Fanfic: Sag mir, warum du mich leiden sehen willst

Untertitel: Christin+Kaiba

Kapitel: Die Hölle der Einsamkeit...

Kapitel 4: Die Hölle der Einsamkeit…

Ok, ok, ich bin mal wieder zu spät. Aber die Meisten müssten das ja schon von mir kennen "unschuldig pfeif" Dafür is das Kap aber auch ein bisschen länger geworden. Hoffe alle die´s lesen, gefällt es auch. ^_^
_______________________________________________________________________________

„Was für eine Aussicht.“, sagte Kaiba sarkastisch und blickte auf das mehrstöckige Gebäude vor dem sie standen. Die hohen, renovier bedürftigen Mauern hatten seiner Meinung nach schon bessere Zeiten gesehen und selbst der Zustand der eingeschlagenen Fenstern ließ ihn von seiner Meinung nicht abbringen. Wo sollte hier ein Restaurant sein, das seiner würdig war? Immerhin hatte er in den besten Lokalen der Welt gespeist, wo es selten vorkam die Wände schwarz vorzufinden. Christin ließ sich dadurch jedenfalls nicht beirren und ging auf das Gebäude zu.
„Frauen…“, sagte Kaiba zu sich selbst und entschied sich ihr zu folgen. Sie gingen durch eine, nicht grad einladende, schwarze Seitentür und stiegen dann die dazugehörige Treppe hoch.
„Und sie sind sich sicher, das das da oben ein Restaurant ist und keine Imbissbude?“, fragte er durch die mangelnden Sichtverhältnisse hindurch. Christin lächelte und antwortete, wobei Kaiba zunehmend in das Zählen der kaputten Wandbekleidungen vertieft war:
„Es wird ihnen gefallen.“
Als sie oben angelangt waren, konnte Kaiba nicht glauben was er da sah. Sprachlos blieb er neben Christin stehen, die sich sogleich auf den Kellner zu bewegte und ihnen einen Tisch für zwei Personen arrangierte. Das ganze Obergeschoß wurde vom Licht der untergehenden Sonne durchflutet. Durch die großen Fenster, die von Außen nur schwer zu erkennen waren, konnte man ganz Tokio genau erkennen. Seto fuhr mit seinem Blick jedes Fenster seines bedrohlich wirkenden Firmengebäudes ab. Er konnte einzelne Punkte sehen, wahrscheinlich seine Mitarbeiter, die hastig von Zimmer zu Zimmer liefen und Dokumente verglichen.
Auch das Ambiente des Restaurants machte auf Seto keinen schlechten Eindruck. In zartem Orange gehalten, gab es einem das Gefühl des Zuhauseseins. In der Mitte war ein prächtiges Blumenbuket aufgebaut. Weiße Tischreihen erstreckten sich vor dem sachten Glanz von Glas.
„Und? Ist das ihren Ansprüchen angemessen?“, fragte Christin und führte ihn an ihren Tisch. Seto hielt es für klüger nun zu schweigen und ihr diesen einen Sieg zu überlassen. Je mehr siegessicherer Christin sein würde, desto mehr Spaß würde es ihm machen, sie ganz langsam auseinander zu flüggen. Stück für Stück.
„Was unsere Ankunft morgen angeht…“, sagte Christin und holte ihn somit aus seinen Gedanken. „…denke ich, dass sie sicher erfreut sein werden zu hören, dass ich mich schon um eine Wohnung gekümmert habe. Oder wollen sie in ihrem Büro übernachten?“
Seto musterte die Orangehaarige mit argwöhnischen Augen. Noch nie hatte es jemand gewagt, ihn so anzusprechen. Auch wenn es ihn störte, musste er doch zugeben, dass diese Frau Charme hatte und somit etwas, dass ihn ansprach. Ein Grinsen durchfuhr seine Lippen.
„Nun, ich glaube nicht, dass ich eine brauchen werde.“
Verdutzt blickte die junge Geschäftsfrau auf ihren „Kollegen“.
„Ich fürchte, ich kann ihnen nicht ganz folgen.“
„Sie sagten doch vorhin, wir sollten ein wenig persönlicher werden, oder?“
Christin beschlich eine furchtbare Vermutung. Wollte er etwa…?
„Sie wollen doch nicht…?“, sprach sie ihren Gedanken laut aus und wartete auf seine Reaktion. Kaiba grinste und fuhr fort:
„Ich habe mich schon darum gekümmert. Es ist alles abgesprochen.“
Und wieder dieses ekelhafte Grinsen, dachte Christin und immer noch zeichneten die aufgerissenen Augen von ihrer Überraschung und gleichzeitig von ihrem Unverständnis. Mit ihm zu arbeiten war eine Sache, aber mit ihm zu wohnen, eine Andere! Jetzt, da sie sich geküsst hatten und dieses Gefühl in ihrem Bauch einfach nicht mehr verschwinden wollte. Christin seufzte. Vielleicht würde ihr Plan doch nicht so leicht laufen, wie sie zunächst gedacht hatte…

