Ein Kapitel - Pairings

Eine verhängnisvolle Nacht (Yami x Yugi)

Eine verhängnisvolle Nacht

Er ist der coolste Junge Dominos. Jedes Mädchen rennt ihm nach.
Bis jetzt hat er allerdings noch nie eine Freundin gehabt.

Und ich? Ich bin Yugi und renne dem coolsten Typen der Stadt nach. Das weiß Rebecca und mein restlicher Mädchenanhang natürlich nicht, denn das würde eine Tragödie geben.
Okay es gab bereits eine Tragödie. Vivan Wong hat sich bereits vom Balkon gestürzt als sie es ir-gendwie erfuhr. Sie tut mir Leid.
Aber damit muss ich leben.

Im Moment sitze ich im Matheunterricht und löse meine Aufgaben. Joey sitzt neben mir und ist wie üblich eingeschlafen.
Als ich meine Aufgaben fertig habe, kontrolliere ich noch einmal alles und widme meine Aufmerk-samkeit, der Person vor mir.
Diese Person hat pink-blond-schwarze Haare und ist der Schwarm der meisten Mädchen.
Ja es ist auch mein Schwarm.
Yami.
Immer muss ich an ihn denken.
Sein muskulöser Oberkörper und seine Ausstrahlung.
Wer träumt davon schon nicht?
Aber ich bekomme ihn ja eh nicht.
Jetzt kein Trübsal blasen und einfach tun als ob nichts wäre.
Ich werde aus meinen Gedanken gerissen als es klingelt.
Jetzt musst du dich aber auch mal mit ihm anfreunden, so darf das nicht weitergehen.

Ich stehe auf und gehe zu ihm.
,,Darf ich?", frage ich und deute auf den Stuhl, der neben ihm steht, er nickt.
,,Sag mal auf was für Musik stehst du eigentlich?", frage ich ihn und er guckt mich an.
Hoffentlich werde ich jetzt nicht rot.
,,Rock und so. Besonders gerne mag ich Linkin Park und wie ich deiner Federmappe entnehmen kann magst du diese Band auch, oder warum hast du das Zeichen darauf geschrieben?", antwortet und fragt er und lächelt.
,,Ja, ich mag das auch. Was für Filme magst du denn besonders?“, frage ich und er grinst.
,,Shrek, Ice Age, Fluch der Karibik, Rocky Horror Picture Show und so weiter und du?”, fragt er und schaut mich fragend an.
,,Auch. Das ist ja toll. Vielleicht können wir uns ja mal treffen.“, schlage ich vor und er nickt.
Anschließend tauschen wir Telefon und Handynummern sowie Adressen aus.
,,Hast du vielleicht heute Zeit? Dann würde ich nämlich um drei Uhr kommen.“, schlägt Yami vor und ich nicke.

Als ich zu Hause bin, vergesse ich die Hausaufgaben zu machen und räume auf.
Ich freue mich schon richtig.
Ich gehe in die Küche und schütte Chips in eine Schüssel, welche ich dann auf meinen kleinen Tisch im Wohnzimmer stelle.
Falls ihr jetzt denkt ich lebe noch bei meinem Großvater, habt ihr euch geschnitten. Ich habe jetzt eine eigene Wohnung.
Ich setze mich auf das kuschelige blaue Sofa und warte auf Yami.
Doch kaum als ich mich hingesetzt habe, klingelt es.
Ich stehe auf und gehe zur Tür.
Ich öffne sie und vor mir, steht ein ziemlich durchnässter Yami.
„Ich habe gar nicht daran gedacht, dass es vielleicht regnen könnte.“, erklärt er und schaut verlegen zum Boden.
Ich gehe mit ihm ins Badezimmer, wo ich ihm ein frisches Handtuch raushole.
Anschließend hole ich ein paar neue Anziehsachen, die er sich ausleihen kann.
Ich gehe zum Badezimmer und klopfe.
„Kannst rein.“, bekomme ich als Antwort und trete ein.
„Hier, die Sachen leihe ich dir. Ich hoffe sie passen.“, sage ich und gehe aus dem Bad, damit er sich fertig machen kann.
Ich setze mich auf das blaue Sofa im Wohnzimmer und warte auf ihn.
Nach ein paar Minuten kommt er und setzt sich zu mir aufs Sofa.
„Möchtest du vielleicht etwas trinken?“, frage ich und er antwortet, dass er eine Cola will.
Ich hole zwei Gläser Cola und setze mich wieder zu ihm.
„Ich sehe du hast die DVD zu der Rocky Horror Picture Show. Sollen wir die nicht gucken?“, fragt er und ich nicke.

