Fanfic: D Anfang v Ende o: DF [8]

Kapitel: D Anfang v Ende o: DF [8]

&lt;b&gt;&lt;font color=&quot;#000080&quot; size=&quot;2&quot;&gt;=[\_/Der Anfang vom Ende oder: Dimicatio Finale \_/]=&lt;/font&gt;&lt;/b&gt;<br />
© em2 © www.final-ranma.de <br />
(Alle Rechte an Ranma ½ unterliegen Rumiko Takashi etc.)<br />
<br />
&lt;u&gt;&lt;font color=&quot;#000080&quot;&gt;Kapitel 8: Von Hoch in der Tiefe oder: Horizont&lt;/font&gt;&lt;/u&gt;<br />
(Gewidmet sweet_kayokchen, weil sie die erste sein wird die es liest ;)<br />
<br />
Sie wärmte ihre Hände am lodernden Feuer, das sie mithilfe ihrer verbliebenen Streichhölzer in Gang gebracht hatte, und endlich fand sie das, was sie vergeblich die letzten paar Stunden gesucht hatte. Den wohlverdienten Schlaf der Gerechten. Sie kümmerte sich nicht mehr um die zwei Monde, die seltsame Flora oder anderes. <br />
Nur schlafen, das wollte sie nun, und das tat sie auch.<br />
So erfuhr sie auch nichts von einem kurzen Aufblitzen am Horizont, das allerdings nach wenigen Minuten wieder verstummte. <br />
Ihre Ruhe währte lange, für die Verhältnisse der anstrengenden Reise über Stock und Stein. <br />
Wann hatte sie das letzte mal geschlafen? Vor 3 oder sogar 4 Tagen? Manche waren es gewöhnt mit so wenig Schlaf auszukommen, aber sie? Festgelegte Bahnen hatte sie. Vor der Schule aufstehen, Ranma wecken, den Tag hinter sich bringen, und früh abends, manchmal auch etwas später, wieder ins wärmende Bett, um die Ereignis des Tages zu verarbeiten und um zu überlegen, bis der Schlaf den Kopf umnebelt und schließlich vollkommen die klare Sicht raubt, bis man sanft ins Reich der Träume hinübersegelt, um sich eine wohlverdiente Ruhepause zu sichern. <br />
Die Monde zogen weiterhin ihre Bahnen, einer am Himmel, einer im Spiegel des Firmaments, verwaschen durch die Wogen und Wellen die ein Gewässer nun einmal aufwirft, um die Realität zu verstümmeln.<br />
<br />
Etliche Stunden später, so erschien es ihr, öffnete sie langsam die Augen, um von der Wirklichkeit außerhalb der Träume von grünen Wiesen und des Glücks eingeholt zu werden. Total zerknirscht erhob sie sich, gähnte kurz, und blickte in der annähernd als Höhle geltenden Unterkunft umher. Vorsichtig bewegte sie sich, noch nicht ganz auf der Höhe ihrer Gedanklichen Kraft, auf den Ausgang zu, hin zum See. Dort setzte sie sich an den Rand, und begutachtete sich im Spiegel des Wassers. <br />
&quot;Oh nein…&quot; Was sie sah schien sie eher zu erschrecken als zu erfreuen. Die Haare standen in nahezu alle Himmelsrichtungen ab, das Gesicht verschlafen. =Wie lange ich wohl… Aber schon komisch, mitten in der Wildnis mache ich mir Gedanken über meine Haare, aber irgendwie sieht es ja schon komisch aus, wenn auch nicht unbedingt schlecht…&quot; Sie vollendete ihren Gedankengang frei heraus. <br />
Es konnte sie ja, scheinbar, niemand hören, hier mitten in der {Pampa} wie sie kurz darauf so treffend bemerkte. Trotzdem war sie nicht so wirklich zufrieden. Mit hastigen Schritten betrat sie erneut die Höhle, und kramte einen Kamm aus ihrem Rucksack. =Damit müsste es eigentlich…= Sie unterbrach sich selbst mit einem herzhaften Gähnen und kratze sich kurz am Rücken. &quot;Na? Wies scheint bin ich doch nicht so ganz wach…&quot; Sie Schnappte sich ihr Gepäck und setzte sich nach längerem hin und her über Frisur und nicht Frisur wieder an den See. <br />
