Madara Uchiha
Madara Uchiha
Die junge Mutter kam gerade aus einem anderen, kleinen Dorf am Rande ihrer Heimat. Sie hatte einen Klein-Krieg gegen die Handwerker verhindern müssen, was zum Glück erfolgreich von statten ging.Die Dunkelheit verschlang ihre zierliche Gestalt, von welcher viele dachten, es würde keine Gefahr von ihr ausgehen. Doch falsch gedacht. Denn sie kam aus dem berühmten Uchiha-Clan, welcher die meisten Rechte, auch politsche, im Dorf hatte.Sie lief durch den Wald, nah war sie ihrem Zuhause schon. Sie blieb allerdings abrupt stehen, als sie die vielen Stichflammen, welche sich meterhoch in den Himmel bahnten, sah, wie diese ihr Dorf vernichteten.Die grellen Orange- und Rottöne verunsicherten die junge Frau und doch rannte sie los um den Leute zu helfen.Doch auch nur der eine Gedanke ließ die voran kommen: Ihre Kinder waren noch dort.Die Hitze die ihr entgegenschlug wurde immer mehr, die einzelnen Farben immer greller. Es war, als würde sie in einen riesigen Regenbogen blicken, welcher alles zerstörte was ihr lieb war.Sie lief schneller, half überall wo sie konnte, doch sehen wo ihre Kinder waren tat sie nicht.Die Flammen wurden dichter und in der jungen Frau stieg Panik auf.
"MAMI !!!" riss eine zierliche und kleine Stimme sie aus ihren Gedanken.Der Kopf der Uchiha flog herum in die Richtung aus der die Stimme gekommen war. Sie lief so schnell sie konnte los und sah vom Weiten schon ihre beiden Zwillingskinder, Aria und Miro, welche eng umschlungen in der Mitte von vielen Ninja standen.Die 5-Jährigen waren schon ziemlich mutig für ihr Alter, doch diese Masse von Shinobi machte ihnen Angst. Und die Männer in Grünen Jacken und Umhängen kamen ihnen auch noch mit lüsternem Grinsen im Gesicht immer näher. Dies ließ die junge Frau fast vor Wut aufkochen. Sie rannte los, stach die jenigen die ihr im Weg standen mit einem Kunai ab und war nach geringer Zeit bei ihren beiden angekommen. Das ganze Blut welches an ihr klebte und sich festsaugte interessierte sie nicht, nur ihre beiden Kinder, welche nun geschützt in ihrern Armen lagen.Ein rotes Chakra legte sich über sie und beschützte sie wie eine Feuerkuppel. Die junge Frau, welche übrigens Mai hieß, umarmte glücklich ihre kleine Familie und als ein schon irres Lachen durch die Flammen kam, schreckte sie hoch, schob ihre Kinder hinter ihren Rücken und stellte sich kampfbereit mit einem Kunai hin.Ihre tränenverschleierten Augen suchten in den dichten Flammen nach der Quelle der Lache, doch finden konnte sie keine. Erst als hinter ihr ein leises Quieken entstand, drehte sie sich blitzschnell um und stach dem Gegner das schützende Kunai in den Arm, welcher sich um Aria, ihre kleine Tochter, geschlungen hatte und sie gerade mitnehmen wollte. Der Fremde ließ sofort los, Mai zog Aria in ihre Arme und fauchte den Mann an. Das schützende Kunai war weg, das einzige, was ihr geholfen hätte haben können, ohne ihre geheime Kraft einzusetzten. Aria umschlang das rechte ihrer Beine, Miro das linke. Mai legte ihre Hände auf die Rücken der beiden und streichelte diese beruhigend. Der fremde Mann zog sich derweilen das Kunai aus dem Arm und betrachtete die Wunde. Blut floss unaufhörlich aus der tiefen, aber engen Schnittwunde und brannte so, als würde er in den Flammen stehen.
Gift.
