Teufelsaugen

Unausweichliche Dunkelheit

Kapitel XV

„Sakura...“, begann sie, „Bitte, behalte es für dich! Ich möchte die anderen mit meinen Problemen nicht

belasten!“

Sakura nickte. >Yume... Ist eine nette Person! Ich habe sie falsch eingeschätzt! Sie hat ihre nette Seite

hinter einer harten Maske versteckt... Oder ist das jetzt etwa eine Maske?<

„Versteh mich nicht falsch, aber die Mission hat oberste Autorität!“

„Ja, aber ich werde mich jetzt um deine anderen Wunden kümmern!“, rief Sakura.

Yume schüttelte den Kopf, „Nein, spar dein Chakra! Du bist ein Medic-Nin. Du musst dich um die

ganze Truppe kümmern! Vergiss das nicht. So, nun ruh dich weiter aus! Wir haben Zeit verloren, die wir

aufholen müssen und ich kann es nicht in Kauf nehmen, dass jemand müde ist!“

Sakura lächelte und legte sich wieder hin, sie schlief gleich darauf ein.

Yume seufzte und reif einen Doppelgänger zu sich, dann verschwand sie in ihr Gen-Jutsu...

„Zabuza-sensei! Wie abgemacht lasse ich dich einen Tag heraus! Ich bin ja kein Spielverderber! Aber

wenn du dich weigerst zurück zu kommen, dann werde ich dich jagen, bis du wieder hier bist!“

Zabuza grinste und Yume machte ein Entlösungs-In und Zabuza verschwand.

>Schon wieder ein Problem mehr!< dachte sie und verschwand ebenfalls.

Yume wachte auf und sah, dass alle noch schliefen, dann holte sie wieder die Karte heraus und studierte

die Route.

Nach zwei weiteren Stunden wurden alle allmählich wach und stärkten sich mit ihren Proviant.

Währenddessen kam Naruto zu Yume und setzte sich neben sie.

„Hey...“, bagann er, „Was is jetzt passiert? Woher has du jetzt die ganzen Wunden? Bei den ganzen

Kämpfen, die ich gesehen habe, warst du kein einziges Mal verletzt! Und jetzt?! Das erste Mal un gleich

so schlimm! Dein Gesicht is voll dahin....“

Yume beachtete ihn nicht >Der Vollidiot! Das Chakra vom Kyuubi ist nicht so leicht zu heilen! Sonst

hätte ich es schon längst getan!<

„Die Narbe am Auge sieht richtig schlimm aus! Von oben bis unten! Oh Mann! Du bist wie ein zweiter

Kakashi! Bloß mit einer größeren Narbe!“, lachte er.

Damit kassierte er eine harte Kopfnuss von Sakura, die alles mitgehört hatte.

„Naruto!! Das ist nicht witzig! Das warst du, du Hohlbirne!“

>Oje... Jetzt ist es raus...< seufzte Yume.

„Hä?! Wie, das war ich?“, fragte sich Naruto, „Ich hab doch nichts gemacht!“

Inzwischen hörten alle ihr Gespräch zu.

„Stell dich nicht blöder an als du bist! Du hast doch die Kontrolle verloren!“, rief Sakura entgeistert.

„Wo soll ich die Kontrolleverlieren? Ich wollte gegen Itachi kämpfen und dann: BANG! Weiß ich nich

mehr... Aber ich hatte ihn fast!“, erklärte Naruto.

Sakura drehte durch, „Oh Mann! Du hast du das Chakra benutz und wegen dir is jetzt Yu...“

Sie stockte, sie sah direkt in die kalten und mitfühllosen Augen von Yume.

Ihr lief ein Schauder über den Rücken.

„Das reicht! Wir müssen weiter!“, rief dann Yume zu allen und stand auf.

„Sakura, erzähl lieber nichts, das sollte er alleine herausfinden! Lass es!“, flüsterte sie in Sakuras Ohr,

während Yume an ihr vorbei ging.

