Fanfic: Kingdom Hearts Love Story
Kapitel: Weird Behaviour
An der Insel angekommen, legten wir unser Gepäck am Strand ab.
„Bauen wir unsere Zelte jetzt schon auf?“, fragte ich.
„Lasst uns doch lieber erst schwimmen gehen!“, meinte Sora dazu.
„Na gut, dann bauen wir sie halt später auf! Was sagst du Riku?“, ich sah ihn fragend an.
„Wenn ihr beide wollt, dann gehen wir halt zuerst schwimmen“, antwortete er.
Also zogen wir unsere Sachen aus und legten unsere Klamotten zu den Rücksäcken und noch nicht aufgebauten Zelten. Unsere Badesachen hatten wir schon drunter, sonst hätten wir uns nicht einfach so ausgezogen. (Kein FKK falls das einer denken sollte òo)
„Und jetzt rein!“, rief Sora, nahm mich an der Hand und zog mich mit ins Wasser.
„Hey! Nicht so voreilig!“, lachte ich und ließ mich gerne hinterher ziehen.
„Ich bin sowieso schneller als ihr!“, meinte Riku, der uns gerade überholte. Als wir ins Meer liefen, spritze das Wasser in alle Richtungen. Als ich bis zur Hüfte im Wasser stand, meinte ich: „Ein wenig kälter als sonst!“
„Kairi, das überlebst du schon!“, grinste Riku.
„Wenn du erst mal richtig nass bist, dann wird´s besser werden“, lachte Sora, ein noch breiteres Grinsen als Riku im Gesicht kleben.
„Du hast doch irgendwas vor, Sora, sonst würdest du nicht so grinsen!“, sagte ich.
„Das stimmt!“ Da er mich immer noch an der Hand hielt, war es ihm ein leichtes, mich blitzschnell erst weiter ins Meer und dann zu ihm zu ziehen. Er legte beide Arme um mich und hielt mich fest, was einen Fluchtversuch unmöglich machte. Ich schaffte es gerade noch Luft zu holen, bevor er mit mir untertauchte. Ich bekam Gänsehaut, nicht ganz sicher, ob das nur am kalten Wasser lag. Irgendwie wurde mir ganz kribbelig im Bauch bei der Feststellung, dass Sora mich so nah bei sich hatte, dass ich ihn so deutlich spürte. Eine kleine Weile blieben wir so im Wasser, bis wir wieder zusammen auftauchten. Schade, eigentlich fand ich es ganz schön. Überm Wasser schnappte ich nach Luft und Sora ließ mich wieder los.
„Du bist fies!“, rief ich gespielt beleidigt aus.
„Au, da hast du jetzt einen Wunden Punkt getroffen!“, grinste Sora. Als Antwort spritzte ich ihn nass. Sora wollte zurückspritzen, doch da ich untergetaucht war und Riku inzwischen hinter mir stand, bekam er alles ab. Lachend kam ich wieder an die Wasseroberfläche, was Riku aber nicht so ganz gefiel, weswegen er mich an den Schultern packte und nach unten drückte. Und so ging es eine ganze Weile weiter. Mir hatte es riesig Spaß gemacht! Als wir schließlich aufhörten, wollten alle von uns noch ein wenig schwimmen, also taten wir das auch. Ich war schließlich die Erste, die rausging, da ich Durst bekommen hatte. Am Strand trocknete ich mich erst mal mit einem Tuch ab und suchte dann in meinem Rucksack nach etwas zu trinken. Ich fand eine Flasche, öffnete sie und trank. Dann setzte ich mich auf mein Tuch und beobachtete die beiden. Ich sah, wie Sora gerade rauskam. Ich sog scharf die Luft ein. Sein Oberkörper war noch nass und glitzerte in der Sonne. Er schüttelte seinen Kopf, und das Wasser spritze von seinen Haaren. Mein Bauch vollführte einen Rückwärtssalto. Mein Herz setzte einen Moment aus. Und ich hatte das Gefühl, dass mein Kopf einer Tomate mit Leichtigkeit Konkurrenz machen konnte. Dieser Anblick war einfach atemberaubend. Ich schloss meine Augen und versuchte, das Bild aus meinem Kopf zu vertreiben. Doch stattdessen brannte es sich vor meinem inneren Auge ein und wollte nun erst recht nicht verschwinden. Es hatte keinen Sinn. Leise seufzend öffnete ich meine Augen wieder.
