Herzblut trinkt man nicht

Rettung, Rache und Redez-vous

Sooo ... sry, das hat mal wieder ne ewigkeit gedauert ...
*sich gnädigst entschuldig*
Myself is so sorry!
Also es geht dann erstmal weiter, hoffe er gefällt euch ...

Kais Blick riss sich nur schwer von dem blassen Gesicht des Mörders weg, doch als er es endlich schaffte, wandte er sich zu Neyo. Er war immer noch am Boden, hatte eine Hand in den Nacken gepresst, mit der anderen am boden abgestützt, um nicht zusammenzubrechen. Verstohlen wanderte Kais Blick zu Neji, dann zurück zu dem Typ. Zu seinem Erstaunen stand er schon direkt vor Kai.
Und Kai stolperte perplex einen Schritt zurück, um dem Bastard nicht die Nase in den Mund zu stecken.
„Was willst du?“ brachte er hervor, klang aber nicht so bedrohlich, wie er es anfangs geplant hatte. Ein ersticktes, kratzendes Kichern verließ die Kehle des Mannes, der Kai immer näher kam. „Ich will, dass ihr mich nicht verraten könnt.“ Im Bruchteil einer Sekunde befand sich ein Kunai in der Rechten des Herzlosen. Kai stolperte über einen Stein und landete prompt im Dreck. „Hey!“ Kai erkannte Nejis Stimme.
Der Mann wandte den Kopf und wehrte kurz darauf spielend leicht ein Kunai ab. Kai konnte den Blick nicht von dem Mann abwenden, seine Erscheinung hielt ihn fest, als würde er hypnotisiert. Neyos Stimme kristallisierte sich schwach aus der eben entstandenen Stille. „Kai … Neji ... wir verschwinden!“
Hastig nickte Kai, er rappelte sich auf, warf Neji einen Blick zu. Mit einem Wurfmesser in der Hand stand er da, bereit für jeden Schritt den, der Unbekannte machen würde. Aus dem Augenwinkel sah Kai, wie Neyo sich aufrichtete. Das übermäßige Schwanken machte Kai Sorgen, aber im Moment konnte nur auf die Augen des Mörders starren, die in abgehackten Bewegungen, Kai, Neji und Neyo abwechselnd musterten, fixierten, auslaugten.
Er würde sie nicht einfach so gehen lassen, niemals. Ein zaghaftes, jedoch entschlossenes Räuspern drang aus dem Dickicht. Der Mann drehte sich um. Eine Frau trat aus dem Gebüsch und Kai erkannte in ihr die Dame wieder, die ihnen die Tür des Hokage geöffnet hatte. „Orochimaru …“ flüsterte sie.
„Was willst du mit unseren Genin?“ sagte sie nun etwas lauter. „Töten!“ war die kürzeste und grausamste Antwort, die Kai jemals gehört hatte. „Daraus wird nichts …“ sagte die Frau schon fast sanft. Mit einem Satz stand Neji neben Kai. Mit einem Kopfnicken deutete er auf die tote Kunoichi. Kai nickte. In den nächsten Sekunden, schnappte Kai sich die Tote und Neji stützte Neyo. Mit weiten Sätzen flogen die Jungen fast über die Äste der Bäume!
Neji warf Kai einen Blick zu, nickte dann in Neyos Richtung, der erschöpft auf Nejis Schulter gestützt schnaufte. Wieder war Kais Antwort nur ein Nicken. Die nächste Station war das Krankenhaus. Neyo hätte sich gewehrt, wenn er gekonnt hätte. Er hätte protestiert und gesagt, alles sei in bester Ordnung, aber selbst das brachte er nicht mehr zu Stande.
Während Kai die tote Frau zum Hokage brachte, kümmerte sich Neji darum, dass Neyo versorgt wurde. Kai hielt es für ein Wunder, dass Orochimaru ihnen nicht gefolgt war und schloss die junge Assistentin der Hokage in seine Gebete ein. Wäre sie nicht gekommen, wären sie wohl alle drei jetzt tot!
