Fanfic: Wahre Liebe (4)

Kapitel: Wahre Liebe (4)

Wahre Liebe (4)
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Akane schaute Ranma verträumt aus ihrem Fenster an. Ob er sich vielleicht heute Nachmittag im Dojo nur entschuldigen wollte? Habe ich mal wieder überreagiert? Er sieht so traurig aus. *Vielleicht… vielleicht sollte ich zu ihm gehen.* Gerade als Akane sich umdrehte, hörte sie auf einmal Stimmen. Stimmen die aus dem Garten kamen. *Aber mit redet Ranma denn da nur?* Schnell ging sie wieder zurück zum Fenster und schaute hinaus. Im schwachen Mondlicht sah sie Shampoo und Ranma. *Schon wieder diese blöde Kuh*, dachte sich Akane, als sie merkte wie die Wut in ihr hochstieg. Gebannt hörte sie sich an, was Shampoo zu sagen hatte. Als sie hörte, wie Shampoo Ranma zu ihrer „Party“ einlud, wollte sie gerade nach unten springen um Ranma einen Schlag mit ihrer Faust zu verpassen, aber sie besann sich eines besseren. Traurig wich sie vom Fenster weg. Was sollte sie nun tun? Würde sie Ranma wirklich verlieren? Aber er hatte doch gesagt er würde immer für sie da sein. Verzweifelt ließ Akane sich in ihr Bett fallen. Auf ihrem Kopfkissen saß P-Chan. Auch er hatte alles mitgehört und war entsetzt darüber wie Ranma Akane so etwas antun konnte. Traurig legte sie ihren Kopf neben P-Chan. „Ach P-Chan, was soll ich denn jetzt nur machen?“ P-Chan kuschelte sich an sie heran. Er bemerkte als einziger, wie Akane mit Tränen in den Augen unruhig einschlief.
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Als Ranma zu dem Fenster schaute und sah, wie Akanes Schatten gerade wegging, lief ihm ein kleiner Schauer den Rücken hinunter. *Hatte sie etwa alles gesehen? Was sollte er denn jetzt nur machen? Morgen würde sie bestimmt wieder wie eine Furie über ihn herfallen, obwohl ER ja gar nichts gemacht hatte.* Seufzend ging er in das Haus hinein. Als er sich schließlich in sein Bett legte, hatte er das dringende Bedürfnis sich bei Akane zu entschuldigen. Aber wieso nur?
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Gerade wollt er einschlafen, als er plötzlich einen stechenden Schmerz in seinem Herzen spürte. Was er nicht wusste, war, dass gerade in diesem Moment eine kleine glitzernde Träne an Akanes Gesicht herunterlief.
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Am nächsten Tag wachte Akane schon früh auf. Sie hatte schlecht geschlafen und so beschloss sie erst einmal ein Bad zu nehmen, damit sie nicht ganz so verschlafen aussah.
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Langsam lief das dampfende Wasser in die Badewanne ein. Akane zog sich aus und stieg schließlich in die Wanne. Sie genoss das heiße Wasser auf ihrer Haut und begann sich wohler zu fühlen. Sie überlegte wie sie sich Ranma gegenüber gleich verhalten sollte. Sollte sie ihn auf gestern Abend noch ansprechen? Oder sollte sie vielleicht so tun als ob nichts gewesen wär? Verträumt schaute sie zu, wie kleine Luftblasen aus dem Wasser in die Luft stiegen. Sie war zu einem Entschluss gekommen. Sie wollte nicht ausrasten, sie wollte diesmal nicht als Macho-Weib bezeichnet werden.
