Fanfic: Kingdom Hearts Love Story

Kapitel: Love Triangle

„Du... du bist in ihn verliebt, stimmts?“
Nachdem Sora das gesagt hatte, brachte mich meine Erkenntnis fast aus dem Gleichgewicht. Es konnte nicht sein. Aber anders kann man das Alles nicht erklären... es klang einfach nur logisch.
Riku half mir, mein Zelt aufzubauen... In Soras Blick lag pure Eifersucht. Und ich hatte es nicht erkannt. Riku fing mich auf, als mir schwindelig wurde und ich umkippte. Sora war eifersüchtig. Ich saß mit Sora am Strand. Riku kam sofort dazwischen. Ich war nachts draußen, und Riku nutzte die Gelegenheit um mit mir alleine zu sein. Er hatte sogar einen seinen Arm um mich gelegt. Sora sah es... er wurde wütend. Und die Diskussion heute... es würde mich nicht wundern, wenn es um mich ging. Wahrscheinlich hatten sie sich um mich gestritten.
Sora und Riku... waren sie wirklich beide in mich verliebt?
All diese Gedanken schossen im Bruchteil einer Sekunde in meinen Kopf. Ich konnte es nicht glauben. Ich wollte es nicht glauben.
Außerdem wurde mir dabei noch etwas anderes bewusst.... auch ich hatte mich verliebt. Warum war ich nur so blöd? So lange liebte ich ihn schon, und ich hatte es nicht bemerkt.
„Sora, ich....“, versuchte ich ihm verzweifelt zu erklären, aber er ließ mich nicht ausreden.
„Auch egal...“, meinte er und schien innerlich verletzt zu sein. Sora kramte etwas aus seiner Tasche. Dann drückte er mir eine Papu in die Hand. „Teil sie mit Riku“, presste er zwischen seinen Lippen hervor ohne mich anzusehen. Dann drehte er sich um und ging.
Mein Mund stand einfach nur weit offen. Ich war nicht imstande, irgendetwas zu sagen oder zu machen. Ich starrte auf die Papufrucht in meinen Händen. Wollte er sie etwa ursprünglich mit mir....? Tränen schossen in meine Augen.
„Sora! Bitte! Hör mir zu!“ Das Einzige was meine Worte bewirken war, dass Sora seinen Schritt beschleunigte. Langsam war ich verzweifelt. Ich musste das mit ihm klären, es würde mir sonst keine Ruhe lassen. „Verdammt, Sora!“ Ich lief zu ihm. Doch Sora rannte einfach weg. Ich folgte ihm.
Ärgerlicherweise musste ich schnell bemerken, dass Sora um einiges schneller war als ich und ich hatte ihn schon bald aus den Augen verloren. Meine Finger hielten die Papu fest und wollten sie nicht mehr loslassen. Ich sah die Papu an. Meine Gedanken gleiteten zum geheimen Ort. Ich wusste noch genau, wie Sora und ich damals, als wir Kleinkinder waren, unsere Gesichter mit Steinen an die Höhlenwand gemalt hatten. Auch die Hand mit der Papu, die Sora mir reichte, hatte sich tief in meinen Erinnerungen eingeprägt. Außerdem hatte ich nicht vergessen, wie ich von meinen Kopf aus einen Arm zu Sora geritzt hatte, und ihm ebenfalls eine Papu hinhielt.
„Kairi! Da bist du ja! Ich suche Sora und dich schon ne ganze Weile!“, rief Riku hinter mir und riss mich aus meinen Gedanken. Ich steckte die Papu schnell in die Tasche, die an meinem Gürtel befestigt war. Dann drehte ich mich zu Riku um. „Was ist denn los?“, fragte ich nach.
„Tidus und Wakka sind mit einem Boot vorbeigekommen“, antwortete Riku, „Allerdings passt nur noch einer von uns rein, wenn wir das Gepäck auch rüberbringen wollen. Du kannst...“ Ich verstand sofort und unterbrach ihn: „Weißt du was? Du kannst mit den beiden zurückgehen. Ich werde währenddessen Sora suchen! Bis dann!“ Noch bevor Riku wiedersprechen konnte, drehte ich mich von ihm weg und rannte los, auf der Suche nach Sora.
Ohne zu wissen, was passieren würde, wenn ich ihn fand. Falls ich ihn fand.
Aber ich musste ihn finden. Sonst könnte ich ihm nie erklären, was wirklich los ist.

Als ich sicher war, dass Riku mich nicht mehr sah, wurde ich etwas langsamer. Ich hatte keinen Anhaltspunkt, der mich zu Sora führen könnte. Aber trotzdem würde ich nicht einfach so aufgeben. Ich hielt kurz inne und dachte nach. Wo würde ich hingehen, wenn ich Sora wäre? In dieser Situation würde ich wahrscheinlich einen Ort suchen, an dem Riku und ich ihn nicht finden würden. Aber wo sollte dieser Ort sein? Ich dachte nach, kam aber nicht darauf. Es war auch sinnlos. Wie sollte ich denn auf einen Ort kommen, von dem man glaubt, dass ich eben nicht daran denke? Also müsste ich einfach so weitersuchen.
Seufzend ging ich also weiter und hielt nach Sora Ausschau. Gelegentlich rief ich nach ihm, bekam aber keine Antwort. Schließlich kam ich wieder dort an, wo wir unser Lager aufgeschlagen hatten. Von Tidus, Wakka und Riku keine Spur mehr. Aber.... aber da war Sora! Er saß im Sand und sah gedankenverloren aus. Wirklich schlau von ihm, dass er sich ausgerechnet an diesem Ort aufhielt. Hier hätte ich als letztes nachgesehen.
„Sora!“, rief ich ihm zu. Aber ich bereute es sofort, als ich sah, wie er aufstand und zu mir sah. Er durfte jetzt auf keinen Fall wegrennen!
„Bitte warte! Ich muss dir alles erklären!“, fügte ich schnell hinzu. Und wirklich, er blieb stehen. Es versetzte mir einen scharfen Stich in der Brust, als ich sein bedrücktes Gesicht sah.
Ich schluckte. Das war meine einzige Chance. Wenn ich jetzt ein einziges falsches Wort von mir gab, würde ich alles kaputt machen.