Fanfic: Harry_Potter im Bann der Liebe 16

Kapitel: Harry_Potter im Bann der Liebe 16

Ich hatte Kopfschmerzen! Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nicht solche <br />
Kopfschmerzen gehabt! Wenn ich um etwas wetten könnte, dann wäre es die Tatsache, dass <br />
ich eine Gehirnerschütterung hatte. Immerhin war ich ganz schon stark mit dem Kopf gegen <br />
die Tür geknallt, die nur so ganz nebenbei gemerkt aus Eisen war.<br />
<br />
Zum Glück hatte Potter mich unterdessen wieder losgelassen...<br />
&quot;Wenn du dich nicht immer wehren würdest, dann wäre so etwas auch nicht passiert.&quot;<br />
&quot;Wenn ,du` mich nicht immer anfassen würdest, dann wäre das auch nicht passiert!&quot; Mein <br />
Ton war bissig. Das musste ich mir jetzt nicht auch noch anhören! Immerhin war mein Leiden <br />
schon groß genug! <br />
&quot;Seit wann bist du eigentlich so dreist geworden? Am Anfang warst du mir noch völlig <br />
unterworfen und jetzt... Jetzt bringst du mich hier fast um!&quot;<br />
&quot;Erstens war das deine Schuld und zweitens muss ich mich den Umständen anpassen, um das <br />
zu bekommen, was ich will.&quot; Na das waren ja super Aussichten. Wenn Potter beim Quidditch <br />
spielen so einen Anfall bekommt, dann könnte ich also auch damit rechnen, dass er mich vom <br />
Besen wirft, nur weil es gerade den Umständen entspricht?<br />
&quot;Weißt du, das wir hier unsere ganze Zeit mit Reden verschwenden? Dabei könnte man doch <br />
was ganz anderes tun.&quot; Der hungrige Blick in den grünen Augen des Gryffindors gefiel mir <br />
ganz und gar nicht... Ich hatte einfach keine Ahnung mehr, wie ich mich aus der Situation <br />
noch retten konnte.<br />
Beim Erbe der Slytherins, das war das größte Eingeständnis, das ich mir je gemacht habe! <br />
Dass ich keinen Ausweg mehr wusste... Bis jetzt ist mir doch immer etwas eingefallen! Was <br />
ist hier nur los? Malfoy denk doch mal nach!!! Ahh, das geht nur ziemlich schlecht mit diesen <br />
verdammten Kopfschmerzen. Ich hatte das Gefühl, mein ganzes Gehirn wäre betäubt.<br />
Harry würde jetzt wahrscheinlich sagen: Du hast ja gar kein Gehirn.<br />
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Auf einmal ließ ich die Hand, die meinen Kopf hielt, heruntersinken. <br />
Dieser Satz war ein Schock für mich. In meinem ganzen Leben hatte ich Potter noch nie als <br />
Harry gesehen! Doch jetzt kam es mir wirklich so vor, als wäre derjenige, der im Moment <br />
vor mir stand Potter und der schwarzhaarige Gryffindor in seinem Normalzustand einfach nur <br />
noch Harry.<br />
<br />
&quot;Ich weiß, dass du es doch auch willst. Warum hättest du mich sonst vorhin geküsst?&quot; Warum <br />
ich ihn geküsst hatte?... Das könnte ich jetzt auch nicht erklären. Nicht hier, nicht jetzt, nicht <br />
so schnell... und außerdem wollte ich es auch gar nicht erklären!<br />
&quot;Ich hab verdammte Kopfschmerzen, also lass mich endlich in Ruhe. Kannst du nicht einmal <br />
Rücksicht auf mich nehmen?&quot;<br />
&quot;Das tue ich. Ich lebe doch nur um deine Wünsche zu erfüllen... um auf dich Rücksicht zu <br />
nehmen.&quot;<br />
&quot;Davon merke ich aber nicht besonders viel...&quot; <br />
Nein, davon merkte ich wirklich nicht viel. Was ich dafür aber merkte waren die Hände des <br />