<br />
=Wäre doch gelacht wen…= Energisch begann sie mit der Prozedur, die nicht so wirklich Wirkung zeigte, und doch von vielen weiblichen Individuen hoch gelobt wird, und wurde. Die Rede ist von Bürsten und Kämmen der Haare, was jedoch alles andere als den Gewünschten Effekt erbrachte. <br />
Sogar in Verbindung mit einer ordentlichen Portion Salzwasser aus dem See schaffte sie es nicht die störrische Haarpracht zu zähmen. =Hmm… Lass ich es eben so, sieht ja auch nicht so schlecht aus… Ranma würde es bestimmt… Nein, was denke ich denn jetzt schon wieder…= Ein heftiges Kopfschütteln zerzauste die vermeintliche Ordnung noch mehr. =Na Toll, jetzt herrscht hier Ausnahmezustand… Hier liegt wirklich kein Haar mehr wo es liegen sollte… Was für eine Haarspalterei…= <br />
Grummelnd, und doch zugleich sich selbst auf der spiegelnden Fläche bewundernd packt sie zusammen, und verwischte so gut es nur ging die Ascherückstände. Warum sie das tat wusste sie selber nicht, vielleicht um einfach nur zu Hundert Prozent sicher zu gehen. <br />
&quot;Ok, wo sollte es noch mal… Ach… Was jetzt?&quot; Eine Haarsträhne bahnte sich ihren Weg in Akanes Gesicht und versperrte ihr einen Teil der Sicht. &quot;Hach…&quot; Seufzend strich sie sich die Haare aus dem Gesicht. &quot;Hab ich nur das Gefühl oder sind meine Haare etwas gewachsen? Aber… Egal, wo war ich? Ach ja… Die Säule, oder was zum Teufel auch immer das ist… Wo war die noch mal?&quot; Angestrengt lies sie ihre Augen über den Horizont schweifen, auf der Suche nach einem schwarzen Schatten. =Ist da… Ja, das könnte es sein… Und los!= Sie legte ein fröhliches Pfeifen auf ihre Lippen, und zog von dannen, weg vom See, weg von der Höhle, weg vom Spiegelbild.<br />
<br />
<br />
Ein mehr oder weniger langer, zum Großteil bisher unerschlossener Weg bahnte sich vor ihr aus. Einige Zeit wanderte sie durch die faszinierendsten Landschaften, die schneller ihre Vielfältigkeit wechselten, als ein Florist die verschiedenen Pflanzenarten hätte festhalten und zählen können. <br />
Doch die Tierwelt, abgesehen von weiteren Schmetterlingen und ab und zu ein paar Mücken, die sich jedoch auch gut von der Inseloberfläche hierher verirrt haben konnten, wäre ein Tierarzt so gut wie arbeitslos. Nichts regte sich, was diese kleine Welt im Detail hätte lebendiger machen können. <br />
Akane zeigte keine Regung der Müdigkeit. Wie von der Mücke gestochen bewegte sie sich auf den Monolithen zu, oder zumindest auf das was sich annähernd als ein {Monolith} beschreiben ließ. Was es war, blieb noch verborgen, vorerst. <br />
Viele Stunden vergingen auf diese Weise, ohne Anzeichen das sich der Tag dem Ende zuneigte, ohne Dämmerung. Lange Zeit schon hätte sich der Himmel verdunkeln müssen, doch nichts geschah. Akane interessierte dies wenig. Alles war anders, wie sollte es sich also in diesem Fall verhalten? Wieder Anders? Wenn ja, wie? Aber sich Gedanken darüber zu machen, erschien eher als Verschwendung. Viel wichtiger war es, das Ziel zu erreichen. <br />