Sie war mit Gift getränkt, das hätte er kommen sehen müssen. Er betrachtete sie mit einem verächtlichen Blick, verhasst war er zugleich.
"Die Uchihas gehören nicht in dieses friedliebende Dorf!" zischte er und warf das Kunai auf Mai und ihre Zwillinge. Sie stellte sich vor sie, immer noch von dem roten Chakra umgeben und dieses lies das hervorschnellende Kunai verbrennen. Sie zischte ihn an, sah in sein geschocktes Gesicht, welchem sogleich Schmerzen folgten und er vorne über kippte. Nanu? Was war denn das? Mai war sichtlich verwirrt, ehe sie ihren Retter erkannte.
"Madara!" rief sie und der Rauch in ihren Augen trieb Tränen auf. Madara, ihr Bruder und sogleich Vater ihrer Kinder, schritt langsam auf sie zu. Mai knickten die Beine ein, sie konnte nicht mehr. Sie fiel auf die Knie, umschlang von beiden Seiten Aria und Miro. Mit Tränen in den Augen sah sie zu Madara auf, welcher sich sofort hinhockte und einer ihrer Tränen auffing.
"Schhhh..." meinte er beruhigend und lächelte sie leicht an. Mai schluckte.
"Wie konntest du nur?" fragte sie weinerlich und sah in sein mit Ruß bedecktes Gesicht. Die kleinen Schrammen und Kratzer beachtete sie nicht.
"Was meinst du?" fragte er unsicher nach.
"Na, alles! Du hast dein und unser Leben aufs Spiel gesetzt, nur um deinen Willen durchzusetzten! Wir wären beinahe gestorben wegen dir! Nur wegen dir..." erklärte sie ihm und wurde am Ende immer leiser und senkte den Kopf. Ein Finger legte sich unter ihr Kinn und hob ihren Kopf so an, dass sie in seine Augen sehen musste. Sie blinzelte die einzelnen Tränen weg, um ihn besser sehen zu können. Seine wunderbar weiche und zudem blasse Haut, seine schwungvollen Lippen die so einladend auf sie wirkten, diese perfekt geformte Nase und diese wundervollen langen Haare. Sie lächelte leicht.
"Ich liebe euch, das weißt du..." hauchte er, küsste sie kurz und leidenschaftlich und erhob sich.
"Mai, lebe weiter. Wir werden uns vielleicht eines Tages wieder sehen, aber meine Zeit um zu gehen ist gekommen. Du und unsere Kinder werden weiterleben müssen. Flieh von hier, suche dir einen neuen Mann, mein Engel." sagte er und sah in die Ferne. Aria und Miro konnten erst gar nicht verstehen was er meinte, ehe sie es wirklich verstanden hatten und ihn umarmten.
"Nicht Papa, geh nicht!" weinten sie und auch Mai stand ziemlich geschockt auf. Sie zitterte, ihre Unterlippe bebte.
"Es tut mir leid, meine Kleinen, aber Papa muss gehen..." sagte Madara lächelnd und auf den Knien um ihnen besser in die Augen sehen zu können. Die beiden weinten so viel sie konnten, sahen ihn an, doch alles was er tat, war ihre Stirn zu küssen, ihnen durch die Haare zu streichen und aufzustehen. Mai torkelte zu ihrer Familie und fiel auf die Knie.
"Madara, nicht... Bitte..." flüsterte sie und sah auf. Er beugte sich erneut nach vorne, küsste sie und sah ihr in die Augen.
"Lebe weiter, vermiss mich nicht. Unsere Liebe war falsch, Mai... Auf Wiedersehen." flüsterte er und verschwand in einem Strudel aus Nichts. Sie weinte.
Weinte unaufhörlich.
Und sie schrie. Sie schrie sich die Seele aus dem Leib, nur um ihn wieder zurück zu holen. Ihre beiden Kinder lagen ihr in den Armen, weinten, schluchzten und wimmerten. Doch nichts half. Sie löste sich, schrie ein letztes Mal verzweifelt seinen Namen, ehe sie aufstand und wackelig mit ihren beiden Kindern die Flucht ergriff.
