True Love

Der lange und steinige Weg zum Verständnis

1. Teil

True Love - erster Teil

So, und schon bin ich wieder da! xDDD
Mich werdet ihr nicht los! *rofl* Schon gar nicht weil ich derzeit in ner totalen kreativen Phase bin ^.^
Diesmal habe ich mich an was ganz Neuem probiert. Einem OS! Ja, staunt ruhig, das Manni schreibt OS! *rofl*
Aber der ist verdammt lang geworden, also hab ich beschlossen, den in drei Teilen hochzuladen, damit nicht alles gleich so...*rofl* lang wird!

True Love - erster Teil

Legende:
"quatsch quatsch quatsch" - jemand labert was
//denk denk denk// - jemand denkt etwas
>ins gewissen red ins gewissen red ins gewissen red< - die innere Stimme (kommt nur in personifizierten PoV-Szenen vor)
#bla bla bla# - meine dämlichen Kommenare! xDDD

Disclaimer: Die Personen in diesem OS gehören nicht mir, ich habe sie mir nur ausgeliehen um mit ihnen meine kreativen Gedanken ausleben zu können. Ich verdiene auch leider Gottes kein Geld hiermit! Aber wer will kann mir ja was geben! xDDD
Fandom: Romantik
Pairing: KaKao #*schlürf* Legga ^^#
Rate: schon ab 6 lesbar ^^
Warnings: Ooc, bissel Silly, Shônen-Ai
Widmung: wem widme ich diesen OS? *grübel*
Meiner lieben Kata, weil sie mich dazu angeregt hat, sie zum OS zu machen und Zu Ende zu bringen! *knutscha* Danke! Diesen OS hab ich nur dir zu verdanken! Hoffe sie gefällt dir!

~+~+One-Shot~+~+
Der lange und steinige Weg zum Verständnis

Wimmernd sank ein etwa sechsjähriger Junge auf den Pflastersteinen zusammen und hielt sein Bein. Er war beim Fußballspielen ausgerutscht und hatte sich das Knie aufgeschlagen, welches jetzt leicht blutete.
Tyson lief rasch zu dem Jungen herüber und nahm ihn in den Arm, um ihn zu trösten. Beruhigend flüsterte er dem Jungen warme Worte ins Ohr, und strich ihm über die geröteten Wangen, um die Tränen abzuwischen.
"Schscht, komm, beruhige dich. Das ist doch bloß ein kleines Auaweh, hey. Du bist doch ein starker, großer Mann, oder? Dann hör auf zu weinen und ignoriere den Schmerz."
Kai stand - wie immer - ein wenig abseits des Geschehens in absolut lässiger wie cooler Haltung an dem Laternenpfosten angelehnt und blickte aus seinen glänzenden, feuerroten Augen auf den knienden Tyson herab.
"Mensch Tyson, verhätschle den Jungen nicht so. Er ist alt genug um nicht wegen jeder Kleinigkeit loszuflennen.", sagte Kai plötzlich mit kalter, arroganter Stimme und blickte Tyson herablassend in die Augen.
Das gab der eh schon sehr angespannten Atmosphäre zwischen den beiden Jungen, die schon seit einer ganzen Weile drauf wartete, auszubrechen, den letzten Ruck.
In dem Moment, in dem Kai das Wort "loszuflennen" aussprach, entfachte die ganze, geladene Wut in Tyson wie eine Explosion. Wütend sprang er auf, ignorierte den kleinen Jungen, und blickte Kai aus Feuer sprühenden Augen an. Seine Fäuste öffneten und schlossen sich rhythmisch, als schien er noch zu überlegen, ob er Kai seine arrogante Fresse polieren sollte, oder nicht.
#Also nee, Tyson, wie kannst du nur! *drop* Du kriegst es doppelt und dreifach zurück, das schwör ich! Sowahr ich die Autorin dieses OS bin! xDD#
"Du bist ein echter Scheißkerl, Kai, weißt du das eigentlich? Verdammt nochmal, er ist doch noch ein kleines Kind, und kleine Kinder haben das Recht zu weinen, wenn sie sich wehgetan haben! Das macht einen ganz entscheidenden Teil ihrer Kindheit aus! Wurdest du etwa nie getröstet wenn du hingefallen bist und dir wehgetan hast?", brüllte er plötzlich los, in wirklich beneidenswerter Lautstärke, und funkelte Kai zornig an. Dieser zog, erstaunt über den plötzlichen Gefühlsausbruch seines Freundes, die Augenbrauen in die Höhe, unbewusst wich er einen Schritt zurück und hielt die Arme wie in schützender Haltung vor dem Oberkörper.
"Tyson...", flüsterte er ungläubig, aber dieser ließ ihn in seiner Wut gar nicht zu Wort kommen. Unbeeindruckt von Kais schwachem Versuch, einen Einspruch einzulegen, brüllte er einfach weiter.
"Du bist ein gefühlsloser, egoistischer, sturer, dämlicher, dummer, bescheuerter Idiot, ich verachte dich für das, was du bist und was du tust! Es ist deine Aufgabe, anderen Menschen die gleiche Behandlung zukommen zu lassen, die du selbst kennst, und nicht alles und jeden zu ignorieren! Ich versteh einfach nicht, wie man nur so gefühlskalt, so eigenbrötlerisch sein kann wie du!", fuhr Tyson fort und gestikulierte aufgebracht mit den Händen in der Luft herum.
Aber schließlich endete sein Wutausbruch so schnell wie er entstanden war, und das einzige Gefühl, das noch in seinem Herzen lauerte, war Abscheu dem Älteren gegenüber, den er soeben so voll geschnauzt hatte.

