Hopeless...
Augenblick
Danke für die lieben Kommis^^ Hab mich sehr gefreut. Ich hab nicht wirklich damit gerechnet, dass mein sinnloses Geschreibsel jemanden interessiert. Zur Belohnung hab ich jetzt auch das zweite Kapi dabei *auf kapitel zeig* Viel Spaß beim Lesen.
Was ist mit uns passiert,
du bist mir fremd geworden,
ich guck dich an und fühle ich bin bei dir nicht geborgen.
Wir beide wollten reden,
jetzt streiten wir uns wieder,
wenn du ehrlich bist,
weißt du dass ich das nicht verdient hab.
Ich krieg so langsam Angst,
dass du nicht mehr lieben kannst,
dass du Gefühle die ich habe nicht erwidern kannst.
Es macht mich krank wenn du sagst dass das nicht stimmt,
du redest vom großen Glück doch verhältst dich wie ein Kind,
warum, tust du mir das an,
woher kommt der Hass in dir?
Ich wollte nicht erkennen,
dass ich meinen Platz verlier,
der Platz in deinem Herzen,
bis tief in deine Seele,
jetzt sitzen deine Blicke wie ein Strick um meine Kehle.
Du hörst mir nicht mehr zu ich hab keine Bedeutung mehr,
meine Gedanken fliegen durch den Raum kreuz und quer,
du fürchtest dich, es ist OK wenn du deswegen fliehst,
besser du gehst jetzt,
bevor du meine Tränen siehst.
(Bushido)
Fünf Tage waren vergangen, seit Tenten im Krankenhaus lag und noch immer zeigte sich keine Veränderung ihres Zustandes. Ihr Gesicht war blass und eingefallen und hob sich kaum vom Kissen ihres Bettes ab. Alle ihre Freunde machten sich große Sorgen um sie. Niemand wollte es laut aussprechen, doch alle hatten Angst, dass Tenten nie wieder erwachen würde. In dieser Zeit saß Neji jeden Tag an Tenten´s Bett. Manchmal saßen Lee, Hinata oder Yama bei ihm, aber die meiste Zeit war er alleine. Das Gepiepse der Geräte war regelmäßig, aber leise. Und ihr Atem wurde von Tag zu Tag flacher. Und immer öfter hatte Neji Tränen in den Augen, wenn er die schwache Tenten betrachtete. „Du darfst nicht sterben“, flüsterte er immer wieder. „Wach auf Tenten.“ Doch sie regte sich nicht. Und langsam begann Neji die Hoffnung aufzugeben, dass Tenten je wieder aufwachen würde. Auch die Ärzte wirkten nicht sehr zuversichtlich.
Die Sonne schien durch das Fenster des Krankenzimmer und malte Muster aus Licht auf die weißen Wände. Die Lichtstrahlen verfingen sich in den Blumen auf Tentens Nachttisch und fielen auf ihr blasses Gesicht. Neji betrachtete sie eine Weile. Ihre Brust hob und senkte sich langsam. Sie sah unheimlich friedlich aus, wie sie so dalag. Ein Zittern durchlief seinen Körper. Langsam senkte er den Kopf. Plötzlich hustete Tenten schwach. Neji sprang sofort auf. Die Augelider der Braunhaarigen flatterten und klappten dann langsam auf. Blicklos starrten sie zur Decke. Mit einem Satz war er neben ihrem Bett. „Tenten?“ Langsam drehte sie den Kopf und starrte ihn mit leerem Blick an. „Tenten“, flüsterte Neji und nahm vorsichtig ihre Hand. Doch sie zog sie weg und starrte ihn nur unverwandt an. Neji sah Leere in ihrem Blick, aber auch unermessliche Trauer. Die nächsten Worte von ihr bohrten sich wie ein Dolchstoß in sein Herz. „Warum hast du mich gerettet? Warum hast du mich nicht sterben lassen? Denkst du, ich hatte keine Gründe das zu tun?“ Ihre Stimme war leise und heiser und klang irgendwie nicht nach ihr selbst. Trotzdem taumelte Neji zurück, als hätte sie ihn geschlagen. „Tenten“, krächzte er leise. „Geh weg. Ich will dich nicht mehr sehen“, flüsterte sie und drehte den Kopf zur Wand. Neji versuchte noch einmal mit ihr zu reden, doch mit lauterer Stimme sagte sie jetzt: „Verschwinde, Neji! Ich will dich nie, nie, nie wieder sehen!“ Dabei rannen ihr stumme Tränen über das Gesicht. Sie sah den Hyuuga nicht an. Er sollte ihre Tränen nicht sehen. Nach einer Weile hörte sie, wie die Tür leise geöffnet und wieder geschlossen wurde. Sie drehte das verweinte Gesicht zur Tür. Immer noch rannen ihr die Tränen unaufhaltsam über die Wangen. Jetzt war sie alleine und fühlte sich auch so. Sie hatte das Gefühl, als wäre ihr Herz in tausend Stücke zerbrochen. Schluchzend vergrub sie den Kopf im Kissen.
