Mein höllisches Leben
Mein höllischer Schultag
Und hier unser erstes Kapi!
Wir danken für die wenigen, aber tollen Kommis!
Ich war in meiner schrecklichen Schule angekommen, und in der ersten schrecklichen Stunde war Bio angesagt.
Ich meldete mich, wurde aber nicht drangenommen. Doch sobald ich mich nicht meldete, wurde mein Name aufgerufen und ich hatte absolut keinen Schnall, was ich sagen sollte. Die Jungen in der hintersten Reihe lachten schon über mich. Ihre dummen Worte erreichten mich, auch wenn ich ganz vorne saß. Ich rannte einfach aus dem Raum und schloss mich im Mädchenklo ein, fing bitterlich zu weinen an. Meine Gedanken waren bei der Klasse, der Eintrag ins Klassenbuch interessierte mich nicht.
"Stefanie? Stefanie! Deine Arbeit! Sie war ganz gut, aber ich weiß, du kannst das viel besser!" Mit diesen Worten wurde ich aus meinem Tagtraum gerissen. Dann sehe ich auf die Arbeit. Schon wieder eine vier, und das in Deutsch!
Während wir die Arbeit im Unterricht besprachen, hörte ich gar nicht zu. Ich war völlig deprimiert und frustriert.
Was hatte ich falsch gemacht, dass das Schicksal mich so bestrafte? Ich betete jede Nacht, doch mit der Zeit hörte ich auf daran zu glauben, dass es einen Gott gab. Denn warum sonst würde ich so leiden? Noch bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, schellte es zur nächsten Stunde. Ich stand langsam auf und wartete, bis alle anderen aus dem Raum verschwunden waren.
Doch gerade, als auch ich den Klassenraum wechseln wollte, stellte meine Deutsch- und Klassenlehrerin sich mir in den Weg. "ich möchte noch kurz mit dir reden, Stefanie." Ich nickte einfach und ging mit ihr zum Pult, wo ich mich ihr gegenüber setzte. Dann fing sie an zu sprechen: "Stefanie, ist alles okay?" Wieder nickte ich einfach nur. "Das glaube ich dir aber nicht", verlautete sie. "Denn deine Noten werden schlechter. Und du bist immer allein, ist wirklich alles in Ordnung?" "Ja, bei mir ist alles in Ordnung. Hab wohl im Moment ein bisschen Prüfungsangst. Und es läuft nicht so gut."
Meine Lehrerin sah mich skeptisch an. "Bist du dir sicher?" Ich versuchte so gut wie möglich zu lächeln. "Ja, ich werde versuchen mich zu bessern." Die Skepsis in ihrer Miene verringerte sich, verschwand jedoch nicht ganz. Also sagte sie abschließend: "Wenn du irgendwelche Probleme hast, kommst du zu mir, einverstanden?" "Ich habe keine Probleme."
Nach den restlichen Stunden ging ich nach Hause. Teilweise erleichtert, teilweise bedrückt. Sofort schwirrten wieder die Streitigkeiten meiner Eltern in meinem Kopf. Mir wurde schwindelig, als ich im Bus saß. Ich schloss die Augen und realisierte erst später, dass ich zu weit gefahren war.
Typisch, es lief mal wieder alles komplett schief.
Wenn es einen Gott gab, dann hasste er mich, dessen war ich mir sicher...
Das wars schon...
Wir bitten natürlich um Kommis!