Fanfic: Wo Hass aufkommt, droht Untergang

Untertitel: Es ist besser für das, was man ist, gehasst, als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden

Kapitel: Prolog

Guten Morgen/Tag/Abend,
tja, ich hatte schon länger vor, mal wieder eine Naruto FF zu schreiben und genau das hier ist sie. Meine neuste Idee, die mir nicht so kitschig und gebraucht vorkommt ;D
Tja, wie man schon in der Kurzbeschreibung erfährt, geht es hier um einen OC und es werden noch welche dazu kommen. Leider gibt es in diesem Zeitalter nicht sonderlich viele, bekannte Charaktere, aber eins mag gesagt sein. Die Uchiha (Madara etc) und Senju (Hashirama etc.) spielen eigentlich eine relativ große Rolle.
Ich weiß nicht genau, worunter ich die Geschichte, vom Genre her, einstufen soll, doch da es doch ziemlich... traurig (?) wird, hab ich jetzt einfach mal Drama angegeben. Außerdem versuche ich mich an den Naruto-Zeitstrahl zu halten, so gut es geht ^^
Kommentaresind natürlich gerne gesehen, aber kein Muss, da ich ja nicht nur für die Leser, sondern auch für mich schreibe.
Viel Spaß :D

Die Dunkelheit verschlang sie, wie ein gieriges Maul. Etwas Schweres, Imaginäres drückte auf ihren Brustkorb und raubte ihr die Luft, die stickig und verbraucht wirkte. Fuuka öffnete die Augen und starrte auf das riesige Tor vor ihr, das bestimmt hunderte Meter groß war. Die Eisenstäbe schimmerten im Licht der Fackeln, die sich auf einmal entzündet hatten und gaben den Blick auf die Finsternis frei, die sich hinter diesem Gefängnis befand. Sie schluckte schwer und Angst schnürte ihr die Brust zu, die Lunge, jedes Körperteil fühlte sich schwer und unbeweglich an. Wie sie hier hergekommen war, wusste sie nicht. Was das alles zu bedeuten hatte, war die andere Frage. Suchend sah sie sich um. Sie entdeckte nur die kahlen Wände, die im Licht des Feuers blau leuchteten und nirgends eine Tür, die sie aus dem Alptraum befreien könnte. Ihre Hände fingen an unkontrolliert zu zittern und mit aller Mühe versuchte sie sich auf den Beinen zu halten. Die plötzliche Kälte, die in den völlig verschlossenen Raum, hineinströmte, überzog ihre Arme mit Gänsehaut und ein Schauer jagte ihr über den Rücken. Sie wollte nach ihrer Mutter schreien, doch der Klos in ihrem Hals brachte sie nur zum husten. „Ist das meine Seele?“ fragte sie sich und der plötzliche Geruch von Blut kam auf. Das Gefühl, es klebte wieder an ihren Händen, ließ ihren Magen verrückt spielen, Übelkeit kroch in ihr auf. Die Erinnerung, wie überall das Blut spritzte, wie sie diese Männer einfach getötet hatte. Männer, die zu Hause Frau und Kind hatten, die darauf warteten, dass sie wieder kamen. In der Hoffnung alles wäre gut gegangen. Sie hatte Ewigkeiten am Wasser gesessen und das Blut aus ihrer Kleidung geschrubbt, Stunde für Stunde, während Tränen ihren Körper schüttelten. So lange saß sie dort, dass ihre Hände taub wurden und ihre Muskeln in den Armen brannten wie Feuer.
Fuuka presste die Augen aufeinander, um die Tränen zurückzuhalten, die wie ein tosender Wasserfall aus diesen herausbrechen wollten. Stumm ballte sie ihre Hände zu Fäusten, um die Erinnerung zu vertreiben. Wie lange hatte sie wach gelegen? Wie lange hatte sie das Szenario in ihrem Kopf abgespielt, dass es ihr langsam unwirklich vorkam. Als wäre es nie passiert. Zitternd stieß sie die Luft aus, die sich als weiße Wolke zu erkennen gab.
„Wir werden immer Monster sein, egal, ob unser Gewissen uns von Innen zerfrisst oder nicht.“ Ängstlich fuhr ihr Kopf auf, als die Worte an ihr Ohr drangen. Die Stimme war tief und klang, als würde sie sich direkt neben ihr befinden.
