Die Geschichte der Elementträger
Trianna oder die Beantwortung aller Fragen
Trianna oder die Beantwortung aller Fragen
Ein neuer Tag brach über Pandoria an.
Es war kaum fünf Uhr früh, die Sonne suchte sich gerade erst ihren Platz zwischen den Wolken am Himmel, als sich bereits ein junger Mann mit schwarzem Haar auf den Weg zur Hochfürstin Trianna machte. Was er dort wollte und wer er war werden wir erst später erfahren.
***Zur gleichen Zeit in der Wüste Gahar***
Eine junge Frau bahnte sich ihren Weg durch die Sanddünen Gahars, ohne Nahrung und seit fast einem Tag auch ohne Rast. Doch das störte die rothaarige nicht, war sie doch in der Wüste aufgewachsen und hatte ihr ganzes Leben hier verbracht. Und so wusste sie genau dass sie die noch kühlen Morgenstunden nützen musste um so viel Weg wie möglich hinter sich zu bringen.
***In Zahidas Haus***
Mittlerweile war es sechs Uhr morgens.
Ein klopfen an der Tür signalisierte den Mädchen das es Zeit zum aufstehen war. Doch eben das viel ihnen alles andere als leicht.
Zu lange hatten sie gestern bzw. heute morgen noch in den Büchern gelesen die sie sich aus der Bibliothek ausgeliehen hatten.
Doch nach und nach rangen sich alle dazu durch aufzustehen, sich umzuziehen und schließlich in den Speisesaal zu gehen.
Wie auch am Vortag war dort eine riesige menge an Essen zusammengetragen worden. Die Mädchen setzten sich zu Sarai und Yanna und begannen zu frühstücken. Kaum nachdem das Frühstück beendet war kam auch schon Zahida in den Saal und bewegte die Mädchen dazu sich zu beeilen, immerhin hatten sie halb acht einen Termin bei Trianna und eben diese war für ihre Ungeduld bekannt.
Eine viertel Stunde später hatten sie auch schon den Palast erreicht in dem Trianna lebte und arbeitete. Wenn sie geglaubt hatten dass es keine größeren Häuser als das Zahidas gibt, dann wurden sie hiermit eines besseren belehrt. Der Palast hatte fast die doppelte Größe von Zahidas Haus und war somit das größte Gebäude Pandorias.
Doch im Gegensatz zum Haus der alten Frau bestand der Palast nicht aus Marmor sondern aus einfachem Stein. Nun ja einfach war wohl doch etwas untertrieben. Es war zwar grauer Stein doch war er so glatt und rein das man wenn man genau hinsah sein Spiegelbild erkennen konnte. Der Palast war ähnlich wie die Bibliothek verziert. Überall kleinere Figuren, Balkone, Schnörkel und ab und an sogar ein Schriftzug, allerdings in einer fremden Sprache sodass ihn keines der Mädchen entziffern konnte. Als sie Yanna und Sarai danach fragten entgegnete letztere nur: „Das sind Sprüche und Lebensweisheiten aus der Zeit der Elementträger. Ihr könnt das ganze nicht lesen weil es in der alten Sprache geschrieben ist.“ „Was ist die alte Sprache?“ , erkundigte sich Hinata. Das ist die Sprache die man zur Zeit der damaligen Elementträger gesprochen hat, doch nach dem Tod derer wurde sie als Sprache des bösen bezeichnet. Keiner wollte mehr die alte Sprache sprechen und so geriet sowohl ihr wahrer Name als auch die Sprache selbst in Vergessenheit.“
Nun beteiligte sich auch die alte Zahida an dem Gespräch: „Es gibt heute, trotz der Tatsache das die alte Sprache in Vergessenheit geraten ist, immer noch einige wenige Menschen die diese Sprache sprechen.
In Ellesmera zum Beispiel gibt es eine Familie oder eher gesagt einen Clan, so wie es die in eurer Welt auch gibt, dieser Clan ist der Ibiki-Clan, die Mitglieder dieses Clans beherrschen alle die alte Sprache.
Doch damit sind sie in Ellesmera nicht allein dort sprechen viele Menschen die alte Sprache. Schon von klein auf werden sie dort oben dreisprachig erzogen: Zum einen lernen sie die normale Sprache also die mit welcher wir uns gerade unterhalten, zum zweiten Ellesmerisch, also die Sprache ihres Heimatlandes und zum dritten die alte Sprache. Jeder Ellesmerer der etwas auf sich hält beherrscht alle drei Sprachen.“ „Woher wissen sie das?“ „Ich hab halt auch meine Quellen, aber meint ihr nicht wir sollten langsam hineingehen? Wir wollen hier weder Wurzeln schlagen noch Trianna warten lassen.
Ino trat vor an das große Holzportal und wollte die Pforte gerade öffnen, als diese von innen geöffnet wurde und ein junger, schwarzhaariger Mann heraus trat. Ihre Augen trafen sich nur einen kurzen Augenblick und doch war Ino begeistert diese schwarz, so tief und unergründlich! Doch Zahidas Stimme riss sie aus ihren Gedanken: „Was ist denn los Mädchen? Geht’s dir nicht gut? Wir müssen uns beeilen!“ Denn so langsam aber sicher würden sie zu spät kommen wenn sie sich nicht beeilten.
Also machten sie sich auf den Weg in diesen riesenhaften Palast.
Alle fünf Mädchen waren sich sicher das sie ohne Zahidas Führung sich sofort verlaufen hätten. Denn der Palast sah von außen nicht nur so aus, nein er war verdammt weitläufig mit vielen verwinkelten Gängen, kleinen Treppchen und wenn man erstmal die vielen Türen bedachte! Dieser Palast schien unzählige davon zu haben!
