Black-Wolves

Die Bösen

Auf der Flucht...

Ich wachte früh auf. „Mmmh. Mama lass mich schlafen.“ Brummelte ich. Erst jetzt realisierte ich wo ich war. „Oh nein.“ War alles was über meine Lippen kam. Ich schaute mich um. Wir saßen immer noch im Auto und standen irgendwo im Nirgendwo. Ich stieg aus und streckte mich. Meine Uhr zeigte an das ich drei Stunden geschlafen hatte. Oskar schlief noch friedlich. Ich umrundete das Auto und hob Oskar hoch und setzte ihn auf den Beifahrersitz. „Man bist du schwer.“ Schnaufte ich. Er wachte nicht mal auf. Ich stieg auf den Fahrersitz und fuhr an. Ich vermied die Autobahn und fuhr über land. Sie mussten uns schon suchen. Automatisch fuhr ich schneller. So verging die Zeit und ehe ich mich versah waren wir in Arkansas. Die Zeit verging. Die Sonne stieg höher und höher. Bald stand sie über mir.

Plötzlich hörte ich ein brummeln. „Morgen.“ Meinte ich fröhlich und scheute zu wie Oskar sich streckte. „Morgen.“ Brummelte er. Doch dann riss er die Augen auf. „Wo sind wir?“ rief er. „Wir haben vor drei Stunden die grenze nach Arkansas überschritten. Ich bin über land gefahren.“ Versetzte ich fast schon beleidigt. Er entspannte sich wieder. „Wie viel stunden hast du geschlafen?“ „Nach dem wir gehalten haben. Drei Stunden, ja das triffts.“ Meinte ich völlig lässig. „Dann bist du seit 6 Uhr wach! Wir haben 12 Uhr. Halt an ich fahr weiter.“ Meinte er und wollte schon die Tür öffnen doch ich schüttelte den Kopf. „Wir tauschen, wenn ich müde bin. Wenn wir überleben wollen müssen wir noch heute die Grenze nach Kanada überschreiten. Ich fahre einen weiten Bogen.“ Jetzt starrte er mich Fassungslos an. „Wir fahren zum Hauptquartier.“ Wieder schüttelte ich den Kopf. „Das gibt es nicht mehr. Sie haben einen Tipp bekommen und es abgebrannt. Der Boss hat überlebt und ist auf der Flucht Richtung Süden. Wir sollten es wenn möglich nach Alaska schaffen.“ Meinte ich in manischer Ruhe und gab Gas. „Ach du heilige Scheiße. Was hab ich noch verpasst?“ fragte er und richtete sich auf. „Eigentlich nicht viel, mal abgesehen davon, dass alle Quartiere ausgelöscht worden sind. Anscheinend hatte die CIA einen Mann in euren reihen.“ Meinte ich trocken und verlies Arkansas in Richtung Missouri. „Ach du meine Güte, wie konnte das passieren.“ Er schüttelte den Kopf und blickte wütend aus dem Fenster. „Ich hab keine Ahnung. Auf jeden fall hat sich der Boss das schon gedacht. Ich hab unseren Auftrag noch mal durchgelesen.“ Ich reichte ihn ihm und deutete auf den letzten Satz, er war ganz klein und stand ganz unten. „Kommt nicht zurück flüchtet entweder Richtung norden oder Süden.“ Murmelte er die Worte. „Er hat es geahnt, deswegen haben sie ihn auch nicht erwischt. Wir müssen unsere Papiere fälschen und uns andere Klamotten kaufen.“ Sagte ich und überquerte die Grenze nach Kansas. „Und wo, die erkennen uns doch überall.“ Knurrte er. Heute hatte er keine eisige Maske mehr. „Ich werde hier in der Nähe in einer kleinen Stadt halten. Ich werde einkaufen während du uns was zu essen und zu Drinken besorgst. Bitte unauffällig und mit einem lächeln. Klar?“ meinte ich bestimmt. „Hey seid wann hast du die Führung in diesem Team übernommen?“