Kai blickte Tyson aus großen, vor Unglauben geweiteten Augen an. Er konnte nicht wirklich verstehen, weshalb Tyson ihn plötzlich so anschrie, aber allein die Tonart, die Lautstärke, die der sonst so freundliche, zuvorkommende Junge jetzt ausstieß, weckte ganz unangenehme Erinnerungen in Kai, von denen er eigentlich geglaubt hatte, er hätte sie überwunden.
Wimmernd ließ er den Kopf hängen, presste die Arme fest an die Seite. Er biss sich auf die Lippen, bis sie bluteten. Der Silberfarbige Pony verdeckte zu seinem Glück den Großteil seines Gesichts gegenüber Tyson, aber er konnte nicht verhindern, dass ihm unaufhörlich, in Strömen die Tränen über die Wangen flossen. Er hatte Angst, furchtbare Angst, und eine ungeheure Wut auf Tyson, dass er diese verschwunden geglaubten Erinnerungen wieder aufgefrischt hatte, aber diese Gefühle waren nicht stark genug, gegen die Hoffnung und das Drängen in seinem Innern, alles zu erzählen, die Schmerzen endlich zu erleichtern, die er seit Jahren mit sich rumschleppte.
"Das...das ist...gemein!", flüsterte Kai so leise, dass Tyson es fast überhört hätte, würde er nicht genau vor Kai stehen. Verwundert hob der Blauhaarige den Blick - und erstarrte.
Er konnte nicht glauben, was er da sah. Kai, der stolze, unnahbare, sonst alles ignorierende Kai stand vor ihm in gebrochener Haltung, den Blick gesenkt, seine Schultern bebten leicht. Ein leises Schluchzen drang an sein Ohr und er glaubte sogar, ein verräterisches Glitzern auf den Wangen des anderen sehen zu können.
//Kai...//, dachte Tyson erschrocken, er wusste plötzlich, er war zu weit gegangen.
#du Blödi! In Fettnäpfchen treten kannste wirklich gut... *kai tröst*#
"Im Gegensatz...zu dir...oder anderen Kindern...habe ich nie so eine...schöne Kindheit gehabt. Ich war 4...als ich meine Eltern verlor...und in die Abtei eingeliefert wurde...da lief das alles ganz anders ab als hier und heute!"
Kais Stimme festigte sich langsam, und er hob den Kopf, um Tyson in die Augen sehen zu können. Wieder durchfuhr Tyson ein tiefer Schreck, als er in die rubinroten, von Tränen überfluteten, mit so vielen Gefühlen geladenen Augen blickte. Kais sämtliche Gefühle, die er in diesem Moment empfand, spiegelten sich in seinen Augen wider. Angst, Verwirrung, aber auch Wut und Trauer auf jemanden, von dem Tyson gar nicht wissen wollte, wem sie galten.
