Fanfic: Spiegelbild
Kapitel: Spiegelbild
„WARUM?
Ich war so nah dran!
Warum?
Warum?“
Sie schlug mit der Faust immer wieder gegen den Spiegel. Und schlug.
„Ist doch egal.“
„NEIN, ist es nicht. Verdammt nochmal“
„Vergiss es doch einfach. Akzeptier es. „
„NEIN, niemals.
Solange es noch eine Chance gibt, dann werde ich sie ergreifen, egal wie lange ich dafür kämpfen muss. Irgendwann muss ich ja raus finden wer er ist und wo.“
Aus ihren Augen quollen Tränen, sie hatte diese Sätze schon so oft gesagt und nichts hatte sich geändert.
Sie stützt ihre Hände am Spiegel ab und sah langsam nach oben.
Blasse Haut traf auf gut gebräunte.
Rote Augen auf grüne und
weiße Haare auf schwarze.
Sie war schon immer ein Albino gewesen, ihre Schwester, die sie im Spiegel traurig anlächelte nicht.
Genauso stand dieses lächeln im Gegenstück zu ihren von Tränen gerötenden Augen.
„Warum?“, hauchte sie.
Es gab vieles woran Jack in dem Moment dachte, als ein Mädchen ihn umrannte und sein Kaffe sich auf ihrem T-shirt ausbreitet.
„Es tut mir Leid. Warte ich helfe ihnen.“ Er half dem Mädchen auf. „Tut mir wirklich Leid. Komm ich gebe ihnen was bei dem Cafe aus.“ Jack bemerkte gar nicht die tödlichen Blicke von dem Mädchen.
Sie gingen zu einem Cafe und setzten sich dort.
„Und sie sind?“ „White“, kam es kühl zurück. „White? Ein interessanter Name.“
„Sie sind bei der Navy?“ „Ja. Ich fliege bald nach Afghanistan.“
„Aha.“ Jack war andere Reaktionen gewöhnt.
„Sehen sie. Das wird mein Vorgesetzter sein. Eine…“
Whites Augen weiten sich. „…sein Name ist…“, doch weiter kam Jack nicht. White hatte sein Handgelenk gepackt und zog ihn mit sich. Die Leute im Cafe sahen ihnen komisch hinterher.
„Bring mich zu ihm.“
„Wie?“
„Bring mich zu ihm!“
„Der ist in Afghanistan.“
„Das ist mir egal. Er hat“, White schluckte „meiner Schwester etwas Furchtbares angetan und das muss ich rückgängig machen.“
„Er ist ein Marine er würde…Arrggh.“ White hatte sein Handgelenk gequetscht und zog ihn mit in eine Seitengasse.
„Sie haben keine Ahnung, was dieser Mann getan hat.“ Sie hatte ihn an Kragen gefasst und drückte ich an die Mauer.
Jack achtete nicht mehr auf sie.
„Wie?“
White merkte es und drehte sich langsam um.
„Wie ist das möglich?“
Im kleinen Schaufenster gegenüber von ihnen spiegelte sich Jack und White, nur das White nicht aussah wie White.
Sie ließ ihn los. „Das ist Nero, meine Zwillingsschwester.“
„Wie kann ihre Schwester,…wie…möglich?“
„Es ist vieles möglich. Der Mann hat sie zu meinem Spiegelbild und Schatten gemacht.“
„Warum?“
„Weil er keinen von uns töten durfte.“ White umfasste während sie sprach ein Kette mit einem weißen Stein. Die Kette wirkt, als ob sie nicht ganz ist.
„Warum?“
„Ist nicht wichtig. Wichtig ist das ich Nero befreien muss. Ich hab nicht mehr so viel Zeit.“
„Wie lange ist das schon?“
„4 Jahre.“
„Ich helfe ihnen.“ Jack legte eine Hand auf ihre Schulter. White, die während der ganzen Erklärung zu Boden geschaut hatte, schlug die Hand von ihrer Schulter und blickte auf. Auf ihrem Gesicht erschien ein Grinsen das sagte, jetzt hab ich dich.