„In dem Zeitpunkt als du mit einem lächeln geschlafen hast.“ „Was?!“ kam es von ihm und er starrte mich mit einem undefinierbarem Gesichtsausdruck an. „Ja, wie sollen wirs machen, sollen wir als paar auftreten, ist vielleicht einfacher, oder als Geschwister?“ „Ich glaube ein paar ist glaubwürdiger.“ Meinte er trocken und blickte mich von der Seite an. „Ok wir sind da, da ist der Supermarkt. Immer schon lächeln.“ Ich hielt an und steig aus. Er ebenfalls und ehe ich mich versah war er im Supermarkt verschwunden. Ich ging in eine kleine Boutique und kaufte ein paar Klamotten für mich und ihn. Als ich in einer Jeans und einem roten Pulli am Auto eintraf war er schon da. „Zieh dich irgendwo um.“ Ich warf ihm die Klamotten zu und stieg ein. Sekunden später tauchte er wieder auf. In einer Jeans und einem hellblauen Hemd. „Steht dir gut.“ Meinte ich lächelnd. Er tat cool, aber ich sah ein kleines lächeln über seine Lippen zucken.

Minuten später fuhren wir auf den Highway und aßen währenddessen. „Meinst du wir Schaffens, Schatz?“ er konnte den Zusatz nicht lassen. Ich lachte und er zuckte zusammen. „Natürlich, Hase, wir schaffen das.“ Meinte ich immer noch lachend und kassierte böse Blicke von ihm. „Hase.“ grummelte er vor sich hin. Während dieser fahrt bemerkte ich nicht wie ich mich langsam in die alte Charlotte verwandelt, die manchmal witzig aber auch schüchtern war. Ich seufzte und konzentrierte mich wieder auf die Autobahn.

Wir unterhielten uns locker über unsere Vergangenheit. „Wo kommst du her?“ fragte ich ihn neugierig. „Aus Main. Mein Vater war schon ein Black-Wolve, ich hatte eigentlich keine Wahl als mich ebenfalls ihnen anzuschließen. Ich bin eigentlich von meinem Vater immer trainiert worden. Solange meine Mutter lebte war es ein Spiel, aber als sie gestorben ist.“ An dieser Stelle versagte seine Stimme und sein Gesicht verzog sich schmerzhaft. „Wurde es zum Training. Ich war damals 12. Ich wurde von meinem Vater zu einem Reckruten ausgebildet und trat schließlich mit 18 den Black-Wolves bei. Kurz darauf wurde mein Vater erschossen.“ Meinte er trocken. „Und du?“ „Na meine Geschichte kennst du doch.“ „Nur den teil ab dem wir auf dich aufmerksam wurden.“ „Ja ich war eigentlich ein ziemlich schüchternes aber freundliches Mädchen, wollte nie die Wahrheit sehen. Naja sie hat mich eingeholt, meine Eltern haben sich getrennt und ich den Entschluss gefasst, stärker und unverletzbar zu werden. Hab meine beste Freundin verloren und ziemlich viele Kampfsportarten gemacht. Naja mein Charakter hat sich dadurch total verändert und ich wurde Eisen hart. Leider hatte ich immer noch Gefühle und die machten mir das leben schwer bis ich bei euch festgestellt habe das ich nichts ändern kann und deshalb mir keine sorgen machen sollte. Ja und momentan blühe ich wieder auf.“ Meinte ich und musste schon wieder lachen. „Stimmt du bist schon den ganzen Tag so fröhlich, das ist irgendwie ansteckend. Du hast mein altes Ich auch wieder aus der Schublade geholt.“ Meinte er und seine Wangen färbten sich leicht Rosa.

„Hey wie sollen wir eigentlich heißen?“ fragte ich ihn. „Sind wir verheiratet?“ Ich schüttelte den Kopf. „Gut dann nehmen wir unsere alten Namen wieder an. Also bin ich Oskar Sweet und du?“ „Charlotte O’Neil.“ Er lachte und ich drehte den Kopf verlegen auf die andere Seite. „Das sind mal komische Namen.“ Meinte er lachend und ich schaute geflissentlich auf die Fahrbahn. „Wir überqueren gleich die Grenze nach Nebraska.“ Sagte ich und blickte auf das Schild das an uns vorbei sauste. Es wurde langsam dunkel. „Halt an, ich übernehme ab hier.“ Meinte er bestimmt, also fuhr ich rechts ran und steig aus, so wie er. Als ich mich wieder auf den Beifahrersitz gepflanzt hatte und er los fuhr merkte ich wie müde ich war. Es war ja auch ein langer Tag gewesen. „Wenn ich aufwache übernehme ich wieder, du hast heute kaum geschlafen.“ Versetzte ich und ehe er antworten konnte war ich eingeschlafen.
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Ich weis es ist ein bisschen langweilig, aber das musste sein.