Fanfic: HeartBeat

Untertitel: simjang-ui godong

Kapitel: After School Activity

Nach der Schule gingen die beiden nebeneinander über den Schulhof. Yong-Jun hatte sogar seine Kopfhörer nicht aufgezogen. Sie hingen ihm um den Hals. „Was machen wir jetzt?“, fragte er Melanie. „Das musst du schon entscheiden. Auf was hast du Lust?“, stellte sie die Gegenfrage. „Was wollen Mädchen so sehen? Das Shoppingcenter? Ich kann’s dir zeigen, wenn du magst“, schlug er jetzt vor. „Das hört sich super an. Gehen wir zum Shoppingcenter“
Nun war das Ziel festgelegt und die beiden machten sich auf den Weg. Bei der Gelegenheit zeigte Yong-Jun ihr auch ein paar andere Dinge, die auf dem Weg lagen. „Und wenn wir jetzt da vorne rechts lang gehen, kommen wir zum Shoppingcenter“, erklärte er. Plötzlich klingelte sein Handy und er hob ab, nachdem er gesehen hatte, dass es seine Mutter war.
„Wo steckst du, Yong-Jun“, fragte sie und klang ein wenig besorgt. „Sorry Ma‘, ich bin mit einer Klassenkameradin in der Stadt“, erklärte er ihr und dann war es still. Seine Mutter war sich nicht sicher, ob sie ihn richtig verstanden hatte. „Ist was passiert?“, fragte sie dann und konnte noch immer nicht ganz glauben was er da erzählte. Natürlich freute sie sich für ihn, das war endlich mal wieder eine gute Nachricht. Seit fünf Jahren war ihr Sohn nach der Schule nicht mehr verabredet gewesen. „Nein, Ma‘. Alles bestens. Wir haben eine neue Schülerin, sie sitzt in der Schule neben mir“, klärte Yong-Jun die Situation auf. „Bring sie doch nachher mit, wenn sie Zeit hat“, schlug seine Mutter dann vor. „Ich frag‘ mal. Bis später“, nachdem er sich von seiner Mutter verabschiedet hatte, legte er auf.
„Oh mein Gott! Es ist so süß, wenn du Koreanisch sprichst“, meinte Melanie plötzlich und machte wieder auf sich aufmerksam. „Findest du?“, fragte Yong-Jun verwirrt. „Ja, klar. Ich versteh‘s zwar nicht, aber es klingt total toll“ „Hm, danke“, sagte er daraufhin nur und dann fiel ihm auch wieder ein was er fragen wollte. „Ach ja. Meine Mutter möchte wissen, ob du heute noch mal bei mir vorbeikommen magst? Nur wenn du Zeit hast natürlich“, gab er nun die Bitte seiner Mutter weiter. „Aber natürlich. Ich würde gerne mit zu dir“, sagte sie dann.

