Haunted ♥

Haunted

Diesen OS schreibe ich, weil ich eine kleine Blockade in ‚Lost in memories‘ habe und damit ich ein bisschen lockerer werde, muss ich mich hier mal austoben^^
Das Lied, das ich dazu gehört habe, heißt ‚Haunted‘ und ist von Taylor Swift --> Hier ist der Link: http://www.youtube.com/watch?v=6r87BSejdBU

Eiskalt. Dunkel. Wo bin ich?, lautete mein erster Gedanke. Meine Augen blieben geschlossen, doch ich war bei Bewusstsein. Ich konnte ganz genau spüren, wie sich Tränen in meinen Augen bildeten und sich den Weg über meine Wangen bahnten. Eine schwere Last lag auf meiner Brust, die Schluchzer verließen reihenweise meine Lippen. Der Schmerz durchzog meinen Körper, doch der größte Teil saß tief in meinem Herzen. Es war doch nur ein Traum! Wieso weinte ich denn? Oder war das die trostlose Realität? Diese bittersüße Liebe raubte mir noch den letzten Nerv. Immer mehr Tränen liefen meine Wange hinunter. Ich konnte sie nicht aufhalten, ich hatte es auch nicht vor! Diesen Drang, zu weinen, hatte ich schon so oft und so lange verspürt, doch ich hatte immer das Gefühl, ich hatte es verlernt. Langsam und kraftlos schleppte ich meinen Arm in die Höhe, woraufhin ich mit den Fingerspitzen sachte über die Wange wischte und mir vorstellte, wie er meine Tränen mit seinen Küssen versiegeln würde. Ein angenehmer Schauder durchzog meinen Körper und ein kribbelndes Gefühl legte sich auf meine Haut, unter der sanften Berührung. Doch mit einem einzigen Gedanken fühlte sich die Vorstellung an, wie glühendheißes Feuer. Schnell zog ich meine Hand zurück, schleuderte diese verzweifelt gegen die eisig kalte Wand und musste mit einem gellenden Schrei feststellen, dass es meine eigene war und nicht die seine. Durch den stechenden Schmerz wachte ich auf und ließ meinen Blick mit aufgerissenen Augen durch das ganze Zimmer wandern. Viel war nicht zu erkennen, denn es war alles verdunkelt. Kein einziger Lichtstrahl schien in das Zimmer hinein. Als ich merkte, wie sehr meine Brust schmerzte, kehrte der Tränenschleier zurück und nahm mir meine Sicht. Es war doch nur ein Traum, oder?

Warmes Licht fiel mir entgegen. Der Herbst brach ein und ließ sanfte Windböen durch die goldenen Blätter der hohen, starken Bäume rauschen. Ein Rascheln brach die Stille und vereinte sich mit dem Herzschlag in meinen Schläfen und meinem Atem zu einer lebhaften Melodie – die meines Lebens. Die Jacke zog ich enger, nicht, weil es kalt war. Der Grund hierfür war der, dass ich ein unangenehmes, mulmiges Gefühl im Magen hatte. Ich schwebte leichtfüßig über die von orangenem Laub bedeckte Straße und blickte mit verträumtem Blick in den blauen Himmel, geziert mit weißen Wolken wie Watte. Ich wollte den Teufel nicht an die Wand malen und zwang mich, den Herbst zu genießen. Auf einer etwas morschen Bank ließ ich mich nieder und meine Seelenspiegel betrachteten die Weiten der Welt. Berge im Hintergrund, die Spitzen stolz, ragten weit über den Wolken hinaus. Die strahlendgrüne Wiese bildete einen abgestimmten Kontrast zu dem Blauschimmer und harmonierte zu einem beeindruckenden Schauspiel der ruhigen Natur. Von dem berauschendem Bild, welches sich mir bot, entspannte ich mich und vergaß meine Sorgen, über die ich mir den Kopf so sehr zerbrochen hatte. Allerdings hielt dieser Zustand nicht lange und innerlich zerbrach Alles, was ich jemals aufgebaut hatte. Meine Aufmerksamkeit galt nur ihm. Seine smaragdgrünen Augen waren aber nicht auf mich gerichtet, nein… Sein liebevoller Blick war nur für eine Person. Sie war das komplette Gegenteil von mir. Ihr Gesicht wurde umrahmt von blondgefärbtem Haar und ihre blauen Augen, welche schwarzumrandet waren, sahen mir mit höhnischem Spott entgegen. Eine Schlampe war sie! Wie konnte er sich nur mit so einer abgeben? Ich nahm nur noch das Rauschen des Blutes wahr, konnte sein wundervolles Lachen nicht hören. Es schmerzte nur und stach wie kleine Nadeln in mein Herz. Ich wollte das Alles nicht sehen. Ich wollte nicht sehen, wie er ihre Hand hielt. Ich wollte nicht hören, wie er sie ‚Schatz‘ nannte. Ich wollte nicht fühlen, wie glücklich er war. Es war für mich ein Fluch, denn wie gerne hätte ich mit ihr getauscht? Nächtelang lag ich wach und wartete darauf, dass er auf meine SMS‘ antwortete. Tag für Tag telefonierten wir und er machte mir auch noch Hoffnungen, um mir schlussendlich doch das Herz zu brechen. Ich wollte nur noch weg, doch mein Körper fühlte sich leblos an. Mein Mund war fest zu geschlossen und ließ sich keinen einzigen Millimeter öffnen. Wie konnte ich mich nur verlieren für so einen Kerl, der mich von vorn bis hinten angelogen hatte?

