Vom Wüstenwind davon getragen...
Vom Wüstenwind davon getragen....
~“*“~Ein Rätsel des Sandes und des Windes ~“*“~
Still lag die Wüste da, durch die untergehende Sonne in malerisches rot getaucht. Kein Lebewesen war in diesem lebensfeindlichem Gebiet zu sehen, denn nur Reisende und Dummköpfe wagten sich so tief in diese Landschaft aus brennendem Sand. Nur wenige Tierarten konnten sich dem Klima anpassen und nur die Wüstenvölker wussten in dieser sich immer wiederholenden Landschaft die Orientierung zu behalten. Und doch war an diesem, immer noch schwülen Abend, eine Person auf einer Reise durch diese trockene Region.
Der Wind spielte mit den blutroten Haaren und die jadegrünen Augen blickten wachsam hinaus in die Ferne. Manch einer würde Gaara für lebensmüde halten, doch etwas zog ihn wie magisch an diesen abgelegenen Ort. Nur noch schwerfällig stapfte er durch den glühenden Sand. Schon den ganzen Tag war er durch die Hitze gewandert, auf einer schier endlosen Reise. Irgendetwas zog ihn wie magisch an diesen Ort.
Ohne Vorwarnung ließ der Kazekage sich in den Sand fallen und starrte zum Firmament, welches dunkel und schon mit einigen funkelten Sternen über ihm lag. Er griff nach seiner Wasserflasche, trank einen Schluck und schloss erschöpft die Augen. Eine leichte Brise kam auf und wehte ihm ein paar Haare aus dem Gesicht, sodass man das rote Kanji auf seiner Schläfe gut erkennen konnte.
„Ich habe schon auf dich gewartet.“ Erklang eine sanfte Stimme direkt neben ihm. Ruckartig setzte sich der junge Mann auf und blickte neben sich. Fast direkt vor ihm stand eine Person, die in einen weiß-hellgrünen Umhang trug. Eine Kapuze verdeckte die Sicht auf das Gesicht des Unbekannten. Hastig stand Gaara auf und blickte die Gestalt fragend und berechnend an. Eine Hand wanderte zu der Kapuze und streifte sie schließlich ganz ab. Dunkle, im faden Licht, funkende Augen, dunkelblondes feines Haar und ein freundliches, aber dennoch distanziert wirkendes Mädchengesicht kam zum Vorschein. Sie war wohl kaum älter als er selbst, wahrscheinlich sogar jünger. Um ihren Hals trug sie ein breites Band mit dem Anhängersymbol der Katshin, einem großen Volksstamm aus der Wüste Sunas. „Wer bist du?“ fragte Gaara kalt und musterte sie eingehend. „Wer ich bin ist unwichtig, wer du bist ist viel wichtiger. Du bist Gaara Sabaku no aus dem Shinobidorf Suna-Gakure. Kazekage und einstiges Medium des Sandkranichs Shukaku, hab ich recht?“ gab sie zur Antwort. „Woher…?“ begann der Rothaarige, wurde jedoch unterbrochen. „Ich weis viel und ich habe dich gerufen.“ Zum ersten Mal sah sie ihm offen in die Augen. In diesen dunklen Augen lag ein Ausdruck, der ihm selbst nur zu gut bekannt war. Ein Ausdruck von bohrender Einsamkeit, Leid und Schmerz. Ein Ausdruck, so kalt und eigentlich emotionslos, das es dem Rothaarigen zu denken gab. Wer war sie? Woher kam sie? Und was meinte sie mit >Ich habe dich gerufen?< „Hm. Was willst du von mir?“ fragte der Kazekage kalt. Ihre dunklen Augen blickten tief in seine und schienen förmlich in ihn hinein zu sehen. „Ich will dir etwas über deine und meine Vergangenheit erzählen.“ Verwundert blickte Gaara sie an. Sie ließ sich in den Sand sinken und überschlug ihre Beine im Schneidersitz, ehe sie fortfuhr. „Auch in mir wurde ein Dämon versiegelt, doch ist er mit Shukaku nicht zu vergleichen, denn es war die Wüste selbst.