Kiara, the life Legend
"6"
Am nächsten Morgen brachen sie dann auf. Sie ritten auf Pferden die die Hitze gewöhnt waren. Kiara ließ ihre Blicke über die endlose Wüste gleiten. Sie sollten eine Woche unterwegs sein. Mikey warf ihr ab und an Blicke zu die verheißen sollten dass er sich Sorgen um ihre blasse Haut machte und dass sie vielleicht zu schwach werden würde. Aber Kiaras zierlicher Körper täuschte. Sie war stark und auch wenn man es ihr nicht ansah unglaublich robust. Auch Barashin schien sich Sorgen zu machen, aber da eher um Natasha, die auf der ganzen Reise kaum ein Wort sprach.
„Denkst du nach?“
„Was geht das dich an?“
„Ich weiß nicht… Ich mache mir vielleicht wirklich Sorgen um dich.“
„Ach was! Ich brauche keine Hilfe, kapiert!“ fauchte sie ihn an.
„Ja, ja, ist ja gut.“
Natasha ließ ihr Pferd traben und ritt nach vorne zu Mikey.
„Wie lange wird es noch dauern, bis wir die Grabkammer erreichen?“
„Ein paar Tage. Ich denke zwei oder so.“
„Hmmm… Wird die Prinzessin das denn aushalten?“ Natasha runzelte die Stirn.
„Sie ist so zierlich.“
Mikey grinste: „Na ja, sie scheint putzmunter zu sein.“ Kiara prügelte sich inzwischen schon munter mit Kenia und Keyn. Mikey seufzte.
„Du magst sie oder?“
„Klar, wir sind verlobt, Natasha“, Mikey schüttelte sachte den Kopf und grinste.
„Sie ist niedlich, für ihre Abstammung meine ich…“
„Du stammst genau so von Don-Taylan ab, wie Kiara!“ fauchte Mikey sie an.
„Ich meinte Don-Z.“
Mikey musste sich ernsthaft zusammen reißen.
„Mike! Kommst du!“
„Ja, Kleines!“ Mikey jagte mit seinem Hengst zu Kiara nach vorne des Zuges.
„Was ist denn?“
„Ich vermisse Shandini.“
Mikey seufzte und lächelte dann.
„Ja, ich auch.“
Sie ließ ihr Pferd ein Stück galoppieren. Wie gerne wäre sie jetzt mit Shandini irgendwo anders, nur nicht hier. Sie vermisste ihre kleine Schwester. Mikey sah es ihr an.
„Ich muss nachher mal mit dir reden“, sagte er ohne sie an zu schauen.
„Hä? Worüber denn?“
„Das wirst du dann erfahren.“
Als es Abend wurde schlugen sie ihr Lager auf. Mikey und Kiara verschwanden hinter einem Hügel.
Kenia lachte: „Ich will nicht wissen was die da machen!“
Keyn lachte mit.
„Nein ihr Idioten! Sie reden. Über Wolfsklaue.“ Natasha schüttelte den Kopf über das Verhalten der Beiden. Ihre Brüder grinsten.
„Dark, Shadow, ihr solltet nicht über so etwas lachen!“ fauchte sie.
Dark sprach: „Wieso? Bist du unsere Mutter?“
„Nein aber eure große Schwester!“
Mikey blieb stehen. Kiara prallte gegen ihn und fragte: „Was wolltest du mir jetzt sagen?“
„In der Grabkammer, befindet sich nicht nur das „Golden Eye“ sondern auch das Schwert deines Vaters.“
„Wie? Mein Vater besaß ein Schwert?“ fragte Kiara.
„Ja, eines der mächtigsten Schwerter überhaupt, Kiara. Sein Name ist…“
„Was es hat nen Namen?!“
„Natürlich. Es ist ein Dämonen Schwert. In ihm steckt eine uralte Macht und zwar die meines Vaters, Don- St. Sthenos.“
„Aber dein Vater war doch da… letztens. Er hat doch gesagt wo wir das Golden Eye finden können.“
„Ja Kleines. Aber es war nur ein Teil seines Körpers. Der andere Teil ist in Wolfsklaue hängen geblieben“, er seufzte“, dann muss ich dir wohl die ganze Geschichte erzählen. Als ich sechzehn Jahre alt war…“
„Du warst auch mal sechzehn? Kann ich mir nicht vorstellen.“
„Kiara…“
Er seufzte leicht genervt.
