Fanfic: Triumph and Disaster
Kapitel: Ungewöhnliche Bekanntschaften
1.Kapitel: Ungewöhnliche Bekanntschaften
Ein erstickter Schrei entwich ihrer Kehle und sie taumelte einige Schritte zurück. Brianna und Noelle traten an ihre Seite, genauso geschockt und verwirrt, wie Phibi, die ihre Hand hob, kurz auf die sechs Gestallten zeigte aber wieder schnell sinken ließ.
“Ähm… Hi!”, sagte einer der Typen. Er hatte langes, blondes Haar und strahlend hellblaue Augen. Wenn die Mädchen seine definitiv männliche Stimme nicht gehört hätten, würden sie ihn wahrscheinlich für eine Frau halten. Neben den Blonden stand ein Weißhaariger mit freiem Oberkörper und einer… Sense in der Hand. Im Vordergrund stand ein vielleicht 20-jähriger Mann mit orangefarbenen Haar und haufenweise Piercings im Gesicht, die sein gesamtes Erscheinungsbild nicht wirklich verbesserten. Er strahlte etwas gefährliches aus.
Neben ihm stand eine blauhaarige Frau, die die Mädchen von oben bis unten musterte. Sie sah nicht so seltsam aus, wie der Rest der Bande, aber immer noch seltsam genug.
Weiter im Hintergrund standen noch zwei weitere Gestalten, die man erst gar nicht bemerken würde. Beide hatten den selben ausdruckslosen Blick aber man merkte, dass sie angestrengt über ihre Situation nachdachten. Einer hatte rotes Haar und braune Augen. Er wirkte jünger und kleiner, hatte aber wieder dieses Gefährliches etwas an sich, was die Mädchen nicht wirklich deuten konnten. Der andere besaß schwarzes, langes Haar, die er im Nacken zu einem kleinen Zopf zusammen gebunden hatte. Seine Augen waren ebenfalls schwarz und wirkten unheimlich tot.
Was sie alle gemeinsam hatten, waren die Mäntel, die sie trugen. Bodenlang, schwarz, mit hohem Kragen und mit weiß umrahmten, roten Wölkchen. Wenn die Wolken freundlichere Farben hätten, würde sie bestimmt auf Babywindelpackungen oder Klopapier zu finden sein, schoss es Brianna durch den Kopf. Unwillkürlich musste sie grinsen, wobei sie alle Blicke im Raum auf sich zog. Die beiden Unscheinbaren und der orangehaarige konnten einen mit ihren Blicken wahrhaftig erdrosseln.
“Was ist los?”, flüsterte Noelle ihrer Freundin zu, die immer noch am Grinsen war. Ihr verwirrter Blick huschte ängstlich zu den Fremden und dann wieder zu Brianna.
“Kopfkino.” , meinte Brianna schlicht. Sie riss sich wieder zusammen und setzte einen ernsteren Gesichtsausdruck auf.
“Scheiße, Scheiße, Scheiße, Scheiße!” Phibis Stimme war schrill und wirkte durch die sekundenlange Stille extrem laut. Alle zuckten, mehr oder weniger, zusammen. “Was… Was soll das? Was wollt ihr? Wer zur Hölle seit ihr?” Allmählich wurde sie wütend. Ihre Stirn legte sich in Falten und sie warf jedem, ausgenommen Brianna und Noelle, einen teuflischen Blick zu.
“Soll das etwa eine Überraschungsparty sein? Das ist wirklich nicht nötig.” Noelles aufgeregte Stimme war etwas fehl am Platz, trotzdem lächelte sie weiter vor sich hin. Keiner im Raum beachtete ihre Bemerkung.
“Was”, Brianna richtete sich flüsternd an Phibi. “machen fünf gutaussehende Kerle in der Wohnung? Und wieso ist mir das noch nie passiert, huh?”
Phibi musterte Brianna argwöhnisch. Doch bevor sie etwas darauf erwidern konnte, beugte sich Noelle an Briannas Ohr.