Nur eine Stunde Dumm-Rum-Sitzen und Neyo war wieder wie neu. Er wollte partout nicht über den Vorfall reden und war auch besser drauf, wenn man es nicht ansprach, allerdings nicht besser als sonst, also nicht gut …
Neji war schon gegangen, um seinem Team bescheid zu sagen, dass er wieder da war!
Neyo und Kai kamen an dem Zimmer an, das sie zu dritt in der Pension gemietet hatten. Kai schloss die Tür auf.
Ein aufgeregtes Seufzen, das Scharren eines Stuhls, Schritte, Aimi sprang den beiden nacheinander um den Hals. „Mann, das hat aber lange gedauert!“ sagte sie fröhlich. „Mitkommen!“ sagte sie und es klang wie ein sanfter Befehl. Kaum hatten die beiden Jungen ihre Schuhe ausgezogen, schleppte Aimi sie mit ins Zimmer, auf dem Sofa saß ein Junge. Und irgendwie verband Kai mit ihm die Erinnerung an Ino. „Das ist Shikamaru!“ sagte Aimi und setzte ein äußerst glückliches Lächelt auf.
„Ja …?“ fragte Kai neugierig. Aimi setzte sich neben ihn und legte ihre Hand auf die Seine. Shikamaru lächelte sie an. „Ach nur so … wir sind zusammen!“
sagte Aimi immer noch lächelnd. Als Shikamaru die Arme um Aimis Hals schlang und sie in einen wilden Zungenkuss verwickelte,
wurde Neyo fast schlecht!
Lautlos verschwand er aus dem Zimmer. „Mich braucht ihr ja auch nicht …“sagte Kai, aber vermutlich wurde er nicht gehört … Er folge Neyo. „Hey, Neyo!“ Er blieb stehen und musterte Kai. „Was?“ „Du kannst ihr das doch nicht vorwerfen, du hättest eben … früher …“ Kai machte eine dramatische Pause, aber nicht, weil er nicht wusste, was zu sagen war, sondern, weil er einfach Neyos Reaktion sehen wollte, der nur mit den Schultern zuckte. „Aber, wenn du willst, können wir ihn ganz leicht los werden!“ Ein Grinsen breitete sich schadenfroh über Kais Gesicht aus, als er ein Nicken erkennen konnte.
Die beiden beschlossen erst mal eine Nacht darüber zu schlafen und gingen ins Bett. Neyo schlief schnell ein, er jagte alle Gedanken aus seinem Kopf und blickte ins Schwarz, Sekunden später war er eingeschlafen! Kai brauchte länger, denn er arbeitete beigeistert an seinen Gedanken und Plänen … Er durchdachte seine schon gelungenen Versuche und dachte sich neue Gemeinheiten aus. Er war in seinem Element!
Als er endlich Schlaf fand, war es schon nach Mitternacht. Als er jedoch aufwachte, war außer ihm keiner mehr im Bett. Verschlafen ging er zum Fenster. Kurz nachdem ihm °Wo sind die alle bloß? ° durch den Kopf gegangen war, hörte er tapsende Schritte hinter sich und drehte sich um. „…A-Aimi …“ brachte er hervor und erschreckte sie damit zu Tode. Splitternackt und mit nassen Haaren stand sie nicht mal für eine Sekunde da.
Sie schnappte sich ein Tuch, das über einem Stuhl hing. Ihre Gesichtszüge waren angespannt.
„KAI!“ er sah sie nur an. „Was soll das?“ „Jetzt bin ich schuld???“ „JA!“
Sie stampfte wütend mit dem Fuß auf. Ein paar Sekunden starrte er sie nur an. Er zeigte zögernd mit dem Finger auf das Tuch, das sie vor ihren Körper hielt. „Dieses Ding … ist ziemlich durchsichtig Aimi … Ich kann immer noch … alles sehen!“ Einen Moment klappe ihr der Mund auf, dann verschwand sie hektisch und wütend im Bad. „Macht nix, Aimi! Das hab ich im Prinzip schon öfter gesehen!“ rief er ihr nach und verließ grinsend die Pension, während Aimi stinksauer Rache schwor.
