Search or Die! [ MmFf ] [abgebrochen]

Die Suche nach dem Stein des Lichts!

Seelenesser

Der Wind peitschte, wehte Schnee in die Öffnung der Höhle und bedeckte die Gruppe immer wieder. Dabei war der Sturm so laut das es fast unmöglich war sich zu unterhalten. „Man, das geht mir langsam echt auf die Nerven!“ Yuna schüttelte den Schnee von sich und stand auf. „Autsch.“ brummte sie sofort, die Höhle war kaum anderthalb Meter hoch. „Beruhige dich Yuni, du bist nicht die einzige der das hier nicht gefällt.“ knurrte Shizore. Yuna schnaubte nur und starrte nach draußen. Zwei Tage waren sie nun hier gefangen, die Vorräte gingen langsam zu neige zumal bei der kälte sowieso nichts essbar war. Cassius verdrehte die Augen. Sie alle wollten schnellst möglich von hier weg. Schon schlimm genug das Shun und Yuna sich die ganze Zeit stritten. Zumal der Grauhaarige sich nachts in einen riesigen Wolf verwandelte der fast die ganze Höhle einnahm.
Ein Schrei unterbrach die unangenehme Stille. Evolet schoss von ihrem Platz hoch, sie hatte ein morgendliches Nickerchen gemacht. „Was ist?“ fragte Ketsoki und schaute die, nun noch weißere Vampirin besorgt an. „Ich hatte eine Vision.“ Jetzt hatte sie die gesamte Aufmerksamkeit in der Höhle. Evolets Visionen waren zwar nicht immer 100%ig sicher, aber sie trafen meistens ein. „was hast du gesehen.“ Arunas blickte sie breit grinsend an. „Ich habe uns gesehen, im Kampf gegen die Diener des dunklen Lords.“ Evolet war außer Atem. „Und was weiter? Ist etwas passiert? Und wo befanden wir uns?“ Ketsokis Fragen prasselten auf sie ein, plötzlich sah Evolet so aus als wäre sie Jahrhunderte alt. „Ich habe nur gesehen, dass wir gegen sie Kämpfen, aber sie sind in der Übermacht. Dann wurde alles schwarz.“ „Und wo war das?“ knurrte Ketsoki erneut, packte Evolet an den Schultern und schüttelte sie. Evolet blickte ihn aus großen goldenen Augen an. „Ich weiß es nicht, überall war Tot und Leid!“ rief sie aus und schlug die Hände vors Gesicht. Mimiko schob sich zwischen Ketsoki und Evolet und strich der Vampirin zärtlich über das Haupt. Ketsoki schlug die Zähne aufeinander. „Das gefällt mir nicht.“
Sein Blick wanderte zu Shun, dann zu Cassius. „Ich befürchte wir müssen losziehen, der Sturm hat sich ein wenig gelegt.“ Cassius richtet sich auf, zog die Kapuze seines Mantels tiefer in die Stirn. „Dann los. Ich denke wir nehmen uns an der Hand, nicht das noch jemand verloren geht. Ich weiß nicht ob ich die Spur erneut finde oder ob sie überhaupt noch vorhanden ist…, “ er machte einen Pause und schaute skeptisch in den Sturm hinein. „Ich denke wir werden uns nach Shun richten müssen, er hat einen guten Orientierungssinn.“ erklärte Cassius weiter. Shun nickte stand auf und lief in den Sturm hinein, Cassius packte eilig seinen Mantel, alle anderen taten es ihm nach.

