Vergangenheit wird Gegenwart

Das Mädchen aus Ägypten

*Trommelwirbel* wieder ein überarbeitetes Chapi^.^
PS: Nicht wundern, wenn es jetzt an manchen Stellen GANZ anders ist als vorher ;D
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Vier Wochen nach dem Vorfall in Burger World saßen Yugi, Tea, Tristan und Joey nach der Schule zusammen und studierten die Zeitung. Yugi entdeckte einen Artikel, von dem ihm sein Großvater schon etwas erzählt hatte. „Seht mal, da ist der Artikel über die Ägyptenausstellung im Dominomuseum!“ Alle wandten sich diesem interessiert zu. „Mein Großvater ist mit dem Professor der Ausgrabung befreundet. Er hat uns alle eingeladen!“, meinte Yugi begeistert und legte die Zeitung beiseite. „Wir könnten sogar schon dieses Wochenende kommen“ Tea und die beiden Jungen waren begeistert. So beschlossen sie, dass sie sich am Sonntag um ein Uhr vor dem Museum treffen wollen.
Da Großvater sich so eine Ausstellung nicht entgehen lassen wollte und er den Professor kannte, kam er mit zum Museum. Alle waren pünktlich...bis auf den Professor. Dieser kam schnellen Schrittes auf die kleine Gruppe zu und rief schon von weitem: „MUTO!“ Großvater wandte sich um und begrüßte seinen alten Freund. Danach stellte er den Professor den vier Jugendlichen vor. „Kinder, das ist Professor Yoshimori!“ Yoshimori nickte den vieren zu und wandte sich wieder an seinen alten Freund. „Muto, wie lange haben wir uns nicht mehr gesehen“, lachte er und wirkte dennoch etwas unruhig. „Wir können doch jetzt gehen oder?“, fragte Solomon und blickte den Professor an. Aber dieser schüttelte den Kopf und meinte leise: „Ich warte auch noch auf jemanden. Sie hat mir und dem Direktor des Museums die Erlaubnis gegeben, dass wir das Grab im Tal der Toten suchen und auch öffnen dürfen.“ „Macht ja nichts“, erwiderte der kleinere der beiden und sah zu Yugi.
Nach wenigen Minuten ertönten hinter der Gruppe schnelle Schritte, die immer näher kamen. Sie drehten sich um und betrachteten das Mädchen, das auf sie zugeeilt kam. Sie war sehr klein, etwa so groß wie Yugi und hatte langes schwarzes hüftlanges Haar. Dieses war mit lilanen Strähnen durchzogen und zu einem Zopf zusammengebunden. Am sonderbarsten waren jedoch ihre Augen. Denn diese waren strahlend blau, so wie das Meer. Ihr rechtes Handgelenk und ein kleiner Teil ihres Armes wurden von einem schneeweißen Verband verdeckt, der sich stark von ihrer gut gebräunten Haut abhob.
Joey und Tristan starrten sie an und warfen sich Blicke zu. Yugi überlegte, da ihm etwas an ihr bekannt vorkam. Großvater musterte sie leicht ungläubig und Tea warf ihr einen angewiderten Blick zu. Ihr passte es gar nicht, dass die kleine hübscher war als sie. Der Professor macht einen Schritt auf sie zu und grinste sie an: „Da bist du ja“ „Tut mir leid, aber auf dem Hinflug gab es ein paar Probleme.“, zuckte sie mit den Schultern und Yoshimori winkte ab. „Es waren ja nur fünf Minuten“ Dann hörten sie ein helles Bellen und hinter dem Mädchen tauchte ein pechschwarzer Hund auf. Er schien noch ein Welpe zu sein, denn der Hund war nicht sonderlich groß. „Benny komm her“, flüsterte sie und der Welpe gehorchte sofort. Der junge Hund ließ sich von ihr auf den Arm nehmen und streicheln. Er wedelte mit dem Schwanz und bellte erneut.
„Ähm...Professor. Eine Frage: Wer ist das?“, fragte Joey ein wenig verwirrt und schaute Yoshimori neugierig an. „Das ist Danny“, bekam er als Antwort. „Hi“, grinste Danny und setzte den kleinen Hund wieder ab. „Danny? Von Danielle?“, fragte Yugi unsicher nach. „Ja“, lächelte sie ihn an, „Ich bin Danielle Mounir“ Dann lief Benny weg und die schwarzhaarige pfiff. Doch der kleine Hund dachte gar nicht daran, wieder zurückzukommen. Leise seufzte Danny auf und folgte dem Tier. Alle anderen sahen ihr hinterher und Yugis Großvater fragte: „Wer ist sie denn genau? Du meintest, sie habe euch die Erlaubnis gegeben, im Tal der Toten zu graben.“ Alle Blicke wandten sich nun wieder dem Professor zu. „Ja das stimmt. Du musst wissen, sie ist die Tochter von Herakles Mounir.“ „Moment...der Name sagt mir etwas“, meinte Tea leise. „Das liegt daran, dass Herakles der König von Ägypten war. Bis vor sechs Jahren.“, sagte der Professor, „Da machte er nämlich Danny zur Königin und an diesem Tag wurde ihr Onkel böse. Die Wut wuchs schon seit Jahren in ihm, doch an diesem Tag griff er die Kleine an. Fast die Hälfte des Landes haben sie und ihr Vater dabei eingebüßt. Seitdem ist Ägypten in Alexandria und Theben geteilt.“ Ein paar ungläubige Blicke von Joey und Tristan.
