
Mit einem lauten Schmerzensschrei ging er zu Boden und wartete auf eine Reaktion des Anderen. Dieser schien zu überlegen, bis sich ein Lächeln auf seinem Gesicht abbildete.
„Lasst die anderen Fahrgäste frei. Wir brachen nur diesen.“
„Aber Sir…“
„WAS HABE ICH GERADE GESAGT?“
Der Verbrecher nickte und geleitete die Menge aus dem Zug. Diese warf noch einen mitleidungswürdigen Blick auf Sato, bis sie aus der Tür verschwanden. Ein harter Schlag traf ihn genau auf seinen Kopf und er merkte, wie alles um ihn herum verschwamm.

Ein paar Stunden später wachte er mit großen Kopfschmerzen auf. Er blickte sich um. Karge Wände liefen bis zur Decke, gefolgt von einem kleinen Fenster, das sich in der Mitte befand und von Gittern umgeben war. Seine Glieder schmerzten und er war zu müde um sich aufzurichten. Was war nur geschehen? Man hatte ihn verwechselt. Das wusste er. Aber mit wem?
„Mit meinem Bruder?“, sprach er und hielt sich an den Kopf. Er schmerzte. Lange Zeit blieb er einfach nur liegen, bis die Tür aufging und ein Buckeliger das karg beleuchtete Zimmer betrat.
„Hier ist das Essen.“, sagte er im unfreundlichen Ton und schob ihm eine kleine Schüssel entgegen. Dann war er wieder verschwunden.
„Wie kann ich hier nur raus kommen?“, fragte Sato sich selbst und wurde dabei auf das kleine Fenster aufmerksam. Wenn es ihm gelänge, dieses aufzubrechen, hätte er eine geringe Chance zu fliehen.
„Absurd.“
Leider trug seine Körpergröße nicht grad dazu bei. Mit seinen 1. 80 würde er niemals ein Fenster von zwei Meter erreichen. Hilfe suchend, blickte er sich ein weiteres Mal um. Ein kleiner Stuhl fiel ihm auf. Mit letzter Kraft schob er das