Fanfic: Chaotix

Untertitel: Truth can run but not hide

Kapitel: 1.2 "Chaotix" Geburt 2

Kapitel 1.2: “Chaotix” Geburt 2

„Wie kein Fest?“, fragte Cream Charmy. „Ja! Das ganze Geld für die Organisation ist weg!“ „Wie weg?“ „Ja, weg eben! Nicht mehr da!“ „Das ist ein Problem…“, meinte Vector, „Es gibt so viele, die sich darauf freuen. Auch unter den Älteren…“ Tikal nickte, „Wir alle haben uns so gefreut…“ „Wenn euch das Fest so wichtig ist, warum versucht ihr dann nicht denjenigen zu finden, der das Geld genommen hat und das Geld zurückzubekommen?“, meinte Espio beiläufig, „Was?“, fragte Vector, „Denjenigen finden, der es genommen hat?“ Espio nickte. „Das ist eine wunderbare Idee!“, meinte Charmy, „Wenn wir ihn finden und das Geld wiederbekommen, findet es doch noch statt!“ „Ja, schon…“, gab Tikal zu bedenken, “ Aber wie wollt ihr das anstellen?“ „Am Tatort nach spuren suchen, Fingerabdrücke nehmen…“, sagte Espio ganz gelassen. „Er hat recht, so machen wirs!“ Vector grinste, „Na dann auf zu Rouge!“

Er ging los, blieb jedoch bereits nach wenigen Metern wieder stehen, drehte sich um und stemmte die Hände in die Hüften. „Hey! Charmy, Espio kommt gefälligst mit!“ „Au ja!“, rief Charmy und flog sogleich auf Vector zu. „Und Espio? Was ist mit dir?“, fragte Vector diesen, da er noch immer keine Anstalten machte sich zu bewegen. „Hab ich denn eine Wahl?“, fragte dieser rhetorisch, schüttelte leicht den Kopf und ging dann langsam auf Charmy und Vector zu.

„Nein, hast du nicht.“, grinste dieser ihn an. „War ja klar…“, murmelte Espio.

„Ich wünsch euch viel Glück, auf der Suche nach dem Dieb.“, meinte Tikal, „Ich hoffe ihr findet ihn und das Geld… Wenn nicht könnte es Rouge ziemlich an den Kragen gehen… Schließlich leitet sie die komplette Organisation für sämtliche Feste, die im Jahr stattfinden. Und wenn das Geld weg ist, verliert die Schulleitung das Vertrauen in sie und sie wird aus dem amt entlassen. Womöglich muss sie diese Menge Geld noch zurückzahlen, was wiederum bedeuten würde, dass sie sich hoch verschulden müsste… Oh, die Arme… Sie tut mir richtig Leid… Vector! Ihr müsst den Dieb unbedingt finden!“

“Tikal hat Recht!”, meinte Cream plötzlich, “Findet ihr es nicht hat Rouge ein riesen Problem!” Vector grinste, “Macht euch mal keine Sorgen, Tikal, wir finden es schon.” “Vector hat Recht! Wir holen Rouge das Geld zurück.” Cream und Tikal nickten. “Wir hoffen es…”

Vector drehte sich wieder in die Richtung, in die er gehen wollte und hob noch kurz die Hand zum Abschied, bevor er sich auf den Weg machte. Auch Espio und Charmy drehten sich um und folgten ihm.

“Wir sollten erstmal mit dieser Rouge sprechen, wie das heute Morgen genau abgelaufen ist und wie sie es vorgefunden hat. Außerdem sollten wir noch wissen, wer alles Zugang zu dem Raum mit der Kasse hat, wann und von wem er zuletzt genutzt worden ist und wer ihn danach abgeschlossen hat.”, meinte Espio auf dem Weg. “Das klingt so, als ob du schon Erfahrung damit hast…”, meinte Charmy. Vector nickte, “In allen Punkten hast du Recht, Espio. Aber Charmy hat Recht, du machst das nicht zum ersten Mal, oder?”

Espio ging nicht auf Vectors Frage ein, er überhörte sie einfach. Espio wollte nicht darauf antworten, das merkte Vector sofort, weswegen er nicht weiter darauf einging.

Nach wenigen Minuten betrat Vector einen Raum. Espio und folgten ihm.

Der Raum war ein Büro, an den Wänden standen vier Schränke. Gegenüber der Tür stand ein großer Schreibtisch. An diesem saß eine junge Fledermausdame. Sie hatte nachdenklich ihren Kopf in die Hände gestützt und noch nicht bemerkt zu haben, dass jemand den Raum betreten hatte.

