~Der Schrei~

~Der Schrei~

Ein Schrei in der Nacht
voll schmerzlicher Sühne
durchbrechend die stille Pracht.
Da erkenne ich,
dass meiner Selbst
jener Schrei entwich.
Ich schau hoch zur Sonne
ihr blutrotes Antlitz fasziniert
erfüllt mich mit wohliger Wonne.
Der Schmerz den ich fühl
Züngelnde Flammen
ist niemals kühl.
Bei Mondenschein heut Nacht
oh, wage nicht zu spotten
wird meine Tat vollbracht.
Ich werde bei dir sein
alle Einsamkeit wird schwinden
nur wirst du schreien.
So wie ich all die Nächte lang schrie
in Dunkelheit gebettet
ein Gedanke nur: Flieh!
Mein Messer wird schneiden
Lautlos
und beenden mein Leiden.

Töricht mag ich sein zu bitten
du seiest lebendig
einerlei wie lang ich je gelitten.
Fühlen wird ich dein warmes Blut
einhergehend mit silbrigen Tränen
in mir erstickt die lodernde Glut.
Blutrot glänzt nun des Messers Schneide
im Licht des Mondes.
Mein Lebensfunke dünn wie Seide.
Unter dir ruhend
die Wurzeln der Buche
oh höre, wie ich mich verfluche.
Die Zeit ist gekommen
drängend greift es nach mir.
Erneut bin nicht ich die gewonnen.
Verloren bist du so bin auch ich
ich muss folgen,
gehorchen der schmerzlichen Pflicht
Ein Schrei zerreißt die Stille der Nacht
Es war mein letzter Schrei…