Fanfic: Severus Snape und die Partenervermittlung

Kapitel: Eine grauengafte Bekanntschaft

Huhu! Freut mich, dass ihr den Weg zu meiner FF gefunden habt ^^ hier ist eine kleine Story von mir (auch bekannt als Tum) die ich euch nicht vorenthalten will.

Eine grauenhafte Bekanntschaft

Ein schwarzhaariger, gut aussehender Mann betrat die Agentur. Die Empfangsdame schaute auf. Sein miesgelaunter Gesichtsausdruck hob sich deutlich von denen der anderen ab. Er schlurfte zur Theke. (eigentlich schwebt er ja ^^)
„Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?“, zwitscherte die Empfangsdame fröhlich. Der Mann hob eine Augenbraue und starrte misstrauisch auf das Hallöchen- Ich bin Maura-Schild. Maura lächelte unentwegt und entblößte eine feste Mauer weißer Zähne hinter ihrem pinken Lippenstift.
„Was denken Sie denn, was ich hier mache?“, raunzte er sie an. Ihr Lächeln erstarb.
„Also, Höflichkeit ist nicht grad ihre Stärke, oder?“, sagte sie spitz. Unter der Theke holte sie einen dicken Ordner hervor. „Na ja, um eine Partnerin für Sie zu finden, brauche ich jetzt erst mal Ihre Personalien und andere Daten von Ihnen.“ Er seufzte, tat aber, wie ihm geheißen. „Mein Name ist Severus Snape.“ Er linste auf das Formular hinunter. Er traute seine Augen nicht. Da schrieb die doch tatsächlich in einer übertrieben schnörkeligen Schrift

Cewerus Snaip

Severus schnappte nach Luft. „Mein Name ist Severus Snape!“, stieß er zwischen zusammen gebissenen Zähnen hervor. „S-E-V-E-R-U-S S-N-A-P-E!!!“
Ungläubig guckte Maura auf das Blatt. Sie blinzelte ein paar mal, seufzte und kam dann zu dem Entschluss, dass sie es falsch geschrieben hatte. Sie knüllte das Blatt zusammen und warf es in einem hohen Bogen über die Schulter Richtung Mülleimer, traf aber nicht. Sie holte ein neues Blatt hervor. „Wie war das jetzt noch mal?“, fragte sie gelangweilt und Severus diktierte ihr wütend seinen Namen.
„Alter?“
„Ist das wichtig?“
„Ja.“
„31.“, log er. Sie schaute ihn kurz an und unterzog ihn einer gründlichen Musterung. Schließlich schrieb sie min. 4 5 auf. Er schaute sie an. Sah er wirklich schon so alt aus. Seine Haare hatten keine Anzeichen von grau, sein Gesicht hatte keine Altersfalten und er sah immer noch kräftig und stark und nicht alt und kränklich aus. Er fand immer, dass er sich für sein Alter gut gehalten hatte. Nun schien ihm das nicht mehr ganz so.
„Wohnort?“
„Spinner`s End.”
„Wo ist denn das?”
„Ist das jetzt wichtig?“
„Nö.“, sagte sie ohne Scham und schrieb, natürlich falsch, Spinner`s End auf. Severus rollte die Augen und fragte sich, was, oder besser wer, diese unqualifizierte Frau eingestellt hatte.
„Beruf?“
„Lehrer.“ Sie musterte ihn, als ob sie nicht glauben könnte, dass ausgerechnet ER ein Lehrer sein könnte. „Die armen Schüler.“, murmelte sie kopfschüttelnd und Severus traute seinen Ohren nicht. Kritisierte SIE IHN??? Schnaubend schüttelte er den Kopf.
„Möchten Sie lieber einen Mann oder eine Frau empfohlen haben?“
Entsetzt starrte er sie an. Sah er nicht nur alt, sondern auch schwul aus??? Erwartungsvoll starrte sie zurück. Sie kaute auf dem Kugelschreiber rum und Severus bemerkte, dass er am Ende schon ganz ausgefranst war. Er fasste sich wieder.
„Frau!“, blaffte er sie an. Maura zuckte mit den Schultern und schrieb es kommentarlos auf.
„Sollte sie lieber älter oder jünger sein?“
Severus überlegte kurz. „Ist mir egal.“ Sie schaute zur Decke und dachte nach. Als Severus schon fragen wollte, ob sie eingeschlafen wäre, ließ sie den Kopf wie ein Klappscharnier nach unten kippen und kreuzte „älter“ an.
„Blond, brünett, schwarz, grau?“ Das letzte Wort sprach sie mit Genuss aus, und Severus wurde klar, dass ihr das Spaß machte. Anscheinend wurde sie für das Ärgern armer, gestresster Single-Männer bezahlt.
„Blond!“ Sie kreuzte „grau“ an. Wut brodelte in ihm hoch.
„Raucher, Nichtraucher?“ Ein Lächeln umspielte ihre Lippen.
„Egal.“ Sie kreuzte „Nichtraucher“ an. Jetzt konnte er es nicht mehr an sich halten.
„Sagen Sie mal, interessiert es Sie überhaupt, was ich sage?“, brüllte er. Sie schaute hoch. „Nichtraucher sind besser für Ihre Gesundheit. Dann leben Sie länger. Ist doch schöner.“, sagte sie ganz sachlich. Ungläubig schaute er sie an. Glaubte sie etwa, dass er gleich tot umfallen würde? Warum scherte sie seine Gesundheit?
„Ich glaube nicht, dass Sie meine Gesundheit und mein Wohlbefinden, sowie meine Lebensdauer etwas angehen.“, zischte er leise, aber furchteinflößend. Maura ließ das kalt. Ungerührt ging sie ihre Liste weiter durch.
„Haben Sie eine bestimmte Vorstellung, als was sie tätig sein soll, oder ist Ihnen das auch egal?“
Noch bevor er antworten konnte, kreuzte sie wild auf dem Papier herum. Severus konnte sehen, dass Polizistin, Dienstmädchen, Verkäuferin, Zoowärterin, Metzgerin, Schülerlotsin und Schafshirtin ihrem malträtierten Kugelschreiber zum Opfer fielen. Und außerdem noch Gehirntherapeutin.
„Zählen für Sie die inneren, oder die äußeren Werte?“
„Natürlich die inneren.“ Sie musterte ihn abermals kritisch.
„Was?“, blaffte er Maura an. „Was?“
„Nun ja, diesmal ist es schwer zu sagen…“ Diesmal entglitten ihm die Gesichtszüge. Verdutzt und erstaunt blinzelte er sie an.
„Wissen Sie, die letzten Male wusste ich, was Sie mit Ihren Lügen vertuschen wollten, aber dieses Mal, habe ich keine Ahnung…“
Diese Frau machte ihn wahnsinnig! Glaubte sie, zu wissen, was er meinte? Glaubte sie, seine Gedanken zu kennen? Glaubte sie, ihn zu kennen? Entweder sie konnte sehr schlecht Legilimentik, oder sie war einfach irre. Severus tippte auf das zweite. Warum hatte er sich nur von McGonagall zu so einem SCHROTT überreden lassen?
Als letztes musste sie ihre persönliche Auffassung über ihn schreiben.