“Hey Rouge!”, rief Vector mitten in den Raum hinein. Die junge Fledermaus schrak hoch, “Was? Oh.. Vector…” Ihre Miene wechselte blitzschnell von überrascht zu arrogant-wütend. “Was willst du hier?” “Hey Rouge was ist dir denn für ´ne Laus über die Leber gelaufen?”, meinte Vector. “Was mit mir los ist?!”, schrie Rouge schon fast, “Das gesamte Geld ist weg! Nicht nur das für das Winterfest, sondern auch das für sämtliche andere Ausgaben! Alles!” “Ja wir wissen, das es weg ist… Hat sich rumgesprochen…”, sagte Vector, “Deswegen sind wir auch hier, wir wollen versuchen es wieder zu finden, also denjenigen zu ermitteln, der das Geld genommen hat.” “Ach und wie wollt ihr das anstellen?”, giftete Rouge, “Wollt ihr vielleicht Spuren suchen, Fingerabdrücke nehmen?”
Charmy nickte, “Genau!”
Rouge seufzte. “Da ich keine andere Wahl hab… versucht es. Aber ich warne euch: In spätestens 2 Tagen muss ich das Geld haben!”

Charmy nickte, “Bis dahin haben wir den Dieb!” “Gut Rouge.”, meinte Vector, “Dann brauchen wir am besten noch einen Schlüssel für dieses Büro, damit wir Fingerabdrücke nehmen können und uns alles genau ansehen können.”

Rouge nickte, “Gut….” , sie stand auf und ging zu einem der Schränke, sie schloss ihn auf und holte etwas heraus. Einen Schlüsselbund. Rouge schloss den Schrank wieder und ging zu Vector. “Hier Vector.” Sie hielt ihm den Bund vor die Nase. “Der hier, mit der Delle am Griff ist für die Bürotüre, der hier, mit dem Stern drauf für die Kasse, dieser, mit dem eingravierten A1 ist für den Aktenschrank rechts neben dem Safe mit der Kasse, der mit der A2 Gravur ist für den Aktenschrank an der rechten Wand, der mit dem Dollarzeichen für
den Safe. Der Safe ist mit Zahlenkombination und speziellem Schlüssel gesichert. Die Zahlenkombination gebe ich euch gleich. Wo war ich? Ach ja die Schlüssel, die Schlüssel mit den Gravuren A3-A9 sind für die Aktenschränke im Archiv. Das Archiv hat Schlüssel mit Gravurnummer 36 und der mit der Glocke gehört zum Eingang der Schule.” Dabei hielt die ihm die einzelnen Schlüssel vor die Nase. “Wenn einer der Schlüssel verschwinden sollte, Vector, dann bedeutet das für dich und deine Freunde eine Menge Ärger. Ist dir das klar? Mit diesem Schlüssel habt ihr Zugang zu sämtlichen Schülerakten! Sollte irgendetwas fehlen oder sonst etwas nicht in Ordnung sein, werdet ihr zur Verantwortung gezogen!” Vector hob abwinkend die Hände vor sich. “Ist gut Rouge… Wir haben verstanden. Die Schlüssel brauchen wir nur zu Ermittlungszwecken und nicht zum Spionieren in Schülerakten.” Rouge nickte und gab Vector die Schlüssel in die Hand.

Prüfend sah sie zu Espio. “Wer ist das?” “Das ist Espio. Ein Freund. Er wird uns bei den Ermittlungen helfen.” Rouge runzelte misstrauisch die Stirn. “Gut…” Sie sah wieder zu Vector. “Ich muss weg. Bis dahin könnt ihr diesen Raum ungestört ermitteln, sollte jemand kommen, der mit mir reden will, sagt ihm ich bin spätestens um 13.00 Uhr zurück. Niemand darf diesen Raum betreten. Solltet ihr ihn verlassen und nicht mindestens einer von euch hier bleiben, schließt ihn ab und bewahrt den Schlüssel gut auf.”

Vector nickte, “Wir werden daran denken. Aber wir werden nachher auch noch mit dir reden müssen, Rouge.” Rouge nickte und ging zu einem Kleiderständer rechts neben der Tür. Sie nahm ihre Tasche, ging zurück zum Schreibtisch, räumte ein paar Sachen hinein. “Bevor ich es vergesse: Die kleinen Schlüssel, die flachen gehören zu den Fächern des Schreibtisches. Welcher zu welchem Fach müsst ihr dann sehen.”

Wieder nickte Vector. Rouge ging zur Tür und sah die drei ´Detektive´ noch mal an. Dann verließ sie ohne ein weiteres Wort ihr Büro.

Die drei waren allein.