Nach fast zehn Minuten Weg durch diese verwinkelten Gänge, drei Treppen höher und so waren sie sich sicher um einige Kilo leichter, standen sie vor einer vergoldeten Tür. Portal traf es eigentlich eher aber das beachtete keines der Mädchen viel zu fesselnd war die silberne Inschrift dieser Tür:
Fremder komm ruhig herein!
Doch sei dir bedacht, der Pein
Der du kannst erliegen wenn du
Dir nicht bewusst, was dein und
Was mein, doch komm ruhig herein!
Gefesselt von diesen Worten bedachte sich jede einzeln was die wohl zu bedeuten hatten. Kaum hatten sie dieses goldene Portal hinter sich gelassen standen sie in einem weitläufigen, wunderschönen Raum.
Triannas Arbeitszimmer glich nur in geringer weise dem eines normalen Arbeitszimmers: Ein riesiger Schreibtisch aus purem gold war der Mittelpunkt des Raumes. Nahezu magisch zog er alle Blicke an durch seine schimmernde, einzigartige Farbe. Währe er nur aus Gold gewesen wäre er sicherlich schon beeindruckend doch der Schreibtisch war, wie so vieles in Pandoria, noch mit vielen kleinen Details verziert. Rundherum an den Wänden standen Bücherregale die in ihrer Größe und Prächtigkeit denen der Bibliothek in nichts nachstanden. An den wenigen Stellen an denen kein Bücherregal die Wand verdeckte hingen Bilder, Portraits von ehemaligen Hochfürsten und Hochfürstinnen. Doch etwas das noch mehr Blicke auf sich zog als die Bücherregale und der Schreibtisch zusammen, das war der Phönix, welcher auf einer goldenen Stange hinter dem Schreibtisch saß. Und so wie die Blicke sich zu dem Phönix wandten so bemerkten sie auch diesen weinroten Haarschopf der Trianna gehörte, welche in einem goldenen Stuhl hinter dem Schreibtisch saß.
Man sah ihr an das sie beschäftigt war. Denn in großer Eile schwang sie ihre, ebenfalls goldene Schreibfeder, über ein Blatt Pergament.
Von ihren Ankömmlingen schien sie nichts zu bemerken, bis Zahida ihre Stimme erhob: „Seid gegrüßt, Hochfürstin Trianna.“
Immer noch ohne aufzublicken erhob nun auch Trianna ihre Stimme: „Ihr ebenfalls Zahida. Und auch eure Töchter seien gegrüßt doch wer sind diese fünf Mädchen die du mitgebracht hast?“
Endlich blickte sie auf. Ihre wachsamen, golden wirkenden Augen, musterten die Mädchen. „Das, sprach nun wieder Zahida, sind Sakura, Temari, Hinata, TenTen und Ino, Fripp hat sie uns geschickt!“ Und mit diesen Worten zog die Alte eine Schriftrolle aus ihrem Ärmel welche sie Trianna überreichte.
Bei Fripps Namen war sie unweigerlich zusammengezuckt.
Sie griff nach der Schriftrolle die Zahida ihr überreicht hatte, öffnete diese und begann zu lesen. Kaum zwei Minuten später sich mit einer Hand ihre langen Locken zurück. „Ihr seid also fünf der acht Elementträgerinnen.“ Stellte sie fest, in ihrer Stimme schwangen sowohl Freude als auch Ehrfurcht. Sie stand auf, strich sich das dunkelviolette Kleid glatt, nahm die Nachricht an welcher sie eben noch geschrieben hatte, ging zu dem Phönix, überreichte diesem die Nachricht (der Phönix hat sie in den Schnabel genommen, für alle die, die sich das nicht vorstellen können^^), murmelte dem Feuervogel noch ein „Fripp“ zu und gesellte sich dann zu den anderen. Der Phönix hatte sich währenddessen von seiner Stange erhoben und war durch das offene Fenster hindurch davongeflogen.
Nun wo Trianna vor ihnen stand wirkte sie noch eindrucksvoller.
Sie war eine große, wunderschöne Frau. Die Mädchen schätzten sie so auf Ende zwanzig. „Nun halten sich also schon sechs der sechzehn in Pandoria auf!“, sprach Trianna vergnügt.
„Ihr habt bestimmt viele Fragen also scheut euch nicht sie mir zu stellen!“ Und damit war der Damm gebrochen, die Mädchen stellten alle Fragen die Sarai ihnen gestern nicht hatten beantworten können und Trianna beantwortete sie weise.
Auf die Frage wer denn nun der sechste sei, konnte sie allerdings nur lachen und fragte: „Habt ihr ihn tatsächlich nicht gesehen? Er müsste euch doch begegnet sein beim herein treten!“ Alle waren verwirrt, doch Ino war die erste die wusste worauf Trianna hinaus wollte: „Sie meinen dieser schwarzhaarige, junge Mann!“ Mit diesen umwerfenden Augen! Fügte sie in Gedanken noch hinzu. Jetzt schien auch bei den anderen der Groschen zu fallen.
„Also habt ihr ihn doch schon kennen gelernt!“
„Na von kennen lernen kann ja wohl kaum die Rede sein wir haben ihn immer hin erst einmal gesehen!“, entgegnete Sakura.
„Wie dem auch sei ihr habt ihn schon getroffen, wenn auch nur kurz, er kommt aus Allvada und sein Name ist Sai (bei mir lebt er halt in der anderen Welt^^). Er hat, wie ihr auch, von seinem Tendo erfahren das er ein Elementträger ist.“
„Wie es gibt noch mehr von Fripps Sorte? Und was für eine Fähigkeit hat er?“, fragte TenTen. „Zu deiner ersten Frage, ja es gibt noch mehr von Fripps „Sorte“ , insgesamt noch