Ist unsicher
Neigt zu Lügen
Leicht reizbar
Gestresst
Tut Einsamkeit nicht gut…

Er schloss die Augen. Damit er nicht seine Beherrschung verlor und aus Versehen jemandem seinen Zauberstab sonst wohin steckte atmete er einmal tief ein und aus. Zur Sicherheit tat er das noch ein zweites Mal. Dann sprach er mit zuckersüßer Stimme „Wissen Sie was? Sie nehmen jetzt diesen Schein und suchen jetzt die perfekte Partnerin für mich und dann werde ich mich bemühen netter und nicht „leicht reizbar“ zu sein.“ Ohne Vorwarnung holte Maura einen Fotoapparat unter ihrer Theke hervor und machte ein Foto von Severus. Der blinzelte verschreckt und entgeistert. Der Blitz der Kamera ließ ihn noch überall weiße Punkte sehen und er fauchte Maura an „Was sollte das denn schon wieder?“ Sie ging nicht weiter drauf ein.
„Sie können gegen Ihren inneren Schweinehund sowieso nichts machen. Wenn Sie von Natur aus SO sind, sind Sie machtlos.“, entgegnete sie gleichgültig.
Innerer Schweinehund? Jetzt war sie zu weit gegangen. Mit einem letzten Verreck-du-dumme-Planschkuh-Blick wirbelte er herum und stürmte aus der Agentur.
„Ich lass Ihnen eine Nachricht zukommen, wenn wir wen gefunden haben. Könnte aber etwas dauern.“, rief sie ihm hinterher.
„Stecken Sie sich die doch sonst wo hin!!!“, blaffte er, ohne sich noch einmal umzudrehen.
„Okay. Ich hab ja Ihre Adresse! Guten Tag noch Mr. Snape!“
Er presste sich die Hände auf die Ohren und schüttelte verzweifelt den Kopf. Diese Frau war dumm wie eine Stulle. Ok...Noch nicht mal…