Lonliness
Part One: Premonition...
Lonliness
Part One: Premonition…
Deutsche Übersetzung: Gottes Vorahnung…
Nun, nach 2 Monaten kann ich sagen, dass das erste Kapitel da ist ^^ Premonition heißt eigentlich "böse Vorahnung." Wie die deutsche Übersetzung zustande kam, werdet ihr in diesem Kapitel lesen. Ich danke meinen Kommischreibern und wünsche euch viel Spaß mit Premonition:
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Dunkle Schatten durchfluten mein Inneres
Das Unnennbare will keine Gestalt annehmen
Nur der Mond scheint es zu kennen
Und wird sein ewiger Begleiter bleiben
Mir ist gar, als zöge der Teufel Kreise
Um dies Haus.
Bruder, das Böse ist nah….
Mit ernster Miene und zittrigen Händen legte er den Brief beiseite. Eine gläserne Schweißperle bahnte sich den Weg über sein Gesicht, erzählte von jenen Anstrengungen der letzten Nacht, die vergeblich bleiben würde, sollte der morgige Bote die kleine Kapelle und ihren gutmütigen Bewohner vergessen oder ihn stattdessen nicht heimsuchen wollen.
Mit rotem Siegel beendete er sein Werk, die schnörkelige Schrift von Königsblau auf silbrigem Papier wurde grob in einem faltigen Umschlag verstaut.
Der Mond schien durch das offene Fenster, schickte sein Licht kreuz und quer durch den Raum, als würde es des Mönches Nachricht zu finden versuchen. Ein schneller Handgriff folgte und der Brief verschwand im Schutz des alten Möbelstücks und dessen Schublade.
Seufzend betätigte der bleiche Mann das altertümliche Kochgerät, füllte eine Kanne mit Wasser und ließ in ihrem Inneren harmlose Bläschen hoch steigen. Sein Griff zu den selbst gepflanzten Kräutern erstarrte je, als er ein schwaches Licht in der neben liegenden Kapelle wahrnahm.
Angst machte sich in ihm breit, sowie das seltsame Gefühl, dessen Beschreibung er sich nicht in der Lage füllte.
Ein harmloser Jungenstreich, dachte er scherzend, obgleich er diese Bedeutung des mysteriösen Kerzenscheins ausschließen konnte.
Die Kapuze über den Kopf werfend, erzitterten seine Beine unter der Last seiner schrecklichen Vorahnung. Dennoch begab sich der Alte in die Kälte, ließ negative Gedanken an sich abfließen und suchte Schritt für Schritt den Weg zu der kleinen Kapelle.
Schwarze Kutten glitten um den Altar, ließen keine Knochen unter ihren Mänteln andeuten, umrahmten den Körper einer menschenähnlichen Gestalt. Kerzen flackerten im Mondschein, boten wenigstens einen kleinen Lichtkegel, um das Gotteshaus für den Betrachtenden zu erhellen. Stumm beobachtete dieser das Schauspiel vor ihm, dass ihn von der Vermutung eines Jungenstreichs je abweichen lies. Der Regen trommelte an den bunten Fenstern, prallte an ihnen ab wie glasige Tränen und hinterließ eine wässrige Spur.
Die Zeremonie der fremden, männlichen Gestalten war inzwischen in vollem Gange. Der Kreis um die sich in der Mitte befindende Person wurde immer enger geschnürt, ließ beinah keine Lücke zu, bevor die rau wirkende Stimme anfing in seltsamen Lauten zu summen.
Der Reihe nach stimmten die Mitglieder in den Gesang ein, sodass ihre in Schwarz gehaltenen Gewänder zu zittern begangen und ihre knochigen Hände einander umfassten. Längst schon hatte der Mittelpunkt begonnen sich zu bewegen, hielt eine Hand auf den steinigen Untergrund des Altars, aus dessen Heiligtum sich nun ein Knochen löste.
Ein Lächeln huschte auf die Gesichter der Beteiligten, wurde jedoch von der gebrauchten Konzentration vertrieben.
Das calciumreiche Element schwebte vor dem Beschwörer, der es sogleich, wie einen wertvollen Schatz umfasste und eine klebrige Substanz davon löste. Die silbrige Flüssigkeit schlich wie eine hellhäutige Schlange um die Hand des Dämons und hinterließ eine bleiche Decke auf der weißen Haut, sodass die Gestalt nun ihr Gewandt fallen ließ und man ein humanes skelettartiges Wesen erkennen konnte, das in Sekundenschnelle mit einer neuen Schicht bedeckt wurde.
