I love a Model?

Sonnenbrand, Fragebögen und Peinlichkeiten

I love a Model?

Sonnenbrand, Fragebögen und Peinlichkeiten

Am Horizont erkannte man schon den leichten Schein der Sonne, die langsam begann auf zu gehen. Vor kurzem sind die Schüler der Night Class in ihr Wohnheim „Mond“ zurück gekehrt. Die Arbeit der Vertrauensschüler war hiermit beendet und sie wollten erschöpft in ihr eigenes Wohnheim zurück kehren, jedoch wurden sie noch einmal aufgehalten.
Eine schwarze Limousine fuhr vor und kam vor Yuki und Zero zum stehen. Verwundern betrachteten sie diese, als eine Scheibe runter ging und eine junge Frau mit schwarzen Haaren zum Vorschein kam.
„Tut mir Leid, dass sie so spät kommen, aber es hat doch etwas länger gedauert als erwartet. Shiki-kun hatte so einen furchtbaren Sonnenbrand und er war daher zu lange in der Maske.“. Erklärte die Frau sofort entschuldigend. Zero sah sie mit hochgezogener Augenbraue an.
„Ach, das macht doch nichts.“, erwiderte Yuki schnell und lächelte leicht. Etwas weiter hinten ging nun eine Wagentür auf und Rima stieg aus, während sie energisch auf jemanden einredete. Zero und Yuki wandten sich sofort ihr zu. Kurz darauf stieg Senri Shiki aus dem Wagen mit so ziemlich genervter Miene.
„...das ist nur, weil du nie mit unter den Schirm kommst in der Sonne.“, beschwerte Rima sich, was Shiki aber so ziemlich kalt ließ. Als er die beiden Vertrauensschüler erblickte, zeigte er einfach mit dem Finger auf sie, um Rima auf sie aufmerksam zu machen. Sofort unterbrach sie ihren Redeschwall und wandte sich um. Yuki reagierte sofort.
„Shiki-senpai, Toya-senpai! Wo kommt ihr denn so spät her?“, fragte sie ein wenig überrascht. Shiki ging auf sie zu, ebenso Rima.
„Fotoshooting...“, minte Shiki und wollte sich zu seinem Wohnheim aufmachen. Jedoch wurde er von der Frau im Auto aufgehalten.
„Shiki-kun! Sieh zu, dass du etwas gegen deinen Sonnenbrand unternimmst.“, sagte sie streng zu ihm, woraufhin er sich zu ihr wandte und eilig nickte.
„Und Rima, sorge dafür, dass er sich nicht so extrem er Sonne aussetzt.“, sagte die Frau noch an Rima gewandt.
„Geht klar.“, stimmte diese zu.
„Ihr hört von mir.“ Mit diesen Worten verabschiedete die Frau sich und machte die Scheibe wieder hoch, ehe die Limousine davon fuhr.
Stille, durchbrochen von Shikis Gähnen. Yuki, Zero und Rima wandten sich ihm zu und betrachteten ihn. Anscheinend verstanden nur Toya und Shiki selbst, wo dieser Sonnenbrand hatte, denn für die Vertrauensschüler sah er bei näherem Betrachten ganz normal aus.
„Ähm...Shiki-senpai?“. Sprach Yuki ihn schließlich verunsichert an.
„Hm?“, machte er monoton, ehe er sich auf den Weg zum Wohnheim machte. Schnell folgte Yuki, ebenso Rima und ein misstrauischer Zero.
„Du hast doch gar keinen Sonnenbrand.“, meinte Yuki. Schnell holte Toya auf und stellte sich vor Shiki, so dass dieser stehen bleiben musste.
„Und ob er einen hat. Sieh mal, wie rot er ist.“, sagte sie und zog Yuki näher zu Shiki. Mit gleichgültigem Blick ließ er das Ganze über sich ergehen.
„Ähm...“ Etwas errötend sah Yuki zu ihm, konnte allerdings nirgends etwas rotes, geschweige denn wirklichen Sonnenbrand erkennen.
Zero seufzte und schüttelte nur den Kopf. Typisch Models, dachte er, die übertreiben maßlos.
„Er hat sich zu lange in der Sonne aufgehalten und nun ist er ganz rot.“, erklärte Toya und sah tadelnd zu Shiki.
„Und...und deshalb hat er dieses Shooting aufgehalten?“, wollte Yuki unsicher wissen und wandte den Blick von Senri ab.
„Und wie!“, bestätigte Rima. „Der Sonnenbrand musste überschminkt werden, deshalb haben wir viel länger gebraucht.“
Yuki sah nun zu Shiki.
„Ach so...“, machte sie nur und sah zu, wie er erneut gähnte.
„Lass uns gehen, Rima. Ich bin müde...“, meinte er und ließ sie stehen. Schnell eilte Rima ihm nach.
„Das ist nur dir zuzuschreiben. Wir hätten viel früher hier sein können. Und nun wird es sogar schon hell.“, redete sie auch sofort weiter auf ihn ein.
Etwas verwirrt sah Yuki ihnen nach.
„Sonnenbrand...“, murmelte Zero abfällig, als er an ihr vorbei auf ihr Wohnheim zu ging. Yuki folgte ihm leicht lachend.
„Das sind Models, Zero.“, sagte sie als Erklärung für diesen Aufstand. Gleichzeitig fragte sie sich allerdings, wie Shiki es schaffte als Vampir „Sonnenbrand“ zu bekommen, wenn er sich doch gar nicht so häufig, wie Rima es sagte, in der Sonne aufhielt. Zero schien das Gleiche durch den Kopf zu gehen.
„Lass uns schlafen gehen, Zero. Wir haben nicht mehr viel Zeit dazu.“, meinte Yuki, um das Thema zu wechseln. Stumm nickte dieser und sie gingen zu ihrem Wohnheim.

