Fanfic: Rache oder Freundschaft?

Untertitel: Sie hat es sich geschworen...

Kapitel: Von Ruhe und Hausfrauenproblemen

Endlich wieder zurück und sogar gleich mit zwei Kappis! Ich entschuldige mich herzlichst, dass ich kein Kappi in den letzten Tagen oder eher gesagt letzten zwei Wochen geschrieben habe, aber wie schon im vorhergehenden Kapitel benannt, bin ich umgezogen. Also gut, ich wohne statt 2 km jetzt sogar 6 km von meiner Schule entfernt, aber das krieg ich auch noch gebacken. Und als Trost schenke ich euch gleich 2 Kapitel! Viel Spaß!!

Nun waren sie wieder zuhause. Kakashi musste nur noch einen Tag im Krankenhaus aushalten. Ihm gefiel es dort überhaupt nicht! Noko zog ihn an der Hand hinter sich her und schleppte ihn zum Bett. Nur mit Mühe konnte er der Kleinen folgen und versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Man wollte ja nicht schwach dastehen. Als er nach einer kleinen Diskussion dann doch im Bett lag, lief sie in die Küche und setzte Wasser auf. Sie suchte nach einer Tasse und Tee, schüttete das heiße Wasser in dieselbige und brachte das Getränk ins Schlafzimmer. Sie belehrte ihn, auch wirklich liegen zu bleiben und ging dann aus dem Zimmer.

Zuerst wollte sie das Geschirr abspülen. Sie musste allerdings feststellen, dass es gar nicht so viel war. Also ließ sie Wasser in das Waschbecken, steckte den Stöpsel in den Abfluss und tat Spülmittel hinein. Ihr gefiel der Schaum, der dabei immer hochstieg. Langsam fing sie an mit dem Lappen jeden Teller und jede Tasse abzuwaschen. Dann holte sie sich ein Handtuch und nahm einen Teller in die Hand. Versehentlich verspritze sie ein bisschen Wasser. Grade als sie abtrocknen wollte, meinte eine Stimme hinter ihr: "Noko..." Erschrocken trat sie einen Schritt zurück, rutsche dabei in einer Pfütze aus und ließ den Teller fallen. Grade noch rechtzeitig fing Kakashi sie auf und schnappte sich mit der anderen Hand den Teller.

"Das war ja mal knapp, würde ich sagen...", meinte er leise. Man konnte sehen wie sich eine leichte Röte über ihr Gesicht schlich und ihr Blick verlegen nach unten wanderte. "Schon gut, ist nicht schlimm", versuchte er sie zu beschwichtigen. Dann ließ er das Wasser aus dem Spülbecken und half ihr beim Abtrocknen. Nun bemerkte sie erst, dass er aus dem Bett war und sich nicht ausruhte. Mechanisch drehte sie sich zu ihm um und schob ihn wieder ins Schlafzimmer. "Tsunade hat gesagt, Sie müssen noch liegenbleiben." Mit diesen letzten Worten und ohne eine Chance einer Erwiderung ging sie aus dem Zimmer, wieder in die Küche. Die Tür flog energisch hinter ihr zu.

Letztendlich hatte sie es auch alleine geschafft, das restliche Geschirr abzutrocknen und ihres Wissens nach in die Schränke einzuordnen. Kakashi, der nun schon geschlagene 15 MINUTEN (!) im Bett lag, hatte natürlich Langweile. Was sollte man denn auch im Bett, wenn es einem doch gut geht?! Eine kurze Weile überlegte er, griff dann zum Nachttisch und nahm sich ein Buch mit orangefarbenem Umschlag. Darauf war in roten japanischen Schriftzeichen 'Icha-Icha-Paradise' gedruckt. Er las diese Reihe von Büchern schon seit knapp einem Jahr und sie schien ihm auch gar nicht so schlecht zu gefallen. War ja auch unerlässlich für einen Mann! Und es wurde ja sogar von einem berühmten Autor geschrieben: Jiraiya! Tja, wer konnte denn da noch drauf verzichten? Er jedenfalls nicht. Gleich nachdem er die ersten drei Zeilen gelesen hatte, schlich ihm eine verlegene Röte über die Wangen. Naja, was auch sonst...

