Nie wieder!

Kapitel 2

Eigentlich hatte sich Freezer auf sein Kartenhäuschen gefreut. Schließlich hatte er heute, das erste Mal seit Tagen, nichts zu tun. Und dann sowas! Zuerst die peinlich Nachricht, dass sechs seiner Krieger bei einer, im wahrsten Sinne des Wortes, kinderleichten Mission ums Leben gekommen sind. Dann der Giftzwerg von Affenprinz, der ich mal wieder wichtig machen musste und jetzt auch noch das.
Als Freezer seine Räumlichkeiten betrat fand er nicht nur sein Kartenhäuschen vor, sondern auch seinen älteren Bruder. Dieser grinste Freezer nur hämisch an. Anscheinend war er schon länger hier und hatte das ´Gespräch´ zwischen Vegeta und ihm mitbekommen. „Dein kleiner Prinz ist ganz schön frech.“, spottete Cooler und setzte sich auf Freezer Schreibtisch. Nicht, ohne zuvor das Kartenhäuschen zur Seite zu schieben, welches daraufhin natürlich zerstört wurde und nur noch als Haufen auf dem Tisch lag. Freezers Launepegel sank immer weiter und er verschränkte die Arme. Grimmig starrte er auf seinen älteren, und leider Kamis auch stärkeren Bruders. „Was willst du hier?! Hast du wieder nichts zu tun?“ Cooler stöberte kurz beiläufig in einer Akte herum, welche er in der Hand hielt. „Nun. Ich habe durchaus besseres zu tun, als hier bei dir zu sein. Aber ich möchte dir einen Vorschlag machen.“ Der Tyrann wurde hellhörig. „Einen Vorschlag? Du meinst also eine Wette.“ Cooler nickte kurz und legte die Akte beiseite. „Bezüglich deines kleinen Prinzen. Er scheint ja nicht gerade auf dich zu hören.“ Der jüngere Ice-Jin verdrehte kurz die Augen. Vegeta hörte auf niemanden. Wahrscheinlich nicht mal auf seinen eigenen Kopf. „Weiter?“ Freezer hasste es, wenn man um den heißen Brei herum redete. „Nun. Ganz einfach, Brüderchen. Er hat ja heute Geburtstag, wie er freundlicherweise über die Lautsprecher verkünden ließ, und da dachte ich mir eine nette Wette aus.“ Freezer seufzte genervt. Er sollte endlich zum Punkt kommen und ihn in Ruhe lassen. Er wollte schließlich an seinem Kartenhäuschen weiter basteln. „Nun also mein Brüderchen. Ich wette mit dir, dass du Vegeta bis zu seinem 17. Geburtstag nicht erziehen kannst.“ Freezer schaute seinen älteren Bruder verwirrt an. „Wieso bis zu seinem 17.?“ Cooler grinste kurz. „Ganz einfach. Mit 18 ist ein Saiyajin erwachsen und ab 17 wird ihm dies erst recht bewusst und lässt sich sowieso nichts mehr von dir sagen.“ Das mochte stimmen. „Und worum wetten wir?“ Cooler ging langsam wieder zur Tür hinüber. „Na um den Prinzen selbst natürlich. Ich könnte ihn gut in meiner Armee gebrauchen.“ Freezer setzt sich an seinen Schreibtisch. „Also gut.“ Cooler ging hinaus auf den Gang, Siegessicher machte er sich zu seinem Raumschiff auf und vermochte fast lautstark zu lachen.
Freezer überlegte kurz. Wie sollte er diesen kleinen Affen erziehen? Er hatte schließlich schon des öfteren seinen Dickkopf durchsetzen lassen. Aber dem Tyrannen würde schon noch eine geeignete Methode einfallen, den Willen des jungen Prinzen zu brechen. Schließlich hatte er dafür nun drei Jahre Zeit.

In seiner Schlafkammer angekommen war die Wut auf seinen Meister nun soweit angestiegen, dass Vegeta schon Rachepläne schmiedete. Das flackernde Licht der kleinen Glühbirnen an seiner Decke ließen den Saiyajinprinzen bedrohlicher erscheinen, als er ohnehin schon war. Wieso musste dieser Ice-Jin ausgerechnet ihm Befehle geben. Und wieso ließ er sich von dem überhaupt herum schubsen? Sicherlich, Freezer war nicht gerade schwach und er hatte viele Soldaten und Krieger hinter sich stehen, aber irgendwo musste selbst der Tyrann eine Schwachstelle haben. Vegeta wollte sie finden. Es ging einfach nicht anders. Er konnte sich doch nicht den Rest seines Lebens wie Dreck behandeln lassen. Was Cooler und Freezer besprochen hatten ahnte er selbstverständlich noch nicht und hätte sich in seinen kühnsten Träumen wahrscheinlich auch nicht vorstellen können. Der junge Prinz setzte sich auf seine Matratze die als Bett diente. Sie war schon recht zerfetzt und gut schlafen konnte man auf ihr schon gar nicht. Doch was anderes hatte er nicht und wenn er um ein neues Bett bitten würde hätte er sich nur schwach gefühlt. Also ertrug er das Leiden. Seufzend starrte er an die Wand. „Dieser verdammte Ice-Jin! Was verdierbt der mir einfach meinen Spaß?! Na warte! Dir werd ichs schon noch zeigen!“ Er grinste hämisch und ging zu dem kleinen Fenster hinüber. Das Raumschiff war auf dem Planeten Xenox gelandet und Vegeta konnte sehen, dass es noch helllichter Tag war. Mit seiner Rache würde er allerdings bis zum Abend warten.