Blue Girl
Hitomi und Kiba
"Sakuraaa? Kannst du heute meine Schicht übernehmen?" Hitomi blickte die Rosahaarige mit großen Hundeaugen an. Skeptisch schaute diese zurück. "Und wieso? Ich musste das doch erst letzte Woche schon machen." "Ach biiiiiiittte!! Ich übernehme dann auch deine Schicht für nächste Woche!!" "Wirklich?" Hitomi merkte, dass Sakura ernsthaft darüber nachdachte. "Ja, ganz bestimmt. Du hast dann die ganze nächste Woche frei!" "Also gut. Aber das ist das letzte Mal. Du weißt ja, dass Tsunade es nicht gerne sieht, wenn wir hier im Krankenhaus immer die Schichten tauschen, die sie selbst eingeteilt hat." "Danke schöööön!! Wir sehn uns!!" Mit diesen Worten lief Hitomi aus dem Raum und hinterlies eine seufzende Sakura.
Während Hitomi durch Konoha sprintete, musste sie lächeln. Sie musste immer lächeln, wenn sie an ihren Freund dachte. Sie war zwar erst seit 4 Monaten in Konoha ansässig, aber trotzdem hatte es zwischen ihr und ihm direkt gefunkt. Als sie so gedankenverloren in Richtung Treffpunkt lief, fiel auf einmal ein großer Schatten auf sie. "Was zum-" weiter kam sie nicht. Sie wurde fast unter einem großen Hund begraben, der sich schwanzwedelnd auf sie gestürzt hatte. "Oh GOTT!! AKAMARU!! Geh SOFORT runter von ihr!!" HInter Akamaru erschien Kiba, der sofort zu Hitomi eilte. "Mein Gott, geht es dir gut? Es tut mir so Leid, er freut sich nur immer dich zu sehen." Etwas zerknautscht setzte Hitomi sich auf. "Ist schon okay, mir geht's gut." Sie lächelte ihn an. Erleichtert drückte Kiba sie an sich, sog ihren Duft ein. Sie kuschelte sich an ihn und flüsterte ihm zu: "Meinst du nicht, dass wir hier im Weg stehen?" Mittlerweile hatte sich eine kleine Menschenansammlung um die zwei und den großen Hund versammelt und begaffte das Pärchen. "Oh ja, okay..." Etwas verlegen sprang Kiba auf und zog Hitomi mit sich. "Lass uns runter zum See gehen!" Sie lief schon los, ehe Kiba irgendetas antworten konnte. Er blcikte ihr hinterher. *Was ich für ein Glück mit dem Mädchen hab... Sie ist so süß und hübsch, das hab ich gar nicht richtig verdient...* Akamaru holte ihn aus seinen Gedanken, indem er ihn anstubste. "Was? Ach so ja..." Schnell rannte er mit Akamaru seiner Freundin hinterher. Das tolle war, dass man sie schon von weitem erkennen konnte. Ihre leuchtend blauen Haare waren fast genauso auffällig wie Sakuras rosafarbene. Nur wenn Hitomi im Wasser war, konnte man sie kaum noch erkennen. Dann schien sie mit dem Wasser eins zu werden, sogar ihre Haut schimmerte dann etwas bläulich. Als Kiba ihr das einmal erzählt hatte, hatte sie ihn jedoch mit einem Lächeln für verrückt erklärt. Und auf seine Frage, ob sie denn aus dem Wellenreich käme, hatte sie nicht geantwortet. Irgendwie schien niemand etwas aus ihrer Vergangenheit zu wissen. Außer Tsunade vielleicht, aber die kann man ja auch nicht fragen. Die verweist dann einfach auf Hitomi.
Mittlerweile hatten Kiba und Akamaru die Blauhaarige eingeholt und tollten nun neben ihr auf dem Wiesen vor Konoha zum großen See. Der See war etwas außerhalb gelegen, aber dennoch nah genug, dass man in 15 bis 20 Minuten Fußmarsch dort sein konnte. Wenn man jedoch rannte, wie die drei gerade, dann war man schon viel eher da.