„Gut dann las uns gehen. Ich ankere hier mir einem Boot.“, und schon wieder zog sie Jack mit sich.
„Ich versteh das nicht!“ Jack saß in dem Zimmer, was ihm White gegeben hatte und dachte nach.
„Ich manchmal auch nicht.“ Jack blickte hoch, im Spiegel stand sie. Whites Schwester.
Er wich zurück. Wie…wie konnte das sein.
„White schläft. Wenn sie das tut, kann ich mich in den Spiegeln bewegen. Erzähl ihr aber nichts davon. Sie ist schon gestresst genug.“
Jack nickte nur.
„Ich wünschte, sie wurde mich endlich aufgeben. Es ist viel zu gefährlich.“
„Würden sie nicht das gleiche tun?“
„Natürlich, ich würde alles für sie geben.“
„Sehen sie.“
„Nenn mich Nero.“
„Nero ist nicht gerade ein typischer Name, besonders für Frauen.“
„Es heißt Schwarz auf Italienisch. White und Nero, pass doch.“
„Wie alt seid ihr?“
„17.“
„Und wie ist das alles möglich?“
„Er ist ein Banner. Es gibt Banner und Beschwörer. Und Kämpfer.“
„Kämpfer?“
„Es gibt verschiedene Gilden und zu einer gehören White und ich.“
„Und…“
„Das ist nicht so wichtig. Gute Nacht.“
Jack saß in der Maschine die ihn nach Afghanistan flog. White hatte gesagt, sie wurde sich irgendwie an Bord schleichen und sie würden sich nach der Landung treffen. Wie sie das machen wollte hatte sie nicht erwähnt.
„Wir landen gleich.“
„Worauf warten sie?“ Jack grinste, wenn der nur wüsste. Sie waren vor 5 Minuten gelandet und er hatte keine Ahnung. Deshalb erledigte er erst seine Aufgaben.
„Jack.“ Er drehte sich um.
„Was soll die Axt.“ White hatte auf ihrem Rücken eine große, eine ziemlich große Axt, aus Metal, befestigt.
„Du hast deine Waffen, ich hab meine.“
„Ich beobachte ihn. Wenn irgendwas Ungewöhnliches passiert informiere ich sie. Aber bis dahin White hallten sie sich bedeckt. Ich werde nicht eine Mission wegen ihnen gefährden oder meinen Posten.“
„Das hab ich auch nicht vor.“ Sie trat ein Schritt an ihn ran und sah ihn direkt in die Augen.
„Bist du sicher?“ „Ja, ganz sicher. An ihrer Stelle würde ich etwas aufpassen.“
White drückte das Gas nur etwas weiter durch. Ihr war es vollkommen egal ob sie durch die Nacht führen oder was der Geländewagen von der Navy, den sie sich „geliehen“ hatten, aushielt. Sie hatte von Jack erfahren, dass[/b]er[/b] vor kurzem unerlaubt das Gelände verlassen hatte.
Sie würde ihn kriegen, endlich.
Plötzlich explodierte etwas unter ihnen und sie hatte den Wagen nicht mehr unter Kontrolle. Sie überschlugen sich.
„Verdammt.“ Sie kroch aus dem Fenster und wurde von 3 Maschinengewähren begrüßt.
Sie sprachen sich auf einer Fremden Sprache ab, sie vermutete stark, dass es Arabisch war, bevor sie mit gebrochenem Englisch zu ihr sprachen. „Aufstehen. Sofort und Hände hinter Kopf.“
Sie tat wie ihr geheißen und beobachtete wie sie Jack aus dem Wagen zerrte.
„Was sind das für Typen? Terroristen?“
„Bestimmt nicht. Nur Kleinkriminellen.“
„Gut dann dürfte es ja es nicht so schwer sein, sie auszuschalten.“
„Ich bin dabei, wenn du ein Plan hast.“ Wann hatte er angefangen sie zu duzen?
