Back in the village of hidden leaf
Wohnen? Bei mir!
Als Nozumi erwachte war es später Abend. Verwirrt richtete sie sich auf. Diana und Vanessa schliefen friedlich auf dem Sofa und kuschelten sich eng aneinander. Einen Moment lang betrachtete Nozumi sie voller Liebe. Ihre „kleinen Schwestern“. Manchmal fragte sie sich, was sie ohne die beiden machen würde. Dann sah sie sich nach Nicole an. Sie war nicht da. Aber Nozumi konnte sich schon denken, wo sie war. Sie stand vorsichtig auf und musste sich sofort am Sofa abstützen, um nicht umzukippen. Sie war verdammt schwach. Die Heilung von Diana und Vanessa nach dem Kampf mit dieser rothaarigen Schwertkämpferin und dem schwarzhaarigen Shinobi hatte sie sehr viel Chakra gekostet. Und nicht nur sie hatte Chakra verloren. Sie fühlte genauso die Kraftlosigkeit von Diana und Vanessa.
Nachdem ihre Kraft sich etwas erholt hatte, ging Nozumi vorsichtig zur Tür und die Treppe hinauf. „Nicole?“, rief sie dabei leise. Zögernd öffnete sie eine Tür. Dahinter war offenbar Nicoles Zimmer, denn ein großes Himmelbett stand in der Mitte des Zimmers. Die Balkontür war offen. Sofort wusste sie, wo Nicole war. Nozumi ging auf den Balkon und sprang dann mit einem anmutigen Sprung hoch aufs Dach. Dort saß Nicole und betrachtete den Sonnenuntergang. Nozumi setzte sich neben die Braunhaarige und beobachtete, wie die Berge in Flammen aufzugehen schienen. Fast eine halbe Stunde saßen sie so da und die ersten Sterne flammten bereits am Himmel auf. Schließlich brach Nicole das Schweigen.
„Ganz Konoha dachte, ihr seid tot. Wo wart ihr all die Jahre? Und vor allem: Warum seid ihr zurückgekehrt? Und was wollt ihr von mir?“ Nozumi seufzte tief. So viele Fragen. Sie spürte, dass sich Kopfschmerzen anbahnten, deshalb schloss sie die Augen und runzelte leicht die Stirn. Nach einer Weile begann sie zu reden. „Wo wir waren und was wir gemacht haben, kann ich dir nicht sagen, selbst wenn ich es wollte. Ich kann dir nur sagen, dass wir viel stärker geworden sind. Vor allem Diana hat sich entwickelt. Sie hat schon lange kein Problem mehr damit ihr Sharingan einzusetzen. Aber all das ist eigentlich unwichtig. Wir sind wieder in Konoha, weil wir uns verstecken müssen. Vor wem kann ich dir nicht sagen, dass würde dich ebenfalls gefährden. Aber unsere Gegner sind nicht schwach. Wir sind zu dir gekommen, um dich zu fragen, ob du uns vorübergehend bei dir wohnen lässt.“ Nozumi atmete tief ein. Jetzt hatte sie tatsächlich Kopfschmerzen. Einen Moment lang starrte Nicole sie verwirrt an. Dann stammelte sie: „Wohnen? Bei mir? Platz hab ich ja, aber wenn ihr verfolgt werdet...“ Zweifelnd blickte sie Nozumi an. „Hier in Konoha werden sie es nie wagen uns etwas zu tun“, beruhigte die violetthaarige sie. Trotzdem sah Nicole nicht ganz überzeugt aus. „Aber wenn...“ Nozumi schnitt ihr das Wort ab, indem sie abrupt aufstand. „Wir wollen uns nicht aufdrängen, Nicole. Wir finden bestimmt jemand anderen, der uns aufnimmt und notfalls müssen wir Konoha eben wieder verlassen und uns unseren Verfolgern stellen.“ Ihre Stimme klang plötzlich traurig und wenn Nicole sich nicht täuschte schwang auch der Hauch eines ängstlichen Untertons darin mit. Sie rang mit sich selbst. Wenn sie Nozumi, Vanessa und Diana aufnahm, geriet sie womöglich selbst ins Visier der Verfolger der drei. Aber wenn sie die drei nicht aufnahm, würden sie Konoha verlassen und womöglich getötet werden. Und das wollte Nicole genauso wenig. Sie sah, dass Nozumi sie erwartungsvoll musterte. „Also gut“, seufzte sie schließlich. „Aber nur vorübergehend.“ „Danke Nicole!“ Nozumi fiel ihr um den Hals und erdrückte sie fast. Nicole musste grinsen. Das hatte sie vermisst. Vorsichtig umarmte sie Nozumi zurück. Dann ließen sie sich los und Nicole ging wieder rein. Nozumi blieb sitzen und betrachtete die Sterne.
Anni hasste es die durchdringenden Blicke der anderen Akatsuki-Mitglieder ertragen zu müssen, wenn sie wieder einmal einen Auftrag vermasselt hatte. Der einzige, der sie nicht schief ansah, war Deidara. Und so ließ sie sich neben ihn auf das schon etwas altersschwache Sofa fallen, das unter dem zusätzlichen Gewicht protestierend quietschte. „Ich will kein Wort hören“, murmelte Anni, als der Blonde etwas sagen wollte. Deidara beschloss besser den Mund zu halten und starrte zur Decke, als wäre dort etwas unheimlich Interessantes zu sehen. Alle anderen waren mit Irgendetwas beschäftigt. Hidan und Kakuzu spielten Shogi, Kisame und Sasori unterhielten sich über irgendwas, was Anni nicht richtig mitbekam. Itachi und Zetsu waren verschwunden. „Wer kocht heute?“, wollte Anni wissen, obwohl sie sich eigentlich sicher war. „Zetsu“, kam dann auch postwendend die Antwort von drei verschiedenen Personen. Stöhnend drückte Anni sich ein Kissen an den Kopf. „Ich hab keinen Hunger“, murmelte sie. Deidara grinste. Das konnte er sehr gut nachvollziehen. In diesem Moment ging die Tür auf und Itachi kam herein. „Anni, du sollst sofort zum Leader kommen. Er hat einen neuen Auftrag für dich.“ Alle starrten abwechselnd Itachi und Anni an. Wie konnte der Leader schon wieder einen Auftrag für die Blonde haben, obwohl sie den letzten erst total vermasselt hatte? „Starrt mich nicht so an!“, fauchte Anni, als sie durch den Raum stolzierte und sich an Itachi vorbeidrängte. Draußen fiel ihr selbstbewusster Gesichtsausdruck in sich zusammen. „Ich vermassle den Auftrag sowieso wieder“, murmelte sie niedergeschlagen, machte sich aber trotzdem auf den Weg zu Leader.
Nicole erwachte am nächsten Morgen sehr früh. Sie richtete sich verschlafen auf, gähnte und streckte sich. Dann fiel ihr Blick zur Balkontür. Sie war immer noch geöffnet. Das musste heißen, dass Nozumi immer noch draußen war. Seufzend stand Nicole auf und ging nach unten zu Diana und Vanessa. Die beiden schliefen immer noch friedlich. Nicole ging in die Küche und begann Frühstück zu machen. Nach einer Weile kam auch Nozumi und setzte sich an den Tisch.
Nicht so gut geworden, oder? Ich versuch beim nächsten ein bisschen mehr Spannung reinzubringen, aber es ist echt schwierig alle Charas einzubauen. Beim nächsten wird´s besser, das versprech ich. Bitte trotzdem Kommis.
Eure bloody_sakrileg