“ Ausdruckslos blickte das Mädchen ihn an, doch er glaubte eine Spur von Trauer und Hilflosigkeit zu erkennen. „Die Wüste?“ hakte er nach. Wie sollte man die Wüste versiegeln? Oder war es eine Umschreibung des eigentlichen Dämons? Gab es überhaupt einen? „Vor vielen Jahren wurden die Katshin angegriffen, nicht von Menschen, sondern von der Wüste und ihren Eigenschaften selbst. Sie brachten mich als Menschenopfer, als ich gerade einmal sieben Jahre jung war, und der Wüstengeist benutzte mich seither als Wirt. Meine gesamte Familie starb bei seinem Angriff und ich war allein.“ Ihr Gesicht blickte gen Himmel, betrachtete die Sterne, die wie helle Diamanten den Abendhimmel zierten. Sie schloss ihr dunklen Augen und eine Träne bahnte sich ihren Weg ihre Wange hinab. Doch kein Laut entfuhr ihren Lippen und ihre Stimme klang genau so zart und lieblich wie zuvor. „Zuerst kam eine Ahnung, dann wurde es zu einem quälendem Gefühl und schließlich eine schmerzliche Tatsache. Meine Existenz hatte keine Aufgabe und keinen Sinn. Mit meiner Familie habe ich auch meinen Platz in der Welt verloren. Schließlich erkannte ich meine Aufgabe. Mein Stamm benutzte mich um sich selbst zu schützen. Meine Aufgabe war es, den Wüstengeist Kaze no Suna einzusperren und ihn mit mir in den Tod zu tragen. Plötzlich hatte mein Leben wieder Sinn und Inhalt. Diese Aufgabe erfülle ich bis heute.“ Beendete sie ihre Geschichte und blickte wieder zu Gaara. „Ich versteh nicht ganz, was…“ begann er, wurde aber von ihr unterbrochen. „Was ich dir damit sagen will? Ganz einfach. Dein Leben war am Anfang wie meins, doch deines nahm später einen anderen Weg. Du hast deine Geschwister, deine Aufgaben als Kazekage und schließlich ein freies Leben ohne einen Dämon hüten zu müssen. Was ich dir klar zu machen versuche ist, dass du dein Leben schätzen sollst und dir im klaren sein musst, wie gut du es hast, nicht mehr die Bürden eines Wächters tragen zu müssen und das du Menschen hast, die dich mögen und dich respektieren. Schließlich auch, das du nicht, wie ich, zum Tode verurteilt wurdest.“ Mit diesen Worten erhob sie sich und starker Wind kam auf. „Sag mir wer du bist!“ verlangte Gaara und schrie fast, denn der Wind rauschte in seinen Ohren. Als sie antwortete, zuckte er zusammen, den ihre Stimme klang, als wäre sie direkt neben seinem Ohr. „Ich rufe Menschen, die mir sehr ähnlich sind, um sie dies mit meinem Schicksal zu lehren. Alle nannten mich Fallah. Ich bin ein Fluch und ein Segen. Ein Geist und ein Mensch. Ich bin Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und doch zeitlos. Ich bin überall und nirgendwo. Man kann mich sehen und hören und doch bleibe ich unentdeckt. Ich werde verschwinden und doch werden wir uns wieder sehen.“ Mit diesen Worten wirbelte Sand auf, sodass der Kazekage die Augen schließen musste. Als er wieder hinsah war sie verschwunden. Wie davon getragen vom Wüstenwind…
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!!!!!WICHTIG!!!!!
Na wie hat es euch gefallen? Die Idee kam mir, als Gaara zu Naruto sagte „Ich bin ein Fluch aus der Vergangenheit“. So und jetzt an alle: Wer kann mir sagen was mit Fallah >los ist