„Na los du lahme Ente!“ Hitomi lief lachend vor Kiba. Kiba sprang mit einem Satz auf Akamarus Rücken und spornte diesen an schneller zu laufen. Der Braunhaarige lehnte sich etwas zur Seite und… „UAAAH!!“ Hitomi klammerte sich erschrocken an Kiba fest als dieser sie bridal style auf den Rücken seines Hundes hob. „Was bist du denn so schrecksam?“ grinste er sie an. „Duu… Mach das nicht nochmal!! Sonst…“ sie hob ihre Hand und fuchtelte vor seinem Gesicht rum. „Sonst was?“ Er nahm ihre Hand und drückte ihr einen Kuss auf. „Soll diese lebensrettende Hand mich etwa bestrafen wollen, weil ich es ihrer Besitzerin etwas einfacher machen wollte und sie deshalb auf Akamaru zog?“ Bevor Hitomi jedoch irgendwie auf seine kleine Ansprache reagieren konnte, bellte Akamaru einmal kurz und beide blickten nach vorne. Interessanterweise konnte Hitomi Kibas Hund verstehen. Wie in Zeitlupe segelten die drei über die kleine Klippe in Richtung Wasser. Hitomi quietschte vor Vergnügen und Kiba schrie einfach mit. Ohne wirklichen Grund, einfach weil er grad gut drauf war. Mit einem lauten –platsch- versanken sie unter Wasser. Prustend und lachend tauchten sie wieder auf. Das Vergnügen war jedoch nur von kurzer Dauer… „IHR!!“ Erschrocken drehten sich Hitomi und Kiba um. Vor ihnen stand eine völlig durchnässte Ino, deren Frisur auch bessere Tage gesehen hatte… „Wie… Wie… Wie KÖNNT ihr es WAGEN??“ Ino musste in letzter Zeit öfter unter den beiden leiden. Es war aber auch wie verhext… Als die zwei Hitomis Wohnung streichen wollten und den Farbeimer aufs Fensterbrett stellten… Wer konnte denn ahnen, dass just in dem Moment, in dem der Eimer runter fällt, Ino unter ebendiesem Fenster entlang ging?
Hitomi lächelte Ino an: Du siehst süß aus… So wirst du IHN“ dabei zwinkerte sie ihr verschwörerisch zu „bestimmt gewinnen…“ Im nu war Ino nicht mehr wütend, sondern eher… schüchtern? Kiba war verwirrt. Mädchen waren manchmal echt rätselhaft… „Hey!! Hitomi-chaaaan!!“ etwas genervt drehte Kiba sich um. Er mochte es nicht, dass Lee so um seine Freundin herumschwänzelte. Auch wenn er wusste, dass sie ihm in Sachen Sakura helfen wollte und er nichts von Hitomi wollte… Trotzdem. Er mochte es einfach nicht. Lag aber auch nicht an Lee. Er war schon etwas eifersüchtig, das musste er zugeben, aber er wollte sie ja auch nicht verlieren. Als er an Lee vorbei blickte sah er, dass alle anderen auch da waren: Hinata, Neji, Tenten, Shino, Chouji und Shikamaru. Naruto war ja seit knapp einem Jahr nicht mehr da und Sakura war noch im Krankenhaus. Hitomi begrüßte sie alle der Reihe nach. „Und was macht ihr hier so?“ „Wir grillen gleich. Wollt ihr hier bleiben? Wir haben viel zu viel Sachen gekauft!“ Begeistert nickte Hitomi Neji zu. „Ja klar, sehr gerne!“ „Super!“
„Klasse Freundin, muss ich schon sagen.“ Shikamaru setzte sich neben Kiba. Dieser schaute aus den Augenwinkeln rüber und stellte fest, dass Shikamaru ebenfalls Hitomi beobachtete. „Was hast du gesagt?“ „Ich sagte: Klasse Freundin.“ Nach einer kurzen Pause fügte er noch hinzu: „Sie übernimmt das Denken und Reden für dich. Musst nix mehr machen. Echt praktisch.“ „Du denkst also, dass ich nichts zu sagen habe? Dann werd ich dir aber mal das Gegenteil beweisen!“ Kiba sprang auf ehe sein Freund reagieren konnte. „Das kann ja nur schief gehen…“ seufzend lehnte sich Shikamaru zurück und verfolgte die Show.