Als die DVD zu Ende ist, stelle ich fest, dass wir schon 9 Uhr haben.
Egal.
Wir haben morgen Samstag.
Yami und ich verstehen uns blendend und haben schon beschlossen Freunde zu sein.
„Du, Yugi…?“, beginnt er.
„Hm?“
„Kann ich heute Nacht bei dir bleiben? Ich habe mich mit meinen Eltern verkracht.“, fragt er und schaut verlegen zu Boden.
Ich kann gar nicht glauben, dass ihm mal etwas peinlich ist.
Er lässt sich so etwas in der Schule gar nicht anmerken.
Komm auf diesen Moment hast du so lange gewartet Yugi, gib deinem Herzen einen Ruck.
„Okay, du darfst. Leider habe ich nur ein Bett. Du musst dich wohl oder übel mit dem Sofa begnügen müssen.“, meine ich und er nickt.

Ich werde müde und mein Kopf fühlt sich immer schwerer an.
Bin ich vielleicht müde.
Ich gähne.
Irgendwann schlafe ich ein.

Als ich aufwache, ist es draußen hell.
Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und richte mich langsam auf.
Das gelingt mir allerdings nicht wirklich, da etwas auf meinem Bauch liegt.
Es ist etwas Schweres.
Ich schaue auf dieses „Etwas“ und sehe Yami, wie er angekuschelt an bzw. auf mir liegt.
Ich muss schmunzeln.
Ganz vorsichtig, befreie ich mich von ihm und stehe auf.
Es ist still.
Ich bin still.
Es ist still.
Ich gehe leise an meinen Schrank und hole ein paar frische Sachen heraus.
Anschließend gehe ich ins Badezimmer und mache mich fertig.
Ich mache natürlich alles leise.
Ich gehe wieder zu meinem Zimmer und schaue einmal kurz rein.
Es ist still.
Ich bin wieder still.
Yami ist weiter still.
Es ist still.
Man hätte sogar eine Nähnadel auf den Boden fallen hören können, wenn es der Fall gewesen wäre.
Es ist still.
Ich gehe wieder leise aus meinem Zimmer und schließe leise die Tür.
Ich gehe in die Küche.
Ich fange an den Tisch zu decken.
Als ich damit fertig bin, gehe ich wieder in die Küche.
Ich spüre einen Blick in meinem Rücken.
Yami ist doch wohl noch nicht wach, oder?
Ich drehe mich um.
Doch er ist wach.

„Guten Morgen.“, sagt er und streckt sich erstmal.
„Guten Morgen und gut geschlafen auf der Ersatzmatratze?“, frage ich und gähne einmal kurz.
„Wie Ersatzmatratze?“
„Du hast dich heute Nacht, ziemlich an mich angekuschelt.“
„Oh. Sorry. Kommt nie wieder vor.“
„Kein Problem.“
„Aber du warst wirklich bequem.“, sagt er und grinst.
Ich werde rot.
Das war ja mal echt fies.
Egal damit muss ich mich jetzt abfinden.
„Sag mal, Entschuldigung wenn jetzt so direkt frage aber hast du eine Freundin???“, fragt er und ich schaue ihn an.
Das konnte doch jetzt nicht sein Ernst sein, oder?
„Ne habe ich nicht. Aber ich bin verknallt und du?“, frage ich und sehe wie er leicht rot wird.
„Ja ich bin verknallt und habe auch keine Freundin. Ich bin nämlich ein bisschen anders.“
„Du meinst…“
„Ja genau das meine ich.“
„Kenn‘ ich ihn denn?“
„Du solltest ihn kennen.“
„Es ist nicht zufällig einer meiner Freunde, oder?“, frage ich.
Irgendwie kann ich mir vorstellen, dass er in den Joey verknallt ist.
Aber so richtig sicher bin ich mir nicht.
„Ne ist er nicht. Du bist es.“, sagt er und wird rot wie eine Tomate.
Ich gucke ihn mit großen Augen an.
Ich bin sprachlos.
„Ich meine…ähm…wenn d-…-u…willst… könnten wir ja…ähm…gehen.“, stottert er.
Eigentlich macht er so etwas nie.
Ich bin immer noch baff.
Aber ich fang mich.
„Ähm aber natürlich können wir.“, meine ich und werde auch rot.
Ich kann es immer noch nicht glauben.
Ich bin mit meinem großen Schwarm zusammen.
Das ist einfach nur so cool.
Ich bin happy.