Bittersüß

Tenten

Hi!

Das hier ist ein (sehr kurzer) One-Shot und ich hoffe, dass er euch gefällt. Ob er gut geworden ist weiß ich nicht, dass müsst ihr in euren Kommis übernehmen ;)

Warnings: Drama, Sad, Death, Darkfic

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Es war schon immer unheimlich schwer zu sagen, was in seinem Kopf los war. Schon als Kind verstand er es seine Gefühle niemandem preis zu geben. Nur gelegentlich brach eine unheimliche Wut in ihm aus, die eine verbrannte Erde hinterließ. Doch diesmal blieb er still. Sein Gesicht zeigte
keine Regung. Langsam glitten seine Finger durch eine Blutpfütze. Er drehte seine Fingerspitzen zu seinen Augen. Es war frisch und von einem kräftigen Rot, sogar durch die Handschuhe seiner Anbu-Uniform konnte er die Wärme noch spüren.

Seine weißen Augen drehten sich in ihren Höhlen, um das Areal zu übersehen. Überall klebten Blut, Haare, Fleisch- und Hautfetzen. Hier und da von Waffen aufgespießt. Seine Hand verkrampfte sich zu einer Faust. Wäre er nur eine Minute früher gekommen, etwas schneller gewesen, dann wäre ihm mehr von ihr geblieben, als die wenigen Überreste, die nun vor ihm Lagen.

Das Leder seiner Uniform knirschte leicht, als er sich aus seiner hockenden Position erhob. Seine nüchternen weißen Augen streiften jedes der umstehenden Gesichter kurz, nur bei dem seiner Cousine verharrte er etwas länger.
In ihrem Gesicht waren so viele Gefühle zu lesen: Mitleid, Sorge und Verständnis.
Neji knurrte leise. Was wusste sie schon? Erwartete sie, dass er jetzt trauerte, sich dem Schmerz hingab, um zu erkennen, dass er eigentlich gar nichts spürte.

Wortlos ging er an Hinata vorbei. Noch nachdem er schon längst aus ihrem Blickfeld verschwunden war, spürte er noch ihren bitteren Blick in seinem Rücken. Es widerte ihn an. Er wollte und brauchte ihr Mitleid nicht. Was geschehen war, war geschehen. Er konnte es nicht mehr ändern. Niemand konnte es mehr ändern. Er war zu langsam gewesen und musste die Folgen nun ausbaden.

Zögerlich wanderten Nejis Finger zu seinen Lippen. Das Blut war nun kalt, aber es war dennoch ein Teil von ihr. Das einzige, was ihm neben ein paar Erinnerungen geblieben war. Und zum ersten und letzten Mal in seinem Leben zeigte er etwas Zärtlichkeit und gestand dem Letzten, was ihm von Tenten geblieben war, seinen ersten, flüchtigen Kuss zu.
Ihr Blut schmeckte bittersüß.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Soo, das wars auch schon...nicht sehr lang, aber was solls :) Naja, sagt mir doch bitte in einem Kommi, wie ihr es fandet.

Eure Arua