Sakura schluckte und dochte angstvoll an diese grauenhaften Augen von Yume...

„Ist es ok? Ich meine... du und Naruto ... ihr seid verletzt!“, fragte Neji.

„Es wird schon gehen!“, sagte Yume, „Wir haben genug zeit verloren!“

Somit ging die Reise weiter.

>Nach diesem Kampf sind alle etwas bedrückt... Das wird sich schon ändern, wenn wir gegen Sasuke

antreten müssen<

Ein tag verging und sie waren schon weit von der Höhle entfernt.

Yume seufzte, „Genso-san! Würdest du mal kommen?“

Genso und Yume sprangen vorne, Seite an Seite und Yume erklärte: „Also, ich werde euch jetzt verlassen!

Ich muss Zabuza zurückholen! Du wirst solange ich nicht da bin, die Führung übernehmen! Ich hoffe, dass

alle noch am Leben sind, wenn ich wieder da bin!“

Genso nickte und Yume winkte ihm zum Abschied.

„Hey! Wo ist Yume?“, rief Lee, der die Abwesendheit zuerst bemerkte und alle blieben stehen und suchten

nach ihr.

„Sie ist Zabuza einfangen gegangen, so lange habe ich die Verantwortung über euch!“, erklärte Genso, „Es

geht weiter! Wir dürfen keine Zeit verlieren!“

„Hä? Zabuza? Der ist doch tot! Wie soll sie ihn einfangen?!“, rief Naruto überrascht.

Keiner antwortete ihn.

„Hey?! Antwortet doch! Warum wisst ihr alles und ich nichts?!“, reif Naruto.

Shikamaru seufzte und schüttelte den Kopf.

Die anderen liefen schon weiter und Naruto musste sich beeilen die anderen einzuholen.

Mit Shunshin no Jutsu erreichte Yume Kiri Gakure.

>Zabuza ist hier... Er hat nicht viel angerichtet!<

Yume stand am Meer und blickte in den Horizont, dort wo gerade die feuerrote Sonne unterging...

Sie ließ ihre Mauern um ihren Geist fallen, so spürte sie jedes Lebewesen.

Yume fühlte die Geister der Gräser, der Blumen und des Wassers, außerdem fühlte sie in der ferne

die Geister der Menschen in ihren Dörfern...

>Er ist in der nähe! Er kommt...<

Kaum war die Mauer wieder um ihren Geist, hörte sie die Stimme von Zabuza höhnisch fragen: „Suchst

du mich, Yume?“

Yume drehte sich zu ihm und lächelte, „Ja... Dich habe ich gesucht!“

Vor ihr stand Zabuza, mit seinem 2,8 Meter langem Enthauptungsmesser.

Ohne Vorwarnung ließ Yume hr Sharingan erscheinen.

Dabei blieb aber ihr linkes Auge normal und blickte ins leere.

„Ah... Warst du also mal unvorsichtig? Aber gleich blind werden...Tststs!“, neckte er.

„Spar dir deine Sprüche! Ich bin es leid.“

Jetzt stürmte sie direkt auf Zabuza zu und hielt ein Kunai in ihrer Hand.

„Du kommst jetzt brav mit!“, wiperte sie ihn ins Ohr.

„Vergiss es!“, rief er und schwang sein Messer.

Geschickt wich sie den Hieben aus und konzentrierte sich auf ihr Auge.

>Den bekomme ich nicht so leicht in mein Gen Jutsu... Ich habe nur eine Wahl – Mangekyo!<

Yume sammelte genügend Chakra an ihr rechtes Auge und öffnete es.

Ein blurotes Auge starrte Zabuza bedingeungslos an und führte ihn in eine unbekannte Welt...

>Was war das?!< dachte Zabuza erschrocken, diese Augen jagten ihn wohl oder übel Angst!

Dieses strahlende Rot durchdringt jede Pore seines Ichs und jagten ihn einen Schauer über den Rücken.

Als er die Augen aufschlug war er in einer Gasse.

Diese Gasse kam ihn so bekannt vor... als wäre er schon einmal hier gewesen...