“So gut sie auch aussehen mögen, Brianna, aber das was da an ihren Füßen tragen ist ja die reinste Sünde. Wo kann man bitteschön so etwas kaufen?” Sie schüttelte den Kopf und deutete auf die “Schuhe” der Fremden.
“Ja, du hast Recht! Ich kann gar nicht hingucken!” Brianna hielt sich demonstrativ die Hand vor die Augen. Noelle musste kichern.
“Mädels!” Phibis Stimme war wieder laut und aufgebracht. “Sagt mal, sehe ich als einzige, was da in meiner Wohnung steht? So bescheuert ihre Schuhe, Sandalen oder wie auch immer man diese Dinger nennt, aussehen mögen. Einer von ihnen hat eine verdammte Sense in der Hand!” Sie zeigte mit einer schroffen Handbewegung in die Richtung des Weißhaarigen, der nur selbstgefällig grinste.
“Hey, ganz ruhig, Süße. Das sind sicherlich nur irgendwelche Freaks, die sich mit uns einen Scherz erlauben.”, meinte Brianna und zuckte mit den Schultern.
Phibi starrte ihre Freundin unglaubwürdig und mit weit aufgerissenen Augen an. “Also, für mich sieht das eher so aus, als würden die und liebend gerne KILLEN!”, schrie Phibi sie hysterisch an.
“Mal doch nicht gleich den Teufel an die Wand!”, versuchte Brianna ihre Freundin zu beruhigen. Doch diese deutete wieder mit einer schon fast entwürdigenden Handbewegung auf die Manteltragenden.
“Ich? Den Teufel an die Wand malen? Ich glaube, der Teufel hat uns schon so gut wie geholt! Und der Sensemann - der Tot - klopft auch schon an der Tür.” Ihre Finger zeigte wieder auf den Weißhaarigen. Und wieder grinste er selbstgefällig.
Noelles Stimme überragte die von den Streithähnen. “Kommt mal wieder runter, ihr zwei! Vielleicht wäre es am effektivsten sie mal zufragen, wer sie sind und was sie hier machen, anstatt uns ein Horrorszenario auszumalen.”, bestimmt schaute sie ihren Freundinnen eindringlich in die Augen.
Brianna und Phibi gaben klein bei. “Gut. Aber dann fragst du sie.”, flüsterte Brianna Noelle kleinlaut zu.
Genervt rollte diese mit den Augen. “Himmel Herr Gott.” Sie wandte sich nun der Gruppe zu, die ein wenig verwirrt über Brianna und Phibi waren. “Also, wer seit ihr? Was wollt ihr? Und - die wichtigste Frage - warum trag ihr solche überaus hässlichen Schuhe?”
Der orangehaarige ignorierte sie einfach. “Wer seit ihr!” Seine Stimme ließ den Mädchen einen kalten Schauder über den Rücken laufen. Es war mehr eine Aufforderung sofort zu antworten, als eine Frage. Er zog eine Augenbraue hoch und musterte alle drei mit seinen höchst seltsam aussehenden Augen.
Phibi wurde wieder ärgerlich. Sie hatte ihre Gefühle heute nicht sonderlich gut unter Kontrolle aber mal ehrlich, wie würde man denn reagieren, wenn sechs fremde Leute in der eigenen Wohnstube auftauchten?
“Stopp, Freundchen!” Sie warf ihm einen genauso finsteren Blick zu, was schon fast am Unmachbarem grenzte. “Das ist hier meine Wohnung. Okay? Was ihr hier macht nennt man Hausfriedensbruch! Schon mal was davon gehört? Nein? Jedenfalls könnt ihr euch verdammt noch mal glücklich schätzen, dass ich nicht sofort die Polizei angerufen habe. Nämlich dann würdet ihr ziemlich alt aussehen. Aber wenn ihr jetzt nicht diese mickrigen Fragen von ihr beantworten könnt, werde ich ganz schnell mal meine Güte vergessen und zu meinem Handy greifen!”
