I wish you a Merry X-mas
I wish you a Merry X-mas
Ich wusste gar nicht, wie ich mich dazu überreden ließ.
Es kam mir schon von Anfang an wie eine recht dumme Idee.
Und jetzt saß ich hier trotzdem auf dem Sofa. Nur darauf
wartend, das irgendetwas passiert.
Musste es ja auch.
Tobi war immer hin dabei die Kerzen des Christbaumes anzu-
zünden. Wieso machte er das überhaupt? Konnte das nicht irgend-
eine ... Erwachsener tun, der sich mit so etwas auskannte.
"Hey, Itachi! Kannst du mir mal helfen?"
Es war Konan, die mich da rief. Was musste ich den jetzt für
sie machen.
Ich ging in die Küche.
"Was ist?"
"Kannst du mal testen, ob die Ente schon fertig ist?"
Etwas desinteressiert blickte ich zum Backofen, in dem es
schon verdächtig dunkel war. Langsam trat ich darauf zu und
öffnete ihn.
sofort trat eine Rauchwolke daraus hervor.
Perplex suche ich nach dem Schalter, an dem ich dieses Ding
ausmachen konnte. Fand ihn zum Glück auch gleich.
"Ich glaube die ist fertig!", meinte ich, als sich der Rauch
wieder verzogen hatte.
"Dann können wir ja bald essen!"
Konan war seltsam fröhlich, lag das nur an Weihnachten?
Ich ließ mich wieder auf die Couch fallen.
Alle Kerzen waren jetzt angezündet.
„Hey, Tobi!“
Der Angesprochene drehte sich um.
„Du brennst“, meinte ich kühl.
Sofort fing der Andere an zu kreischen.
Wie will lief er im Wohnzimmer umher.
Bis ich ihm eine Fuß stellte und er sich der Länge nach
auf den Boden legte.
„Rollen, dann geht es wieder aus!“
Tobi machte, wie ich es ihm sagte.
Bis das kleine Feuer dann auch gelöscht war.
Etwas verbrannt setzte er sich neben mich.
„Tobi is a good Boy, hat alle Kerzen angemacht!“
„Und sogar eine mehr“, fügte ich leise hinzu, als Kisame
den Raum betrat.
„Na das sieht doch klasse aus!“, meinte er.
„Freu dich dann auch schon mal auf das Essen.“
Der Fischmensch sah mich verwirrt an.
„Ist es so schlimm?“
Ich nickte leicht.
„Na ja, probieren kann man es ja zumindest.“
Plötzlich kam Deidara hereingestürmt.
„Ihr müsst mir helfen!“
Ich und Kisame legten den Kopf leicht schief.
„Ich hab für Sasori kein Geschenk!“
Ich legte ihm die Hand auf die Schulter.
„Deidara, Sasori ist tot, dem kannst und musst du nichts mehr
schenken, er braucht es sowieso nicht mehr.“
Etwas mitleiderregend blickte mich der Blonde an.
„Und wie ich ihm noch was schenken kann, er packt es
eben nicht aus!“
Mit hochgezogener Augenbraue blickte ich zu Kisame,der
nur mit den Schultern zuckte.
Etwas irre war Deidara ja schon.
„Essen ist fertig!“, rief da aber schon Konan.
Na wunderbar. Ich würde mich nicht wundern, wenn die
Ente zwar außen verbrannt, aber Innen noch vollkommen
roh war.
Und es kam, wie ich es mir gedacht habe.
„Ich glaube man sollte etwas nehmen, was ganz nah am Knochen
ist, da ist es saftig!“, meinte Hidan zu mir, als Konan die Kartoffeln
holte. „Klar, da ist das Fleisch ja auch noch gefroren.“, erwiderte
ich nur knapp darauf.
Komischer Weise gab es sogar jemanden, dem das Essen schmeckte.
Und wenn würde das auch wundern, wenn es nicht Zetsu wäre.
Er schlang diese Ente – wenn man es so nennen konnte – einfach so
hin untern.
„Schmeckt's, Zetsu?“, fragte Tobi. Der andere nickte nur knapp.
Zumindest einer. Dem wir unsere Teller auch immer wieder zuschieben
konnten.
Zu unserem Glück war Zetsu aber schneller mit dem Essen als wir dachten.
Denn schon bald war nichts mehr da.
„Geschenke! Geschenke! Geschenke!“, rief Tobi auch gleich.
„Warte doch noch einen Moment!“, meinte Hidan.
„Wieso noch warten? Tobi will nicht mehr warten! Hat für jeden was!“
Einmal eine gute Frage von diesem Tölpel, wieso sollten wir schon
noch warten, je schneller wir fertig waren, desto schneller konnten
wir uns auch wieder etwas anderem widmen.
Doch ich fand schon bald heraus, wieso wir unbedingt noch warten
mussten. Pain war noch nicht da. Als ob der etwas für uns hatte.
Jeder sollte sowieso nur etwas für seinen Partner etwas besorgen.
Und genau an das hatte ich mich auch gehalten.
Gegen 18 Uhr waren wir dann alle wieder im Wohnzimmer bei dem
Christbaum, an dem Tobi zuvor die Kerzen angezündet hatte.
„Tobi findet das schön!“ Mit funkelnden Augen blickte er auf den
Baum unter denen ein ganzer Stapel Geschenke lagen auf den Tobi
kurz darauf auch zustürmte. „Tobi hat für jeden was!“, verkündete
er und nahm eins der Pakete und lief damit zu Konan.
„Hier!“, rief er.
Sie murmelte ein Danke und nahm es in Empfang. So machte er bis
zum Letzen weiter, der durch Zufall ich war.
„Hab auch was für Itachi! Kann er ganz bestimmt brauchen.
Das Päckchen war nicht recht groß, genauso wie auch die der anderen,
und ich fragte mich schon was drin war.
Aber wie wir es jedes Jahr machen, wurde erst aufgemacht, wenn
jeder, alles was für ihn war, hatte.
Es dauerte aber auch nicht lange.
Erwartungsvoll riss ich das Papier von Tobis Geschenk und staunte nicht
schlecht.
Es war ein Foto. Aber kein gewöhnliches. Nein!
Ich wusste zwar nicht woher er das hatte, wollte es auch gar nicht wissen.
Aber es war ein Gruppenbild, von uns allen. Sogar mal ein richtig schönes.
Sonst schauten alle darauf immer etwas böse, aber auf diesem lächelten
wir alle.
Ich blickte von dem Foto auf in das strahlende Gesicht von Tobi.
„Und? Gefällt es Itachi? Jeder hat das gleiche! War ganz viel Arbeit!“
Ich nickte und bereute irgendwie, dass ich ihm nichts geschenkt hatte.