Sie gingen anschließend zu Yong-Jun nach Hause. Das Haus war am Stadtrand und hatte eine ruhige, irgendwie idyllische Lage. Die Teenager betraten es und wurden überschwänglich von Yong-Juns Mutter begrüßt. „Es freut mich so sehr, dass du Zeit gefunden hast“, sie lächelte freundlich. „Keine Ursache“, auch Melanie zeigte ihr sonnengleiches Lächeln. „Ich habe gekocht. Habt ihr Hunger?“, fragte die Frau. „Ich schon. Was ist mit dir, Melanie?“, fragte Yong-Jun das Mädchen. „Mel. Sag einfach nur Mel“, bat sie. „Und ja, ich habe auch Hunger“, ihr Lächeln war definitiv das eines Engels.
Nach dem Essen gingen sie in Yong-Juns Zimmer. Der Koreaner hatte eine beachtliche Sammlung an Videospielen, nur wenig später saßen sie schon auf dem Boden vor seinem Bett mit den Controlern in den Händen. „Ich warne dich, ich bin echt gut, ich mache fast nichts anderes, wenn ich zu Hause bin“, erklärte Yong-Jun und startete das Spiel. „Und mein System durchschaut keiner“, warnte Melanie. „Das wollen wir ja mal sehen“, lachte der Junge. „Ohhhhhh“, Melanie quietsche und er musste sie ansehen. „Du hast ein so schönes Lachen“, gab sie ihm ein Kompliment. „Ehm, danke“, erwiderte er und dann begannen sie mit dem Spiel. Doch die Entscheidung fiel schnell.
„Wie hast du das gemacht?!“, rief Yong-Jun völlig aufgebracht. „Wie hast du es geschafft mich zu besiegen?“ Aber Melanie lachte nur: „Ich habe doch gesagt, mein System durchschaut niemand“ Daraufhin sah der Koreaner sie sprachlos an. „Du hast kein System! Du hast einfach auf den Tasten rumgedrückt“, er konnte diese Art von Spielern einfach nicht verstehen, sie hatten keine Ahnung was sie machten, gewannen aber trotzdem. „Ja und? Ich habe gewonnen, das ist die Hauptsache“, sie lachte wieder und Yong-Jun gab sich seufzend geschlagen.
Melanies Handy klingelte und sie las die gerade eingegangene SMS. „Oh, Amanda hat geschrieben…“, gab sie ziemlich kalt von sich. „Hast du dich in der Klassenliste eingetragen?“, fragte Yong-Jun. „Ja“, antwortete das Mädchen. „Ich auch am Anfang, sie haben mich terrorisiert, dann habe ich meine Handynummer geändert und hatte wenigstens zu Hause meine Ruhe“, erzählte er bedrückt. „Sie fragt, ob ich mir sicher bin, dass ich mit dir rumhängen oder nicht doch noch in ihren Kreis aufgenommen werden will. Ganz ehrlich, wer will denn mit solchen Menschen befreundet sein? Da werde ich mich auf jeden Fall viel lieber mit dir anfreunden“
„Amanda hat angefangen… Damals… Ich weiß nicht einmal was sie gegen mich hat, aber plötzlich standen alle hinter ihr, sie wird nicht aufgeben, dich auf ihre Seite zu ziehen und wenn du nicht nachgibst, gerätst du ebenfalls in die Schusslinie“, Yong-Jun wollte nicht, dass jemand anderes genauso leiden musste wie er. Es war alles andere als einfach, völlig auf sich allein gestellt zu sein, das wünschte er niemandem. „Also, irgendetwas musst du ihr doch getan haben?“, fragte Melanie ungläubig. „Ich weiß aber wirklich nicht, was der Auslöser gewesen sein könnte“ „Hm, wir bekommen das schon heraus, darüber lässt sich bestimmt reden. Vielleicht war es ja nur ein Missverständnis“, überlegte Melanie und wollte das Thema fürs Erste auf sich beruhen lassen. Sie lächelte ihn an. „Ach, kannst du nicht eine andere Brille aufziehen? Mit der siehst du aus wie ein Nerd, das macht dein Image nicht gerade besser“, noch immer strahlten ihre Lippen ein freundliches, warmes Lächeln aus.
„Ich brauche genaugenommen keine Brille mehr. Früher brauchte ich mal eine, jetzt trage ich sie nur um mich dahinter zu verstecken“ Jetzt sah Melanie ihn erst recht ungläubig an. „Oh mein Gott, dann zieh sie doch bitte aus. Wieso sollte man so ein hübsches Gesicht verstecken?“, fragte sie und zog ihm auch im nächsten Moment schon die Brille von der Nase. „Hübsches Gesicht?“, fragte Yong-Jun irritiert. „Ja, natürlich. Willst du mir jetzt ernsthaft erzählen du denkst, du wärst hässlich?“ „Ehm, n-nein, i-ich weiß nicht…“, stotterte er unbeholfen. Er hatte lange niemanden mehr ohne seine Brille angesehen und es fiel ihm schwer dem Blick Stand zu halten.

Amanda scheint der Grund allen Übels zu sein und versucht noch immer Melanie auf ihre Seite zu ziehen, wie lange wird sie sich Melanie gegenüber wohl noch aufgeschlossen verhalten, ehe sie sich ihr gegenüber genauso wie bei Yong-Jun verhält? Ist Melanie stark genug, um Yong-Jun weiterhin zur Seite zu stehen und ihm eine gute Freundin zu sein? Ihr werdet es im nächsten Kapitel herausfinden. ;-)

LG Kim