Water Seven
Califa
Kapitel 3: Drabbles - Califa
Es ist in Water Seven allgemein bekannt, dass Califa für ihren Chef wirklich alles tun würde. Bis wenige Momente zuvor hätte Califa ihre Hand dafür ins Feuer gelegt, solange ihr Auftrag der CP9 das verlangte. Ihr waren schließlich die Konsequenzen bei einer Weigerung wohl bekannt und sie hatte sich geschworen, diese niemals auskosten zu wollen.
Sie stand vor der Wahl; einen kleinen Nager quer durch Water Seven zu jagen oder sich ohne große Umschweife Rob Lucci auszuliefern. Manchmal viel die Entscheidung doch einfacher, als man glaubte, während Califa sich einen Besen schnappte und Tyranosaurus hinterher jagte. Sekretärin hin oder her.
Punkt 01: Konsequenz
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Es gab wirklich nicht viel, was Califa an ihrem jetzigen Beruf auszusetzen hatte. Selbst wenn dem so wäre, sie würde sich hüten, dies in Anwesenheit der anderen Agenten auch nur zu erwähnen. Sie redete sich zu, dass auch dies zum Sekretärin- und Agentenleben dazugehörte.
Einzig und allein die Tatsache, dass Iceburg von ihr verlangte, die Haare doch bitte in einem Zopf zusammengebunden zu tragen, um die Männer um sie herum nicht auf dumme Gedanken zu bringen, reizte ihre Beherrschung. Hätte sie damals keine gute Erziehung genossen, wäre sicherlich anschließend ein schnippischer Kommentar über seine mehr als eigenwillige Frisur ihrerseits gefolgt.
Punkt 09: Haare
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Normalerweise würde Califa unter keinen Umständen etwas tragen, was Jabura einmal gehört hatte, da dessen Sachen von Flöhen einfach nur übersät zu sein schienen und sein Geschmack in den Augen der Agentin doch sehr zu wünschen übrig ließ.
„Du erkältest dich noch“, hatte Jabura gemeint und ihr sein Oberteil gereicht, nachdem sie endlich im Hafen von St. Popla angekommen waren. Sie musste allerdings zugeben, dass er doch irgendwie ein Gentleman war.
„Außerdem wollen wir die Einwohner nicht verschrecken, wenn so eine Zicke wie du nackt durch die Gegend rennt“, fügte er noch hinzu. Man kann sich jedoch immer zweimal irren.
Punkt 14: Irrtum
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Das Leben einer Sekretärin war von Terminplanung, Organisation, Striktheit und Ordnung geprägt. Eben genau das, was Califa nicht nur in ihrem richtigen Leben lieben und schätzen gelernt hat, weswegen sie auch mit Freude ihrer neuen Arbeit in Water Seven entgegenblickte. Die Agentin hatte allerdings nicht damit gerechnet, einen Ort vorzufinden, der weder Organisation noch Ordnung aufwies. Ganz zu schweigen von den Unmöglichkeiten, die Iceburg jedes Mal von ihr verlangte. Seine Schrift, genauso wie die, der meisten anderen männlichen Bewohner, gaben ihr ständig neue Rätsel auf.
An solchen Tagen wünschte Califa sich, in ihrer Ausbildung hätte sie etwas über Kryptographie gelernt.
Punkt 15: Kryptographie
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Obwohl Califa es ungern zugab – vor allem nicht in der Nähe von Rob Lucci – gefiel ihr das Leben in Water Seven sehr. Sie hatte nicht nur einen beinahe normalen Alltag, sie lernte auch, wie man mit Kindern umgeht. Oder zumindest mit Männern, die sich wie Kinder verhielten und das gab ihr das Gefühl, selbst Mama zu sein. Von Zeit zu Zeit fand sie mehr Gefallen daran.
„So und nun noch einmal kurz Ah machen“, sagte sie strikt und richtete ihre Brille zurecht. Califas Blick ließ keine Widersprüche zu, weswegen sich Iceburg auch widerstandslos das Thermometer in den Mund schieben ließ.
Punkt 51: Thermometer