„Was? Wenn ich es mir nicht vorstellen kann.“
Sie grinste.
„Als ich fünfzehn war, wurde meine Mutter Aparte sehr schwer krank. Sie hatte ein Fieber das niemand heilen konnte. Mein Vater nahm sein Schwert und tötete sie. Das konnte ich nicht verzeihen und sperrte ihn mit Hilfe deines Vaters in Wolfsklaue ein. Er war damals schon mein bester Freund. Dann als auf Galaria der Krieg ausbrach, den Blaires Vater Graivan angezettelt hatte, schickte dein Vater mich mit euch Beiden, Shandini und dir auf die Erde. Deine Mutter Julia wurde von Graivan gefangen genommen und verbrannt. Don- Z. hatte das gesehen, wurde zum Dämon und starb. Die Seele meines Vaters hatte sich aus Wolfsklaue befreit. Aber ein Teil seiner unsterblichen Macht war hängen geblieben.“
Kiara schluchzte leise. Sie wandte sich ab und sah zu Boden.
„Ich weiß dass es schwer ist über deine Eltern zu reden, aber irgendwann muss es sein. Außerdem wirst du sie kennen lernen wenn wir wieder auf Galaria sind. Sie wurden von dem Bruder deines Vaters, Shadows Vater, wieder belebt.“
„Wirklich?“ sie wischte sich die Tränen ab.
„Ja“, er lächelte“, du weißt nicht, wie ich deinen Vater vermisse.“
„Doch, das weiß ich, Mikey.“
Sie sah zu Boden.
„Mein Onkel heißt doch Don-Shadow, oder?“ fragte sie dann.
„Ja.“
„Also ist Shadow ja fast der gleiche Name?“
„Ja, Don-Shadow hat das Wort Don für Stärke erst bekommen als er Don-Zerberus im Kampf besiegt hat. Shadow wird sicher auch irgendwann den Titel Don haben.“
„Und du?“
„Auf Galaria bin ich auch als Don Serverus bekannt. Du weißt ja Serverus ist mein Zweitname, den ich von deinem Vater bekam. Er stellt da, dass dein Vater und ich Blutsbrüder sind.“
„Ach so ist das!“
Kiara ging ein Licht auf. Mikey nickte. Auch er war den Tränen nahe.
„Also ist Vaters Schwert Wolfsklaue auch in der Grabkammer versteckt, wie das Golden Eye, oder?“
„Ja.“
„Na, dann… Lass uns zurückgehen.“
„Kiara!“
„Ja?“
„Ich liebe dich und ich will, das du, wenn wir die Grabkammer erreichen, immer in meiner Nähe bleibst, okay?“
„Ja, Sir!“ Kiara salutierte und grinste sich einen ab. Mikey lächelte. Sie lief voraus zu den Anderen.
Es war Mittag als die Clique am nächsten Tag die Grabkammer erreichte. Es war eine ganz kleine Pyramide. Mikey schien diesen Ort sehr wohl zu kennen. Vielleicht hatte er sogar das Schwert hierher gebracht. Kiara hielt sich, wie er gesagt hatte dicht bei ihm, als sie die langen Treppen runter in das alte Gebäude gingen. Natasha sah sich interessiert um als sie unten ankamen. Mikey suchte eine Wand ab und fand einen Schalter. Die riesige Wand aus Stein hob erhob sich. Kiara schloss die Augen. Es könnte sonst was dahinter sein. Mikey nahm ihre Hand und zog sie hinter sich er. Die anderen folgten.
Der Raum war ganz aus Gold. Mikey stockte.
Anschy stupste Kiara an und sagte:
„Sieh mal!“
Kiara öffnete die Augen und sah zu dem Altar, der am Ende des Raumes stand. Zirra wartete mit ihrem schwingenden Schwert schon auf sie.