Evolet bildete das Schlusslicht, vor ihr Ketsoki. „Es tut mir Leid, das ich nicht sehen konnte wo wir uns befanden.“ rief Evolet und kämpfte gegen den Sturm an. Ketsoki fasste ihre Hand fester. „Schon ok. Du kannst deine Gabe nicht verändern.“ rief er zurück. Dann war es Still während die Gruppe durch den Sturm lief. Shun lief zielstrebig in irgendeine Richtung, vermutlich liefen sie im Kreis. Doch plötzlich ebbte der Sturm ab und die Gruppe konnte endlich sehen wo sie sich befanden. „Kennt irgendjemand diese Gegend?“ fragte Shun und schaute sich um. Cassius hingegen ging auf die Knie und schnupperte am Boden. Mimiko kicherte leise. das sah schon merkwürdig aus. „Die Fährte ist hier sehr schwach aber sie ist da, sie führt in Richtung des Hügels.“ Cassius zeigte auf eine Erhebung in der Nähe, sie war vielleicht zwei Meter hoch und etwa anderthalb Kilometer entfernt. Vampiraugen waren eben etwas Besonderes. Mit jedem Schritt den die Gruppe tat wurde die Fährte deutlich, bald rochen Evolet und Shun sie auch. An einem Punkt blieben die drei stehen. „Das ist nicht nur eine Fährte, das sind ganz viele. Menschen und die Diener des dunklen Lords, die Seelenlosen.“
Mimiko schauderte es, sie kannte die Geschichten von den Seelenlosen. Menschen denen man die Seele entzogen hatte, gehorchten nur noch dem dunklen Lord, man konnte sie nur töten in dem man ihr Herz traf oder sämtliche Körperteile entfernte. „Los weiter!“ befahl Ketsoki. Kaum später standen sie auf der Kuppe des Hügels und blickten ins Tal und was sie da sahen ließ sie alle Stocken und bleich werden.
„Das ist ein Seelenesser.“ hauchte Cassius und Arunas nickte zustimmend. Ein riesiges Gebäude stand dort. Es hatte Eingänge in alle Richtungen, Reihen von Menschen waren dort aufgereiht, Alte wie Junge, Männer und Frauen, Kinder in jedem Alter. Sie alle traten in das Gebäude. „Anscheinend müssen sie dort auf ein Zeichen stehen und dann kommt eine wabernde Flüssigkeit die ihnen die Seele entzieht, danach zerfallen sie in Staub.“ Mimikos Stimme war raus und leer. Sie erinnerte sich an den Tod ihrer Eltern, daran wie sie Rebellen verschleppt wurden, wusste das auch sie hier her gebracht worden waren. Einen Moment überschwemmte sie Trauer. Dann klammerte sie sich wieder an ihre Rache. Die Gruppe stand still am Hang und starrte auf den Seelenesser hinab, sie alle waren von stummer Trauer ergriffen.
„Stehen bleiben.“ sagte eine Monotone Stimme hinter ihnen. Die Gruppe drehte sich schlagartig um.