Die Erinnerungen stürzten auf mich ein und verursachten stechende Schmerzen. Nicht nur in meinen Schläfen, auch in meiner Brust. Jeder Atemzug brannte in meiner Kehle und erforderte höchste Konzentration, um nicht laut zu schluchzen. Die Tränen allerdings rollten immer noch unaufhörlich und je länger ich weinte, desto schlimmer wurde der Schmerz. Ich presste meine zitternde Hand auf meine Lippen, die trocken und aufgerissen waren. Es brauchte eine Ewigkeit bis ich mich beruhigte und mich aufsetzte, um mein Handy vom Tisch zu nehmen. Ich wollte alle SMS‘ durchlesen, diese Lügen, die er mir geschrieben hatte. Wie konnte ich ihm nur jedes einzelne Wort abnehmen? Bei einer bildeten sich die Tränen des Schmerzes wieder und die ganze Welt stand für mich still. Jedes einzelne Wort war wie Gift für meinen Körper, doch ich musste sie aufzehren, wie wenn ich Atemnot hatte und diese klare, reine Luft in mir aufnahm. Diese Buchstaben, die jene wundervollen Worte bildeten, waren für mich lebensnotwendig. Sie schlossen meine unendlich tiefen Wunden, aus denen jedes Glück herausquoll. Meine Traumfrau redet jeden Tag mit mir und sie merkt immer, wenn etwas nicht stimmt. Dafür danke ich ihr! In meinem Augenwinkel formte sich ein salziger Tropfen der Trauer, nur um wieder zu vergehen. Langsam und fast schon bedacht rann sie über meine Wange und fand bei meinen offenen Lippen ihren Platz, wo sie dort ein leichtes Brennen hinterließ und mein Schluchzen zurück in meinen Körper verschloss. Die letzte SMS, welche ich zum allerersten Mal zu Gesicht bekam, sprengte meine Ruhe endgültig und ich konnte nicht anders, als zu weinen. Mehrmals las ich sie durch und in jedem Wort konnte ich seinen Atem spüren, wie er es mir in das Ohr hinein hauchte. Die Last löste sich auf, wodurch sich mein Brustkorb klaglos hob und wieder senkte, jeder Atemzug war selbst in der Dunkelheit erkennbar und sämtliches, verlorenes Glück kehrte zurück zu mir. Mein ganzes Dasein war nun davon erfüllt und hatte Gründe, ewig berauscht zu sein. Traumfrau… ich bin nicht geboren worden, um zu warten, doch bei dir weiß ich, dass ich diese Kraft aufbringen kann. Ich möchte bei dir sein, wenn du Nähe brauchst und dir eine Schulter zum Anlehnen bieten, auch wenn sie schmal ist. Ich möchte ‚DER‘ sein, der dich zum Lachen bringt, wenn du dich leer fühlst! Sage einfach nur ‚Ja‘ und lass es uns versuchen, vielleicht ist es für immer. Vielleicht wurden wir auch nicht füreinander bestimmt, aber ich werde für dich kämpfen!

War das nur ein Traum?

Hier ist es schon zu Ende und ich würde mich über Kritik wirklich freuen^^
Ich hoffe, dass euch dieser Text berührt hat!
Da ich am Samstag auch weinend aufgewacht bin, auch wegen einem Traum, hat mich dieses Gefühl nicht mehr losgelassen und ich musste einfach einen OS schreiben!
Dann noch dieses wundervolle Lied *-*

Lg
Liz*