Mikey zog Kiara hinter sich und fauchte sie an:
„Was suchst du hier!?“
„Ich soll unseren kleinen Verräter um die Ecke bringen!“ lachte sie.
Sky kam hervor.
„Mikey, das ist meine Sache, nehmt das Golden Eye und das Schwert und verschwindet von hier!“ flüsterte er Mikey zu.
Der schüttelte den Kopf, ging zu Zirra, öffnete die Truhe und rief:
„Kiara, komm her!“
Sie folgte. Voller Ehrfurcht schlüpfte sie an Zirra vorbei zu ihm. Sie wusste nicht wie viel Stolz Mikey in sich trug, um sich nicht auch vor der vollwertigen Dämonin zu fürchten. Vielleicht wollte er auch nur ein Vorbild sein. Das konnte er wirklich ganz gut.
„Nimm das Schwert, ich kann es jetzt nicht berühren, es würde mich töten.“
Kiara nahm vorsichtig das Schwert heraus. Die alten Energien die in ihm flossen, durchströmten das Mädchen.
…Sie sah ihren Vater, wie er ein Baby im Arm hielt. Er war jung, vielleicht gerade mal neunzehn Jahre alt. Ihre Mutter Julia stand neben ihm. Sie war schön, Mikey hatte nicht übertrieben als er von ihr und Don erzählt hatte. Mikey stand bei ihnen. Sie wusste nicht, mit wie viel Liebe die drei das Baby anstarrten. Julia fing an zu lachen und eine Frau kam in den Saal. Don lächelte und gab ihr das Kind. Kiara wusste das sie das Baby war. Die Frau war ihre Patentante Leia, die Mutter von Joana und Toja…
Die Bilder zogen wie Blitze an ihr vorbei. Sie zitterte und zog das schwarze Schwert aus der Hülle. Wolfsklaue leuchtete auf und fing urplötzlich an Zirra an zu bellen. Die beleidigte Hundestimme bellte aus dem Schwert heraus. Kiara sah das Schwert an wie das achte Weltwunder und ließ es dann vor Schreck zurück in den Flaum fallen, in dem es gelegen hatte.
„Was ist das?“ fragte Kiara Mikey.
„Das bellen?“
„Ja.“
„Der uralte Hundedämon der darin eingeschlossen ist.“
„Und das Flaum Zeug?“
„Drachenflaum, kommt an auf Galaria sehr schwer dran, die Drachen sind sehr launisch wenn sie Junge haben.“
„Es gibt Drachen auf Galaria?“
Er nickte in dem Moment hörte er wie Sky auf Zirra los ging und die
ihr Schwert gegen ihn richtete. Kiara hob Wolfsklaue, machte einen gewaltigen Satz zwischen die Beiden und hielt Zirras Schwert mit Wolfsklaue auf. Die schrie auf und prallte zurück. Sky stolperte und viel neben Kiara zu Boden. Die zückte das Schwert und ließ es aus einer Handbewegung, die Don-Zerberus nicht besser hätte machen können, auf Zirra herab schnellen. Kiara schloss die Augen, da sie wusste dass sie gleich erbrechen würde wenn sie den Anblick jetzt ins Auge sah.
Sie spürte wie Mikey sie in den Arm nahm und flüsterte:
„Du hast sie besiegt und Sky das Leben gerettet.“
Kiara hörte Anschy die nur einen komisches Geräusch hören ließ, als ob sie vor Erleichterung zusammen brechen würde. Shadow fing bei dem zerfetzten Anblick von Zirra an zu lachen. Sein Bruder Dark, hatte sich in eine Ecke verzogen um es nicht sehen zu müssen. Natasha sah zu Boden. Kenia und Keyn waren schon raus gerannt um zu erbrechen. Barashin war der Einzige der hinsehen konnte ohne zu lachen oder zu spucken. Er sah es sich mit arrogantem Blicken an und ging dann raus ohne etwas zu sagen, obwohl sich sein Magen umdrehte. Mikey hielt Kiara noch immer fest, bis diese sich entzog und ohne zurück zu blicken, das Golden Eye aus der Truhe