Vor ihnen standen knapp zweihundert Seelenlose. Ihre schwarzen Rüstungen bildeten einen so starken Kontrast zu blütenweißen Schnee das es die Gruppe blendete. „Mist.“ fluchte Yuna lautstark und machte sich gar nichts daraus das die ganze Gruppe darauf zusammen zuckte. Die Seelenlosen rückten näher kreisten die Gruppe ein. „Was jetzt?“ zischte Arunas, während er seine Gegner im Auge behielt. „na was wohl. Kämpfen.“ brüllte Evolet und rannte einfach die Truppe hinein, kaum später folgte der Rest. Nun waren nur noch Schüsse und das klirren von Katanas auf Rüstungen zu hören. Eine Weile lang blieb es sonst Still. Die Seelenlosen allerdings schienen nicht weniger zu werden. Yuna gab einen Schuss ab und traf einen direkt in den Schädel, Blut trat aus der Wunde. Einige Sekunden später stand der seelenlose wieder auf. Yuna wurde es übel, während das Blut in kleinen Bächen über sein verdecktes Gesicht und die Rüstung lief. „Na kannst du nicht mal einen Seelenlosen töten?“ Shun grinste sie direkt an während er einen Seelenlosen einfach zerfetzte. Yuna fletschte die Zähne, schlagartig war ihr nicht mehr übel, sondern Wut nahm von ihr Besitz. Was dachte sich dieser Hund eigentlich! Sie gab einen weiteren Schuss, auf den Seelenlosen, ab, dieses Mal traf sie und die Kugel drang direkt ins Herz ein. Die schwarze Rüstung mitsamt Inhalt blieb liegen. Shun lachte leise und trieb Yuna damit weiter an.
„Das ist aussichtslos!“ brüllte Cassius und zertrümmerte einen weiteren Soldaten. Sein Blick drang zu Ketsoki durch, dieser erstach einen weiteren. „Wir müssen uns einen Weg freischaffen!“ brüllte er zurück. Cassius nickte und gab den anderen ein Zeichen so dass diese sich in einer V-Form aufstellten. An der Spitze stand Cassius. „Los!“ brüllte er und drang mit mächtigen Schlägen in die Reihe der Seelenlosen ein. Die andern folgten ihnen. Minuten später standen sie auf der anderen Seite, hinter ihnen nichts als Eiswüste. genug weite um flüchten zu können. „Shun, leg los, e wird bald dunkel!“ brüllte Ketsoki quer zu ihm rüber und beobachtete misstrauisch die Seelenlosen vor sich. Sekunden später rannten sie alle Shun hinterher, der wie von Geisterhand geführt in eine Richtung lief.
„Ich finde das irgendwie gruselig. Er läuft alle kenne er bereits den Weg.“ meinte Mimiko während sie neben Arunas her joggte. „Er ist ein Werwolf, die haben ein von der Natur gegebenes Warnungssystem, das ihnen sagt wenn eine große Macht in der Nähe ist und Shun läuft gerade auf diese Macht zu.“ erklärte er und schnappte nach Luft, seine Beine wurden weich und er konnte kaum noch laufen. „Alles klar Runa? Du bist ganz blass.“ besorgt schaute Mimiko ihn an. Arunas lächelte. „Nein alles ist in Ordnung, nur die Kälte macht mir ein wenig zu schaffen. Könntest du zu Ketsoki laufen? Ich glaube ich habe etwas entdeckt.“ Mimiko nickte und rannte zu Ketsoki der sich zurückfallen ließ. „Du hast wieder einer dieser Anfälle mein Freund?“ Fragend blickte Kumo ihn an. Arunas nickte stumm und hielt sich mit aller Kraft auf den Beinen. „Cassius ist in der Nähe eine Höhle es wird bald dunkel!“ rief Ketsoki und verlangsamte sein Tempo. Cassius blickte ihm ein paar Sekunden in die Augen, dann hob er den Kopf.
„500 Meter südlich liegt eine kleine Höhle, sie müsste genügen um zu übernachten, außerdem finden uns da die seelenlosen vielleicht nicht gleich.“ Cassius deutete ins weiße Nichts. „Na dann.“ Ketsoki fasste unauffällig nach Arunas Arm, so als wolle er ihn nur auf etwas hindeuten und half ihm weiter. An der Höhle angekommen krabbelten alle hinein. „Nicht schon wieder so eng am Hund!“ zischte Yuna und warf ihre blauen Haare aus dem Gesicht. Shun funkelte sie an. „Sehr witzig Diebin.“ zischte er zurück. Einen Moment herrschte eine so große Spannung in der Höhle das man sie hätte schneiden können. „Jetzt reist euch mal zusammen!“ knurrte Evolet und schubste beide auseinander. Shizore seufzte und schüttelte den Kopf. „und wie soll es weiter gehen?“ fragte sie. Ketsoki hob die Schultern. „Keine Ahnung. Aber wir müssen uns beeilen. Bald wir Lord Avadoor das Land ganz besitzen und dann ist unser Vorhaben unmöglich.“ „Hast du denn eine Ahnung wo sich der Stein befindet?“ fragte Cassius. „Es heißt er liege auf einem Berg, genannt Bormo, nach einem Lichtgott der Frühzeit. Dort auf dem Gipfel soll der Stein liegen.“ „Dann hat ihn bestimmt schon der dunkle Lord.“ meinte Evolet und ihr Blick war einen Moment lang enttäuscht. Ketsoki