Wenn Liebe stärker ist als der Tod
In flagranti
Es waren Valnar und Alaine die da sprachen. Es hörte sich so an als ob Alaine weinte.
"Was sollen wir nur tun? Irgendwann wird er es herausfinden. Ich will nicht dass du getötet wirst. Es ist besser wenn wir getrennte Wege gehen."
"Nein ich würde mein Leben für dich aufgeben. Und wenn Asgar mich umbringt, dann würde ich wenigstens nicht mehr den Schmerz fühlen, den ich jede Sekunde ohne dich spüre." sagte Valnar.
"Aber wenn du tot bist wären wir für immer getrennt. Das wäre noch schlimmer für mich."
Asgar traute seinen Ohren nicht. War es SEINE Alaine die diese Worte eben gesagt hatte? Innerlich kochte Asgar vor Wut, doch wollte er noch nicht aus seinem Versteck hervortreten.
"Was ist denn mit deinem Plan? Wie sieht er aus?" Asgar spitzte noch mehr die Ohren als er hörte was Valnar gesagt hatte. Hatten sie sich gegen ihn verschworen? Alaine sagte nichts. Sie schluchzte nur noch heftiger als vorher. Dann sagte Valnar leise zu ihr: "Hab keine Angst, mein Schatz. Lieber sterbe ich als mein normales Leben gelebt zu haben und dich nie kennengelernt zu haben. Ohne dich hätte ich nie gewusst was wahre Liebe ist. Komm her." Plötzlich hörte Asgar schmatzende geräusche. Sie küssten sich. Jetzt riss Asgar der Gedultsfaden. Er sprang aus seinem Versteck und sah die beiden zornfunkelnd an. Valnar und Alaine lösten sich voneinander und schauten erschrocken dorthin wo Aasgar stand.
"So ist es also um euch bestimmt. IHR VERRÄTER!!!" Er hatte sich nicht unter Kontolle. Sofort sprang Alaine auf.
"Asgar es ist nicht so wie du denkst. Lass es dir er-"
"ACH JA? WAS SOLL ICH DENN DAZU DENKEN?" schrie er die beiden an. "Meine Freundin bertügt mich mit einem schwächlichen Vampir. Hä? Sag es mir! Wie soll es denn sein?"
Ohne auch nur auf Alaines Antwort zu waren zog er seinen Säbel und stürmte auf Valnar los. Der saß noch immer auf dem Sofa, bewegte sich nicht vom Fleck. Er schloss die Augen und erwartete seinen Tod.
Dann schlug der Säbel in Vampirfleisch.
Valnar öffnete die Augen. Vor ihm sah er wie sich blauer Samt rot färbte. Alaine stand vor ihm, mit den Armen um ihn geschlungen. "Alaine!!! WAS HAST DU GETAN???" riefen die beiden Männer aus einem Munde. Alaine schaute auf und sah in Valnars Gesicht. Sie röchelte etwas was wie "Ich liebe dich Valnar" klang und schloss die Augen. Langsam rutschte sie von ihm runter. Bevor sie aufschlug fing Valnar sie auf und legte sie behutsam auf den Boden.
"Oh Alaine was hast du nur getan?" sagte Asgar mit blutroten Tränen in den Augen.
Die Sonne ging unter und Asgar und Valnar sahen zu wie Alaines Blutgeist verschwand.
Plötzlich schreckte Alaine auf. Neben ihr standen Valnar und Asgar. Asgar hielt ihre Hand. Die Sonne ging gerade unter.
"Was- was ist passiert?" fragte sie. "Du bist die Treppe in den Innenhof runter gefallen. Danach hast du zwei Tage lang geschlafen." sagte Asgar zu ihr. "Ich bin... was?" "Die Treppe runter gefallen. Keine Ahnung wie du das gemacht hast." sagte Valnar nochmals. Dann erhob sich Asgar und sagte er wolle etwas trinken gehen. Er gab ihr einen Kuss und verließ das Zimmer. Alaine schaute Valnar fragend an. Der ginste und küsste sie zärtlich. Sie hatte wohl den Spatziergang und ihren Tod nur geträumt. Asgar wusste nicht dass sie zusammen waren und Alaine atmete erleichtert auf. Sie schloss die Augen und erwiederte seinen Kuss. Sie zog ihn auf ihr Bett.
Valnar lachte leise. Es war ein grässlicher Alptraum gewesen aus dem sie aufgewacht war.