„Hast du Durst?“, fragte ich Sora und er nickte. Also hielt ich ihm meine Flasche hin, die ich immer noch in der Hand hielt. Er setzte sich zu mir aufs Tuch und trank daraus. Als er fertig war gab er die Flasche zurück, die ich wieder in meine Tasche steckte. Dann saßen wir eine Weile lang einfach so nebeneinander.
„Kairi?“, brach Sora die Stille.
„Ja?“
„Was ich dich fragen wollte.....“
„Hm?“ Ich sah ihn mit einem fragenden Blick an. Was wollte er denn? Er sah mich auch an.
„Also....“, begann er.
„Na ihr zwei!“, hörte ich Rikus Stimme plötzlich. Er war dem Wasser gekommen, ohne, dass einer von uns beiden etwas gemerkt hatte. Ich sah Sora an, dass ihn das irgendwie aus dem Konzept gebracht hatte.
„Was wolltest du denn fragen?“, hackte ich nach.
„Ähm... ich wollte fragen, ob wir unsere Zelte nicht langsam aufbauen sollten“, antwortete er. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte den Eindruck, dass er das ursprünglich nicht sagen wollte. Trotzdem erkundigte ich mich nicht genauer, ich wollte ihn nicht drängen und er wird schon so seine Gründe haben, wenn er es doch nicht fragt.
„Ja, das sollten wir tun, damit wir fertig sind bevor die Nacht einbricht“, antwortete Riku. Also stand ich auf- mit Schwung. Allerdings ein bisschen zu viel Schwung, wie ich feststellen musste, denn mir wurde etwas schwindelig, weswegen ich etwas aus dem Gleichgewicht kam und leicht nach vorne kippte. Riku, der vor Sora und mir stand, hielt mich fest, bevor ich auf den Boden fallen konnte.
„Danke“, meinte ich lächelnd und stellte mich wieder auf meine eigenen zwei Beine.
„Kein Problem“, sagte Riku einfach nur. Er lächelte mich an. Ich weiß nicht, wieso ich es tat, aber ich sah zu Sora, der inzwischen auch stand. Daher bemerkte ich seinen komischen Blick... so hatte er noch nie dreingeschaut. Der Blick war einfach nicht zu deuten. Aber es schien, als würde ihm etwas nicht passen. Jetzt war ich verwirrt. Anscheinend war ich nicht die Einzige, die sich langsam aber sicher komisch benimmt...
Als wir trocken waren und unsere Sachen wieder drübergezogen hatten, begannen wir mit dem Aufbau der Zelte.
„Kairi, wenn du dein Zelt nicht zusammengebaut kriegst, kannst du in meinem schlafen“, sagte Sora nach einer Weile, wobei er grinste. Ich lief rot an. Außerdem fiel mir auf, dass solche Bemerkungen eigentlich untypisch für Sora waren.
„Wenn du nichts dagegen hast im Freien unterm Sternenhimmel zu schlafen, gerne“, gab ich zurück. Obwohl, wenn Sora schon so fragte.... nichts da! Nein, nein, nein! So etwas sollte ich nicht einmal denken!
„Du solltest es erst mal schaffen, deins fertig zu kriegen, bevor du dir vorstellst, was man mit Kairi so machen kann“, meinte Riku, der von uns dreien am schnellsten mit dem Aufbau war. Das ließ Sora leicht rot werden.
„Hey, werde ich hier jetzt als Vergnügungsobjekt dargestellt oder wie?“, wollte ich wissen und sah beide gespielt böse an.
„Jap!“, antworteten sie wie aus einem Mund.
„Na klasse, dann habe ich ja noch eine lustige Nacht vor mir“, meinte ich mit einem theatralischen Seufzer.
„Und wir erst“, gab Riku von sich. Um diese Aussage zu bekräftigen, grinsten beide.
„Ihr seid fies!“, schmollte ich. Ich sah das Kissen, dass ich für die Nacht mitgebracht hatte und warf es Sora an den Kopf.
„Wha! Hey, wieso ich?“
„Für Riku war keins mehr übrig.“
„Du bist noch fieser als wir beide zusammen!“, lachte Sora und warf das Kissen zurück, allerdings war ich darauf gefasst und fing es auf.
Riku war mit seinem Zelt als Erster fertig und half mir beim Aufbauen. Ich bemerkte dabei wieder diesen komischen Blick bei Sora. Schließlich waren mein Zelt und das von Sora fast zeitgleich fertig.
Ich sollte diesen Blick nicht zum letzten Mal sehen.
Und ich sollte auch noch erfahren, was es damit auf sich hat und seine Auswirkungen sehen.
Wenn ich das zu dieser Zeit schon gewusst hätte, wäre alles ganz anders gekommen.