Gryffindors, die leicht über meinen Rücken strichen und die Küsse, die er vorsichtig auf <br />
meiner Stirn verteilte.<br />
Wenn ich vorher schon benommen war, dann wusste ich echt nicht mehr, was für einen <br />
Begriff ich noch für meinen jetzigen Zustand verwenden könnte.<br />
<br />
Vielleicht, aber auch nur vielleicht war es ja angenehm. Ich schloss langsam meine Augen <br />
und ließ Potter mit mir machen was er wollte.<br />
Ich weiß, im Nachhinein war das ganz schön dumm, denn er hätte wahrscheinlich ,alles` mit <br />
mir anstellen können.<br />
<br />
Seine Lippen schienen nacheinander jede Stelle meines Gesichtes zu berühren, bis sie, wie <br />
nun schon einige Male zuvor, auf meinem Mund landeten. <br />
Und ich ließ es zu. Ich wehrte mich nicht.<br />
Seine Hände begannen langsam mein schwarzes Hemd aufzuknöpfen.<br />
Und ich wehrte mich noch immer nicht.<br />
<br />
Wer weiß, wie das geendet hätte, wenn nicht...<br />
<br />
&quot;Dracooo!!! Bist du nicht vielleicht doch hier drin???&quot; Ich spürte, wie der Gryffindor aufhörte <br />
mich zu küssen, wie seine Hände meinen Körper verließen... und komischer Weise empfand <br />
ich kein Gefühl der Erleichterung. <br />
Vorsichtig lehnte sich Potter zu mir vor und flüsterte mir ins Ohr:<br />
&quot;Belassen wir es erst mal dabei. Es wäre unfair deinen Zustand auszunutzen.&quot;<br />
&quot;Ich dachte du handelst den Umständen angepasst.&quot;<br />
&quot;Das tue ich auch und im Moment ist es besser so, wenn du mal eine Weile alleine bist.&quot; Ich <br />
wusste nicht, was dieser Verrückte jetzt schon wieder vorhatte. Warum er so etwas sagte... <br />
&quot;Glaub mir, ich habe meine Gründe.&quot;<br />
<br />
Wieder sprach der schwarzhaarige Gryffindor einen Zauberspruch und die Tür öffnete sich <br />
wie von selbst. Potter ging einige Schritte aus der Duschkabine heraus.<br />
<br />
Ich hatte nicht einmal gemerkt, dass Crabbe schon lange wieder gegangen war, oder dass er <br />
die Tür offen gelassen hatte, so dass das Bad jetzt einigermaßen hell erleuchtet war.<br />
Tief-grüne Augen blickten mich an. Ich konnte nicht genau erkennen, was der mir <br />
gegenüberstehende Junge empfand. Es war wirklich schwer zu sehen.<br />
<br />
&quot;Du! Du...&quot; Was hab ich denn jetzt schon wieder gemacht?<br />
&quot;Du perverses Schwein!&quot; Wie bitte?<br />
Und schon wieder stand er vor mir, doch komischer Weise veränderte sich sein <br />
Gesichtsausdruck nicht im geringsten.<br />
Ein leiser Knall erfüllte das Badezimmer. Geschockt hielt ich mir die schmerzende Wange. <br />
Ich wusste gar nicht was ich mich zuerst fragen sollte: Warum hat er das gemacht? Warum <br />
hat er sich nicht verändert? Warum hatte ich nur immer so ein Pech?<br />
&quot;Was soll das Potter?&quot;<br />
&quot;DU LÄSST DICH ANSCHEINEND VON JEDEM BEGRABSCHEN WAS?&quot;<br />
&quot;Könntest du vielleicht bitte noch etwas lauter schreien, damit es Professor Dumbledore am <br />
anderen Ende von Hogwarts auch noch hören kann?&quot;<br />
&quot;Hör auf mit deinen Witzen.&quot;<br />
&quot;Ist ja schon gut... Aber ich verstehe immer noch nicht so ganz. Warum hast du mich jetzt...&quot;<br />
&quot;Langsam frage ich mich wer hier der Verrückte ist! Immerhin lässt du dich ja einfach so <br />
flachlegen.&quot;<br />
&quot;Was? Wer sagt denn, dass ich...&quot;<br />
