Fanfic: Wenn Träume wahr werden … IV (Ende)
Kapitel: Wenn Träume wahr werden … IV (Ende)
Wenn Träume wahr werden … IV (Ende)
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Aufmunternd schubste Yuki Akane ein Stückchen nach vorne und ließ sich dann auf einem nahe gelegenen Baum nieder. Zufrieden beobachtete sie wie Ranma und Akane schüchtern aufeinander zugingen, doch dann fiel ihr Blick auf Nobu, der ihr gegenüber auf einem Ast saß.
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Wütend funkelte sie ihn an. Hoffentlich würde er diesmal seine fiesen Spielchen lassen. Seufzend faltete Yuki ihre Hände in ihrem Schoß zusammen und blickte wieder hinüber zu Ranma und Akane.
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Mit klopfendem Herzen starrte Akane zu Boden. Genau vor ihr stand Ranma, der Ranma, der ihr in den letzten Tagen so oft wehgetan hatte, doch wirklich sauer auf ihn sein, das konnte sie nicht. Vorsichtig hob sie den Kopf und sah in Ranmas blaue Augen, die ihre Knie immer zum zittern brachten.
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Zögernd ging Akane an Ranma vorbei und hockte sich an den Bach. Langsam ließ sie die Fingerspitzen in das kalte Wasser eintauchen und erzeugte ein paar schaukelnde Wellen. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie wie Ranma sich neben sie setzte und in den Himmel schaute. Warum nur konnte sie nicht böse auf ihn sein?
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Langsam drehte Akane ihren Kopf in Ranmas Richtung und musterte ihn mit großen Augen. Innerlich zitterte sie, doch das wollte sie sich nicht anmerken lassen. „Sag mal Ranma, warst du schon öfters hier?“ fragte sie mit etwas stockender Stimme und atmete erleichtert auf, als sie die Worte endlich ausgesprochen hatte. Lächelnd sah Ranma sie an und legte sich mit dem Rücken auf den frischen Rasen. Unsicher schüttelte er den Kopf und sagte: „Nein, ich bin das erste Mal hier … und was ist mit dir?“ Nachdenklich schaute Akane wieder in das Wasser und begann dann zögerlich zu sprechen: „Ja, manchmal, … also eigentlich immer wenn … ich traurig bin.“
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Horchend richtete sich Ranma auf und schaute mit pochendem Herzen hinüber zu Akane. Sie war wirklich gerade dabei über ihre Gefühle zu sprechen und das ohne rot zu werden. Zögerlich legte er eine Hand auf ihre Schulter und drehte Akane ein bisschen in seine Richtung, so dass sie ihn ansehen musste. Etwas stotternd und mit einem roten Schimmer auf der Nase sagte er: „Ich … Akane, wegen vorhin, … ich wollte das gar nicht sagen. Ich … ich wollte mich eigentlich entschuldigen für gestern Nacht, weil … also …“
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Stockend blickte Ranma zu Boden. Wie sollte er Akane nur sagen, dass er nichts dafür konnte? Das er die ganzen Sachen nicht mit Absicht getan hat?
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Lächelnd nahm Akane Ranma Hand von ihrer Schulter und hielt sie fest umschlossen. Ein Kribbeln zog sich dabei durch ihren Körper und auf ihrem Arm bildete sich eine kleine Gänsehaut. Ermutigt umschloss auch Ranma Akanes Hand, wobei er nicht verhindern konnte, dass er leicht ins Schwitzen geriet. Fest sah Ranma Akane in die Augen und sagte: „Alles was ich in letzter zeit zu dir gesagt habe und besonders das, was ich gestern Nacht mit dir gemacht habe, ich … ich konnte wirklich nichts dafür. Es … es war als würde mich etwas anderes steuern, ich weiß auch nicht …“
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Seufzend stand Ranma auf und ließ Akanes Hand los. Mit leeren Augen sah er hinüber zu den Bäumen und flüsterte: „Du wirst mir das ganze wahrscheinlich sowieso nicht glauben, aber ich … ich würde dich doch nie mit Absicht verletzten.“
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Ein Lächeln umspielte Akanes Lippen. Als sie langsam aufstand und zu Ranma hinüber ging. Mit funkelnden Augen schaute sie in an und hob mit der linken Hand leicht seinen Kopf. „Ich glaube dir!“ sagte sie mit fester Stimme und verschwand mit wehendem Rock zwischen den Bäumen.
