Avatar - Im Zeichen der Freiheit
Guten Morgen
An diesem Morgen war Katara die Erste, die sich aus dem Schlaf räkelte.Der Traum vergangener Nacht ließ sie nicht mehr ruhig schlafen.Sie streckte sich ausgiebig und sah dann etwas dösig in die Runde.Ihr Aufstehen hatte niemand bemerkt, was ihr nur zugute kam, da sich die junge Bändigerin in Ruhe waschen wollte.Bevor Katara und ihre Freunde sich niedergelassen hatten, hatten sie einen schmalen Fluss entdeckt, der sich vom Meer aus in den Wald hineinschlängelte.Der Karte zufolge war das Meer nicht mehr weit von ihnen entfernt.Den meisten Weg bis hierhin waren sie gewandert, wodurch sie sich etwas Erholung für Appas langen Flug über das große, offene Wasser erhofften.
Nicht weit entfernt von unseren Freunden saß bereits Iroh munter auf einen Baumstamm und genoss schweigend eine Tasse Pfefferminztee."Tee hält den Geist auf Trab und rein.", pflegte Zukos Onkel gerne zu sagen.Im Gegensatz zu Iroh, der schon für den Tag bereit war, lag Zuko auf der Seite und schlief.Doch ein Gefühl eines starren Blicks in Zukos Richtung, ließ den ehemaligen Prinzen genervt erwachen.Ohne weitere Worte erhob sich Zuko und schenkte seinem Onkel statt eines Morgengrußes nur einen etwas kalten und entrüsteten Blick.Iroh kannte diesen Gesichtszug nur zu gut.Viele Male hatte er versucht mit seinem Neffen zu reden, doch alles endete immer mit den Worten:"Ihr könnt nichts dagegen tun!".Und das war ein harter Schlag in die Magengrube für den lieben Onkel, auch wenn kein wirklicher Faustschlag war, es fühlte sich wie einer an.Das Gefühl, dass man nichts tun konnte, war deprimierend.
Also ergriff dennoch hoffnungsvoll Iroh die Initiative:"Guten Morgen, Zuko.Ihr seht etwas müde aus.Habt Ihr nicht gut geschlafen?Ein Tässchen Tee-."Soweit ließ Zuko es nicht kommen, dass er wieder mit diesem Tee-Gequatsche anfing:"Nein, Onkel, ich möchte keinen Tee haben.Der wird meinen Schlaf auch nicht verbessern.", unterbrach der Neffe seinen Onkel kalt und begab sich dem Gefühl nach in Richtung Fluss.Zuko lief einige Schritte, blieb kurz stehen, ging dann doch weiter.Ein kurzer Gedanke hatte sich in Zuko eingeschlichen; wiedereinmal hatte er Iroh angefahren.Zuko hatte nicht einmal das Recht dazu.Sein Onkel meinte es immer gut mit ihm und was tat er?Zuko schüttelte den Kopf.Er bräuchte nur etwas Ruhe, mehr nicht.Nach einigen Metern hatte er seinen Onkel hinter sich gelassen, der sich keine Sorgen machen müsste und das wusste er.
Aang gähnte herzhaft und kratzte sich dann verschlafen am Hinterkopf.Momo saß nicht mehr auf seinem Schoß, darum sah er neugierig in die Runde.Zuerst entdeckte der Luftnomade Sokka, der sich wohl gerade zum Fischen bereit machte, da dieser eine Angel in der Hand hielt und schmutzige Hände aufwies.Aang blinzelte einen Moment lang ungewiss und erblickte kurze Zeit später einen aufgewühlten Erdhaufen.Dem Avatar ging ein Licht auf, da er jetzt auch noch die Würmer in Sokkas anderen Hand zu sehen bekam."Ich komm' mit, Sokka!", unterbrach Aang mit einem breiten Lächeln auf den Lippen die Stille.Sokka, der gerade versuchte, die Köder in seiner Jackentasche zu verstauen, setzte blitzartig ein nicht so begeistertes Gesicht auf."Ähhhh...", begann Sokka nachdenklich,"Geh' lieber mit Toph auf Holzfeuer-Suche.Wir brauchen noch welches.Das von gestern ist aufgebraucht und du willst deinen Fisch natürlich nicht roh essen müssen, oder etwa doch?"Bei den letzten Worten hatte Sokka einen durchdringlichen Blick aufgesetzt, der soviel heißen konnte wie:Du kannst mit dieser verrückten Erdbändigerin ruhig Feuerholz suchen gehen!Dann rückt sie mir nicht mehr auf den Pelz!Hahaha!Aang hatte den Mund bereits für einen Widerspruch geöffnt, aber bevor er auch nur einen Ton rausbringen konnte, war schließlich nur noch eine Staubwolke zu sehen, die Sokka schnellen Fußes hinterlassen hatte."Jetzt kann Aang sich um die kümmern...Wer weiss, vielleicht findet Toph ja Gefallen an ihm.", dachte der Krieger laut mit einem hinterlistigen Lächeln und begab sich nun ebenfalls zum Fluss, wie seine Schwester und auch ungeahnter Weise Zuko.
Toph war kurze Zeit nach Katara aufgestanden und hatte sich solange etwas abseits zum Meditieren niedergelassen.Unglücklicherweise war sie blind und nicht taub.Zu gerne hätte sie Aangs unverkennbare Stimme ignoriert, doch ihre innere Stimme sagte ihr, dass sie sich melden musste."Ich bin hier, Aang!", rief Toph gut hörbar und stieß zur Begrüßung einen Momo-großen Brocken in Aangs Richtung.Zum Glück aller fing Aang diesen gekonnt ab und bekam ein Lob von ihr:"Du bist wirklich ein guter Erdbändiger!", dabei klopfte sie ihm unsanft auf die Schulter."Aber mir kannst du lange nicht das Wasser reichen!", fügte Toph grinsend hinzu.Aang ignorierte das und teilte ihr ihre gemeinsame und von Sokka aufgelegte Aufgabe mit."Waaaaaaaaas!?Ich soll mit dir Holz suchen gehen?Neeneeneeeneee!", protestierte sie halblaut und hob dabei abweisend die Arme."Sokka soll seinen Hintern schon selbst zu mir bewegen, wenn er etwas will!", rief Toph nun Aang entgegen, da sie mittlerweile hinter einigen Bäumen verschwunden war.Aang versuchte erst gar nicht zu widersprechen, genauso wenig wie bei Sokka, dachte er sich und seufzte.Dann setzte er sich in Bewegung, um das gewünschte Feuerholz zu suchen - allein.
||Es geht bald weiter.Das Kapitel war auch mal etwas länger....Hui :P Bis zum nächsten Kapitel!PS:K&K(Kommentare und Kritik)sind hier sher gerne gesehen!||