Währenddessen kamen auch Shiki und Rima in ihrem Wohnheim „Mond“ an. Begrüßt wurden sie von Aido, Kain und Ruka, die in der Eingangshalle saßen.
„Ihr seid spät dran.“, bemerkte Kain und sah auf die Uhr. Rima holte sofort Luft, um ihnen zu erklären, wieso. Shiki unterdessen nahm sich ein Glas mit Wasser, warf eine Bluttablette hinein und setzte sich zu den anderen aufs Sofa. Dort lehnte er sich zurück und nahm einen Schluck aus seinem Glas. Nachdem Rima ihnen erzählt hatte, wie Senri das Fotoshooting aufgehalten hatte, huschten alle Blicke zu diesem, um dessen Sonnenbrand zu suchen. Sofort sprang Aido auf und setzte sich neben ihn.
„Shiki!“, sagte er tadelnd. „Lass dich ansehen. Du siehst furchtbar aus.“ Gespielt empört sah er ihn an, sah natürlich nirgends einen Sonnenbrand, genauso wenig wie einer der anderen.
Shiki trank sein Glas leer, stellte es dann auf dem Tisch ab und erhob sich
„Ich brauch meinen Schönheitsschlaf, Leute.“, meinte er dann, ehe er die Treppe hinauf in einen Raum verschwand-
. Rima verabschiedete sich ebenfalls und folgte ihm. Etwas verwunert sahen die anderen ihnen nach.
„Schon schwer, Model zu sein.“, seufzte Aido und füllte sein Glas mit Wasser nach, warf eine Tablette hinein und nahm einen Schluck.