Unterdessen, keine fünf Kilometer entfernt, dröhnte dem Eintretenden einer kleinen Diskothek laute Musik entgegen. Engumschlungene Paare tanzten auf der breiten Tanzfläche und feierten lauthals ihren Schulabschluss. Manche von ihnen trugen weiße oder gelbe T-Shirts mit der Aufschrift: ABI 2004 und betranken ihren Erfolg in den Klausuren. Ein blauhaariger Junge legte seinen Arm um seinen besten Freund, der, etwas abseits der Feierlichkeiten, an der Bar saß und sich einen Wodka nach dem Anderen bestellte.
„Na, Moki? Alles klar?“
Der Grauhaarige schupste den Arm seines Freundes weg. Ihm war heute nicht nach feiern zu mute. Sein Blick ging hinüber zu dem schwarzhaarigen Mädchen, das gerade mit seiner Freundin sprach. Plötzlich schlang ein Junge von hinten seine Arme um ihre Taille und küsste die Schwarzhaarige zärtlich auf den Mund. Mokuba, der dieses Schauspiel genauestens beobachtet hatte, verfinsterte seinen Blick.
„Ahhhh! Hast dich wohl in die Kleine verguckt?“, gab sein Freund von sich und grinste Mokuba an.
„Ich weiß wirklich nicht, was du an der findest. Sie ist viel zu schüchtern, als das man sich mit ihr unterhalten könnte und dann noch dieses ekelhafte schwarze Haar... nein, danke.“
Mokuba packte den Blauhaarigen am Kragen.
„Was hast du da eben gesagt?“, sagte er mit bedrohlicher Stimme und sah mit hasserfülltem Blick zu ihm hinauf.
„Hey…jetzt reg dich doch nich gleich auf! War ja nur ein Scherz…“
Mokuba ließ von ihm ab und wendete sich wieder seinem Glas zu. Der Blauhaarige schien jedoch ernsthaft (A: Kann der das?) zu überlegen.
„Wie ich gehört habe, kann sie dich net ab, was Alter?“
Der Angesprochene nickte nur und antwortete, darauf bedacht, dass nur sein Freund es hören konnte:
„Wie könnte sie auch? Jedes Mal, wenn sie irgendetwas falsch macht, schreie ich sie an und mache sie somit nur noch unsicherer. Sie wird nie sehen, wer ich wirklich bin, wenn sie mich nur als ihren Vorgesetzten betrachtet. Tja, Toni, ich bin eben nicht so wie du.“
Toni nickte, ohne wirklich zu verstehen, was ihm sein Freund da gerade anvertraut hatte. (A: Wie kann er auch? Immerhin hat er 4 Gläser Bier hinter sich!)
„Komm mal mit.“, sagte er und zog Mokuba von seinem Wodka weg.