„Wer bist du?“ flüsterte sie leise und sah zu dem Tor. Ein weißer Schneckenkopf kam zum Vorschein. Die Fühler, an welchen die kleinen Augen angebracht waren, schlängelten sich durch die Gitterstäbe und erschrocken wich Fuuka einige Schritte zurück. Ihr Körper bebte vor Angst, doch den Blick konnte sie von dem Monster dennoch nicht abwenden. Der Kopf wirkte im Gegensatz zu dem gigantischen Körper klein, ebenfalls wie die Arme und Beine. Die Schwänze wedelten in einem beruhigenden Tempo hin und her und wie hypnotisiert starrte sie weiter auf die Bestie. Weißer Schleim, der den ganzen Körper überzog, tropfte auf den Boden und das Platschen hallte im Raum wider.
„Du kennst mich nicht, obwohl ich in dir kleinen, dummen Ding eingepfercht bin?“ zischte die Schnecke.
„Du bist der…?“ fragte Fuuka, aber verstummte mitten im Satz. „Wie bist du…? Was machst du hier? Was mache ICH hier?“
„Du bist hier, weil ich es wollte,“ brummte der Rokubi zurück und die kleinen Löcher, die anscheinend das Maul darstellen sollten, verzogen sich zu Ovalen. Die Nervosität keimte weiter in Fuuka auf, vergiftete ihren Körper wie einen Parasit. Sie wollte nicht hier sein, nicht mit diesem Monstrum, dass ihr ganzes Leben nicht wirklich lebenswert machte.
„Ich muss mit dir reden, auch wenn ich gestehen muss, nicht sonderlich begeistert davon zu sein, von einem kleinen Mädchen kontrolliert zu werden,“ fuhr er fort, während sich die kleinen Augen auf sie richteten. Der starre Blick schien sie aufschlitzen zu wollen.
„Und über was?“ fragte sie kleinlaut und umschlang ihren Oberkörper mit den Armen. Diese Kälte wirkte unnatürlich auf ihrer Haut und zitternd bis sie die Zähne aufeinander, um dem Rokubi keine weitere Blöße zu geben.
„Über unsere...“ etwas knirschte laut und die Schnecke senkte den Kopf, um halbwegs auf der gleichen Augenhöhe mit ihr zu sein, obwohl sie viele Meter auseinander standen. „... Zusammenkunft als Bijuu und Jinchuuriki, wie ihr es Menschen immer nennt. Ich helfe dir zu wahrer Stärke zu gelangen.“
„Und was möchtest du dafür?“ fragte Fuu nach und zog misstrauisch eine Augenbraue nach oben, ehe sie die Lippen aufeinander presste, die zu einem weißen Strich mutierten.
„Wenn du mein Chakra gebrauchst, werde ich deines gebrauchen. Einverstanden?“ Rokubi legte den kleinen Kopf schief und sah sie fragend an, ehe Fuuka einfach nickte.
„Einverstanden. Ich bin Fuuka Moriwaki,“ stellte sie sich vor und langsam streckte sie die Hand nach dem Schloss aus, während sie darauf zu ging. Grinsend beobachtete der Bijuu sie dabei.
„Mein Name ist Saiken und nicht wie ihr klein geistigen Menschen meint, Rokubi,“ erklärte er und beobachtete, wie sie ihr T-Shirt nach oben zog und den Blick auf das Siegel freigab. Ihre Hand bewegte sich von alleine. Ihre Finger krallten sich in ihr Fleisch, um die Spitzen erschien blaues Chakra, wodurch sie das Siegel drehen konnte. Klackend drehte sich das Schloss des Gittertores und mit einem gewaltigen Lufthauch, knallten die Gitterstäbe nach außen. Der Luftdruck wirbelte Fuuka zurück, ehe sie wenige Meter weiter auf dem Rücken landete und keuchend nach Luft rang. Brüllend stürzte der Rokubi aus seinem Gefängnis und blieb einen Meter vor Fuu stehen, die ängstlich zu ihm aufsah. Und dennoch blitzte Neugier und Stolz in ihren Iriden auf, als die Schnecke tief einatmete und stolz die Brust reckte.
„Tötest du mich jetzt, weil ich anscheinend zu den klein geistigen Menschen gehöre?“ fragte sie und ein Grinsen, das sie selbst nicht deuten konnte, schlich sich auf ihre Lippen, als sie sich aufrichtete und den Kopf hob. Diese Angst, die sie zuvor verspürt hatte, war einfach weggeblasen und als hätte sie sich damit abgefunden, mit ihren Dreizehn Jahren, einfach zu sterben.
„Nein, sicherlich nicht. Ich bin nicht so ein Monster wie der Kyuubi,“ knurrte Saiken und senkte dann den Kopf, wobei seine Augen nur wenige Zentimeter von Fuukas entfernt waren. „Du bist ein besonderes Exemplar, denn in dir brennt ein Feuer, welches nie gelöscht werden kann.“

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Ich hoffe, es gefällt irgendwem da draußen :D *Höhö*

Lg.
Barghest