=Was hat mein Paps mal gesagt?= Angestrengt versuchte sie sich an eine bloße handvoll Worte zu erinnern. =Irgendetwas mit… Hm…= Sie stockte. War es ihr so schwer gefallen an alte Zeiten zurückzudenken? &quot;Genau!&quot; Sie hatte es. &quot;Man soll erst aus dem Zug aussteigen, wenn die Strecke zu Ende ist!&quot; Nur, was hatte das jetzt zu bedeuten? Das man nicht aufgeben sollte? Oder das man nicht aufgeben konnte, da alle im selben Zug saßen, und somit alle die Einsteigen, dasselbe Ziel hatten? Dasselbe Ziel. =Ranma…= Unwillentlich kam sie auf ihn zurück, obwohl sie ihn doch eigentlich meiden wollte. <br />
&quot;Ach, was mach ich mir Gedanken… Ich kann ja eh nicht aufgeben, also was solls. Außerdem will ich immer noch wissen was es mit den Träumen auf sich hat. Komisch, da fällt mir ein, ich hatte eigentlich gar keine Mehr auf der Reise… Woran das wohl liegt? Na ja, jetzt bin ich hier, und kann nicht mehr aussteigen…&quot; Am Sprichwort ihres Vaters hatte sie einen Narren gefressen. <br />
Was hatte es nun genau damit auf sich? Lange überlegen allerdings war fehl am Platze, sie musste weiter, und das wusste sie am besten von allen, denn sie war ja alleine unterwegs.<br />
<br />
_____<br />
&lt;i&gt;Wie Zugvögel,<br />
nur ein weg,<br />
Nur ein Ziel…<br />
<br />
Das zu erreichen, <br />
um zu leben,<br />
um zu Überleben…<br />
<br />
Vertrieben aus dem Heim,<br />
auf einer reise,<br />
bis das Heim wieder lebenswert wird…<br />
<br />
Eine Flucht?<br />
Umstände?<br />
<br />
Beides vielleicht,<br />
eines möglicherweise,<br />
doch so wirklich ergründen,<br />
kann es Niemand…&lt;/i&gt;<br />
(Zug vögel © by em2)<br />
_____<br />
<br />
Akane verweilte, im Angesicht dessen was sich ihr darbot. Eine Säule, von mehreren Hundert Metern in der Breite, wand sich, dünner werdend, hoch hinein in den Himmel, und stellte alles hinter ihr und der Sonne in einen beeindruckenden, und gefährlich erscheinenden Schatten. Die Säule selbst erregte dabei den Grossteil der sowieso schon raren Aufmerksamkeit, die voll und ganz der Größe des Objekts zugewandt war. Kein Fenster zierte die klaffe Wand, kein Luftloch ließ sich erspähen, wie ein großer, runder Kegel stand sie einfach nur vermeintlich vermutlich verlassen in der Gegend, und bot einen Ehrfurchtgebietenden Anblick für alle, die an der Macht der Natur zu zweifeln wagten. <br />
Denn Trotz allen Vorsprüngen und ungewöhnlichen Ebenheiten war doch eine Naturbelassene, vielleicht sogar gewachsene Ästhetik nicht zu verleugnen und zu verbergen. Wer es exakt hier errichtet hatte, gehörte wohl zu den Rätseln, die Akane im Moment aufgeworfen wurden, und sie bis in die tiefen ihrer eigenen kleinen Welt drängten und quälten. Aber die Herkunft war uninteressant. <br />
Das Wie, Wo und Warum, vor allem aber letzteres, lagen an der Tagesordnung des Plans. Plan, ihr kam es inzwischen vor wie eine geplante Ferienreise, nur eben ohne zu wissen wo es hin geht, oder ohne selber zu erahnen, was an der Tagesordnung steht. Aufstehen, etwas entdecken, sich aufmachen es zu ergründen, und schon zum nächsten Punkt auf der Karte hetzten. Immer und immer wiederholt hatte sich dies in letzter Zeit. Seltsam nur dass ihr dabei nie langweilig wurde. Aber das lag wohl an der Unwissenheit was sie als nächstes erwartete. Schweren Herzens trennte sie sich vom Bannenden Anblick der Außenseite, und wandte sich mehr dem Innenleben zu. Leben? Vielleicht…<br />
<br />
Ranma