Some beautiful things or not?

Gedichte

Stumm vermischten sich meine Tränen mit dem Regen

Wieder saß ich alleine da.
Wie so oft hatten sie mich verlassen.
Langsam ganz Langsam lief mir eine Träne über die Wange.
Weitere folgten.
Stumm weinte ich vor mich hin.
Ich sah, wie sich der Himmel verdunkelte.
Langsam fing auch der Himmel an zu weinen.
Leise trafen die Tropfen den Boden.
Immer mehr flossen an meinem Fenster hinab.
Der Regen wurde immer lauter.
Langsam, ganz Langsam stand ich auf.
Ich schluchzte.
Wie in Trance, lief ich die Treppen hinab.
Die Terrassentür schien sich wie von selbst zu öffnen.
Ich lief hinaus in den Regen.
Spürte, wie mir die Tropfen ins Gesicht klatschten.
Spürte, wie sie mir über das Gesicht liefen
Spürte, wie sie sich mit meinen Tränen vermischten.
Wie von selbst, begann ich mich im Regen zu bewegen.
Ich tanzte.
Ich drehte mich im Kreis, bog und streckte mich.
Ich summte ein Lied.
Das Lied, das SIE schon so oft für mich gesungen hatte.
Ich vermisste sie so sehr.
Plötzlich sah ich eine Bewegung und einen Menschen,
der nach Luft schnappte und mich anstarrte.
ER war gekommen, um mich zu holen.
ER war gekommen, um mir Leid zuzufügen.
ER war für mich das Schlechte.
SIE war das gute gewesen, in meinem Leben.
Stumm vermischten sich meine Tränen mit dem Regen.