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Erleichtert sah Ranma Akane hinterher. Er hatte es wirklich geschafft … er hatte Akane alles erzählt und sie glaubte ihm sogar. Schmunzelnd steckte Ranma seine Hände in die Hosentaschen und dachte glücklich an Akane. Sie war wirklich eine Traumfrau!
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Überglücklich rang Yuki damit sich die Tränen zurückzuhalten. Endlich waren sich Akane und Ranma wieder näher gekommen … gab es irgendetwas Schöneres?
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Mit einem breiten Grinsen auf dem Mund sah Yuki zu wie sich Ranma wieder auf den Rasen setzte und nachdenklich aber fröhlich auf das Wasser sah. Danach wollte sie eigentlich losfliegen, als ihr Blick auf einmal auf Nobu fiel. Er saß immer noch in der gleichen Stellung auf dem Ast ihr gegenüber und sah sie einfach nur an. Verunsichert sah Yuki zu Nobu herüber und erwartete irgendeine Regung, doch Nobu sah sie einfach nur an und verfolgte jede ihrer Bewegungen. Nervös strich sich Yuki durch die Haare. Wieso schaute Nobu sie nur so merkwürdig an? Was war nur dieses ungewohnte Gefühl in ihrem Magen und warum sah Nobu nur so glücklich aus?
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Total irritiert schüttelte Yuki den Kopf und schwang sich in die Lüfte. Schnell folg sie durch die Lüfte, konnte es sich dann aber doch nicht verkneifen noch einmal zurückzublicken und Nobu zuzuwinken.
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Kleine Schweißperlen liefen an Akanes Gesicht herab und ihr Kampfanzug klebte an ihrem Körper. Sie trainierte nun schon seit ein paar Stunden, doch ihre Energie war immer noch nicht verbraucht. Glücklich strich sie sich mit dem Handrücken über die Stirn, als plötzlich Yuki vor ihrer Nase hin und herschwebte. „Hallo Yuki“ rief Akane fröhlich und schnappte sich ein Handtuch, welches am Rand des Dojos lag. „Hallo Akane, wie geht es dir?“ fragte Yuki neugierig und beobachtet mit Freude das schöne Glänzen in Akanes Augen. „Ich glaube ich brauch jetzt erst mal ein Bad,“ sagte Akane wobei sie ununterbrochen strahlte, „möchtest du vielleicht mitkommen?“
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Mit einem Seufzer ließ sich Akane in das heiße Wasser der Badewanne gleiten und strich sich langsam mit ihren Finger über ihre sanfte Haut. Entspannt schloss sie die Augen und legte sich auf den Rand der Wanne. Dabei wurde sie mit großen Augen von Yuki beobachtet, die Mühe hatte, durch den ganzen heißen Dampf hindurch zusehen. „Du Akane, ich wollte dich eigentlich noch mal fragen, warum du dir diese ganzen Sachen gewünscht hast?“ Etwas nervös schaute Yuki auf ihre Hände, in der Hoffnung, dass Akane diese Frage nicht zu aufdringlich fand. Doch zu ihrer Erleichterung schmunzelte Akane und begann dann zu erzählen. „Weißt du Yuki, über diese Frage habe ich auch schon oft nachgedacht. Natürlich ist es schön, wenn ich lange Haare habe oder wenn ich noch ein bisschen stärker wäre, aber ich glaube, dass ich das gar nicht wirklich wollte. Ich glaube ich wollte einfach nur, dass …“ Ein roter Schimmer überzog Akanes Nase und sie senkte schnell die Augen. „Ich glaube ich wollte einfach nur, dass … dass Ranma mich mag.“
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Kichernd flog Yuki in die Luft und flog dann zu Akanes Ohr. Mit leiser Stimme flüsterte sie: „Ich glaube Ranma mochte dich schon immer … er mochte und mag dich so wie du bist!“