„Nein.“
Jack blickte sie an. White grinste nur.
„Was ist das?“ Der Typ wandte sich an White, ihre Axt in der Hand, die sie die ganze Zeit, griffbereit, neben sich im Wagen gehabt hatte.
„Meine Waffe.“ Der Typ lachte und wandte sich um. „Habt ihr das gehört ihre Waffe.“ Er wandte sich wieder White zu und sah sie spöttisch an.
„Also was ist das?“, er hielt ihr seine Pistole an den Kopf.
„Wie gesagt meine Waffe.“ Und bevor dieser überhaupt reagieren konnte. Hatte sie seine Pistole aus der Hand, zu Jack geschlagen, sich ihre Axt gegriffen und ihn enthauptet.
Jack machte die anderen kampfunfähig sobald er die Pistole hatte.
„Ganz schon schnell“, meinte er nur, als sie in Transporter von den Typen einstiegen und Jack diesmal am Steuer saß.
„Es geht noch schneller.“
„Da ist er.“ Jack sah durch sein Nachtsichtgerät. „Er betritt gerade eine Höhle.“ „Dann folgen wir ihm .“ Sie hatten den Geländewagen versteckt gepackt und folgten ihm zu Fuß.
Sie schlichen sich weiter zur Hölle.
„Bist du sicher, dass du kein Nachtsichtgerät willst.“ „Ich wüsste iso nicht wie das funktioniert.“
„Dann halt dich hinter mir.“
Sie kletterten den Tunnel entlang. Jack wunderte sich über dessen Geologie.
„Was ist das?“ Sie waren an einem Ort angekommen der von Fackeln erleuchtet war und überall es blinkte. Der Tunnel endete ein paar Meter über dem Boden.
„Eine Maghölle. Solche werden von Banner und Beschwörer benutzt.“
White erblickte ihn. „Verdammter Schweinehund.“
„Warte.“ White hörte nicht auf Jack. Sie griff sich ihre Axt und sprang zu ihm runter. Er bemerkte sie und wich ihr aus. „Was machst du hier.“
„Meine Schwester befreien.“
„Keine Chance.“
White versuchte weiter anzugreifen, doch traf sie ihn nicht. Dafür er sie.
„Arrghh“, sie stürzte zu Boden und hielt sich die durchschossene Schulter.
„Jetzt ist es aus.“
„Oder auch nicht. Waffe weg und Hände hoch.“ Jack stand mit gezückter Pistole hinter [/b]ihm[/b].
„Wie konnten sie nur?“
„Sie haben ja keine Ahnung.“
White durchsuchte derweil seine Taschen und fand auch was sie suchte.
„Was ist White?“ „Ich brauche einen Spiegel.“
„Was ist White?“ Sie stand schräg vor dem Spiegel.
„Ich hab Angst, was wenn es nicht klappt? Was wenn es schon zu spät ist?“
„Das wird schon.“
„Ich meine sie hat sich ja auch immer mehr angepasst. Ihre haare wurden so kurz wie meine und…“
Jack legte eine Hand auf ihre Schulter.
„Vertrau mir.“
„Danke. Danke für alles. Ohne dich hätte ich es nie geschafft. Ich würde immer noch ihn suchen und nicht wissen wer er ist und es über andere Wege, gefährlichere Wege, versuchen.“
Jack schwieg. White ging zum Spiegel und hielt das schwarze Gegenstück zu ihrer Ketten zu in den Händen. Nero griff danach und ihre Hand kam wirklich durch den Spiegel und griff es. White strahlte, umfasste ihr Handgelenk und zog sie aus dem Spiegel.
„White.“
„Nero“
Sie umarmten sich und konnten ihre Tränen nicht unterdrücken.
„Ich bin so froh.“
„Ich auch. Ich auch,
Schwesterherz.“