Verloren & Versagt
Ich habe vollkommen versagt (Naruto)
Es ist dunkel...
Es ist unglaublich dunkel hier... ...
Wo bin ich...?
Ich weis es nicht... ...
Aber, obwohl es dunkel ist, komme ich mich geborgen vor.
Der Geruch erinnert mich stark an etwas Bekanntes.
Ich kenne diesen Ort, auch wenn ich nichts erkenne.
Mein Kopf schmerzt... ...
Ich kann meinen Körper nicht richtig bewegen... ..
Was ist nur passiert?
Ich will wach werden, jetzt sofort.
Es ist etwas wichtiges passiert, aber ich weis nicht mehr was... ...
Nach einer schieren Ewigkeit mache ich meine Augen auf und sehe mich etwas um.
Meine Sicht ist schlecht und trüb, aber ich erkenne, wo ich bin.
Ich bin im Krankenhaus... ... aber warum...?
Auf einmal überkommen mich starke Kopfschmerzen.
Meine Erinnerung kommt langsam wieder.
Einzelne Brocken spielen sich vor meinen Augen ab, dann erkenne ich dich.
Du stehst weg von mir, auf der anderen Seite des Wasserfalls.
Du hast mir den Rücken zugedreht, anwortest mir nicht, wenn ich dich etwas frage.
Aber was ist weiter passiert...?
Warum warst du da, so weit weg von zu Hause?
Warum wolltest du nochmal gehen...?
Ich atme schwer, mein Körper tut schrecklich weh.
`Ich muss stärker werden´... ... ...
`Ich muss weg von Konoha´... ... ...
`Ich muss meinen Bruder töten, muss Rache nehmen´... ... ...
Verdammt, du wolltest abhauen, wurdest von... ... von Orochimaru weggelockt... ...
Es fällt mir wieder ein...
Ich wollte dich nicht gehen lassen.
Ich hatte Sakura-Chan versprochen, dich wieder zu bringen.
Aber du wolltest nicht mit...
Du sagtest, wir würden dich nur aufhalten.
Du sagtest, dass du nicht wieder zurück kommst.
Und du hast mich angegriffen.
Verdammt, ich bin dein Freund und nicht dein Feind... ...
Warum hast du das getan?
Du warst schon immer ein Einzelgänger, dein Blick war immer so unglaublich kalt und einsam.
Aber dann, im Tal des Todes, lief mir ein eiskalter Shauer über den Rücken, als du mich angesehen hast.
Nein...
Das warst nicht mehr du... ...
Du warst alles, aber nicht mein Rivale und Freund, du warst nicht mein Sasuke... ...
Ich gebe es offen zu, ich hatte schrekliche Angst, als du mich angesehen hast.
Deine Augen blitzten rot auf, aber das Sharingan hatte mich noch nie eingeschüchtert.
Es war dein Blick.
Dein Blick war kalt, leblos...
Das waren nicht deine einsamen, kalten Augen... ...
Das waren Augen einer Puppe, einer Puppe, die nichts entfinden kann.
Aber ich gebe dich nicht auf.
Ich bin so entschlossen, dass ich dir, wenn es nötig wäre, sämtliche Knochen breche und dich zurück schleife.
Aber du wehrst dich, bist genauso fest entschlossen wie ich.
Aber so waren wir schon immer.
Du warst zwar ein Stratege, aber am liebsten wollen wir beide doch nur mit den Kopf durch die Wand.
Also lag es ganz allein an unserer Stärke, wer am Ende gewinnt.
Naja, eigentlich willst du nicht einfach `gewinnen´... ...
Du willst mich umbringen... ...
Komisch.
Ich dachte, beste Freunde bringen sich eigentlich nicht um.
Aber vielleicht hast du ja recht... ... vielleicht musst du mich töten... ...
Ich kann das schlecht beurteilen, schließlich warst du mein erster bester Freund.
Ein erbitterter Kampf entfacht zwischen uns.
Ich versuche alles, hetze meine Doppelgänger auf dich, versuche es mit dem Rasengan.