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Lächelnd sah Akane auf und blickte Yuki mit leuchtenden Augen an, doch dann verengten sich ihre Augen etwas und sie fragte mit neugieriger Stimme: „Warum hast du mir eigentlich geholfen?“
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„Och .. na ja,“ sagte Yuki etwas stotternd, „ich dachte einfach nur es wäre das richtige. Du … du hast mich so sehr an mich selbst erinnert und da ich es nicht geschafft habe mir selbst zu helfen, wollte ich wenigstens dich glücklich machen.“ Interessiert horchte Akane auf und fragte dann: „Dann magst du wohl auch einen Jungen, der sich immer nur ärgert?“
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Nervös spielte Yuki mit ihren fingern und auf ihren Wangen bildeten sich rote Flecken. „ich glaub, ich glaub ich muss jetzt gehen!“ Winkend flog Yuki zum Fenster hinaus und ließ eine etwas verdutzte Akane zurück.
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„Akane, kommst du bitte zum Essen!“ rief Kasumi, während sie an die Tür des Badezimmers klopfte und Akane aus ihren Gedanken riss. „Ja, ich komme gleich“ antwortete Akane und stieg schnell aus dem heißen Wasser.
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Nachdem sie sich angezogen hatte, stürmte Akane aus dem Bad und setzte sich hungrig an ihren Platz. Gerade als sie anfing sich Reis in ihre Schüssel zu geben, fiel ihr Blick auf den leeren Platz neben ihr. Verwundert schaute sie zu Kasumi und fragte: „Wo ist denn Ranma?“ Lächelnd antwortete Kasumi: „ich glaube er ist auf dem Dach.“
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Nachdenklich blickte Akane zur Decke und schnappte sich dann ihre Schüssel mit Reis. Nachdem sie noch etwas von Kasumis köstlichen Gemüse dazugetan hatte und ihre Stäbchen genommen hatte, stürmte sie die Treppe hinauf zum Dach.
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Mit einem lauten Knall schloss sie die Tür hinter sich und für einen kurzen Moment stand Akane regungslos auf dem Dach und blickte hinüber zu Ranma. Dieser sah sich verwundert um, lächelte aber, als er Akane erblickte. Mit langsamen Schritten ging Akane auf Ranma zu und setzte sich neben ihn. Dann reichte sie ihm mit einem Grinsen ihre Schüssel und sagte: „Ich dachte du könntest vielleicht Hunger haben.“ Schmunzelnd nahm Ranma die Schüssel und begann zu essen. Glücklich schaute Akane zu, als sie auf einmal ein lautes Knurren aus ihrem Magen vernahm. Sofort wurde sie rot im Gesicht und strich sich vorsichtig über den Bauch. „Ich … ich glaube ich gehe wohl mal wieder runter.“ Schon wollte sie aufstehen, als sie von Ranma sanft zurückgezogen wurde. Mit etwas zittriger aber warmer Stimme sagte er: „Wenn du möchtest, kannst du ja auch etwas hiervon haben.“ Demonstrativ hielt er die Reisschüssel etwas höher und sah Akane erwartungsvoll an.
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Glücklich ließ sich Akane wieder neben Ranma nieder und sah nun zu, wie Ranma vorsichtig die Stäbchen mit etwas reis darauf zu ihrem Mund führte. Doch kurz bevor er sie in ihren Mund stecken konnte, begann Akane auf einmal leise zu kichern, so dass Ranma den Reis in ihrem Gesicht verschmierte. Lachend stellte Ranma die Schüssel beiseite und