Der Alte erschrak, hätte beinah einen ängstlichen Laut von sich gegeben, der die Insassen der Kapelle auf seine Gesellschaft aufmerksam gemacht hätte.
Doch das Schauspiel ging weiter, bis der Körper des Fremden vollendet war und die weißen Haare ihm ins Gesicht fielen, die der Mond ihm geschenkt hatte.
„Das Blut meiner Ahnen.“, sagte die zwiespältige Zunge des mittigen Mannes, der seine Anhänger musterte.
„…getränkt in der Schuld des Mörders…“, fuhr er fort und fletschte die weißen, natürlichen Zähne.
„…verlangt einen Unschuldigen.“, beendete er seinen langsilbigen Satz, wandte sich zu dem Fenster, durch dass der Alte zu gucken pflegte und ließ einen Blitz das Szenario erhellen. Ihre Augen trafen sich auf halbem Wege, die schwarzen Löcher glühten vor Hass und Einsamkeit auf, bewegten den Mönch sogar dazu einen Angstschrei loszulassen.
Seine Beine trugen ihn in die kleine Kapelle, in die mit einem Male das Mondlicht seine Lichtkegel schoss und es heller zu sein schien, wie nie zu vor.
Der gutmütige Alte kniete nicht, bettelte nicht um sein Leben, schien die Situation noch immer nicht begreifen zu können.
Sein Mörder trat auf die zierlichen Fließen des kalten Bodens, bedeckte seinen jugendvollen Körper mit einem schwarzen Mantel, auf dem mühevoll rot leuchtende Wolken gestickt waren, ließ ihn seine Schultern herab gleiten und setzte einen Strohhut auf seine weißen Strähnen.
Der Mönch konnte sich nicht bewegen. Es schien, als würde jede einzelne seiner Gliedmassen keine Verwendung für seine Befehle kennen.
„Das ist dein Ende…“, hörte er die Stimme des jungen Mannes sagen und scherzhaft hinzu fügen:
„…doch mein Anfang.“
Ein helles Leuchten kam auf die buntbemalten Fenster zu, bevor ihre Scherben den prachtvollenKirchengang säumten und das darauf verteilte Blut die glasige Oberfläche herunter lief. Lautlos hatte der Alte, dessen Leiche man nun die Klippen hinunter warf und die Felsen zähle, die es berührte, den Tod hingenommen, hatte vielleicht sogar auf ihn gewartet.
Hätte man ihn später nach seinen Erfahrungen gefragt, hätte er vielleicht gesagt:
„Ich sah die Augen des Teufels.“
Doch es gab nur einen Zeugen des ewigen Nichts…
Schweißgebadet wachte der Kopier-ninja auf, starrte auf die kleine Nachttischuhr, die ihn von seinem Alptraum befreit hatte. Schwer keuchend fasste er an seine Stirn, begutachtete die Körpertemperatur, ließ seine Finger durch die weißen Haare fahren, auf der Suche nach etwas sonderbarem, dass ihm diese Vision bestellt hatte.
Auch in diesem Moment konnte er den Todesfluch in seinen Adern spüren, ein unglaublicher Schmerz, der seine Rücken hoch rannte, um im Kopf langsam zum Ende zu kommen und seine Sinne zu vernebeln.
Achtlos schmiss er die seidene Decke, die ihn zuvor gewärmt hatte, beiseite, ließ seine Füße auf den Boden gleiten und suchte in der Dunkelheit seine eigene Wohnung nach einem Bad ab.
Als er die eiserne Klinke umfasste und sie nieder drückte, merkte er die aus Angst dargebrachte Stärke, die ihn das Metal nicht loszulassen erlaubte.
Sich selbst Zuspruch einredend, ging er ins Bad, hielt seinen Kopf ins Waschbecken und ließ kühles Nass darüber laufen.
Es war nur ein Alptraum…nichts weiter, sagte er sich immer wieder, konnte seine Gefühle jedoch nicht täuschen, die annahmen, dass es sich dabei um die Wahrheit handeln musste.
Dennoch wurde diese Stimme von Kakashi überhört, der seine feste Überzeugung nicht ablegen würde, sollte man ihm nicht das Gegenteil beweisen.
Stumm blickte er durch das grau gewordene Fenster auf den Überrest einer abgestorbenen Pflanze.
„Selbst das was du so liebtest, ist tot.“