Jemand verfolgte sie, das spürte sie deutlich, doch sie lief weiter, ihre beiden Kinder an jeweils einer Hand. Sie sprang, zog ihre Kinder hoch und lief weiter. Sie hatte Angst. Vor was genau, wusste sie nicht, aber das sie welche hatte, merkte sie. Sie rannte weiter, lief schneller, ehe sie an einer hohen Klippe ankam, welche ihren Untergang bedeuten würde. Sie aktivierte schnell ihr Sharingan, erkannte eine kleine Höhle, welche versteckt hinter dem Wasserfall lag und deaktivierte es sogleich, da mehrere Shinobis und Kunoichis sie umzingelt hatten. Sie sah jedem ins Gesicht, schnaufte gehässig und lief rückwärts zum Ende der Klippe. Einer der Shinobis machte einen kleinen Satz nach vorn und Mai erkannte ihn.
Izuki, ihren kleinen Bruder. Sie sah ihm in die Augen, bemerkte das Tauschjutsu, welches er angewandt hatte um nicht erkannt zu werden und grinste hasserfüllt.
"Kai." flüsterte sie leise und schon verschwand der junge Mann in einer Rauchwolke und zum Vorschein kam ein weiterer Uchiha.
"Mai, wie kannst du nur?!" schrie er und wurde sogleich von einem der Shinobis geköpft. Sein Kopf rollte weg, Blut floss aus seinem Hals und aus seinem Kopf, verursachte eine Blutspur bis hin zu Mai, welche es wenig interessierte. Sie grinste nur, schritt weiter auf die verhängnisvollen Enden der Klippe zu.
"Auf Wiedersehen, mein Dorf." sagte sie, ehe sie ihre Kinder fest um den Bauch schlung und sie sich rückwärts nach hinten fallen ließ. Wie geahnt ließen die Shinobi sie, sie wussten ja auch nichts von der Höhle. Mai drehte sich, landete elegant auf den Füßen und sprang schnell rein in die sichere Höhle. Einer der Shinobi sah nocheinmal nach, ob sie wirklich gesprungen war, doch sah er niemanden und da die Klippen hunderte von Metern hoch war, konnte er auch nicht bis zum Grund sehen. Er beließ es dabei und folgte den anderen. Mai lauschte so lange, bis die dumpfen Schritte verstummt waren, erst da atmete sie stoßweise aus. Zum einen erleichtert, zum anderen unglaublich ängstlich. Aria und Miro kuschelten sich an sie, murmelten noch etwas unverständliches und schliefen daraufhin ein. Doch Mai machte sich Gedanken.
- Wieso ist er nur gegangen?
- Wieso hat er uns im Stich gelassen?
- Liebte er mich oder überhaupt uns nicht mehr?
- Was geschieht nun mit uns?
- Wo sollen wir hin?
All diese Fragen schossen ihr durch den Kopf und ließ sie erschöpft den Kopf schütteln, sodass schwarze Strähnen, wie sie von den Uchihas typisch waren, ins Gesicht fielen. Sie strich sich die Strähnen mit einer flinken Bewegung hinter ihr Ohr, sah nach draußen in die ferne Welt und gab sich ab diesem Tag an ihren Instinkten hin...
80 Jahre sind vergangen, seit dem langjährigen Krieg zwischen den Dörfern. Mai zog schon seit langem allein durch die Landschaft. Aria hatte Miro vor mehreren Jahren die Augen gestohlen und hatte sich auf den Weg in ihr eigenes Leben gemacht. Mai ließ Wälder, Flüsse, Wiesen und Berge hinter sich, doch wofür? Um jemand bestimmtes wieder zu sehen? Genau das wollte sie erreichen. Sie wilderte und tigerte durch die Gegend, war bisher unentdeckte