Nach einer Weile kam eine Krankenschwester um nach Tenten zu sehen und fand die Braunhaarige vor, wie sie teilnahmslos und mit geröteten Augen an die Decke starrte. Sie holte sofort einen Arzt, der sich um Tenten kümmern sollte. „Na, bist du wieder wach?“, fragte er fröhlich, als er das Zimmer betrat. Tenten beachtete ihn nicht. Sie hob beide Arme und betrachtete die Verbände an den Handgelenken, von denen Schläuche zu den Geräten neben ihrem Bett führten. „Wie lange bin ich schon hier?“, fragte sie mit kalter Stimme. „Fünf Tage“, beantwortete der Arzt ihre Frage und ging zu den Geräten neben Tentens Bett. Er betrachte die Anzeigen und schrieb etwas auf ein Klemmbrett. Ein reißendes Geräusch neben ihm, ließ ihn zu Tenten herumfahren. Die hatte die Schläuche aus ihrem Handgelenk gerupft und war gerade im Begriff aufzustehen. „Hey was soll das? Du musst noch mindestens eine Woche hier bleiben!“ Er wollte sie an der Schulter packen, doch sie murmelte nur leise: „Fassen Sie mich nicht an. Ich weiß, was ich tue.“ Der Arzt ließ sie in Ruhe. Er versuchte auf sie einzureden. „Sieh mal, Tenten. Wenn du jetzt gehst, kann es sein, dass die Schnitte an deinen Armen wieder aufreißen und dann kann es sein, dass du durch noch mehr Blutverlust daran stirbst.“ Tenten blickte ihn fast verständnislos an. Hatte ihm niemand gesagt, woher die Schnitte kamen. Sie zuckte mit den Schultern. Eigentlich konnte es ihr egal sein. „Wissen Sie“, sagte sie leise, „das ist mir eigentlich ziemlich egal. Wenn die Schnitte wieder aufreißen, habe ich eben Pech gehabt. Und wenn sie nicht aufreißen, habe ich Glück gehabt.“ Verständnislos blickte der junge Arzt sie an, während sie aufstand und mit zitternden Knien zur Tür ging. Er machte noch einen schwachen Versuch sie aufzuhalten, doch sie streckte die Hand nach der Türklinke aus. „Es tut mir leid, dass Sie so viel Mühe mit mir hatten“, murmelte sie noch, bevor sie den Raum verließ und den verblüfften Arzt zurückließ.
~Tentens View~
Als ich aus der Tür des Krankenhauses trete, empfängt mich ein strahlender Sommertag. Überall blühen Blumen und summen Bienen herum. Das helle Licht schmerzt in meinen Augen. Geblendet schließe ich sie. Als ich sie wieder öffne, erkenne ich die Umrisse zweier Personen, die auf mich zukommen. Noch haben sie mich nicht gesehen. Ich kann nicht genau erkennen, wer es ist. Plötzlich schreit eine der beiden auf. „Tenten!“ Es ist Hinata. Stürmisch fällt sie mir um den Hals. Jetzt kann ich auch ihre Begleiterin erkennen. Es ist Sakura. Als sie mich umarmt, hat sie Tränen in den Augen. „Schön, dass du wieder wach bist, flüstert sie mir leise ins Ohr. Ich nicke nur und mustere die beiden. Erleichterung ist ihnen ins Gesicht geschrieben. Aber ich kann die unausgesprochene Frage in ihren Augen sehen. „Warum hast du das getan, Tenten“, kann ich in Hinatas weißen und Sakuras grünen Augen lesen. Langsam senke ich den Kopf. „Ich muss nach hause“, murmle ich leise und dränge mich an den beiden vorbei. Hinatas Hand zuckt nach vorn, um mich festzuhalten, doch Sakura hält sie fest. Aus den Augenwinkeln sehe ich noch, wie sie vorsichtig den Kopf schüttelt und Hinata die Hand wieder sinken lässt. Dann lassen meine Tränen die Sicht verschwimmen. Mit hastigen Schritten stürme ich davon.
Ich schreib erst weiter, wenn ich mindestens zwei Kommis für das Kapi habe!
Eure bloody_sakrileg