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Erleichtert darüber, dass sie jetzt wusste, was sie tun würde, stieg sie aus der Wanne. Heute zog sie sich besonders schön an. Einen roten Mini-Falten-Rock mit einer passenden Bluse dazu. Sie wollte diesmal einfach nur wie ein Mädchen verhalten. *Werde ich Ranma jetzt vielleicht besser gefallen?*
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Verschlafen wachte Ranma auf. Erst langsam fiel ihm was gestern passiert war. Mit einem mulmigen Gefühl ging er nach unten. Was Akane wohl machen würde…
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Im Wohnzimmer angekommen, sah er, dass sich die Familie Tendo schon zum Frühstück eingefunden hatte (einschließlich seines Vaters), nur Akane fehlte. Erschreckt fragte Ranma: „Ist Akane etwa schon wieder vor mir losgegangen?“ Ein mulmiges Gefühl beschlich ihn, als er daran dachte, was beim letzten Mal passiert war, als Akane das gemacht hatte. Aber Kasumi sagte nur. „Nein, nein, sie ist immer noch im Bad.“ Erleichtert setzte Ranma sich hin und begann zu essen. Kurze Zeit später erschien Akane im Raum. Als Ranma sie sah dachte er sofort *Wow, Akane sieht heute aber schön aus!* Eine ganze Weile saß er da und starrte sie an, bis Nabiki endlich sagte: „Ranma, Ranma, was starrst du denn so??“
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Lächeln schaute Akane in die Runde: „Hallo zusammen! Guten morgen Ranma!“ Verdutzt schaute dieser sie an. *Hatte sie das von gestern Abend etwa nicht mitbekommen?* „Ha…Hallo Akane“, stotterte er als Antwort hervor.
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Während des Essens war Akane dann auch noch sehr nett Ranma gegenüber und Ranma beschloss das Risiko einzugehen und sie auf gestern Abend anzusprechen.
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Als sie schließlich auf dem Weg zur Schule waren, nahm Ranma nach einiger Zeit Akanes Hand und drehte sie zu sich um. Verlegen starrte er auf den Boden. “Also wegen gestern Abend. Shampoo war gestern Abend noch mal da und da hat sie…“ Ranma hatte gemerkt wie sich Akanes Hand verkrampft hatte. Schnell löste sie ihre Hand aus den seinen. Betont locker sagte sie: „Ja, ich weiß schon. Sie hat dich eingeladen. Ich wünsche dir dann mal viel Spaß!“ Sie drehte sich um und lief weg, so schnell wie sie konnte.
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Als sie dachte weit genug weg zu sein, blieb sie stehen. Ihr ganzer Körper war angespannt und verkrampft. Es war schwieriger gewesen als sie sich das vorgestellt hatte, aber sie hatte es geschafft. *Warum habe ich das überhaupt gemacht? * Aber eigentlich wusste sie die Antwort darauf schon. Sie wollte einfach nur nicht wieder als ein Macho-Weib dastehen und Ranma gleich ein runterhauen. Langsam stiegen ihr die Tränen in die Augen. *Ob Ranma wirklich dahin gehen würde?* Verzweifelt schlug sie mit der Faust gegen die Wand in der sich ein kleines loch bildete. Sie schaute auf ihre hand hinunter. Leichte Blutflecke bildeten sich auf ihren Knöcheln. *Jedenfalls lenkt dieser Schmerz ab.*
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Nachdem Akane zu Ranma gesagt hatte, dass er ruhig zu der Party gehen könnte. War er als erstes glücklich gewesen. Diesmal hatte Akane jedenfalls nicht gleich zugeschlagen. Während er langsam zur Schule schlenderte, dachte er jedoch immer mehr über Akane nach. *Das war doch ein sehr ungewöhnliches Verhalten gewesen. Es war eben einfach nicht seine Akane gewesen. Da fiel ihm auf einmal ein, wie traurig Akanes Augen aussahen, als sie ihm viel Spaß gewünschte hatte. War das vielleicht alles nur gespielt gewesen? Aber warum tat sie so etwas?*
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Soo, das war’s jetzt erstmal für heute, weil ich nämlich ziemlich müde bin. Ich hoffe auf viel Kommis. Bis bald, eure Bulmablume
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