"Der Tagesablauf sah so aus: Aufstehen, ohne Frühstück zum Krafttraining, da durftest du dann ganze sechs Stunden lang Gewichte stemmen und Konditionsaufgaben bewältigen, nach fünf Minuten Pause war ein wenig Zeit fürs Mittagessen, und danach wurdest du ins Labor geschleppt, wo du täglich hundert Spritzen für bestimmte Experimente bekamst, die dich gehorsam machen und körperlich stärken. Und wenn das erledigt war dann durftest du den Rest des Tages Beybladen, jede Stunde 60 Runden laufen und noch viel mehr. Und bei jedem einzelnen Fehler, sei er auch noch so klein, wurdest du geschlagen, erniedrigt und nicht seltener auch vergewaltigt, und da darfst du nicht heulen, dann wurdest du nämlich angeschnauzt, dass du nicht heulen sollst wie ein Mädchen! Für jede Träne, die ich früher vergossen habe, steht heute eine Narbe auf meinem Körper! Mein Körper ist geschunden, nie hat mich jemand in den Arm genommen und getröstet, ganz selten höchstens mal Tala, nach einer Spezialbehandlung von Boris! Ohne ihn hätte ich die Jahre in dieser Hölle gar nicht überlebt. Also wirf mir nie wieder vor, ich soll fremden Leuten, die ich nicht mal kenne, Gefühle entgegenbringen, die ich selbst nie kennen gelernt hab!"
Den letzten Satz schrie Kai nur noch. Die Tränen waren noch nicht vergossen, aber weniger geworden, als würde er sich selbst zwingen, nicht mehr zu weinen. Aber seine Augen drückten eine so große Trauer und Angst aus, dass sich Tysons Inneres schmerzhaft zusammenzog. Plötzlich empfand er nur noch Mitleid. Mitleid und ein sehr schlechtes Gewissen.
Er wollte zu Kai gehen, wie sein Herz es ihm sagte, und ihn trösten, aber er hatte keine Gewalt mehr über seinen Körper. Er konnte sich nicht bewegen, er war starr vor Entsetzen, über das eben Gehörte.
Er war einfach bloß schockiert. Der sonst so ruhige, verantwortungsbewusste, kühle Kai, der jede einzelne Tat nie ohne irgendwelche Hintergedanken beging, und der in jeder Situation einen klaren Kopf behielt, wofür Tyson ihn heimlich sehr bewunderte, stand jetzt total aufgelöst vor ihm, einem Nervenzusammenbruch nahe, und hoffte auf Unterstützung seines Freundes.

Und das große Problem war, Tyson konnte ihm diese stumm erflehte Unterstützung einfach nicht geben! Er wollte es, er wollte zu Kai gehen, sich entschuldigen und ihm Geborgenheit entgegenbringen, in dem Moment, indem Kai ihn so sehr brauchte, vielleicht sogar Liebe, aber sein Körper gehorchte ihm nicht mehr. Er konnte sich einfach nicht bewegen und das tun, wonach sein Herz verlangte.

Kai stand noch mehrere Sekunden stumm da, kämpfte mit den Tränen und biss sich die Lippen blutig, hoffend, dass Tyson ihm helfen und unterstützen konnte, aber der stand einfach bloß stumm da, sah ihn aus großen Augen an, rührte keinen Finger, um ihm zu helfen.
Schließlich gab Kai auf. Er verdrängte seine inneren Hoffnungen so tief wie möglich in die dunkelste Ecke seiner Seele, schrie