Er trat aus den Schatten und schaute sich seine Umgebung an.

Plötzlich bewölkte sich der Himmel und die Menschen auf der Straße flohen.

Es war wie ein Déjà-Vu, als hätte er das schon alles einmal erlebt...

Doch er hat es vergessen, er erinnerte sich nicht mehr daran...

An dem anderen Ende der Straßestand ein Junge, kaum 13 Jahre alt.

Eine Frau schrie und derBoden trank gierig das rote Blut.

Der Himmel wurde schwärzer und schwärzer...

Der Junge näherte sich einer Frau, die am anderen Ende der Straße stand..

>Was zum Teufel geht hier vor? Wo bin ich hier?!< dachte Zabuza.

Mit einem Schrei stürzte sich der Junge auf die Frau und schwang ein Schwert.

„Inari!“, rief die Frau.

Doch da bohrte sich schon die Klinge durch ihre Brust...das Leben wich aus ihr.

„Inari... Mein Sohn! Es tut mir Leid... Ich konnte dich nicht beschützen...“, nach diesen Worten starb die

Frau unter Tränen und ein Blitz spiegelte sich in ihrem Kummer.

Es fiel Regen, es war so, als ob der Himmel weinte...

>Wer sind diese Leute?<

Der Junge stand auf und zog das Schwert aus dem leblosen Körper und säuberte es mit dem Regenwasser.

Mit seinen mordgierigen Augen und blutbeflecktem Gesicht drechte er sich zu Zabuza.

„Nein...“, sagte dieser, „Unmöglich! Das... bin... ich?!“

Plötzlich blieb die Zeit stehen und alles wiederholte sich noch einmal, schon wieder sah Zabuza, wie er,

als kleiner Junge die Frau umbrachte, die anscheinend seine Mutter war.

Immer und immer wieder sah er diesen Mord, unfähig sich zu rühren.

„Nein...“, flüsterte er, „Ich will das nicht!“

Er schloss die Augen um davor zu fliehen.

Doch dieser Mord spielte sich auch hinter seinen Augen ab, in seinen Gedanken, im Traum.

Zabuza wollte nur noch weg von hier, weit weg von hier, völlig egal wohin, einfach weg, weit, weit weg!

Er schrie.

In seinem Kopf sah er alles: die mordgierigen Augen des Jungen, die Tränen der Frau, die Trauer des

Himmels.

Er verstand es nicht, aber zugleich bedrückte ihn ein starkes Gefühl.

Was ist das bloß, was ihn so leiden ließ?

Zabuza hatte unzählige Male gemordet und jedesmal war ihn danach alles egal, aber warum das jetzt?

Plötzlich wurde alles schwarz.

„Erinnerst du dich?“, flüsterte jemand in seinem Bewusstsein.

„Nein, was ist das?!“

Vor ihn erschien die Frau, ihre traurigen Augen sahen ihn teilnahmelos an.

Ihre azurblaue Haare fielen sanft auf ihre Schulter und reichten bis zur Hüfte.

Die Kleidung waren etwas schmutzig, wirkte aber dennoch neu.

Eine sanfte Ruhe strahlte aus ihren Augen, aber da war auch zugleich Verzweifelung und Zorn in ihnen.

„Erkennst du sie?“, fragte es in seinem Kopf, „Du hast sie schon lange aus deiner Seele verbannt... Du

vrsteckst sie in der hintersten Ecke deines Ichs!“

Zabuza schüttelt verwirrt den Kopf.

„Nein!“, rief er und schlug wild um sich.

Wer war diese Stimme? Wer war die Frau? Das Kind? Wer war er?!

>Ich halte das nicht mehr aus!!<

Plötzlich wurde alles mit einem Schlag hell.

Zabuza lag auf dem Boden und neben ihn Haku, er war tot.

Der Schnee fällt...

>Was Haku? Es tut mir Leid... Du warst noch so jung...< dachte er und vergoss eine Träne...

Dann verschwand