&quot;Hättest du dich denn gewehrt? Hm? Hättest du es getan?&quot; Heute war anscheinend der Tag <br />
des schnellen Denkens, denn der schwarzhaarige Junge vor mir hatte seine Sätze alle in einem <br />
Atemzug gesprochen, so dass ich gerade mal verstehen konnte, was er von mir wollte... und <br />
ich fühlte mich jetzt dazu gezwungen auch schnell zu antworten...<br />
&quot;Natürlich hätte ich mich gewehrt!&quot;<br />
&quot;Lüg mich nicht an. Überleg dir mal, wie ich mich dabei gefühlt hätte. So könnte ich doch <br />
niemals weiterleben!&quot; Mit diesen Worten stürmte er aus dem Badezimmer. Ich könnte wetten, <br />
dass er nicht darauf geachtet hatte, ob ein Slytherin gerade im Gemeinschaftsraum war. Doch <br />
anscheinend hatte der Gryffindor Glück gehabt, denn es war kein Laut aus dem Raum nebenan zu vernehmen...<br />
<br />
Nach einigen Minuten folgte ich Potters Beispiel und ging langsam in Richtung <br />
Aufenthaltsraum, um mich dann endlich ins Bett zu legen. Ich glaube kaum, dass der <br />
Gryffindor mich heute Nacht noch einmal sehen wollte.<br />
Wahrscheinlich würde ich an seiner Stelle auch nicht anders handeln. Wahrscheinlich...<br />
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****~****<br />
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Das war eine absolut schlaflose Nacht! Ich sehe, kaum zu glauben, aber wahr, einfach nur <br />
scheiße aus. Wieder so eine Sache die mir noch nie untergekommen war. Bis jetzt hatte ich <br />
immer gedacht, wie schade es doch sei, dass ich mich nicht selbst als Freund haben konnte, <br />
doch als ich heute morgen in den Spiegel guckte... Ich wäre ja fast in Ohnmacht gefallen! Wie <br />
kann man nur so beschissen aussehen? Meine Haare sahen schlimmer als die von Snape aus, <br />
ich war blasser als die weißeste Wand und meine Augenringe konnte man bestimmt noch aus <br />
100 Metern Entfernung erkennen! Was für ein guter Start in den Morgen...<br />
<br />
Ich habe erst mal eine Stunde lang die Dusche belegt... Obwohl, es hat mich schon eine Menge <br />
Überwindung gekostet überhaupt wieder in dieses Ding rein zu gehen. Ich sag dazu nur: <br />
Schlechte Erinnerungen! Sehr schlechte Erinnerungen!!!<br />
Dann hab ich meine ganze Tube Haargel aufgebraucht und muss mir von meiner Mutter jetzt <br />
so schnell es geht neues schicken lassen!<br />
Und wegen meinen Augenringen... Ich war wirklich kurz davor in das Bad der Mädchen zu <br />
rennen und Pansy ihr Make-Up zu klauen... Naja, ich hab es dann doch gelassen... Was mir <br />
dann natürlich gleich heute morgen solche Sprüche wie:<br />
&quot;Man siehst du scheiße aus Draco!&quot;, &quot;Na wohl eine aufregende Nacht gehabt, was?&quot;, oder <br />
&quot;Also irgendwas ist heute anders an dir.&quot;, eingebracht hatte... Der letzte Spruch kam natürlich <br />
von Goyle. Wer könnte auch sonst so unterbelichtet sein und so etwas sagen!? Stimmt schon, <br />
der von Crabbe war auch nicht viel besser, aber ich hab jetzt echt keine Lust mehr darüber <br />
nachzudenken...<br />
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Obwohl, eigentlich wäre es immer noch besser über meine dummen Kumpels nachzudenken, <br />
als mir wieder über die Themen von letzter Nacht den Kopf zu zerbrechen.<br />
Tja, die Themen von letzter Nacht... Da gab es doch so einige