Aber du bist viel stärker als ich.
Du bist schnell, packst mich an der Kehle und stemmst mich mühelos hoch.
Auf deiner Haut sind weder diese komischen Schriftzeichen... ... oder Flecken...
Ich sage dir, du bist mein bester Freund.
Ich weine, aber man merkt es dank dem vielen Wasser auf meinem Gesicht nicht.
Ich will nicht sterben, hörst du...?
Ich will mit dir zurück nach Konoha, mit dir dort trainieren, Spaß haben und streiten.
Du durchbohrst mich mit dem Chidori - deiner stärksten Technik.
Ich habe einen starken Schmerz auf meiner linken Brustseite... ...
Du hast mich schwer getroffen... ...
Ich verliere fast die Besinnung... ... ... ...
Ich hätte es gerne vermieden, hätte es dir gerne erspart.
Aber du lässt mir keine andere Wahl, mein Freund.
Wohlwissend, dass es für mich wie dich gefährlich ist, benutzte ich das rote Chakra - den Neunschwanz.
Ich blocke deinen nächsten Schlag ab, du weichst dann schnell zurück.
Ich spüre, wie die Wunde heilt und sehe zu dir.
Du siehst erschrocken und geschockt aus... ...
Richtig... ... als ich gegen Haku dieses Chakra verwendete, warst du bewusstlos.
Gegen Gaara warst du zu sehr mit diesen Flecken beschäftigt, um es zu merken.
Du siehst komisch aus.
So aus der Fassung habe ich dich noch nie gesehen.
Aber darüber können wir später lachen.
Ich stürmte auf dich zu, bin zu schnell für deine Augen.
Ich schlag dich windelweich, verzeih mir das bitte.
Ich prügle auf dich ein, treibe dich die Felswand hoch und wieder runter, schleudere dich über das Wasser.
Dann halten wir kurz an, stellen und auf Baumstämme.
Ich bin erschöpft... ...
Das Chakra ist noch zu gefährlich für mich und meinen jungen Körper.
Du bist auch außer Atem, starrst mich verwirrt an, suchst nach einer Lösung.
Ich versuche es ein letztes mal... ...
„Sasuke, hör auf... du bist wie ein Bruder für mich, lass uns zurück nach Hause gehen.“
Du schweigst, siehst mich nur an.
Ich glaube, meine Worte erreichen dich.
Ich lächle: „Lass uns zurück. Du bist mein bester Freund, ich will nicht weiter gegen dich kämpfen.“
Plötzlich nimmst du dein Stirnband aus der Hosentasche, bindest es dir um.
Deine kalte Stimme erreicht mich, aber sie klingt auch unendlich traurig... ...
„Es ist zu spät, Naruto. Ich kann nicht mehr zurück... ...“
Ich bin entsetzt.
Warum zwingst du mich dazu, dir weh zu tun?
Ich will das doch gar nicht... ...
Aber gut.
Ich tu alles mögliche, damit du wenigstens nicht zu Orochimaru gehst.
Ich greife an, stürme auf dich zu.
Aber jetzt blockst du auf einmal meine Angriffe ab.
Was geschied hier?!
Noch vor einem Augenblick war ich dir haushoch überlegen und jetzt wehrst du dich mit einfachen Bewegungen, Tai-Jutsu.
Ich werde wütend, ich darf nicht versagen, darf dich nicht verlassen und ziehen lassen.
Unerbittlich greife ich dich weiter an, aber du bist mir überlegen.
Ich versuche es mit Schattendoppelgängern, aber ergebens.
Du bist einfach zu stark.
Ich darf nicht aufgeben, darf nicht versagen.
Das würden du und ich mir niemals verzeihen.
Ich schleudere dich mit meinen Doppelgängern auf die Felswand, dabe bin ich an der Front und packte dich an den Füßen.
Wie vorhin benutzt du deine Feruerverstecke, verbrennst meine Doppelgänger zu Asche.
Das Feuer ist heiß, durch es pulsiert dein Chakra.
