Some beautiful things or not?

Gedichte

Das Spiel mit der Liebe

Ein Spiel,
Liebe,
Eine Frau,
und einen Mann.
Mehr brauchte es nicht.
Das Spiel begann einfach,
es kündigte sich nicht an.
Ehe sie sich versahen
Waren sie im Spiel gefangen,
im Spiel der Liebe.
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Sie wachte früh auf. Unter ihren Augen lagen tiefe Schatten, ihre Haut war Blass, die Augen matt. Sie, eine Junge Frau, stand auf. Sie betrachtete sich im Spiegel und fragte sich doch wie so oft, warum sie gespielt hatte. Ja, sie hatte gespielt, sie hatte mit der Liebe gespielt und jetzt hatte sie verloren.
Sie hatte ihn damals an der Bushaltestelle kennengelernt. Sie hatte gewartet. „Hallo, ich bin Mick.“ Hatte er einfach gesagt und ihr die Hand gereicht. Sie hatte verwirrt geschaut und er hatte gelacht. Dieses wunderschöne Lachen würde sie nie vergessen. Der Bus war gekommen und sie waren eingestiegen. „Ich bin Aiko.“ Hatte sich die junge Frau vorgestellt. Er hatte gelächelt. „Das ist ein schöner Name. Woher kommt er?“ hatte er gefragt und schon hatte sich ein Gespräch entwickelt. Als er ausstieg gab er ihr seine Nummer.
Sie hatte auf der ganzen fahrt gelächelt. Sie hatte ihn anrufen wollen, es aber total vergessen. Er war vor ihrer Haustür aufgetaucht. „Wie hast du mich gefunden?“ hatte sie gefragt und ihn skeptisch betrachtet. „Der Busfahrer war sehr nett.“ Antwortete er, beugte sich hinab und küsste die schwarzhaarige. Sie war so perplex, dass sie ihn nur mit aufgerissenen Augen anstarrte. Er lachte und ging an ihr vorbei ins Haus. Sie rannte ihm lachend hinterher. An diesem Abend waren sie zum ersten Mal gemeinsam im Bett gelandet. Sie trafen sich öfters auch bei ihm. Sie liebte diese Abende und genoss es verwöhnt zu werden.
Eines Tages, das ganze ging jetzt vielleicht 2 Monate, stand er vor ihrer Haustür. Er hatte einen Blumenstrauß in der Hand und gestand ihr seine Liebe. Die junge Frau war überfordert. Klar mochte sie ihn aber lieben? Nein, Lieben tat sie ihn nicht. Trotzdem lächelte sie und sagte, dass sie auch etwas empfinden würde. Der junge Mann war begeistert. Seine braunen Augen glühten als er sie küsste. Aiko fühlte sich nicht schlecht. Sie hatte ja nicht gelogen. Sie wollte Spaß und den bekam sie.
Im Nachhinein hätte sie das nicht tun sollen. So wurde die Beziehung immer intensiver, doch die schwarzhaarige verlor das Interesse an ihm. Sie wandte sich anderen Männern zu. Mick verletzte das, doch er glaubte an ihre gemeinsame Liebe. So trieb sie es weiter. Sie hatte Spaß und wenn sie nach Hause kam wurde sie von ihm verwöhnt. Wenn er irgendetwas von ihr wollte winkte sie ab und meinte sie habe keine Zeit. Sie machte weiter, genoss das Gefühl ihm überlegen zu sein und begann mehr und mehr seine Liebe auszunutzen. Sie lies ihn für sich putzen und arbeiten.
Sie überlegte ob sie ihn heiraten sollte. Dann hätte sie diesen Luxus immer. Also strengte sie sich ein wenig an. Versuchte ihn besser zu behandeln, doch sie hatte ihn zu sehr verletzt.
Sie hatte das Spiel zu weit getrieben. Nun war er es der sie verlies. Er suchte Trost bei anderen Frauen und fand schließlich seine große Liebe. Ein Traumpaar. Sie war heute noch mit ihm in Kontakt. Sie hatte mit dem Feuer gespielt und schließlich war es erloschen, so wie seine Liebe zu ihr.
Heute sitz Aiko hier alleine in ihrer Wohnung und denkt an die früheren Zeiten. Hätte sie damals nicht gespielt, hätte es etwas werden können. Denn sie liebte ihn, seine Fürsorge, seine Pünktlichkeit, seinen Charakter und sein Äußeres. „Wo Liebe ist, ist auch Schmerz.“ Flüsterte sie. Sie nahm eine von ihren Tabletten und machte sich auf den Weg zur arbeit. Es war alles eine Qual, doch sie war selbst daran schuld und vielleicht, ganz vielleicht vergab ihr jemand und sie würde doch noch ein wenig Glück haben.