Danny kam zurück und setzte den kleinen Hund neben sich ab. „Sitzen bleiben“, mahnte sie ihn und er sah sie mit treuen Augen an. „Sag mal“, begann Joey leise und die Kleine wandte sich ihm zu, „bist du nicht das Mädchen aus Burger World?“ Sie zögerte kurz und wollte ihm erst nicht antworten, doch schließlich nickte sie. Sofort sprudelten alle Fragen aus ihm heraus: „Wie hast du das gemacht? Das mit dem Schmetterling? Wo kam er her und wie hat er sich verwandelt?“ Danny wich seinem Blick aus und schaute lieber dem Professor in die Augen, der sie komisch anstarrte.
„Wollen wir nicht hineingehen?“, fragte Yugi nach Minuten des Schweigens. „Ja“, nickte Danny sofort und war die erste, die im Museum verschwand. Yoshimori schüttelte leicht den Kopf und folgte ihr.
Die Kleine stand etwas unschlüssig am Eingang des Gebäudes und wartete auf den Professor. Während sich die anderen umsahen, kam er zu ihr. „Was sollte das?“, zischte er ihr zu. „Was kann ich dafür? Sie waren nun mal zufällig da. Ich wusste auch nicht, dass sie es sind, die du eingeladen hast.“, flüsterte sie zurück. Da Yoshimori den Direktor des Museums auf sich zukommen sah, meinte er nur noch: „Ihr solltet vorsichtiger sein!“ Danny erwiderte nichts mehr und sie betrachtete den Direktor unheilvoll.
Yugi stand neben den anderen und bekam gar nicht richtig mit, was um ihn herum passierte. Er starrte nur das kleine Mädchen an und fragte sich die ganze Zeit, warum sie ihm so bekannt vorkam. Es lag nicht daran, dass er sie in Burger World getroffen hatte, nein, irgend etwas sagte ihm, dass er ihr schon vorher einmal begegnet war. Doch konnte er sie nicht zuordnen.
„Ah Miss Mounir...Schön, dass sie gekommen sind.“, grinste der Direktor und gab ihr die Hand. Mit einem eiskalten Ausdruck in den Augen schüttelte sie diese und meinte leise: „Ich brauche auch noch eine Unterschrift von ihnen“ Sie hielt ihm ein Klemmbrett unter die Nase und drückte ihm einen Stift in die Hand. Er unterschrieb mit einem dreckigen Grinsen und wandte sich wieder um. Kaum dass er verschwunden war, gab sie den Stift und das Formular an den Professor weiter, da sie auch noch von ihm eine Unterschrift brauchte. Dann wollte Yoshimori das Gespräch fortsetzen: „Bitte, seid vorsichtig...“ Danny warf ihm nur einen kurzen Blick zu und bemerkte, dass Joey und Tristan näher gekommen waren. „Vielen Dank“, sagte sie schnell und schnappte ihm das Klemmbrett aus der Hand. Danach verschwand sie zwischen den Vitrinen.
Joey sah das und wollte ihr folgen, doch Tristan war schneller. Er schnitt ihr den Weg ab und stand nun vor ihr. „Hallo, ich bin Tristan“, fing er an und die Kleine seufzte nur. Irgendwie hatte sie gewusst, dass so etwas kommen würde. „Komm, geh mir aus dem Weg“, unterbrach sie ihn hart und wollte an ihm vorbei, doch da stand plötzlich Joey. „Hi, ich bin Joey“, setzte auch er an, wurde aber von Tristan beiseite gezogen. „Ich war zuerst hier“, knurrte er und Joey sah ihn nur lachend an. „Na und?“ Danny nutzte den Moment, in dem die beiden abgelenkt waren und verschwand schnell. Es fehlte ihr noch, dass die beiden etwas von ihr wollten.
Joey und Tristan sahen sich verwirrt um, als sie nicht mehr neben ihnen stand. „Wo ist sie hin?“, fragte Joey. „Sie ist garantiert wegen dir weggegangen“, fauchte Tristan zurück.
Der Rest des Nachmittages verging schnell, sodass sie bald das Museum verließen. Benny, der draußen bleiben musste, freute sich, als er Danielle wiedersah. Er sprang sie an und schleckte ihr freudig über das Gesicht. „Ist ja gut kleiner“, lachte sie und warf noch einen letzten Blick auf Yugi und die anderen, bevor sie den kleinen Hund auf den Arm nahm und sich zu ihnen umdrehte. „So, ich werde nun wieder nach Hause fliegen“, meinte sie und nickte dem Professor noch einmal zu: „Ich denke, ich werde ihren Rat befolgen...es ist nicht gut, wenn ich...nun ja sie wissen es“ Yoshimori nickte zufrieden und dann wandte sie sich um. „Wann kommst du denn wieder nach Japan?“, fragte eine schüchterne Stimme leise nach. Das Mädchen drehte sich um und sah in die Augen von Yugi. „Das weiß ich noch nicht“ 'Aber glaub mir, das wird schneller passieren, als du es erwartest', setzte sie noch in Gedanken hinzu.