Ich bin erstaunt und beeindruckt, sage es dir auch.
Aber du scheinst entsetzt zu sein, deine Augen haben einen eigenartigen Glanz.
Hast du nicht damit gerechnet, dass du mit dieser Technik auch mich verletzt?
Du schreist etwas... ...
„Es ist zu spät Naruto!!!!“
Du schubst mich von dem Felsvorsprung, springst hinterher.
Du packst mich, sodass ich mit dem Kopf voraus Richtung Boden falle.
Ich schlage auf, ich habe das Gefühl, mein Kopf bricht in Stücke.
Du lässt von mir ab, kriechst etwas zurück.
Ich falle nach vorne um, ich kann mich nicht mehr bewegen.
Bin ich etwa tot...?
Hast du dein Ziel erreicht...?
Ich falle ins Wasser, treibe auf den See hinaus.
Ich sehe nichts mehr, merke nichts mehr.
Doch dann bin ich nicht mehr im Tal, nicht mehr auf den See.
Es ist dunkel hier, das Licht taucht alles in ein leichtes Rot.
Eine Stimme, nein, jemand brüllt mir etwas zu.
Ich versteh es nicht, lasse es einfach geschehen.
Ich bin zu schwach um etwas zu tun... ...
Plötzlich richte ich mich wie von selbst auf, sehe dich vor mir stehen.
Und ich schlage dir mitten ins Gesicht.
Du krümmst dich vor Schmerz, weichst weit zurück.
Eine Kraft pusiert durch meinen Körper, ich kann es deutlich spüren.
Jetzt hast du ein echtes Problem.
Ich greife an, du kannst selbst mit dem Sharingan meine Bewegungen nicht sehen.
Ich schlag zu, schmettere dich gegen eine Feslwand.
Ich bitte dich, wehr dich nicht.
Ich habe keine Kontrolle, ich habe Angst, dass ich dich sonst schwer verletze.
Bitte, ergib dich und komm mit mir.
Du stehst da, rufst mir zu, du wüsstest selbst nicht, was nun mit dir geschied.
Ich sehen, wie die Flecken größer werden, sie überziehen deine bleiche Haut und tauchen sie in ein dunkles Grau.
Deine Haare werden auch heller und länger, deine Augen werden nock kälter und schwarz.
Ich muss dich aufhalten, jetzt sofort.
Ich renne auf dich zu, greife dich frontal an.
Ich will meine Krallen in dich hineinbohren, dich bewegungsunfähig machen.
Du grinst.
Du grinst und hast diesen leeren, bösartigen Ausdruck in den Augen.
Ich schlage zu, schleife dich lange mit mir, halte buchstäblich am Fuß einer der Statuen an.
Der Staub legt sich und meine Augen weiten sich.
Was ist das?!
Aus deinem Rücken ragt etwas... ... ... eine Hand?!
Sie hat dich vor weiteren Schaden bewahrt, schleudert mich auf die andere Statue.
Nun wächst dir noch so ein Ding aus dem Rücken, es sieht abartig aus.
Ich sehe dich an und verstehe.
Nun ist es an der Zeit, es zu beenden.
Ich forme ein Rasengan, es ist lila, durch die Vermischung von rotem und blauem Chakra.
Dein Chidori hat auch eine andere Farbe, es sieht grau aus.
Verzeih mir, mein Freund... ... ...
Wir spingen auseinander zu, unsere Techniken werden sich in der Mitte treffen.
Ich glaube, es wird böse ausgehen... ...
Wenn so starke Jutsus aufeinander prallen, dann fliegen wir bestimmt in die Luft.
Auf jeden Fall werden wir uns verletzen.
Ich habe Angst... ...
Ich will nicht, dass du stirbst... ...
Aber ich kann auch nicht mehr zurück.
Dann prallen das Rasengan und das Chidori zusammen.
Eine strake Energiewand bildet sich um uns beide, hüllt uns völlig ein.
Ich weis nicht, wie es von außen aussieht, aber hier fühle ich mich gut.
Du erwischt mich mitten auf der