Schon wieder kramte sie in einem Schrank nach irgendwelchen Sachen. Es rumste und polterte nur so daher. Schließlich fand die Kleine dann doch, was sie suchte: Einen Besen! Wenn das mal nicht das Seltenste von der Welt ist. Sofort fiel ihr ein schönes Lied ein, aber sie riss sich lieber zusammen, als sich vor irgendjemandem ganz zufällig lächerlich zu machen. Natürlich war mit diesem irgendjemandem Kakashi gemeint. Oder auch der Hund. Aber der schlief ja lieber, als sich seine freie Zeit mit einem kleinen Mädchen zu teilen. Also fing sie an zu fegen. Zuerst setzte sie im Wohnzimmer an und gelangte in alle kleinen schmutzigen Ecken, die ihr irgendwie auffielen. Wenn sie doch nur nicht so ein Tollpatsch wäre! Nur einmal hatte sie den Besenstiel unvorsichtig gehalten und war gleich gegen eine wunderschöne und vermutlich auch teure Vase gestoßen. Jetzt müsst ihr es euch dramatisch vorstellen: In Zeitlupe wurden die Augen des kleinen Mädchens ganz groß und starrten nur so nach der Vase, die sich grade auf den Weg zum Boden machte. Langsam fiel sie Zentimeter für Zentimeter und kam der Chance zu zerbrechen immer näher. Als ob sie das geplant hätte, diese fiese, miese, hinterhältige, durchtriebene Vase!

Also gut wieder schnell bitte! Um in der Gegenwart zu bleiben, spulen wir mal ein bisschen vor. Was war denn jetzt geschehen?! Sie lag auf dem Bauch, die Hände hilflos nach vorne ausgestreckt und um eine ... naja ich sag mal ... VASE geklammert! Glück gehabt. Dann war ja nochmal alles gut gegangen, oder? Sie stellte die Vase vorsichtig auf dem Boden ab und stand erstmal auf. Wie vom Schicksal verfolgt, war der riesige Hund plötzlich hellwach und lief ins Wohnzimmer, direkt auf die Vase zu. Mit einem Gebell und Gejaul stürzte auf das zarte Stück Porzellan! Maul auf und rein damit. Er rannte in den Garten, der gleich an das Wohnzimmer anschloss und suchte nach einer geeigneten Stelle zum verstecken. Die Tür zum Garten hatte offen gestanden. Es sollte ja Sauerstoff in die warme Wohnung fließen. Das Mädchen rannte gleich verzweifelt hinterher, erkannte jedoch, dass sie mit ihren kurzen Beinchen nicht schnell genug war und suchte nach einem geeigneten Gegenstand, um sich der Vase wieder annehmen zu können. Wie alle anderen Kinder auch, spielte selbst sie gerne mit den nur allzubekannten Gartenschläuchen, durch die das Wasser so schön frisch durchfloss. Sie bediente sich des grünen Werkzeug, drehte das Wasser auf und lief dem gehässigen Tier hinterher.

Ein paar Mal mehr Gebell und man konnte erkennen, dass sie nun wieder im Besitz des ihr so wichtigen Gegenstandes war: DER VASE! Nur im Austausch dafür hatte nun der Hund den Gartenschlauch im Maul, was natürlich nicht so gut kam. Mit einem Affenzahn setzte er auf das kleine Kind zu und überschüttete sie nur gradezu fröhlich mit dem nassen Zeug. Sie schrie laut auf und versuchte sich durch Weglaufen zu retten, aber es hatte alles keinen Zweck. Der Hund war nunmal zu schnell für sie. Natürlich wurde auch Kakashi auf die beiden Herumtollenden aufmerksam und machte sich auf den Weg, ihnen eine Lektion zu erteilen.