Fanfic: Anothr Day in Paradise

Untertitel: ~ One-Shot ~
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Kapitel: ~Another Day in Paradise~

Another Day in Paradise

Liese fallen die Regentropfen auf den Boden.
Ziehen große Kreise wenn sie in einer Pfütze aufkommen.
Fallen von Himmel, ohne ein Geräusch.
Sind klein und nass.
Schwach und stark.
Klein und groß.
Kalt und warm.
Von weit oben kommen sie.
Aus den Wolken.
Den grauen dicken Regenwolken, die seit Wochen über dem Dorf hängen.
Einen so weiten Weg haben sie hinter sich ehe sie auf der Erde aufkommen.
Oder aber auf etwas anderem was sie auf ihrem Weg weiter in die Tiefe stoppt.
Sie benässen einen.
Die Tränen des Himmels.

"Ich mag den Regen. Ich bin froh dass es regnet.“

Sie kommen, niemand kann verhindern dass sie durch die Lüfte auf die Erde fallen.
Niemand kann den Regen verhindern.
Er kommt, ohne zu fragen ob es gerade Recht ist.
Er ist etwas vollkommen natürliches, etwas was es immer geben wird.
Etwas irdisches, Normales und Unaufhaltsames.
Wie der Tod.
Auch er fragt nicht ob er kommen darf.
Er fragt nicht wen er nehmen darf.
Er ist etwas Natürliches.
Das einzig sichere im Leben.
Etwas Unaufhaltsames.
Niemand ist unsterblich.
Jeder stirbt einmal.
Der eine früher, der andere später.
Manch einer zu spät, mach einer zu früh.
Manchmal kommt der Tod, bevor man sein Ziel erreichen konnte, völlig unvorbereitet trifft er einen.
Oder aber man weiß dass man sterben wird.
Man wehrt sich nicht gegen den Tod, man lässt ihn kommen, sich dem Leben entreißen.
Man lässt es passieren.

“Ich wusste von Anfang an, dass ich das hier nicht überleben werde.“

Manche Leute werden geboren, ohne dass die Welt sie braucht, andere wiederum kommen auf die Welt, wenn sie gebraucht werden.
Niemand wird gefragt ob er geboren werden will.
Das entscheiden die Eltern für einen.
Man wird geboren, bekommt ein Schicksal zugeteilt und muss damit umgehen.
Auch wen es noch so schlimm und unerträglich ist.

Du hast nicht um den Tod gebeten, bist mit deinem Traum gestorben, den du noch erfüllen konntest.
Du wurdest geboren und hast deine Eltern verloren.
Und hast ein Dorf gerettet.
Damals.
Als gerade mal wenige Stunden altes Kind.
Heute vor 26 Jahren wurdest du geboren.
Der 10. Oktober.

Doch niemand ist auf der Straße.
Außer mir und dem Regen, der auf den Boden herabprasselt.

Die Erde knirscht unter meinen Füßen.
Das Gras schmatzt.
Mein Weg führt mich durch den Wald, an einen ganz bestimmten Ort.
Der Heldengedenkstein.
Du wurdest darauf verewigt.
Sowie dein Abbild auf der Felswand.
Es trohnt neben dem Tsunades.
Auch sie ist tot.

Die Tränen suchen sich immer noch einen Weg aus meinen Augen.
Liese fließen sie meine Wangen herab.
Ich kann sie nicht aufhalten.
Es tut mir Leid, ich will nicht weinen, nicht vor dir.

“Bitte weine nicht, ich möchte nicht dass du wegen mir weinst.“

Rosen und Immortelle liegen in meinen zitternden Händen.
Langsam lasse ich zu Boden gleiten.
Du sagtest einmal, du magst Rosen.
Gerade du, eine komische Vorstellung damals.

Du hast mich verlassen.
Und dafür möchte ich dich hassen.
Doch ich kann es einfach nicht.
Tränen- sie rauben mir die Sicht.[1]

Erschöpft und entkräftet gleite ich zu Boden.
Liege im nassen Gras.
Doch es stört mich nicht.
Meine Finger krallen sich verkrampft in den aufgewühlten und matschigen Boden.
Tränen durchnässen ihn.
Schluchzend weine ich in das Gras.
Wieso?
Wieso musstest gerade du sterben?
Verdammt wieso musstest du mich alleine lassen!?
Ich liebe dich doch so sehr!
Habe dich schon immer geliebt!
Du warst mein Leben!
Warst der Grund wegen dem ich mich immer wieder aufgerafft habe, weitergekämpft habe…
Wegen dem ich noch gelebt habe…
Durch dich hatte mein Leben einen Sinn.

Und du verlässt mich, kaum sehe ich dich nach sechs Jahren wieder.

You left me without any reasons…[2]

Erinnerst du dich noch an den Tag?
Du wurdest zum Hokagen ernannt, nach dem du sechs Jahre weg warst und Tsunade kurz nach deiner Rückkehr gestorben ist.
Ihr letzter Wusch, war dass du Hokage der Sechste wirst.
Nur du, kein anderer.
Kaum hattest du zwei Stunden diesen Titel, wurden wir angegriffen.
Und du hast dein Leben für das Dorf gelassen.
Und für mich.

Du hast dich vor mich geworfen, bevor ein Kunai mein Herz durchbohren konnte.
Doch hat es deines erwischt.
Der letzte noch lebende Feind hatte es geworfen.
Du bist in meinen Aren gestorben.
Und deine letzten Worte hallen immer noch in meinen Ohren wieder.

"Ich liebe dich, habe dich immer geliebt und werde dich immer lieben, Hinata-chan!"

Mein Name, das letzte was du sagtest.
Deine letzten Worte.
Nur ich hörte sie.
Und ich weinte.

“Ich liebe dich doch auch Naruto-kun…so sehr…

Hast du das überhaupt noch gehört?
Du bist mit einem Lächeln auf den Lippen gestorben.

Ich vermisse dich…
Du warst mein Leben…

Ich schließe die Augen…
Ein stechender Schmerz durchfährt mich, seine Quelle ist meine Brust…

Ich falle, doch werde aufgefangen.
Meine Lieder sind schwer, doch spüre ich den abschwellenden Schmerz…
Langsam und unter großer Anstrengung öffne ich meine Augen…
Und sehe in strahlend blaue.

Flieder trifft Blau.

Züngelnde Flammen, in einem feurigen Blondton…
Ein liebes Lächeln, azurblaue Augen…
Und jeweils drei Striche auf den Wangen…

Ich weine.
Klammer mich an dich.
Du bist bei mir!
Nein, ich bin bei Dir!

„Willkommen, mein Engel. Ich habe dich vermisst.“
Du drückst mich an dich.
Ein Lächeln umspielt meine Lippen, nach so langer Zeit…
Meine Tränen versiegen.
Sehe in deine Augen.
Unsere Lippen berühren sich.
Verschmelzen miteinander...

„Ich liebe dich!“
„Ich liebe dich auch, bis in alle Ewigkeit!“

Nun sind wir wieder beisammen…ich bin bei dir…und du hältst mich fest…

Zwei Liebende, ihre Liebe endet nicht nach dem Tod, sie lebt weiter, Sehnsucht und Leidenschaft vereint, sie sind für immer vereint, hier im Paradies.

It’s another day for you, you and me in Paradise…[3]

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[1]: Sollte sich eigentlich nicht reimen…
[2]: L’âme Immortelle: „Fallen Angel“
[3] Phill Collins: „Another day in paradise“

~By: Shit_Happens~