Begeben wir uns wieder zu Christin und ihrem neuen Mitarbeiter: (A: LOL!)
„Wie sie wollen, Herr Kaiba. Aber denken sie ja nicht, dass wir auch noch in einem Bett schlafen werden….“
„Ich fürchte, es wird wohl gar nicht anders gehen, außer sie wollen auf dem Boden schlafen. Das soll jedenfalls sehr gesund sein.“
Christin blickte ihr Gegenüber kalt an. Was erlaubte sich dieser Kerl eigentlich?
„Lieber übernachte ich zwei Wochen lang in der Badewanne, als neben ihnen!“
„Wollen sie vielleicht die Speisekarte?“, unterbrach der Ober ihre Unterhaltung und hielt Christin eine Karte hin.
„Nein, danke. Mir ist soeben der Appetit vergangen.“, brachte diese hervor und stand auf. Für sie war dieses Gespräch beendet. Mit wuterfüllten Augen verließ sie das Restaurant und entschied sich ein Taxi zu nehmen.
„Wollen sie nicht wenigstens was essen?“, fragte der Ober noch mal, jedoch diesmal auf Kaiba bezogen.
„Ein Glas Sekt wäre jetzt genau das Richtige.“
Somit verschwand der Ober mit einem ärgerlichen Ausdruck auf dem Gesicht. Seto grinste und blickte wieder auf das nahe gelegene Kaiba Corp. Gebäude, das nun von der Nacht umschlungen wurde.

„Und? Wie fühlst du dich?“
„Wie ein Irrer.“, sagte Mokuba und deutete auf seine braune Perücke, die sein Freund ihm kurzer Hand aufgesetzt hatte.
„Woher hast du die eigentlich?“
„Aus´m Aldi, Sonderangebot.“ Mokuba verdrehte die Augen.
„Das mein ich nicht. Warum hast du sie heute mitgebracht?“
Toni machte einen traurigen Gesichtsausdruck.
„Na ja, wir wollten der alten Frau Herbert noch mal einen richtigen Streich spielen, genauso wie in den alten Zeiten. Is dann nur leider komplett daneben gegangen."
"Was ist passiert?", fragte Mokuba eher beiläufig, um von seiner Perücke abzuwenden. Tony deutete auf einen roten Abdruck auf seinem Arm. Dieser hatte eindeutig Bekanntschaft mit einem Besen gemacht.
"Egal...So wird Naomi dich garantiert nicht erkennen.“
„Nein, sie wird mich nur für einen kompletten Versager halten und dann kann ich mir noch eine Predigt meines großen Bruders anhören.“
Toni schüttelte den Kopf und prüfte noch einmal, ob die Perücke auch wirklich fest saß. Mit einer allerletzten Bewegung, schob er den Grauhaarigen vor sich her, der nun mit der Schwarzhaarigen zusammen stieß. (A: Oh, ja! Ich BIN fies…Warum mache ich eigentlich immer solche bescheuerten Kommis???)
„Oh, tut mir leid.“, erwiderte er und guckte ärgerlich zurück zu seinem Freund.
„Ist schon in Ordnung. Ich wollte sowieso grad die Disco verlassen.“, sagte Naomi, wobei ein paar Tränen ihr Gesicht runter flossen. Mit schnellen Schritten wollte sie an Mokuba vorbei rennen, doch dieser hielt sie auf und fragte mit stotternder Stimme:
„Willst…du…vielleicht mit mir tanz…en?“
Naomi schien überrascht zu sein und beäugte den Mann vor ihr genauer. Dann lächelte sie.
„Tut mir leid, ich glaube ich habe keine Lust mehr zu tanzen und dazu noch mit einem Fremden…“
„Bitte?“, fügte er noch schnell hinzu und sah sie dabei an, bis die Schwarzhaarige seufzte.
„Na gut, etwas Schlimmeres als die Trennung kann mir heute auch nicht mehr passieren. Wie heißen sie?“
Etwas unsicher guckte Mokuba noch einmal zu seinem Freund. Darüber hatte er noch gar nicht nachgedacht. Wie sollte seine neue Seite eigentlich heißen? Er geriet in Panik, wobei er von Naomi misstrauisch angeguckt wurde.
„Ich heiße...äh…Seto Kaiba.“ (A: Manche von euch denken