Just like thunder

One-Shot

Just like thunder

Jedenfalls entschuldige ich mich gleich vorweg, da diese Idee mir wirklich sehr spontan kam und ich sie nicht länger fassen wollte, als unbedingt notwendig, denn sonst, so hatte ich das Gefühl, ginge andernfalls die Intensität verloren.

Just like thunder

Einmal.
Zweimal.

Er zählte und zählte, immer und immer wieder. Was hatte er anderes zu tun? Der Junge mochte es, wenn es donnerte und Blitze einschlugen. Besonders den Donner mochte er.
Er war eben nicht wie die anderen Kinder – die wären längst vor Angst weggelaufen.
Sie mochten so etwas nicht, warum verstand er aber nicht. Blitz und Donner waren doch nicht Furcht einflößend, oder?

Dreimal.
Viermal.

Manchmal fühlte er sich wie der Donner. Er war nicht so grell wie der Blitz und trotzdem hatte man mehr Angst vor ihm. Er zerstörte nichts im Gegensatz zu dem Blitz und trotzdem hatte man mehr Angst vor ihm. Man sah ihn nicht im Gegensatz zu dem Blitz.
Und trotzdem…
Der Donner war Furcht einflößend.

Fünfmal.
Sechsmal.

Er zerstörte nichts.
Ihn sah man so gut wie nie, weder auf den Straßen, noch woanders.
Und trotzdem…
Er war Furcht einflößend.

Er wusste nur zu gut, wie die anderen Bewohner von Rukongai über ihn sprachen. Dass sie Angst vor ihm hatten, vor ihm und seinem Verhalten. Eigentlich war er nicht so kalt wie alle meinten, zumindest dachte er das. War er es am Ende doch?
Oder war es seine Haarfarbe?
Seine Art?
Oder gar sein Aussehen?

Siebenmal.
Achtmal.

Er war nicht wie der Donner. Der Donner hatte keine seltsame Haarfarbe und keine seltsame Art. Der Donner war einfach nur ein Donner. Folgte einfach nur dem Blitz.
Er war wie Eis, sagte man. Eis war kalt, tot und tötete. Der Donner tötete nicht.

Aber wenn er der Donner wäre… dann würde man ihn nicht sehen, nur hören. Wollte er eigentlich gehört oder gesehen werden? Oder gar beides? Oder nichts?
Zerstören wollte er nicht, genauso wenig wie töten. Warum also glaubte man, er wäre wie Eis?

Neunmal.
Zehnmal.

Er könnte ihnen auch einfach widersprechen. Es wäre wirklich einfach, nur ein Nein, das stimmt nicht!
Aber so etwas tat er nicht. Er würde auch nicht gehört werden, selbst wenn er es wollte.
Manchmal wollte er wie der Donner sein, manchmal sogar wie das Eis, aber er hatte noch nie der Blitz sein wollen.

Elfmal.
Zwölfmal.

Sein Blick richtete sich gen Himmel. Das Gewitter war vorüber gezogen, der Blitz war verschwunden und den Donner hörte man schon lange nicht mehr.
Es hatte sich diesmal ziemlich lange hingezogen. Er freute sich schon auf das nächste Gewitter. Dann könnte er wieder das Donnern zählen. Im Stillen versprach er sich selbst und dem Donner, ihn in Zukunft immer zu zählen.

Er hatte sein Versprechen gehalten.
Bis Momo aufgetaucht war. Und später noch Matsumoto.
Seit damals hatte er aufgehört das Donnern zu zählen.

FIN