Einige Stunden später saßen Yuki, Zero und Rektor Kurosu zusammen beim Frühstück.
„Dürfen Toya-senpai und Shiki-senpai das Gelände eigentlich für Fotoshooting und so verlassen?“, fragte Yuki neugierig, ehe sie in ihr Brötchen biss.
„Natürlich, immerhin sind sie Models“, stimmte der Rektor zu, als er aus der Küche herbei eilte. Zero aß missgelaunt sein Frühstück. Rektor Kurosu sah nun zu ihm.
„Nicht so grimmig, Kiryu-kun, immerhin habe ich eine wichtige Aufgabe für euch heute Nacht.'', meinte er gut gelaunt. Nun sah Zero noch missgelaunter aus, da er sich denken konnte, um was es in der Art ging.
„Heute Nacht?“, erwiderte Yuki unwissend.
„Ja, mein süßes Töchterlein. Die Night Class hat heute Nacht keinen Unterricht. Allerdings habe ich für jeden von ihnen einen Fragebogen, den sie ausfüllen sollen. Ich weiß, wie schlampig sie das letzte Mal einen Fragebogen ausgefüllt haben, daher würde ich euch bitten dies zu überwachen.'', erklärte der Rektor.
„Oh...okay.“, stimmte Yuki zu und aß ihr Frühstück auf. Zero war der Hunger schon vergangen. Gut gelaunt stand Yuki schließlich auf.
„Lass uns gehen, Zero. Sonst sind wir wieder zu spät.'', meinte sie und der Angesprochene nickte, ehe er auch aufstand und sie zusammen die Wohnung des Rektors verließen, der ihnen etwas verwundert hinterher blickte.

Den Rest des Tages passierte eigentlich nichts außergewöhnliches. Am Abend fanden sich die beiden Vertrauensschüler im Büro des Rektors ein und erhielten genauere Anweisungen, bevor sie ins Wohnheim „Mond“ sollten.
„Sorgt aber dafür, dass sie die Fragebogen auch wirklich gewissenhaft ausfüllen.“, sagte Kurosu eindringlich.
„Keine Sorge.“, versicherte Yuki und nahm den Stapel Bögen entgegen.
So machten sie sich kurze Zeit später auf den Weg zu den Vampiren. Vor dessen Wohnheimtür angekommen, klopfte Yuki. Es dauerte nicht lange und die Tür wurde geöffnet.
„Yuki-chaaan.“, rief Aido erfreut und zog Yuki in die Eingangshalle, ehe er Zero die Tür vor der Nase zu knallte. Augenblicklich bildete sich eine Wutader auf Zeros Stirn und er folgte Yuki, ohne zu warten, dass die Tür ihm wieder aufgemacht wurde. Jetzt schon genervt, lehnte er sich gegen die Wand und sah zu, wie Yuki von Aido geknuddelt wurde.
„A-Aido-senpai!“, sagte diese erschrocken und versuchte sich aus dessen Umarmung zu befreien.
„Aido, lass die arme Yuki doch erstmal rein kommen.“, tadelte Takuma ihn, als er die Eingangshalle betrat.
„Tut mir Leid Yuki-chan.“, entschuldigte Aido sich und ließ sie nun los.
„Was führt dich zu uns? Wir haben doch heute gar keinen Unterricht.“, fragte Takuma und setzte sich mit einem Buch in der Hand auf das Sofa.
„Ihr sollt ein paar Fragebogen ausfüllen und wir sollen das Ganze überwachen.“, erklärte Yuki und hielt ihnen den Stapel entgegen. Seufzend nahm Aido ihn ihr ab und legte ihn auf den Tisch, ehe er sich selbst einen Bogen nahm und ihn durch blätterte.
„Nicht schon wieder einen...“, beschwerte Ruka sich und nahm auch einen. Rima tat es ihr gleich.
„Was hat Kurosu bloß mit seinen Fragebogen?“, seufzte sie ebenfalls. Neugierig nahm Ichijo ebenfalls einen Bogen, nachdem er sein Buch weg gelegt hatte.
„Seltsame Fragen...“, meinte Aido und verschwand im angrenzenden Raum.
„Ich hab Durst.“, ertönte es von der Treppe und Yuki wandte sich ihr zu. Shiki, gefolgt von einer Vampirin, kam die Treppe hinunter. Etwas gelangweilt fuhr er sich durchs Haar. Unwillkürlich musste Yuki sich eingestehen, wie gut Shiki eigentlich aussah...
Ohne auf zu sehen, sagte Rima: „ Shiki, Fragebogen!“
„Bitte nicht...“, stöhnte dieser und nahm sich einen von dem Stapel, setzte sich auf das Sofa und lehnte sich zurück. Genervt durchblätterte er den Fragebogen, bis er fragte: „Hat mal einen