So einen Wutausbruch hatten Brianna und Noelle noch nie von Phibi gehört. Sonst behielt sie immer einen kühlen Kopf und wollte sich nicht verrückt machen lassen. Beide starrten etwas perplex zu ihr hinüber, genauso wie die anderen sechs Gestalten.
Der Weißhaarige murmelte etwas unverständliches, was für Noelle sich anhörte wie: “Wow, die Kleine kann ganz schön aufdrehen.” Sie beachtete ihn nicht und fuhr fort.
“Ahm… danke, Phibi.” Noelle wandte sich erneut an die Männern und der einzigen Frau. “Ich werde die Frage sicherlich nicht wiederholen.”
“Mein Name ist Pain.”, fing er widerstrebend an, “Ich bin der Leader von Akatsuki und habe leider keine Ahnung, wie wir hierher gekommen sind.”, sagte er kurz angebunden.
“Versucht ja nicht von den Schuhen abzulenken.” Brianna hob drohend den Zeigefinger und schaute interessiert in die Runde.
“Sei still, Brianna.” Flüsternd tadelte Phibi sie für ihr vorlautes Verhalten. Die angesprochene verschränkte nur eingeschnappt die Arme und grummelte vor sich hin. Trotzdem war das Thema für sie noch nicht zu Ende.
“Mal abgesehen von diesem komischen Namen Aka- was auch immer. Wer sind die anderen?” Noelle nickte zu den Personen hinüber, die hinter Pain standen.
“Hi! Ich bin Deidara.”, sagte der Blonde sofort, als Noelle mit dem Finger auf ihn zeigte, grinste blöd in die Runde und winkte zu allem Überfluss auch noch. Brianna zog eine Augenbraue in die Höhe.
Der Finger wanderte hinüber zu dem immer noch grinsende Weißhaarigen, der stolz seine Bauchmuskeln präsentierte. “Ich heiße Hidan.” Er zwinkerte den Mädchen zu, die angewidert den Kopf schüttelten.
“Itachi.”, sagte der Schwarzhaarige knapp, als Noelles Finger auf ihn zeigte. Seine Stimme war unterkühlt und, wie einfach sein ganzes Verhalten, dass er bis jetzt an den Tag gelegt hatte, ausdruckslos.
Der Rothaarige war nicht anders. Wie Itachi auch sagte er nur; “Sasori.” und wandte sich, mit verschränkten Armen, ab.
“Und ich bin Konan.”, sagte die Blauhaarige ein wenig freundlicher und aufgeschlossener, als der Rest der Gruppe. “Und wer seit ihr?”
Die drei Mädchen wechselten einen raschen Blick bevor Noelle sagte: “Ich bin Noelle. Das ist Phibi.” Sie deutete auf die Dunkelhaarige, dann auf die Blonde. “Und das ist Brianna.”
“Die immer noch wissen will, wie man sich so was antun kann.” Sie deutete auf die Schuhe.
“Mann, Brianna. Wenn sie nun mal so was schön finden.” Phibi war zwar nicht ganz überzeugt von ihren Worten, wollte sich aber nicht mehr länger Briannas Schuhgelaber anhören. In Wirklichkeit wusste sie selber nicht, ob es irgendjemand auf der Welt gab, der diese Schuhe freiwillig anziehen würde. Aber egal. Sie hatte weit größere Probleme, als sich Gedanken über fremde Personen und dessen Geschmacksverirrung zumachen. Also wandte sie sich wieder Noelle und den “Akatsukis” zu.
“Wieso tragt ihr eigentlich solche langen Mäntel? Es ist Sommer, auch wenn es heute so wahnsinnig kalt war.”, fragte Phibi einen der Männer, dessen Namen sie wieder vergessen hatte. Wer soll sich die denn auch merken können?
“Weil wir sie immer tragen! Hast ‘n Problem damit?”, motzte der angesprochene sie an. Da viel ihr auch wieder der Name ein. Hidan, oder so.
“Hidan!” Pain warf ihn einen teuflischen