Neyo war – wie erwartet – auf dem Trainingsplatz. Jedoch redete er – äußerst unerwartet – mit Neji. Tenten und Lee standen wartend daneben. Kai kam näher und bekam noch mit, dass Neyo sehr geschickt, aber verständlich um einen Dank herumredete. Neji nickte nur. Kai ging auf Tenten und Lee zu.
„Hey …“ Ein kurzen Gruß von Lee und ein lieber Blick und ein Lächeln von Tenten. °Wow … nachdem, was ich im Examen mit ihr gemacht hab, ist sie nicht mal sauer? ° Kais Kopf verarbeitete die Erkenntnis zwar verwirrt, aber höchst erfreut. Er lächelte sie an.
„Tenten …?“ Ihr Blick hing an seinen Lippen. „Ja, was denn, Kai?“ Und in dem Moment verwarf er den Gedanken an das, was er eben sagen wollte und beschloss Neji mal so richtig eins auszuwischen! „Hast du heute Abend schon was vor?“ Wie schon tausendmal, warf er zuerst ihr und dann dem boden einen einladenden Blick zu. Wieder wanderten seine Augen zu ihr. „Oh … ähm, nein … ähm, ich meine … warum?“ Kai musste grinsen. „Ach, ich dachte nur, du willst vielleicht … mit mir Essen gehen?“ Diesmal blickte er ihr entschlossen in die Augen. Sie druckste etwas rum und sah ständig auf den Boden, als sie jedoch aufsah, stand Neji neben ihr.
„Können wir jetzt endlich trainieren?“ Ungeduldig trat er von einem Fuß auf den Anderen und sah Tenten an, denn Lee stand schon in den Startlöchern. „Ja, gern!“ antwortete Tenten schnell und drehte sich auf dem Absatz um und gesellte sich zu Lee und Neji.
Selbstzufrieden und breit grinsend ging er Neyo entgegen. „Sie geht mit mir aus …“ antwortete er auf Neyos fragenden Blick.
„Hasst du den Armen denn so sehr?“ fragte er und sah Neji nach. Kai schüttelte den Kopf. „Er nervt mich nur!“ „Ach so …“ Neyo zuckte verständnislos mit den Schultern und in diesem Augenblick tauchte Aimi auf.
„Hallo, meine Schöne!“ begrüßte Kai sie grinsend. „Halt die Klappe, Kai!“ Sie sah recht entnervt aus. „Hm …“ Er hob scheinbar ahnungslos eine Hand. „Was denn?“ Mit einem Seufzer wandte sie sich von ihm ab. „Training?“ fragte Neyo und sie nickte. Kai folgte den beiden. Aimi war ziemlich wortkarg. Und immer, wenn Kai sich an sie wandte, kam ein Schulterzucken, oder
„Klappe!“ Neyo beugte sich zu Kai, als Aimi gerade einige Pfeile einsammeln ging. „Was war denn los?“ Kai sah sich kurz nach Aimi um, flüsterte Neyo dann ins Ohr. „Sie ist mir heute morgen nackt über den Weg gerannt und jetzt bin ich schuld …“ Neyo klappte das Kinn runter.
„Ja, glaubs ruhig …“ sagte Kai und entfernte sich langsam von Neyos Ohr. „Pech gehabt … Frühaufsteher!“ grinste Kai und ging weg. „Ich trainiere später, ich hab noch was zu tun!“ rief er im Weggehen, ohne sich umzusehen.
Dass Neyo nickte, sah er nicht mal mehr. Den Trainingsplatz, den er als Nächsten aufsuchte, war etwas kleiner, als der, auf dem er mit Neyo und Aimi trainiert hatte. Dennoch war er dem Ersten sehr ähnlich. Der rote gummiartige Untergrund, die schwarzen Markierungen für den besten Kampfabstand und die Eisenständer,
die zahlreiche Waffen beherbergten. „Ino!“ Ein paar grünblauer Augen richtete sich auf ihn. Sie lächelte, als sie ihm entgegenlief. „Ja, was denn?“ Zu ihrer